15

Psychologie M1 (Subject) / 3435 / 1 Warum Diversität? (Lesson)

3435 Kap 1

This lesson was created by apoptygma.

Learn lesson

Advertisement
  • Warum Diversität? gesellschaftliche Veränderungsprozesse (sozial, ökonomische und politisch dadurch zunehmende Diversifizierung (Veränderung) von Lebensstilen, Millieus Ausprägung auf alle Bereiche des gesellsschaftlichen Leben Pluralisierung von Lebensstilen (Patch-Work, Alleinerziehende, Regenbogenfamilien) ethnisch-kulturelle durch Migrationsprozesse in Bewohnerstrukturen (Nachbarschaften/Stadtquarteiern), neue Anforderung an Bildungssituationen in Wirtschaft Beeinflussung durch Alterung (Spartätigkeit/Konsum/Investition/Arbeitsmarkt/Renten) und Transferleistungen zwischen den Generationen Gesellschaftliche D. bietet Chancen, stellt aber auch vor Herausforderungen innerhalb der Gesellschaft besteht daher Bedarf an Personen, die mit den Herausforderungen von sozialer und kultureller Diversität vertraut sind
  • Was ist Diversity Management? Ansätze in Personal und Orga-Entwicklung Ziel: soziale und kulturelle Vielfalt konstruktiv zu nutzen (z.B. Generierung innovativer Lösungen)
  • Was ist der Leitgedanke/Primärziel des Diversity Management? Ein Klima der Wertschätung in Unternehmen zu erreichen, das MA motiviert, ihre unterschiedlichen und vielfältigen Ressourchen in den gemeinsamen Arbeitsprozess einzubringen sozial und kulturell heterogene Arbeitsgruppen können homogenen bei bestimmten Gruppenaufgaben überlegen sein (Entwicklung von neuen und innovativen Lösungen) nicht Produktionsgewinn für Unternehmen sondern Sicherung von Teilhabe und dem Schutz vor Diskriminierung
  • Worauf ist beim Diversity Management zu achten? kein Selbstläufer – Mitglieder müssen sich kompetent fühlen, um trotz kultureller Unterschiede und effktiv kommunizieren und koorperieren haben sie keine interkulturelle Kompetenz, dann eher Produktionseinbußen statt Gewinn müssen in Arbeitsgruppe Gefühl haben, trotz Unterschiedlichkeit vollwertig und gleichwertig zu sein zentrales Element hier psychologisch fundiertes Diversity-Management
  • Was sind Diversity-Management-Strategien? Antidiskriminierungspolicies / Sensibilisierung für Verhaltensweisen und Organisationsformen, die als diskriminierend erlebt werden könnten nicht nur auf Unternehmen begrenzt; auch Bildungsinstitutionen (Inklusion), Stadtteilorientierter Arbeit ( interkulturellen Koorperationen) allen Ansätzen gemein ist, das die Gruppe/Organisation von Diversität profitiert Potential eines ökonomischen und sozialen Nutzens
  • Was ist das ursprünglich vordringliche Argument für Diversität? Chancengleichheit (historisch gesehen; sozial-politischer Natur) Gruppenzugehörigkeit öffnet/verschließt Zugang zu bestimmten gesellschaftichen Ressourcen und Institutionen 
  • Wo begannen erste Ansätze von Diversity-Management? durch Bestrebungen Emanzipationsbewegungen sozial marginalisierter Gruppen (US-Bürgerrechtsbewegung, Frauenbewegung)
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen für Diversität? Grundgesetz (Gleichheit vor dem Gesetz, Gleichberechtigung M/W/Diskriminierungsverbote als Grundrecht) Art 3 GG AGG (2006) basiert auf 4 Gleichbehandlungsrichtlinien der EU von 2000-2004
  • Ziel des AGG? Benachteiligung aus Gründen der Rasse/ethnische Herkunft/Geschlecht/Religion/Weltanschauung/Behinderung....zu beseitigen! weiterhin festgeschrieben, in welchen Bereichen Benachteiligung unzulässig und wann eine ungleiche Behandlung eine zulässige und unzulässige B. Ist (vor allem arbeitsrechtliche Aspekte
  • Auf welchen 4 Gleichbehandlungsrichtlinien basiert das AGG? Gleichbehandlung versch. Gruppen im Beruf (2000) Antirassismus (2000) Gleichbehandlung der Geschlechter in Arbeitswelt (2002) Gleichbehandlung der Geschlechter ausserhalb der Arbeitswelt (2004) in Neufassung 2006
  • Advertisement
  • Was zeichnet Diversität im Studium aus? in Zusammensetzeung der Studierendenschaften wieder (Teilzeit/Vollzeit/Berufstätige/über 30/aus traditionell unterpriviligierten Gruppen) wichtigie Einflussfaktoren: demografischer Wandel und zunehmende Internationalisierung in formalen Bildungssystemen wie Uni wichtige Schlüsselstrategie zur Erreichung nationaler und transnationaler Bildungsziele Effektiver Umgamg mit Diversität und Heterogenität formuliert in den Leitlinien für die Bildungspolitik der UNESCO (2009) oder dem Europäischen Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommissionen (2006) Internationalisierung (Erasmus Programm / Bologna Prozess)
  • Maßnahmen der Fern-Uni zur Förderung Diversität und Gleichstellung? Maßnahmen der Fern-Uni zur Förderung Diversität und Gleichstellung Veranstaltungen über Gleichstellungsstelle Beispiel „Girls/Boys Day;  Frauen und Männer im Gespräch (Entgeltgleichheit und eg-check.de als Instrument zur Feststellung der Gleichwertigkeit und der diskriminierungsfreien Arbeits- bewertung in Europa
  • Beispiel für Diversität in der beruflichen Praxis von Psychologen Ethische Richtlinien der DGP´s und des BDP 1999„Die Aufgabe von Psychologen/innen ist es, das Wissen über den Menschen zu vermehren und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten zum Wohledes einzelnen und der Gesellschaft einzusetzen.“ Abbau von Diskriminierung Herstellung von Chancengleichheit ist handlungsleitender Wert  Arbeit mit Menschen aus unterschiedlichen sozialen und kulturellen Gruppen
  • Was ist Gefahr von Psychologen hinsichtlich Diversität? Lösung? Gefahr der Beeinflussung durch eigene Stereotype und Vorurteile (beeinflussen unser Verhalten unbewusst)  erster Schritt, dem Einfluss von Stereotypen entgegenwirken, sich diese bewusst machen und potentielle Grenzen der eigenen Professionalität entdecken wichtige Reflektionsaufgabe, sich mit eigenen Vorurteilen und Haltungen gegenüber unterschiedlicher Gruppen aktiv auseinandersetzen
  • 3 Komponeneten, die eine Kulturell versierte Beratungspsychologin ausmachen? das Bewusstsein um persönliche Einstellungen gegenüber sozial und kulturell unterschiedlichen Klientinnen und Klienten  adäquates Wissen über unterschiedliche Kulturen und sozial Gruppen, die Fähigkeit, auf die Kultur abgestimmte Interventionstechniken zu nutzen.