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Psychopathologie Kinder-Jugend (Subject) / 9.1 Aufmerksamkeitsstörungen (Lesson)

ADHS, HKS

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  • was kann mann allgemein zu Aufmerksamkeitsstörungen zu sagen? Relativ häufiges Störungsbild Stabile Störung Ernsthafter Risikofaktor für die Entwicklung weiterer Störungen (Depression, Schlafstörung, SSV, Sucht) Relativ schwer zu behandeln (da keine Störungseinsicht, geringes Durchhaltevermögen, Unzuverlässigkeit der Familie, deshalb Regeln für die Behandlnug anfangs ganz klar stellen. Symptomatik oft bei einem der Elternteile vorhanden)
  • Wann treten Symptome von HKS auf wann nicht? Symptome: typisch in Situationen mit längeren Aufmerksamkeitsspannen: Unterreicht, Hausaufgaben, Essen Oftmals kaum Symptome: in neuer Umgebung (viele neue Reize) mit nur einer Person zusammen (volle Aufmerksamkeit) bei lieblingsaktivität (auch bei Computerspielen) in diagnostischer Untersuchungssituation
  • wie müssen die Symptome allgemein bei einer Aufmerksamkeitsstörung sein? Symptome müssen... schon vor der Einschulung auftreten (keine Reaktion auf Schule) deutlich stärker sein als bei Kindern gleichen Alters deutlich Stärker sein als bei Kindern gleicher Intelligenz in mehreren Lebensbeeichen aufterten (Familie, Schule) Alltagsfunktionen beeinträchtigen
  • Beschreibe die 3 Kardinalsymptome einer ADHS Unafmerksamkeit Ablenkbarkeit Dauerkonzentration (verminderte Aufmerksamkeitsspanne) Impulsivität kognitiv (mangel an vorrausschauender Planung) motivational (Idee und dann gleich verwerfen, wechselhaft) emotional (schneller Stimmungswechsel) Probleme bei der Selbstkontolle, Geringe Frustrationstoleranz Hyperaktivität grobmotorische / feinmotorische Unruhe  schlechte Dosierung von kraft und Tempo Verhalten nicht Situationsgerecht
  • nenne Stärken und Schwächen von Kindern mit ADHS Stärken dieser Kinder Offen und zugewandt, oft gut gelaunt, begeisterungsfähig, voller Tatendrang, immer zu Scherzen aufgelegt  hilfsbereit, ausgeprägter Gerechtigkeitssinn bei hoher intrinsischer Motivation kurzzeitige Höchstleistungen, dann unermüdlich und stressresistent kreativ, phantasievoll hartnäckiges verfolgen eigener Ziele risikobereit Schwächen dieser Kinder Wutanfälle, Schnell genervt, Hibbelig
  • Diagnose Kriterien ADHS 3 Kernsymptome (Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität) mindestens 6 Monate mit dem Entwicklungsstand des Kindes nicht zu vereinbarenden und unangemessenem Ausmaß Beginn vor dem sieben Lebensjahr Deutliches Leiden der Beeinträchtigung der sozialen, schulischen oder beruflichen Funktionsfähigkeit Nicht Entwicklungsstörung, manische Episode, depressive Episode oder Angststörung
  • was kann allgemien zur hyperkinetischen Störung (HKS) gesagt werden? -         Häufig, stabil -         Fließende Grenzen -         Risikofaktor für weitere Störungen -         Schwer zu Behandeln -         Kinder Können mehr oder weniger davon haben
  • Verlauf HKS: Säuglingsalter -         Regulationsstörungen -         Sehr hohes Aktivitätsniveau, Bewegungsunruhe -         Ungünstige Temperamentsmerkmale + negativ kontrollierende Erziehung -         Entwicklungsverzögerung
  • Verlauf HKS: Vorschulalter -         Hyperaktivität (wildes Rennen und Toben) -         Ziellose Aktivität -         Geringe Spielintensität und –Dauer (wechselt oft die Tätigkeit, Spielzeug) -         Lernt schlecht aus Erfahrung -         Entwicklungsdefizite -         Oppositionelles Verhalten -         Stabilität 3J bis 6J mindesten 50%
  • Verlauf HKS: Grundschulalter -         Unruhe (rennt durch den Klassenraum) -         Mangelnde Regelakzepranz -         Ablenkbarkeit und/oder Stören im Unterricht -         Rededrang -         Kann nicht abwarten -         Lernschwierigkeiten/Teilleistungsschwächen -         Umschulung/Klassenwiederholungen -         Aggressives Verhalten (mind 30-50% -         Leistungsunsicherheit/ Selbstwertprobleme -         Stabilität 6J bis 9J: mindesten 60-70%
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  • Verlauf HKS: Jugendalter -         Verminderung der motorischen Unruhe -         Aufmerksamkeitsstörung/ Impulivität persistieren -         Leistungsverweigerung -         Aggressives Verhalten -         Dissoziales Verhalten/ Delinquenz (30%) -         Alkohol-/ Drogenmissbrauch -         Emotionale Auffälligkeiten (Ängste, Depressionen) -         Stabilität: Kindes- bis Jugendalter: 30-70%
  • Verlauf HKS: Erwachsenenalter -         Chaos im Alltag (Schusseligkeit, Aufgabenplanung und Ende) -         Ablenkbarkeit -         Innere Unruhe/ Rastlosigkeit/ Unfähigkeit zur Entspannung -         Ungeduld -         Geringe Schulbildung -         Stimmungsschwankungen -         Dissoziatives Verhalten/ Delinquenz (20-45%) -         Antisoziale Persönlichkeitsstörung (25%)
  • Welche Risikofaktoren für die Entwicklung einer ADHS gibt es? -         Hyperkinetische Störung der Eltern -         Nikotin/ Alkoholkonsum während der Schwangerschaft -         Gesundheitsprobleme der Mutter während der Schwangerschaft -         Alleinerziehender Elternteil -         Geringes Bildungsniveau der Eltern
  • Welche begleitsymptome bzw Komorbiditäten sind bei ADHS häufig zu finden? -         30-50% oppositionelle Verhaltensstörung/ dissoziale Verhaltensstörung -         20-30% Lernstörungen/ Teilleistungsschwächen -         20% Angststörungen -         15% Depressive Störungen -         10-20 Tic-Störungen
  • Prävalenz von ADHS • im Alter von 4-16: ca 3-7%• Jungen-Mädchen-Relation: 2:1 bis 10:1