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Psychopathologie Kinder-Jugend (Subject) / 5.1 Bindungsstörungen (Lesson)

Definition von Bindung, Entstehung von Bindung, Einfluss von Deprivation, Merkmale einer Bindungsstörung, Störungsgenese, Epidemiologie, Komorbidität, Prognose, Ausführliches Fallbeispiel, Exkurs: Kindermisshandlung.

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  • Definiere Bindung -         Bindung ist das gefühlsgetragene Band, das eine Person zu einer anderen spezifischen Person anknüpft und das sie über Raum und Zeit miteinander verbindet.
  • Was sind die Zentralen Enwicklungsaufgaben (für elern und Kind) im ersten Lebensjahr? für das Kind aber auch für die Eltern:  Aufbau von Erwartungen an Bezugsperson, wie diese sich in einer (neuen) Situation  verhalten wird. Kind entwickelt Überzeugung, dass:  Die Welt ein sicherer Ort ist Sich jemand um sie kümmert und Dass sie etwas wert sind, dass sich jemand um sie sorgt
  • Welche 4 Bindungsstiele gibt es und wie äußern sich diese? Sichere Bindung: Kontakt und Nähe zur Mutter Unsicher-vermeidend: ignorieren oder aktives Vermeiden der Mutter Ängstlich- ambivalent: Zeichen eines Annäherungs-Vermeidungs-Konflickts gegenüber der Mutter. Hochsicher- desorganisierte Bindung
  • Wie ist die hochsicher oder atypische Bindung Entwicklungspsychopathologisch Interpretierbar? Konfliktverhalten: Starke Gehemmtheit Körperliches Erstarren Furchtreaktion Bei älteren Kindern: hoichunsicher aber organisiert Stark auffälliges unangemessenes kontrollierendes Verhalten zB übertriebenes fürsorgliches Verhalten gegenüber BP bis hin zur Rollenumkehr, auch bestrafendes oder beschämendes Verhalten gegenüber BP (Bezugsperson)
  • welche zwei schen werden bei der Diagnose betrachtet? - stützt sich vor allem auf die Anamnese (Aufdeckung der deprivierenden Bedingungen)- detaillierte Beobachtung von       - Ausdruck von Affekt und Nähe       - Ausmaß an Kooperation       -  Unfähigkeit sich bei Bezugspersonen Hilfe zu hohlen       - Ausgeprägte Abhängigkeit und Anklammern       - Offene Furcht und Besorgnis gegenüber Bezugsperson       - Unvermögen, die Bezugsperson als eine sichere Basis für Erkundungsverhalten zu         nutzen
  • Bindungsstörung nach ICD 10: Entwicklungsunangemessenes Verhalten in sozialen Situationen in Zusammenhang mit schwerer elterlicher Vernachlässigung Beginn der Störung: In den ersten 5 Lebensjahren Verlauf: Andauernd, aber veränderbar bei Veränderung in der Beziehungsumgebung
  • Bindungsstörung mit Enthemmung Diffuse bzw mangelde exklusive Bindung währen der ersten 5 Lj Wenig modulierte, distanzlose Interaktion, aufmerksamkeitssuchendes uns wahllos freundliches Verhalten (fremde und vertraute Personen sind gleich) Eingeschränkte interaktion mit Gleichaltrigen Kann mit umschribenen Entwicklungsstörungen einhergehen Eventuell begleitende emotionale Störung oder Störung des Sozialeverhaltens Tendenz zu persistieren, auch bei wechsel der Lebensumgebung
  • Reaktive Bindungsstörung Ängstlich, übermäßig wachsam (hypervigilant), keine Reaktion auf Trost Wiedersprüchliche oder ambivalente soziale Reaktionen, bestonders bei Trennung und Wiedereinigung Kaum soziale Interaktion mit Gleichaltrigen Agressiv gegenüber sich selbst und anderen Gedeihstörung mit Wachstumsverzögerung Änderung der emotionalen und sozialen Auffälligkeiten in neuer Lebensumgebung Vermutlich direkte Folge schwerer elterlicher Vernachlässigung und oder Misshandlung
  • Welche Ursachen haben Reaktive vs Enthemmt Bindungsstörung Reaktiv = Unmittelbare Auswirkung von Deprivationsbedingungen mit Betonung des sozialen Rückzugs und Fokus auf Kleinkindalter (jüngere Kinder)  Enthemmend = weiterreichende Auswirkungen von Heimunterbringung und multiplen Pflegeschaften beim älteren Kind im Vordergrund, das unselektiv oberflächliche Bindungen sucht
  • welche möglichen Einflussfaktoren für schlechte Binung gibt es?  Mäßiger, aber robuster Zusammenhag mit elterlicher Feinfühligkeit Postpartale Depression / Schizophrenie Multi-Promlem-Familien Geringes Selbstwirksamkeitserleben Deprivationserleben: zB Misshandlung und Vernachlässignug (emotional und Körperlich), Verlust der Eltern durch   Tod, Trennung oder Scheidung, Krankenhausaufenthalte, Heimunterbringung
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  • Prävalenz Bindungsstörungen Kinder afgewachsen:    - Bei der leiblichen Mutter: < 1%    - In Pflegefamilie: 25%    - Im Heim (ältere Kinder): 10%Misshandelte Kinder: 30-40%
  • Komorbidität und Bindungsstörung -  Fallstudien zeigen, dass von einer Verlaufskomorbidität auszugehen sit. Äußern sich in: Störungen des Sozialverhaltens Emotionale Störungen Hyperkinetische Störungen Angststörungen Interlligenzminderung  „Bei sehr vielen ursprünglich als Bindungsstörung mit Enthemmung diagnostizierten Kindern wird im späteren Jugendalter oder jungen Erwachsenenalter die Diagnose Persönlichkeitsstörung gestellt“
  • Weche Psychologische Grundbedürfnisse gibt es? -         Bindungsbedürfnis -         Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle -         Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung und Selbstwertschutz -         Bedürfnis nach Lustgewinn und Unlustvermeidung
  • Wofür ist ein Verhaltenstagebuch gut und was sollte es enthalten? - Verhaltenstagebuch führen um Ansetze für Verbesserung zu finden Zeit und Ort Beschreibung des Problemverhaltens Was geschah davor und was danach Einschätzung der Intensität von 1-10 Dauer