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Anatomie/Bewegungsapparat (Subject) / Knochen/Gelenke (Lesson)

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This lesson was created by Nina2807.

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  • Knochenauf /abbau, Erhaltungsstoffwechsel (Seite 50) OSTEOBLASTEN Knochenaufbau (Osteoblasten) Osteoblasten entstehen aus Mesenchymzellen in epithelialer Anordnung sie bilden die unverkalkte Interzellularsubstanz (Osteoid) des Knochens Osteoblasten werden von der Interzellularsubstanz eingeschlossen
  • Knochenauf-/abbau, Erhaltungsstoffwechsel (Seite 50) Knochensubstanz und Erhaltungsstoffwechsel (Osteozyten) nachdem die Osteoblasten vollständig vom Knochengewebe umgeben sind und die Produktion von Fasern und Grundgewebe eingestellt haben, nennt man sie Osteozyten sie übernehmen nun den Erhaltungsstoffwechsel dieser Vorgang bleibt für uns unsichtbar, da die Knochen äußerlich die Form behalten
  • Knochenauf-/abbau, Erhaltungsstoffwechsel (Seite 50) OSTEOKLASTEN Knochenabbau (Osteoklasten) Osteoklasten sind vielkernige Riesenzellen, die das Knochengewebe abbauen und resorbieren können
  • Knochenbildung => Ossifikation Definition: Knochenbildung oder Verknöcherung (Ossifikation) beim Menschen zwei Arten: Desmale Ossifikation Knochengewebe entsteht direkt aus dem Bindegewebe (Schädelknochen/Schlüsselbein) Chondrale Ossifikation Lange Knochen (Gliedmaßen), die noch erheblich wachsen, werden erstmal aus Knorpel vorgeformt und dann im Laufe der Jahre durch Knochen ersetzt.
  • Chondrale Ossifikation Lange Knochen, wie die der Gliedmaßen, die zu Beginn des Lebens noch erheblich wachsen, werden zunächst aus Knorpel vorgeformt und dann im Laufe der Jahre durch Knochen ersetzt. Nur die Gelenkflächen bleiben mit Knorpel überzogen. Die Verköcherung läuft über einen komplizierten Mechanismus ab. Am Ende entsteht dabei meistens der Lamellenknochen, den man auch als ausdifferenzierten Kochen bezeichnen kann. Doch selbst der Lamellenknochen ist kein starres Gewebe. Er ist ein Leben lang ständigen Auf- und Abbauprozessen unterworfen, die sich das Gleichgewicht halten. Der Aufbau wird durch dauernden Abbau kompensiert.
  • Knochenbildung und Adaption (Seite 51) einmal gebildete Knochen verändern sich ständig durch: Wachstum/Alter funktionelle Anpassung einseitige/asymmetrische Belastung Bis zur Pubertät ist die Knochenstruktur noch nicht vollständig ausgereift
  • Knochenwachstum der Röhrenknochen (Seite 53) Definition: Echondrales Wachstum der Röhrenknochen Längenwachstum: von den Ossifikationskernen der Epiphysen aus Dickenwachstum: Knochensubstanz wird perichondral vom Periost aus angelagert (bleibt zeitlebens funktionstüchtig)
  • Knochenaufbau am Beispiel eines Röhrenknochens (S. 53) Beschreibung in der Längsachse: Den Schaftanteil nenn man Diaphyse, die beiden Enden nennt man Epiphyse (proximal und distal). Sie sind mit einer dünnen schicht aus hyalinem Knorpel bedeckt und bilden die Gelenkflächen. Den Abschnitt zwischen Epiphyse und Diaphyse bezeichnet mal als Metaphyse oder Epiphysenfuge. Aufbau von außen nach innen: Periost (Knochenhaut) Kortikalis/Kompakta (Knochenrinde) Spongiosa (Schwammknochen)
  • Periost (Knochenhaut) (Seite 54) Die äußerste Schicht des Knochens ist das Periost. Es enthält Nerven und Gefäße, die das Innere des Knochens mit Nährstoffen versorgen Es dienst als Ansatz von Senen und Bändern
  • Kortikalis (Knochenrinde) (Seite 54) Die Kortikalis liegt dem Periost innen an ist aus dichtem Knochengewebe aufgebaut sie ist im Bereich der Diaphyse etwas breiter angelegt, dort heißt sie Kompakta
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  • Spongiosa (Schwammknochen) (Seite 54) Die Spongiosa befindet sich in den Epiphysen. besteht aus zarten Knochenbälkchen bietet durch die entstehenden Hohlräume Platz für das blutbildende Knochenmark die Knochenbälkchen können den spezifischen Belastungen standhalten und bewirken eine enorme Gewichtseinsparung in der Diaphyse befindet sich eine Markhöhle, die beim Erwachsenen durch das gelbe, aus Fettgewebe bestehende Knochenmark ausgefüllt wird (Spongiosabalken fehlen!)
  • Fettmark und roten Knochenmark (Seite 54) im roten Knochenmark findet die Blutbildung statt das gelbe Fettmark hat eher ernährende und schützende Aufgaben das gelbe Fettmark kann unter besonderen Umständen (z.B. großer Blutverlust oder Leukämie) in rotes Knochenmark umgewandelt werden Merke:                 Das Knochenmark erfüllt keine Aufgaben des Immunsystems,              sondern der Blutbildung!
  • Havers-Kanäle und Knochenfeinbau (Seite 57) Die Kortikalis oder Kompakta besteht aus Bruchteilen von Millimeter dicken Lamellen (kollagene Fasern) Die Richtung des Faserverlaufs wechselt von Lamelle zu Lamelle (Tischlerplatte) dies bewirkt die besondere Zugfestigkeit! die außen liegenden Lamellen (unter dem Periost) sind größere Platten (Generallamellen) Richtung Knochenmitte ordnen sich einige Lamellen röhrenförmig um einen Kanal (Havers-Kanal) dieser enthält die Knochen ernährenden Blutgefäße
  • Volkmann-Kanäle und Ernährung der Knochen (Seite 57) Blutgefäße führen durch die Knochenhaut (Volkmann-Kanäle) und ziehen Richtung Markraum von hier aus findet die Ernährung des Knochens statt sie verzweigen sich zu in Längsrichtung verlaufenden Gefäßen (Havers-Kanälchen) Beide Versorgungssysteme sind miteinander verbunden
  • Osteone (Havers-System) (Seite 58) durch die konzentrische Anordnung der Knochenlamellen entstehen dünne, mehrere Zentimeter lange Zylinder, die OSTEONE die Lamellen verlaufen um eine Aussparung, die als Haversscher Kanal bezeichnet wird. er enthält die versorgenden Blutgefäße und Nerven senkrecht zu den Haversschen Kanälen verlaufen die Volksmann-Kanäle, in denen die Arterien, Venen und Nerven von der Knochenhaut kommend in das Zentrum der Osteone gelangen
  • Knochenumbau (Seite 59) Einmal gebildeter Knochen verändert sich im Laufe des Lebens ständig. Im Kindesalter werden die primitiveren, unregelmäßig strukturierten Geflechtknochen in die kalziumreicheren und stabileren Lamellenknochen umgebaut. Weiterhin findet eine funktionelle Anpassung statt, die es dem Knochen ermöglicht, sich auf veränderte Belastungen einzustellen. Dies erfolgt z.B. durch Zu- und Abnahme der Knochensubstanz bzw. Änderung der Knochenstruktur durch Umbau der Substantia spongiosa als Anpassung/Adaption
  • Interzellularsubstanz des Knochens (ohne H2O) (Seite 59) 30% organische Bestandteile (Osteoid). Hierbei handelt es sich hauptsächlich um kollagene Fasern, der Rest sind vor allem Proteine.           Osteoid wird von den Osteoblasten gebildet 70% anorganische Bestandteile, im Wesentlichen Kalziumverbindungen. Die Hauptkomponenten, das Kalziumphosphat, liegt in Form von Hydroxylapatit-Kristallen vor. Diese sind den Kollagenfasern angelagert. Im Einzelnen bestehen die Knochen u.a. aus Ossein, elastischen Fasern, organischer Substanz, anorganischer Substanz, Calcium, Fluor, Fett und Wasser.
  • Faktoren, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen (Seite 60) Die Faktoren, die den Knochenstoffwechsel direkt beeinflussen sind: Calcium Calcitonin Vitamin D3-Hormon Phosphat Parathormon alkalische Phosphatase (AP = Produkt des Knochenstoffwechsels, wird durch die Galle ausgeschieden, ist bei Knochenerkrankungen im Serum erhöht)
  • Knochenverbindungen = unechte und echte Gelenke (Seite 61) unechte Gelenke: zwischen den Knochenteilen befindet sich Gewebe als Verbindungsmaterial echte Gelenke: zwischen den Knochenteilen befindet sich ein Gelenkspalt
  • Diarthrosen und Synarthrosen (Seite 61) Diarthrose: echtes Gelenk, synoviales Gelenk = zwischen den Knochenteilen befindet sich ein Gelenkspalt Synarthrose: unechtes Gelenk, Haft =                                                                                => zwischen den Knochenteile befindet sich Verbindungsmaterial                                        => Bandhaft: Zwischenknochenmembran Elle - Speiche                                                     => Knorpelhaft: Symphyse, Bandscheibe                                                                             => Knochenhaft: Kreuzbein
  • Synnovialer Gelenke -- Kennzeichnung (S. 63) => echte Gelenke => Diarthrosen mindestens zwei Gelenkkörper, Gelenkflächen sind überzogen m. hyalinem Knorpel einen Gelenkspalt Synovia im Gelenkspalt Gelenkkapsel zur Angrenzung des Gelenkraumes Echte Gelenke sind: Kugelgelenk (z.B. Schulter, Hüfte) - dreiachsig Eigelenk (z.B. hintere Handwurzel) - zweiachsig Scharniergelenk (z.B. Ellenbogen, Knie) - zweiachsig Sattelgelenk (z.B. Daumen) - einachsig Radgelenk (z.B. Atlantoaxialgelenk) - einachsig planes Gelenk (z.B. Sprunggelenk) - einachsig straffes Gelenk - Amphiarthrose
  • Elastizität und Beweglichkeit der synovialen Gelenke (Seite 63) die Elastizität des Gelenks gibt der Knorpel die Beweglichkeit der Gelenke wird bei echten synovialen Gelenken wesentlich von der Synovialflüssigkeit bestimmt Gelenke müssen regelmäßig "geschmiert" werden. Dies übernimmt die Gelenkschmiere, die Synovia. Sie ist eine gallertartige, ölartige Flüssigkeit. Eine bindegewebige Kapsel schließt das Gelenk ab.
  • Gelenkaufbau: Schultergelenk (Art humeri) besteht aus: Schultergelenkpfanne (cavitas glenoidalis) Oberarmkopf (Caput humeri)
  • Gelenkaufbau: Hüftgelenk (Art. coxae) besteht aus Hüftgelenkpfanne (Acatabulum) Oberschenkelkopf (Caput femoris)
  • Gelenkaufbau: Kniegelenk (synoviales Gelenk), besteht aus (Seite 68) Kniescheibe (Patella) Meniscus Oberschenkelknochen (Femur) Gelenkknorpel (Cartilago articularis) Gelenkkapsel (Capsula articularis) Kniescheibenband (Lig. patellae) Schleimbeutel (Bursa synovialis) Schienbein (Tibia)
  • Gelenkstabilität (Seite 68) Die Bewegungsausmaße und Stabilität der Geleke werden durch drei Komponenten beeinflusst: Knochenführung (beim Hüftgelenk z.B. besser ausgeprägt als beim Schultergelenk) Muskelführung (besonders ausgeprägt beim Schultergelenk, z.B. durch den Deltamuskel (M. deltoideus) Bänderführung (besonders ausgeprägt beim Kniegelenk) Bei Störungen oder Schwächung einer dieser Komponenten kann eine Gelenkführung durch eine andere teilweise kompensiert werden. Zum Beispiel wird trotz einer Kreuzbandruptur die Funktion des Kniegelenks aufgrund einer gut ausgebildeten Oberschenkelmuskulatur kaum beeinträchtigt.
  • MERKE: Zusammenhalt synovialer Gelenke (Seite 69) Das synoviale Gelenk wird zusammengehalten durch Gelenkkapseln Muskeln Körpergewicht Bänder Adhäsion im Gelenkspalt
  • Hilfs- und Stützstrukturen der synovialen Gelenke (Seite 69) Gelenkzwischenscheibe (=Discus, Disci) aus Faserknorpel zur Verbesserung der Kongruenz und Vergrößerung der Kontaktfläche, Beispiel: proximales Handgelenk halbmondförmiger Faserknorpel (Meniscus, Menisci); der Meniscus hat im Prinzip die gleichen Aufgaben wie der Discus; Beispiel: Kniegelenk Gelenklippe (Labium articulare) zur Vergrößerung der Gelenkpfanne;                   Beispiel: Hüftgelenk Schleimbeutel (=Bursa synovialis) als Ausstülpung der Gelenkkapsel und damit Reserveraum für die Gelenkschmiere
  • Aufgaben der Disci und Menisci (Seite 70) Anpassung der Gelenke an Druck- und Zugwirkungen bieten Schutz und dienen der Bewegungsführung Disci trennen den Gelenkraum vollständig! Menisci nur teilweise!
  • Definition Gelenk Gelenke sind bewegliche Knochenverbindungen, die Körperbewegung ermöglichen. MERKE: Knochen treten miteinander durch Gelenke in Verbindung
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  • Haften (Seite 70) Definition: Als Haften bezeichnet man feststehende Knochenverbindungen. Es gibt drei Arten: Bandhaft => Syndesmosis Knorpelhaft => Synchondrosen Knochenhaft => Synostose
  • Bandhaft (Seite 71) Knochen werden durch Bindegewebe miteinander verbunden. Beispiel: Zwischenknochenmembran (Membranae interosseae) zwischen Elle und Speiche bzw. Schien- und Wadenbein (wird auch Amphiarthrose = Wackelgelenk bezeichnet) Schädelnähte/Gelenke (Sutura) (Verbindung zwischen den Schädelknochen Einzapfung (Gomphosis) federnde Befestigung der Zähne im Zahnfach
  • Knorpelhaft (Seite 71) Knochen werden durch Knorpelgewebe miteinander verbunden Beispiel: Schambeinfuge, Bandscheiben und Rippenknorpel Band- und Knorpelgelenke haben nur sehr geringe Bewegungsausmaße.
  • Knochenhaft (Seite 72) Durch Knochensubstanz zusammengefügtes Gewebe Beispiel: Kreuzbein (Os sacrum) Verbindung von Epiphysen und Diaphysen der Röhrenknochen Verschmelzung von Darm-, Scham- und Sitzbein zum Hüftbein (Os coxae) des Erw.
  • Synoviale Gelenke / echte Gelenke => Aufbau (Seite 72) Gelenkspalt kennzeichnet das echte Gelenk Gelenkflächen sind von hyalinem Knorpel überzogen das gewölbte Gelenkende ist der Kopf, das ausgehöhlte Ende die Pfanne Gelenkkapsel verbindet die durch den Gelenkspalt getrennten Knochen und schließt die Gelenkhöhle nach außen ab innere Kapselschicht heißt Synovialhaut (Membrana synovialis), sie sondert Synovia (Gelenkschmiere) ab äußere Kapselschicht heißt Faserschicht (Membrana fibrosa) die Gelenkbänder hemmen bestimmte Bewegung und sind der Kapsel aufgelagert als besondere Bildungen kommen im Gelenk liegende Faserknorpel vor (Disci oder Gelenkscheiben). Sie unterteilen ein Gelenk vollständig oder unvollständig. Beispiel: Kiefergelenk/Sternoklavikulargelenk. Beispiel: halbmondförmige Menisci kommen im Kniegelenk vor.