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Allg. & Biopsychologie (Subject) / Das Gehirn (Lesson)
Aufbau des Gehirns
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- Fakten zum Gehirn - 100-150 Milliarden Nervenzellen - Neuron hat Verbindungen bis ca. 10.000 anderen Neuronen - etwa 100 Billionen Synapsen - Neuronen nur 10% der Zellen in unserem Gehirn
- Was ist das Hirnmark Die Nervenfasern der Neuronen der Großhirnrinde verlaufen unterhalb der Hirnrinde und bilden die sog. „weiße Substanz" des Großhirns (das sog. Hirnmark), d.h. das „weiße" sind die Fortsätze der Nervenzellen (Nervenbahnen = myelinisierte Nervenfasern)
- Was ist die Großhirnrinde (Rindenschicht), = Äußerer, geforchter Bereich (Kortex) des Großhirns; Dicke: 2 bis 5 mm sog. „graue" Substanz. Hier liegen die Zellkörper der Neurone („die Rechenmaschine")
- Was ist die Blut-Hirnschranke - physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und ZNS - schützt Gehirn vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern, Toxinen und Botenstoffen. - hochselektiver Filter über den Nährstoffe zugeführt werden und entstandene Stoffwechselprodukte abgeführt werden. - erschwert medikamentöse Behandlung, 98% der Neuropharmaka können Blut-Hirnschranke nicht überwinden.
- Lage + Funktionen Kleinhirn hinterer Schädelbereich unter Großhirn, viele Verbindungen zu anderen Gehirnteilen. - Steuerung motorischer Feinabstimmung - Koordination von Bewegungen - Beteiligung an Lernprozessen - Kurzzeitgedächtnis
- Lage + Fkt. Formatio Reticularis säulenartige Neuronenstruktur im Kern des Hirnstammes - mit vielen Hirnregionen verbunden - Aufrechterhaltung des inneren Milieus des Körpers (Atmung, Kreislaufregulation, Aktivitäsniveau) - Regulation der Kortexaktivität
- Lage + Fkt. Pons (Brücke) oberer Teil des Hirnstammes - Ursprung vieler Hirnnerven - Augenbewegungen, Lidschlag - Mimik und Kauen - Gleichgewichtsregulation
- Lage + Fkt. Medulla Oblongata unterster Teil des Gehirns im Gehirnstamm - Steuerung Willkürmotorik - Steuerung des vegetativen Nervensystems - Vitalfunktionen, Reflexe - Regulation Schlaf-Wachrhythmus
- Lage + Fkt. Hypothalamus unterhalb des Thalamus nach vorne verschoben gelegen - wichtigstes Steuerorgan des vegetativen Nervensystems - Regulation von Atmung, Kreislauf, Nahrungsaufnahme - Hormoneller und neuronaler Signalinput und - output
- Lage + Fkt. Hypopyhse Verlängerung des Hypothalamus - wichtigstes Steuerorgan des hormonellen Systems - Bildungsort und Speicher verschiedener Hormone - Steuerung durch Releasing- und Inhibitinghormone vom Hypothalamus
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- Lage + Fkt. Thalamus eiförmiger Bereich unterhalb des Kortex - sehr stark vernetzer Gehirnteil - Verbindungen zur Seh- und Hörbahn - Filterung sensorischer Informationen - Emotion, Motivation, Ich-Erleben - Tor zum Bewusstsein"
- Lage + Fkt. Mittelhirn Bereich oberhalb des Hirnstammes - Koordination optischer Reflexe - Steuerung der Augenmuskulatur - Bewegungssteuerung - beteiligt an Schmerzwahrnehmung
- Lage + Fkt. Gyrus Cinguli am tiefsten gelegene Windung der Hirnrinde - beteiligt an vielen Regelungsprozessen - Aufmerksamkeitssteuerung - Bewegungskoordination (emotionaler Ausdruck) - beteiligt an Schmerzverarbeitung
- Lage + Fkt. Hippocampus bogenförmige Struktur am Endhirn - vielfältige Verschaltungen innerhalb des Hippocampus - Verbindungen zu Sehfeldern, Amygdala, Thalamus, Raphé- Kernen - reagiert auf viele Transmitter - Integrationszentrale des Gehirns - Einspeicherung und Abruf von Gedächtnisinhalten
- Lage + Fkt. Amygdala liegt auf der Inneseite der Hemisphären - starke Verbindungen zu Thalamus, Hypothalamus, Riechnerv, Frontal- und Temporallappen - Angst- und Wutreaktionen - beteiligt an Verarbeitung und Speicherung emotionaler Inhalte
- Fkt. Motorischer Kortex willkürliche Bewegungssteuerung, Repräsentation im Gehirn entspricht Körperform und Bedeutsamkeit (somatotopisch) (Hand=große Fläche, Fuß=kleine Fläche)
- Fkt. prämotorisches und supplementär motorisches Feld Planung von Bewegungen, Speicherung gut gelerneter Beweungssequenzen
- Fkt. Broca Sprachzentrum Umsetzung von gedachter in gesprochener Sprache
- Fkt. präfrontaler Kortex (in Teilen) Kurzeitgedächtnis, langfristige Handlungsplanung, emotionale und motivationle Steuerung (persönlchkeitsgebend), Entscheiden
- Fkt. Prmäre Hörrinde Analyse von Sprache und Tönen, Frequenzen haben ihren jeweiligen Repräsentationsort, Klangarten sind räumlich unterschiedlich repräsentiert
- Fkt. Sekundäre Hörrinde Im Wesentlichen das Wernicke-Sprachzentrum, Umsetzung von Klängen in Wörter und Melodien, Verbindung von Klang und Bedeutung.
- Fkt. Primärer somatosensibler Kortex bekommt Infos aus Haut, Sehnen und Gelenken (wie primäre motorischer Kortex) überwiegend somatotop aufgebaut, je größer die Sensorendichte ind er Peripherie, desto präziser die Wahrnehmung. wie motorischer Kortex Verarbeitung der Infos der gegenüberliegenden Körperseite
- Fkt. Sekundärer somatosensibler Kortex vermutlich die Verbindung der sensorischen Information des primären somatosensiblen Kortex mit Empfindungen, vermutlich beteiligt an der visiomotorischen Steuerung, vermutlich beteiligt am Lernen durch Imitation
- Kortexariale von Säugetieren - Unterschied Ratte, Katze, Schimpanse und Mensch sind die großen Assoziationsfelder des Menschen. -> diese bringen sensorische Signale in Zsmhang mit gespeicherten Wissen -> Vorteil im Denkprozess. Assoziationsfelder ermöglichen die höheren geistigen Fähigkeiten wie Lernen, erinner, planen, denken und sprechen
- Das linke und das rechte Gehirn Bei Aphaise und Apraxie liegen immer linkshemisphärische Läsionen vor. -> zerebrale Dominanz
- Linke und Rechte Gehirn - eine Verbindung Corpus Callosum (Balken) - größte zerebrale Commisur - ca. 200 Millionen Axone - liegt genau zwischen den beiden Hemisphären
- Gehirnhemisphären - Split-Brain Patienten - Ab 1960 haben Neurochirurgen Epilepsie-Patienten die Verbin-dung zwischen den Hemisphären (Corpus callosum) durchtrennt. Ergebnis: Epilepsie geht zurück, Persönlichkeit und Intellekt bleiben weitgehend erhalten. - Aber: Gegenstände aus dem rechten Gesichtsfeld können benannt werden, aus dem linken nicht. Ein Stift im linken Blickfeld kann nicht benannt aber aus einem Haufen Gegenstände herausgesucht werden. - Viele Split-Brain Patienten erleben die linke Hand als unabhängig handelnd. Sie können das Handeln der linken Hand nicht erklären und versuchen im Nachhinein eine Deutung. - Manche Split-Brain Patienten können mit rechter und linker Hand gleichzeitig Unterschiedliches zeichnen.