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Holzbiologie (Subject) / Holzbiologie (Lesson)

Holzbiologie

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  • !Aufgaben/Funktion von Blättern? 4LP Photosynthese und Transpiration.
  • !Unterschiede von Kern- und Splintholz? Erläuterung der höheren Resistenz von Kernholz. Kernholz: ·         Nicht mehr an Vitalfunktion beteiligt ·         Kernbildung sekundärer Prozess ·         Kernbildung erst im Alterungsprozess (setzt nach Jahren ein) ·         Auslöscher: genotypische Fixierung und exogene Faktoren ·         KH- Inhaltsstoffe: Flavonoide, Tannine, Isoprenoide, Harze, Lignane, Stilbene, Chinone und Troplone → Wirkung: Toxisch und/oder physikalische Barriere- Effekte → Dauerhaftigkeit wird erhöht Echtes Kernholz: ·         Auch obligatorische Verkerner genannt ·         Parenchymgewebe verantwortlich für die Bildung der Kerninhaltsstoffe ·         Durch Oxidations- und Polymerisierungsreaktion der phenolischen Verbindungen → dunkle Verfärbung der KHs → Begleitet durch saisonal begrenzte, erhöhte physiologische Aktivität des Parenchyms (durch cytologische Veränderungen, verstärkte Respirationsraten, gesteigerte Protein- u. Vitamingehalte, sowie Ethylfreisetzung gekennzeichnet) ·         Quinone toxisch ggü. Mikroorganismen ·         Gerbstoffe für Dauerhaftigkeit ·         Überwiegend farbige und phenolische Inhaltsstoffe : Gerbstoffen, Harze, Farbstoffe, Wachse, Fette ·         Phenolische Inhaltsstoffe imprägnieren die Zellwand – Verschluss der Hoftüpfel (NH), oder Verthyllung (LH)→ teilweise wird die Dauerhaftigkeit erhöht ·         Die inneren, älteren Jahrringe stellen die Wasserführung ein ·         Nach Einlagerung der Inhaltsstoffe und Verschluss, kein kapillarer Austausch mehr möglich ·         Bei Fichte z.B. kein farblicher Unterschied von Kern- und Splintholz (auch kein Unterschied in der Dauerhaftigkeit) ·         Bei Podocarpus- Arten und zahlreichen tropischen Hölzern hat das helle Kernholz eine erhöhte Dauerhaftigkeit (Resistenzenklassen durch KH ermittelt)   Falsches Kernholz/ Falschkern: ·         Auch fakultative Verkerner genannt ·         Verkernung nicht regelhaft ·         Entstehung durch äußere Einflüsse (z.B. Verletzung der Krone oder Wurzel) ·         Keine erhöhte Dauerhaftigkeit, meistens als Holzfehler eingestuft ·         Dekorative Zwecke (Furnier) ·         Kirsche, Esche, Buche können Falschkern bilden ·         Buche = Rotkern, Esche=Olivesche ·         Von Nasskern zu unterscheiden Splintholz: ·         Äußeren Jahrringe zur Leitung und Speicherung ·         Hebt sich bei den Bäumen mit dunklem Kern durch helle Farbe ab ·         Bei z.B. Fichte nicht vom Kern zu unterscheiden ·         Manche Baumarten schmalen Splint, andere vom Mark bis zum Kambium (Splintholzbäume= Birke, Erle, Weißbuche, Bergahorn, Spitzahorn)
  • !Was versteht man unter nekrophylaktischem Periderm? •             Wundperiderm •             Bildung Wundkallus •             Basis für Überwallung •             Skript mit Bild ggf. Zeichnung machen!
  • !Pseudo-/ Sekundär- Lignizifierzung Laubholz: Pseudo- Lignifizierung Nadelholz: Pseudo- und Sekundär- Lignifizierung Pseudolignifizierung: Lignin wird auf die Zellwand aufgelagert allerdings nicht in der Zellwandstruktur
  • Was ist bei der Anpflanzung von Plantagen-Sämlingen zu beachten?                 Ausreichende Pflanzabstände •             Sämlinge ggf. vor Verbiss schützen •             Düngung des Bodens •             Auflockerung des Bodens •             Auswahl der richtigen Baumarten unter Berücksichtigung der gegebenen Boden- und Standortvoraussetzungen •             Wasserversorgung klären
  • Pro und Contra für die Baumschnittmaßnahmen im Winter PRO: •             Gewächs kann sich bis zum erneuten Austreiben erholen (Schnitt erfolgt in der Ruhephase) •             Bäume sind in der „Saftruhe“ •             Bei Nadelholz: Harz ist im Winter nicht so dünnflüssig •             Nach dem Verlust der Blätter, kehren die Säfte in den Stamm und in die Wurzel zurück → geringerer Verlust von Nährstoffen CONTRA: •             Durch die Vegetationsruhe finden keine physiologischen Prozesse statt und der Baum kann seine natürlichen Abwehrreaktionen nicht aktivieren •             Bei Frost sollte nicht geschnitten werden → Zweige können brechen und Baum schädigen, Frost nicht sehr vorteilhaft für Wunden •             Bei starkem Regen macht man es einem Pilzbefall leicht •             Bei stark austreibenden Sorten mit wenig Früchten (z.B. Weiden) ist ein Sommerschnitt ratsam → Äste im Bauminneren werden nicht zu dicht •             Früh treibende Bäume (Robinie oder Kugelahorn) im Herbst schneiden
  • Chemische und anatomische Merkmale von Zugholz Reaktionsholz •             Durch gesteigerte Cambiumaktivität auf der Oberseite von geneigten Stämmen und Ästen •             Um Stamm zu strecken muss das Zugholz eine Zuspannung ausüben   Anatomische Merkmale: •             Exzentrische Wachstumsringe •             Verformungen •             Stamm: an kraftzugewandter Seite •             Ast: auf Oberseite (besonders Ulme) •             Weniger Gefäße •             Kleinere Gefäße •             Steiler Fibrillenwinkel   Chemische Merkmale: •             Ligningehalt geringer •             Cellulosegehalt erhöht •             Vorhandensein von kaum lignifizierten Fasern mit gelatinösen Sekundärwandschicht •             Bildung: Ethylen → erhöhte JR-Breite            Veränderte (geringere) Gefäßdichte            Veränderte (geringere) Gefäßgröße Druckholz: •             Nadelholz •             Stamm: an kraftabgewandter Seite •             Ast: Unterseite •             Erhöhte JR-Breite: Spätholzanteil •             Erhöhte Rohdichte •             Rötlich dunkel •             Höherer Ligningehalt → mehr Cumaryleinheiten •             Abgerundete Tracheiden → Intercellularen, feine Haarrisse, flache Fibrillenwinkel in S2 •             Ginko keine Haarrisse!!
  • 5 externe Faktoren für den Einfluss auf die Holzbildung + Beschreibung Standort •             Wasserversorgung •             Mineralverfügbarkeit •             Klima •             Klimawandel •             (Temperatur) •             (Niederschlag) •             Tageslänge •             Waldbauliche Maßnahmen Klimatischen Einflussfaktoren sind hauptsächlich für die Dauer der Holzbildung verantwortlich, insbesondere für den beginn nach der winterlichen Ruhephase, für die Intensität der Holzbildung in Form der Teilungshäufigkeit im Kambium und für die Geschwindigkeit der Zelldifferenzierung. In der Regel wirken diese Einflüsse indirekt über das Phytohormonsystem der Bäume auf die Holzbildung, können aber auch direkt die Zellteilungsrate des Kambiums mitbestimmen.   In borealen Wäldern spielen offenbar die Frühjahrs- und Sommertemperaturen eine große Rolle für Beginn der Holzbildung nach der winterlichen Ruhephase sowie die Frühholzbildung, wenn auch offenbar andere Faktoren wie bspw. Tageslänge oder Niederschlagsmenge beteiligt sind. In temperierten Zonen oder auch teilweise im alpinen Bereich scheinen hingegen eher die Niederschlagsmengen und die Wasserversorgung im Boden mit der Intensität und Dauer der Holzbildung positiv zu korrelieren.
  • 4 Borkentypen und entsprechende Baumarten  •             Netzborke: Stiel-Eiche •             Ringelborke: Birke •             Schuppenborke: Gemeiner Kiefer •             Blättrige Schuppenborke: Ahornblättrige Platane
  • Zelltypen des sek. Phloem von LH und NH Sekundäres Phloem = Bast •             Im Stamm vom Kambium nach außen gebildet •             Heterogenes Gewebe: Siebelemente (Transport von Assimilaten) + Bastparenchym/Baststrahlen (Assimilatspeicher + radialer Nahtransport) + Bastfasern (Sklerenchym) → namensgebend, „Bindebast“ •             Wachstum: Jüngste Teile Innen, älteste Teile Außen (Xylem umgekehrt) •             Leitbast: Siebelemente unmittelbar außerhalb des Kambiummantels, Transport von Assimilaten, nur eine Vegetationsperiode funktionstüchtig LH: •             Siebröhren •             Geleitzellen •             Parenchymzellen •             Fasern NH: •             Siebzellen •             Eiweißzellen •             Parenchymzellen •             Fasern
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  • Beschreiben Sie die Holzbildung von April bis Oktober 1. Zellteilung: Cambiale Zone (Temperaturanstieg auf 10°C) 2. Zellstreckung der Fasern (Expansion) Axial 3. Sekundärwandbildung und Lignifizierung - Dann kein Strecken mehr möglich 4. Programmierter Zelltod   -              Beginn der Zellteilung bei Temperaturanstieg auf 10°C -              Mai bis Juni (Frühholzbildung) -              Juli bis August (Spätholzbildung). Wechsel durch Tageslänge -              Herbst bis Winter (Winterruhe)