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Diagnostik und Evaluation (Subject) / Beurteilung I (Lesson)

Basis: Nürnb. Skript, Ingenkamp, Lukesch, Skript LMU Barchfeld-Pekrun Die Lektion beinhaltet den Bereich E für mein EWS-Examen im August'15 an der LMU München. Für Vollständigkeit wird nicht garantiert.

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  • Unterschiede mündl. - schriftl. Prüfung Jäger 2000: adaptiv - fixiert interaktiv - reaktiv auslotend - Grenzen vorgebend singulärer Bezug (aber Gruppenbefr. möglich) - Gruppenbezug eher zeitl. unbestimmt - eher zeitl bestimmt situativ - transsituativ umfassend - ausschnitthaft
  • Def. Beurteilung Die Beurteilung ist die abstahierende Beschreibung des Verhaltens und die anschließende Deutung des Verhaltens, wobei ein Vergleich der Beobachtungseinflüsse mit Milieueinflüssen und Lebenslaufdaten stattfindet (Verfasser nicht gefunden!)
  • Beurteilungsfehler im Unterricht (16 Stk.) 1. Aufmerksamkeit / Ermüdung 2. Beobachtungsbericht als Fehlerquelle (durch Kontrastierung oder Verkürzung) 3. Etikettierungs- und Stigmatisierungsprozesse (L macht sich bestimmtes Bild --> Erwartungen --> Zuordnung zu negativer Kategorie) 4. Fehler der zentralen Tendenz (v.a. wenn Proband unbekannt) 5. Güte- / Mildefehler (Proband kennt Beurteiler) 6. Großzügigkeitsfehler (allg. Tendenz zur guten Bewertung) 7. Tendenz zur Strenge 8. Halo-Effekt (ein dominantes Merkmal führt zu Rückschlüssen auf andere Merkmale) 9. Logischer Fehler (eher bewusste Form des Halo-Effekts --> falsche Schlussfolgerungskette) 10. Soziale Stereotype (Sonderform "Logischer Fehler": Beobachter geht von Zusammengehörigkeit soz. Sachverhalte aus --> Geschlecht, Kultur, Religion...) 11: Konfabulationseffekte (Lücken in Beobachtung werden mit Schemata gefüllt) 12. Kontrasteffekt (Leistung vorheriger Person hat Einfluss auf Beurteilung der folgenden Person; vgl. Studie Birkel 1978) 13. Projektionsmechanismus (Beurteiler projeziert eigene Fehler auf Proband) 14. Pygmalion- / Rosenthal-Effekt (Bild, das man von einer Person hat, überträgt sich auf  Person und führt bei dieser zum vorher erwarteten Verhalten) 15. Selbsterfüllende Prophezeiung (L neigt dazu, seine eigenen Erwartungen zu erfüllen) 16. Reihungs- / rhythmische Schwankungseffekte (periodisches Absinken/Ansteigen der Bewertung) Weitere Fehlerquellen --> Fachfremde Beurteilungskriterien, Schulartspezifische Benotung, Fächerspezifische Benotung (Ferdinand & Kiwitz 1964), Klassengröße, Schulstufenbez. Zensurierungstendenzen, Länderspez. Differenzen, Klasseninterne Bezugssysteme