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PT Neuro (Subject) / Klausur (Lesson)

Examensvorbereitung

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  • Definiere Neglekt = Sammelbegriff für unterschiedliche, halbseitige Vernachlässigungsphänomene einer Raum- und/oder Körperhälfte. Der Patient hat die Fähigkeit verloren, seine Aufmerksamkeit spontan oder durch unterschiedliche Reize auf die kontraläsionale Seite zu richten.
  • Welche Arten eines Neglekt gibt es? Beschreibe sie! visueller Neglekt akustischer Neglekt somatosensibler Neglekt motorischer Neglekt Die Neglekt-Formen können isoliert oder in Kombination auftreten. Treten alle gleichzeitig auf spricht man von einem multimodalen Neglekt. Visueller Neglekt: Nichtbeachten der kontraläsionalen hier z.B. linken Seite. Kopf des Patienten ist nach rechts ausgerichtet. Selbst bei gezielter Reizsetzung von der linken Seite wird der Kopf max. bis zur Mittellinie gedreht. Beim Lesen fällt auf das sie den Text in der Mitte und nicht am linken Rand beginnen. Wird der Patient von links angesprochen dreht er den Kopf nach rechts um dort nach der Quelle der Stimme zu suchen. Bsp: Vorsicht im Straßenverkehr: Der Patient nimmt von links kommende Fahrzeuge im Straßenverkehr nicht wahr. Akustischer Neglekt: Akustische Reize die von der linken Seite an den Patienten heran kommen, nimmt dieser nicht wahr. Bsp: Vorsicht im Straßenverkehr! Der Patient könnte beispielsweise keine Hub oder Klingelgeräusche, die von der kontraläsionalen Seite kommen, wahrnehmen. Somatosensibler Neglekt: Patient nimmt Berührungen und Schmerzen auf der kontraläsionalen Seite nicht wahr, was zu Verletzungen führen kann. Bsp: Patient kleppt sich den Arm beim Hinsetzen in den Rollstuhl zwischen sich und der Lehne ein und bemerkt dies nicht. Patienten ohne somatosensiblen Neglekt würden Unbehagen bzw. Schmerzen äußern, was beim somatosensiblen Neglekt ausbleibt. Hohe Gefahr von Verletzungen. Motorischer Neglekt: Obwohl der Patient über genügend Kraft in der betroffenen Extremität verfügt und diese auch spontan bewegt, setzt er die Extremität in Alltagshandlungen nur vermindert ein. Bsp: Ein schwere unhandliche Blumenvase wird mit einer Hand transportiert obwohl ein bimanuelles Halten einfacher und sicherer wäre.
  • Therapeutische Grundsätze (Prinzip) in der Behandlung eines Neglekt Patienten Das Prinzip der Neglekt-Therapie ist die multimodale Stimulation und die Anregung zur aktiven Wahrnehmungslenkung zur vernachlässigten Körperseite und vernachlässigten Raum und somit der Förderung der Aktivität auf dieser Seite. Praktische Beispiele zu diesem Prinzip: Raumgestaltung: Bett in die Ecke, sodass die gesunde Seite zur Wand und die vernachlässigte Seite zur Raummitte liegt. Durch diese Raumgestaltung erfährt der Patient vermehrt Ansprache durch das Pflegepersonal, die Angehörigen und den Therapeuten über die vernachlässigte Seite. Die Blickwendung zur vernachlässigten Seite wird fociert. Im Bad wird Zahnbürste, Zahnpasta, Handtuch auf der vernachlässigten Seite plaziert. Beim Malen wird Farbe, Pinsel usw. auf der vernachlässigten Seite plaziert. Hinweisreize (Cueing): z.B. durch verbale Aufforderungen durch den Therapeuten, oder durch das Klopfen auf die Tischplatte zur Fokussierung der Aufmerksamkeit in diesen Bereich. Taktile und Propriozeptive Reize auf die vernachlässigte Seite: Aufmerksamkeitslenkung durch taktile und propriozeptive Reize auf die vernachlässigte Seite passiv oder besser noch aktiv durch den Patienten der seinen Arm berühren soll, mit den Igelball den Arm auf der betroffenen Seite abrollen soll, man kann unterschiedliche Temperaturreize setzen oder Approximation des Arms durch bilaterales Stützen zeigen damit die Aufmerksamkeit auf die betroffene Seite gelenkt wird. Bilaterales ADL-Training: Der Patient soll Handlungen ausführen, die den Einsatz von 2 Händen erfordern, z.B. Reißverschluss öffnen und schließen, Socken anziehen, Schleife an den Schuhen binden. Lagerung: Patient möglichst auf die betroffene Seite Lagern, damit er diese wahrnimmt. Meist wird etwas schräg gelagert damit der Patient nicht das Gefühl hat zu fallen.
  • Was sind Schlüsselpunkte? Schlüsselpunkte-/ regionen: Berta Bobath nannte bestimmte Regionen des Körpers Schlüsselpunkte. In diesen Regionen befindet sich eine hohe Dichte an Propriozeptoren, die die Informationen an das ZNS weitergeben. Schlüsselpunkte sind Regionen innerhalb des Körpers, durch die der Haltungs- und Bewegungstonus angepasst werden kann. Sie dienen der Anbahnung und Fazilitation von Bewegung.
  • Wie werden Schlüsselpunkte eingeteilt? / Nenne Formen von Schlüsselpunkten. Man unterscheidet: den Kopf, den zentralen Schlüsselpunkt (ZSP) und die peripheren Schlüsselpunkte, das sind die proximalen- und distalen Schlüsselpunkte. Zu den distalen Schlüsselpunkten zählen die Hände und die Füße. Oft wird auch das Knie- und Ellenbogengelenk als SR bezeichnet, wobei man hierbei auch von Distanzreglern zwischen proximalen und distalen Schlüsselregionen spricht.Die proximalen Schlüsselregionen bilden die Schultergürtel und das Becken. Der zentrale Schlüsselpunkt (ZSP) unterteilt den oberen und den unteren Rumpf (ca. Th 7–Th 8) und stellt damit den Körpermittelpunkt dar. Der Kopf wird je nach Beschreibung teils zu den proximalen und teils zu den distalen Schlüsselregionen gezählt. Er beinhaltet mit den Augen, den Gleichgewichtsorganen und den Muskelspindeln der Nackenmuskulatur die wichtigste Sensorik für die Bewegungsausführung, und nimmt daher eine Sonderposition innerhalb der Schlüsselpunkte ein. Daher reagieren Betroffene mit räumlich konstruktiven Bewegungsstörungen meist sehr gut auf die Fazilitation des Kopfes. !!Wichtig!!Der Kopf bildet mit seiner Sensorik die wichtigsteSchlüsselregion und ist an der Einleitung (z. B.Hinwendung, Erfassung des Bewegungszieles) dermeisten Bewegungsabläufe beteiligt. »Erreichtman den Kopf nicht – erreicht man die normaleBewegung nicht!«
  • Welche therapeutische Relevanz hat ein Schlüsselpunkt? Durch die Fazilitation dieser Bereiche/Schlüsselpunkte kann man auf abnorme Bewegungsmuster hemmend einwirken und physiologische Bewegungsabläufebahnen oder durch die Bahnung physiologischer Bewegungsabläufe abnorme Bewegung hemmen, sie dienen also der Fazilitation von Bewegung.
  • Wann tritt ein Neglect auf? Ein Neglect tritt häufig nach größeren rechtshemisphärischen Hirninfarkten oder Blutungen der Arteria cerebri media auf. Ursächlich ist eine Läsion im Parietallappen der Hirnrinde (Cortex).
  • Welche Schwierigkeiten haben Patienten mit einem Neglect im Alltag? Patienten mit einem visuellen Neglect Stoßen im Alltag wiederholt an Hindernisse und können sich dabei ernsthaft verletzen, wenn der Patient nun ein somatosensiblen Neglect hat merkt er nichtmal das er sich gestoßen hat was eine hohe Gefahr der Selbstverletzung mit sich bringt. Bsp: Straßenverkehr: Patienten mit einem visuellen Neglect nehmen heranfahrende Fahrzeuge oder Fahrradfahren von der kontraläsionalen Seite nicht wahr = Unfallgefahr. Patienten mit einem Akustischen Neglect hören heranfahrende Fahrzeuge / Fahrräder die von der kontraläsionalen Seite kommen nicht. Patienten mit einem motorischen Neglect sind quasi auf 1 Arm beschränkt und machen alles mit dem wahrgenommenen Arm, wie z.B. eine unhandliche Vase tragen, obwohl sie die nichtwahrgenommene Seite benutzen könnten. Da sie ihre kontraläsionale Seite nicht wahrnehmen, fallen sie im Stand zu dieser Seite um.
  • Welche Tests zur Diagnostik eines Neglect kennen sie? Leseaufgaben: Hier wird der Patient gebeten, einen Text vorzulesen. Neglectpatienten vergessen Wörter, die am Zeilenanfang stehen und fangen in der Mitte der Seite an zu lesen. Linienhalbierung: Dem Probanden werden horizontale Linien vorgelegt, die er in der Mitte durchstreichen soll. Eine Verschiebung der Halbierungen zu einer Seite spricht für einen Neglect. Uhr malen: Neglectpatienten malen eine Uhr nur zur Hälfte.
  • Nenne die Kardinalsymptome eines M.Parkinson-Patienten. Akinese Tremor Rigor
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  • Was bedeutet S.M.A.R.T. in der Zielformulierung? Spezifisch > Was soll verbessert werden? Messbar > In welchem Ausmaß soll es verbessert werden? Attraktiv oder Akzeptiert  > Ist das Therapieziel für den Patienten wichtig?Realistisch   > Ist dies realistisch erreichbar?Timed (Zeitlich festgelegt) > In welchem Zeitrahmen soll das Ziel erreicht werden?
  • Beschreibe den Functional-reach-Test und die Beurteilung der Ergebnisse. Welche ICF-Dimension überprüft dieser Test? Functional-reach-Test: ICF-Dimension: Körperfunktion Ziel: prüft das GG in Stand, sowie posturale Kontrolle ASTE: Patient steht seitlich an der Wand (nicht angelehnt), Arme bis zu den Fingern sind nach vorne ausgestreckt, der Punkt den der Patient so erreicht, wird gekennzeichnet. ESTE: Patient wird aufgefordert, sich so weit wie möglich nach vorne zu lehnen, ohne einen Schritt nach vorne zu machen oder umzufallen. Der jetzt erreicht Punkt wird gekennzeichnet . Der Abstand zwischen beiden Markierungen wird gemessen und dokumentiert. Normwerte: Alter: 20-40, Männer 42,4 cm / Frauen 37,1 cm Alter: 41-69, Männer 37,9 cm / Frauen 35,1 cm Alter: 70-87, Männer 33,5 cm / Frauen 26,7 cm Reichweite von 15-25 cm = hier liegt ein doppelt so hohes Sturzrisiko als bei Patienten über 25 cm vor.Reichweite von 0-15 cm = hier hat sich das Sturzrisiko vervierfacht.
  • Beschreibe den Timed-up-and-go und die Beurteilung der Ergebnisse. Welche ICF-Dimension überprüft dieser Test? Timed-up-and-go: ICF-Dimension: Aktivität Ziel: prüft die Mobilität und das Gleichgewicht im Gang. Patient sitzt auf einem Stuhl (Sitzhöhe 42 cm). Arme auf Armlehne, Rücken an Rückenlehne. Nach Aufforderung geht der Patient so schnell wie möglich, ohne zu stürzen bis zu einer in 3m entfernten Linie, dort umdreht, zurückgeht und sich wieder in die Ausgangsposition begibt. Dokumentiert wird die benötigte Zeit und das ggf. benötigte Hilfsmittel. Beurteilung:Beurteilt werden die 4 kritischen Bewegungsübergänge: Aufstehen, Hinsetzen, Gehen, Richtungswechsel beim Gehen, diese werden in allen Einzelheiten dokumentiert. Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen die über 14 Sekunden für diesen Test brauchen, ein erhöhtes Sturzrisiko haben.
  • Du willst einen Patienten von Stand in den Sitz faszilitieren, wie ist dein Timing? Ich faszilitiere am Becken (Schlüsselpunkt) auf beiden Seiten und faszilitiere eine Beckenaufrichtung, die automatisch weiterlaufend zu einer Knieflexion führt. Noch vor dem Hinsetzen faszilitiert man eine Beckenkippung damit der Patient sich setzen kann.
  • Sie haben einen Patienten mit Insult re, keine Kniekontrolle links, der nur wenig Gewicht auf die betroffene Seite bringen kann. Sie wollen ihn auf die Behandlungsbank transverieren, über welche Seite würden sie diesen Patienten transverieren? Welche Schlüsselpunkte nutzt man dafür? Beschreibe das Handling. Man führt den Transfer über die betroffene Seite aus, damit diese mehr im Vordergrund steht und sich dadurch verbessern soll. Würde man den Patienten immer über die gesunde Seite transverieren würde die betroffene Seite niemals vorher gekonnte Dinge wie z.B. Knie-Kontrolle wiedererlernen. Man nutzt dafür die Schlüsselpunkte, Becken und Tuber ischiadicum. Handling: Patient sitzt mit der betroffenen Seite zur Behandlungsbank Therapeut bringt seine Knie zusammen und sützt damit das betroffene Knie des Patienten von ventral Die Hand des Th. die auf der Bankseite ist fasst den Tuber und die andere Hand das Becken des Patienten Der Th. nimmt Kontakt zur Schulter, auf der Bankseite, des Patienten auf damit dieser sich beim Aufstehen sicher fühlt und nicht nach vorne Kippen kann, es ist nämlich erforderlich das der Patient sich nach vorne lehnt um Aufzustehen.
  • Analysiere die Armbewegung in Rückenlage von 0-180° in 2 Etappen: 0-90° und 90 - 180° Beschreibe den Hinweg und Rückweg in RL! Warum ist es wichtig das zu wissen? Hinweg: Von 0-90° ist die Aktivität der Armheber (Agonisten) konzentrisch. Von 90-180° ist die Aktivität der Armsenker (Antagonisten) exzentrisch. Rückweg: Von 180-90° ist die Aktivität der Armsenker (Antagonisten) konzentrisch. Von 90-0° ist die Aktivität der Armheber (Agonisten) exzentrisch. Wichtig zu wissen, weil: Wahl der ASTE Therapeutisches Clinical Reasoning Um zu wissen wie man einen Muskel trainieren kann.
  • Ein Patient hat seit 10 Jahren Parkinson, Flexionshaltung (Krumme Haltung), zunehmende Akinese (wird langsamer), vermehrt Off-Phasen. Nenne 4 Behandlungsziele und jeweils 2 Maßnahmen dazu. Verbesserung der Aufrichtung: Verbesserung der Rotation (Schlechte Rotationsfähigkeit = Sturzgefahr) Erhalt, Förderung der Mobilität Entwicklung von Stategien gegen die Off-Phasen Maßnahmen zu 1: PNF: bilaterales Pattern in Flex-Abd-AR FBL: Schlange Maßnahmen zu 2: PNF: einarmiges Pattern in Flex-Abd-AR mit Terraband Th. sitzt hinter dem Patienten auf dem Pezziball und der Patient legt seine Arme über die Beine des Th: Nun fordert der Th. den Patienten auf die Th-Hand zu greifen die sich hinten rechts oder links befindet, dies fordert eine Rotation des Patienten. Maßnahmen zu 3: Yoga: Sonnengruß Dehnen (PIR) z.B. der Ischiocruralen Muskulatur Maßnahmen zu 4: Zählen und los Blick in die Ferne Über einen imaginären Stock steigen
  • Nennen Sie die ICF-Klassifikation. Teil 1: Funktionsfähigkeit und Behinderung Körperfunktionen und Körperstrukturen Aktivität Teilhabe (Partizipation) Teil 2: Kontextfaktoren Umweltfaktoren personenbezogene Faktoren
  • Nennen Sie zu jeder der folgenden ICF-Dimensionen mindestens 3 Assesments: Körperfunktionen und Körperstruktur Aktivitäten Partizipation >>Es kann sein das man diese in der Prüfung beschreiben muss<< Körperfunktionen und Körperstruktur: Functional-reach-Test Finger-Nase-Versuch Finger-Finger-Versuch Armvorhalteversuch Beinvorhalteversuch Rebound-Phänomen Aktivitäten: Timed-up-and-go sit-to-stand-to-sit-Test Romberger-Stehversuch Unterberger-Tretversuch Berg-Balance-Skale Partizipation: