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Biologie (Subject) / Chemische-Übungen- Abschnitt 2 (Lesson)
organische Chemie, Nachweisreaktionen, Löslichkeit, usw.
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- Löslichkeit in Wasser Wasser ist eine polare Verbindung = schlechtest Lösungsmittel für Kohlenwasserstoffe und stark unpolare Verbindungen Säuren und Amine sind besser löslich als neutrale Verbindungen Löslichkeitsgrenze bei Kohlenwasserstoffen ~4 C-Atome je polarer (mehr polare, funktionelle Gruppen) umso besser löslich in Wasser wenn Substanz in Wasser löslich --> pH-Wert messen (Hinweis auf Säuren und Amine) kurzkettige, verzweigte, mehrwertige Alkohole sind am besten löslich
- Löslichkeit in Diethylether Diethylether = unpolare Substanz löst vorwiegend unpolare oder schwach polare Verbindungen Löslichkeitsklasse: Kohlenwasserstoffe (Kettenlänge spielt eine Rolle) Ether Alkohole (mit mehr als 5 C-Atomen) höhere Ketone und Aldehyde mittlere und höhere Carbonsäuren Säureanhydride Ester Amide Phenole höhere Amine
- Verbindung in Wasser und Ether löslich kann nicht ionisch sein 4 oder weniger C-Atome hat eine polare Gruppe, die Wasserstoffbrücken bilden kann nicht mehr als eine stark polare Gruppe
- Verbindung in Wasser löslich, aber NICHT in Ether ionische Verbindung (Salz) enthält 2 oder mehr polare Gruppen nicht mehr als 4 C-Atome pro polarer Gruppe zB.: Polysäuren, Hydroxysäuren, Polyhydroxyalkohole (Glykole), Polyhydroxyaldehyde und -ketone (Zucker), Aminosäuren, Di- und Polyaminoverbindungen, Aminoalkohole, Sulfonsäuren und Salze
- Löslichkeit in 5% Salzsäure (HCl) Substanzen nicht in Wasser aber in HCl löslich enthalten meist ein basisches Stickstoff N Atom an einem verhältnismäßig großen unpolaren Rest das freie Elektronenpaar am Stickstoff bindet ein Proton (H+) unter Ausbildung eines Salzes, das im wässrigen Milie löslich ist zB.: RNH2 + H+Cl- --> RNH3+Cl- bei prim., sekund., oder tertiären aliphatischen Aminen möglich Arylgruppen (aromatisches Grundgerüst) schwächen Basizität --> nur mehr primäre aromatische Amine (Anilin) in HCl löslich rein aromatische sekundäre und tertiäre Amine --> nicht mehr löslich
- Löslichkeit in 5% Natronlauge (NaOH) alle sauren Verbindungen, mit nicht zu großem unpolaren Rest löslich Proton (H+) wird auf starke Base OH- übertragen und die konjugierte Base ausgebildet, die dann als Natriumsalze vorliegen zB.: R-COOH + Na+OH- ---> R-COO-Na+ + H20 Löslich sind: Carbonsäuren Sulfonsäuren (RSO2OH) Phenole (ArOH) Thiolphenole (ArSH) Thiole (R-SH)
- Löslichkeit in 5% Natriumhydrogencarbonatlösung (NaHCO3) Carbon- und Sulfonsäuren lösen sich in Hydrogencarbonatlösung unter CO2 Entwicklung zB.: R-COOH + NaHCO3 ---> R-COO-Na+ + H2O + CO2⇑ weil Sulfonsäuren -> sehr starke Säuren --> können sie ihr Proton auch an die schwache Base Wasser abgegen, Löslichkeit wird deshalb durch die schwache Base HCO3 (bzw OH- in verd. NaOH) nur unbedeutend beeinflusst einige stark saure Phenole (mit stark elektronenabziehenden Gruppen zB.: Dinitrophenol, Trinitrophenol (Pikrinsäure) und polyhalogenierte Phenole) lösen sich ebenfalls in NaHCO3
- Löslichkeit in konz. Schwefelsäure Test auf in H2SO4 nichtlösliche Gruppen Alkane Cycloalkane unreaktive Aromaten Halogenderivate Diarylether nur zu Lösung von neutralen und wasserunlöslichen Substanzen besitzen nur die Elemente C, H, O und Halogene H2SO4 als sehr starker Protonendonator kann sehr schwache Basen (schwache Elektronenpaar-Donatoren zB.: Ether) protonieren und in Lösung bringen zB.: R2O + H2SO4 ---> R2OH+ + HSO4- auch tertiäre Alkohole, Ketone und Carbonsäuren werden durch Protonierung an O-Atomen gelöst primäre, sekundäre Alkohole und Alkene bilden Schwefelsäureester polyalkilierte (reaktive) Aromaten werden zu Arylsulfonsäuren
- Nachweisreaktion Schwefel (2) Nitroprussid-Natrium: Na2[Fe(CN)5NO] + Na2S ---> Na4[Fe(CN)5NOS] -violettrot Bleisulfid: Pb(OAc)2 + Na2S ---> PbS↓ + 2NaOAc -schwarzes Bleisulfid
- Nachweisreaktion Stickstoff Lassaigne-Test: Eisen(II)sulfat FeSO4 + 6 NaCN ---> Na4[Fe(CN)6] + Na2SO4 ---> aufkochen; mit H2SO4 ansäuern - bei Anwesenheit von Cyanid --> blaue Färbung 3 Na4[Fe(CN)6] + 2 Fe2(SO4)3 ---> Fe4[Fe(CN)6]3↓ + 6 Na2SO4 blauer Bodensatz "Berliner Blau"
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- Nachweisreaktion für Halogene zuerst müssen CN- und/oder S2- -Ionen aus der Lösung entfernt werden würden mit AgNO3 (Silbernitrat) zu AgCN -Niederschlag (weiß) und Ag2S (schwarz, schwer löslich) reagieren Ansäuern mit verd. HNO3 + Silbernitratlösung AgNO3 Niederschlagsformen: AgCl (weiß, käsig) AgBr (schwach gelblich) AgI (gelb, käsig) Umsetzung mit Cl2 Chlor die entstehenden Halogenide (I2, Br2) bilden mit CHCl3 Chloroform färbige Lösungen 2Br- + Cl2 ---> Br2 + 2Cl- -> gelbbraun bis rotbraun / braun 2I- + Cl2 ---> I2 + 2Cl- -> violett
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