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Fachwirt für Versicherung und Finanzen (Subject) / Steuerung und Führung im Unternehmen 2. Kapitel (Lesson)

siehe Hinweise 1.Kapitel

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  • Welche Aufgaben hat die BaFin ? (Welche Bereiche) Wertpapierhandelsaufsicht Bankenaufsicht Versicherungsaufsicht Querschnittsaufgaben
  • Was ist der Ziel der Bankenaufsicht ? (BaFin) In welchem Gesetzestext stehen hierzu die Regelungen ? Ein funktionsfähiges Zahlungs-, Banken und Kreditsystem. Kein Schutz einzelner Banken oder Kunden - sondern Schutz des Systems. Das KWG erhält die zugehörigen Regelungen.
  • Was steht bei der Wertpapierhandelsaufsicht im Fokus ? (BaFin) Es stehen einzelne Wertpapiergeschäfte im Fokus.
  • Was steht bei der Versicherungsaufsicht im Vordergrund ? (BaFin) Bei der Versicherungsaufsicht steht der Schutz des einzelnen Versicherungsnehmers und die Erfüllung der konkreten vertraglichen Verpflichtugnen aus dem Versicherungsvertrag im Vordergrund.
  • Was versteht man unter den Querschnittsaufgaben der BaFin ? Bei den Querschnittsaufgaben handelt es sich um ale Aufsichtsbereiche betreffenden Aufgaben: Risiko- und Finanzmarktanalyse Verbraucher und Anlegerschutz Integrität des Finanzsystems Prävention von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
  • Was versteht man unter "Zulassung" und wo ist diese für den Betrieb von Versicherungsgeschäften geregelt ? hierunter versteht man die formelle Erlaubnis für den Betrieb von Versicherungsgeschäften geregelt unter §§ 5 ff VAG Eine solchte ist zwingend vor der Aufnahme des Geschäftsbetries erforderlich. Nachträglich kann die Erlaubnis nicht erteilt werden.
  • Was ist mit dem "Verbot mit Erlaubnisvorbehalt" gemeint ? Gemeint ist damit, dass der Betrieb von Versicherungsgeschäften grundsätzlich verboten ist - es sei denn es liegt eine Erlaubnis dafür vor. In den meisten anderen Bereichen der Wirtschaft und des täglichen Lebens ist es anders.. dort gilt der Grundsatz: Es ist alles erlaubt, solange es nicht verboten ist.
  • Erfordernis der Zulassung . (Wo ist diese geregelt, und wann ist diese erforderlich?) Die Zulassung ist in §§VAG  5 geregelt. Sie ist erforderlich, sofern Versicherungsgeschäfte abgeschlossen werden die Versicherungsverträge privatrechlicher Natur sind und das Unternehmen nach § 1 VAG der Versicherungsaufsicht unterworfen ist.
  • Nennen Sie eine kurze und prägnante Definition von "Versicherung" Versicherungsgeschäft ist Risikotransfer gegen Entgelt
  • Ausnahmen von der Zulassungpflicht Ein Versicherungsbetrieb bedarf grundsätzlich der Zulassung. Ausgenommen hiervon sind lediglich z.B. kleine, reginal begrenzt und speziell tätige Versicherungsvereine  (fallen unter die sog. Erheblichkeitsschwelle) Korrespondenzversicherung Träger der Sozialversicherung ausländische Versicherungen bei sog. Versicherungsnotstand.
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  • Was versteht man unter dem "Versicherungsnotstand"? Unter Versicherungsnotstand versteht man all die Fälle, in denen Risiken nicht auf dem jeweiligen Versicherungsmarkt eingedeckt werden können und daher auf ausländischen Märkten in Deckung gebracht werden müssen.
  • Was versteht man unter Verdrängungswettbewerb ? Dies bedeutet, dass Geschäft mit Kunden geschrieben wird, die bereits eine entsprechende Versicherung bei einem anderen Anbieter haben. Diese wird also gekündigt. Es bedeutet aber auch, dass ganze Versicherungsunternehmen aus dem Markt gedrängt bzw. übernommen werden.
  • Nennen Sie die Sozialversicherungsträger Sozialversicherungsträger sind Institutionen und Stellen, die aufgrund eines Versicherungsverhältnisses Leistungen der sozialen Sicherheit erbringen. Zu ihnen gehören unter anderem die gesetzlichen Krankenkassen, die Deutsche Rentenversicherung Bund sowie die Berufsgenossenschaften. In Deutschland existieren folgende Sozialversicherungsträger: die Krankenkassen Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) Betriebskrankenkassen (BKK) Innungskrankenkassen (IKK) Ersatzkassen (EK) die bei den Krankenkassen angesiedelten Pflegekassen die Rentenversicherungsträger unter dem Namen Deutsche Rentenversicherun die Unfallversicherungsträger neun gewerbliche Berufsgenossenschafte die See-Berufsgenossenschaft die Gemeindeunfallversicherungsverbände die Unfallkasse des Bundes weitere Unfallkassendie VerbundträgerDeutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV-KBS)Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)
  • Für die Erteilung der Erlaubnis ist der BaFin ein Antrag mit diversen Anlage vorzulegen Geschäftsplan Angaben zur Rückversicherung Aufwandsschätzung für Aufbau Mittelnachweis Angaben zu den Geschäftsleitungsmitgliedern
  • Was versteht man unter "Geschäftsplan" - Definition Der Geschäftsplan hat den Zweck und die Einrichtung des Unternehmens, das Gebiet des beabsichtigten Geschäftsbetriebs  Verhältnisse klarlegen, woraus sich die künftigen Verpflichtungen des Unternehmens als dauernd erfüllbar ergeben sollen.
  • Was ist unter "Zweck des Unternehmens" im Geschäftsplan gemeint ? Unter "Zweck des Unternehmens" ist nicht das Streben nach Gewinn gemeint. Vielmehr ist der Gegenstand der wirtschaftlichen Betätigung zu beschreiben.
  • Nennen Sie Bestandteile des Geschäftsplans Satzung des Unternehmens Angaben, welche Versicherungssparten betrieben werden sollen Unternehmensverträge Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge Finanzaustattung / Eigenmittel
  • Was ist die "Satzung" eines Unternehmens Die Satzung eines Unternehmens ist seine Verfassung. In diese sind Angaben, z.B. über Gründer, den Sitz des Unternehmens, die Art der Aktien deren Nennwert oder auch die Höhe des Grundkapitals enthalten.
  • Was ist speziell in einer Satzung eines VR enthalten ? Angaben zu den betriebenen Versicherungssparten
  • Was ist zu den Finanzmitteln im Geschäftsplan festzuhalten ? erforderliche Eigenmittel (Mindestgarantiefonds) Schätzungen für die ersten 3 Jahre im Hinblick auf die Liquidität
  • Was ist ein Aktuar ausgebildete Sachverständige,   mit der Modellierung, Bewertung und Steuerung von Risiken befassen. Insbesondere beschäftigen sie sich mit der Wahrscheinlichkeitstheorie, der mathematischen Statistik und der Finanzmathematik. Unterschied zu Versicherungsmathematikern durch umfassende Kenntnisse des Versicherungswesens auch außerhalb der reinen Versicherungsmathematik
  • Welche Rechtsformen dürfen das Versicherungsgeschäft betreiben ? Aktiengesellschaften, einschließlich SE (Societas Europaea) Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts
  • Was versteht man unter dem Niederlassungsgebot ? Hauptverwaltung im Inland Hierdurch wird sichergestellt, dass deutsches Recht Anwendung findet und keine Flucht ins Ausland möglich ist.
  • Was versteht man unter "Spartentrennung" (Wo ist diese geregelt und wofür ist diese gut?) Sie ist in § 8 Abs.1a VAG geregelt 25 Sparten sind in Anlage A aufgeführt. Vermeidung einer Vermischung der Tätigkeiten und somit keine Kollision Minimierung v. Risiken und Schutz auf Kapitalerhalt
  • In Anlage A zum VAG wird zwischen 25 Sparten unterschieden. Mit welchen Überbegriffen kann man diese einteilen ? Lebensversicherung Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung (Sach bzw. Kompositbereich)
  • Was gilt es zu beachten, wenn Konzerne mehrere Sparten betreiben ? Die Sparten müssen in unterschiedlichen Konzernen betrieben werden getrennte Rechnungslegung und Buchhaltung jeder Sparte keine Quersubventionierung
  • Was besagt das Prinzip der versicherungstechnisch gerechten Prämie ? Das ein Versicherungskollektiv nur mit den wirtschaftlichen Einflüssen seiner eigenen Sparte belastet werden darf.
  • Früher wurde im Bereich der Kompositversicherungen auch die Sparte RSV abgetrennt... Was wurde befürchtet ? Wie ist es heute ? Ein Interessenskonflikt zu Lasten der VN bei Verfahren ./. eigene Gesellschaft Mittlerweile dürfen RSV verwaltet werden - bei der Schadenabwicklung muss eine gesonderte Spartentrennung erfolgen (§ 8a Abs 2 VAG)
  • Was versteht man unter der "kleinen Spartentrennung oder Spartenautarkie"? + Bsp. aus der KFZ Jedes Produkt muss sich auf Dauer wirtschaftliche selbst tragen. Jedes Produkt innerhalb der Sparte ist bei Prämienpolitik isoliert zu betrachten. Verbot dauerhafter Quersubventionierung, vorübergehend jedoch geduldet. Bsp. Häufig ist das Produkt der Kraftfahrtversicherung defizitär. Nach dem Prinzip der kleinen Spartentrennung würde dies zu einer Beitragserhöhung führen. Die KFZ-Sparte wird als eine Ein- und Ausstiegssparte für ganze Kundenverbindungen gesehen. Es wird daher eine Beitragsunterdeckung geduldet.
  • Was versteht man unter dem Ausschluss versicherungsfremder Geschäfte ? seit ca.1930 Verbot versicherungsfremder Geschäfte VU dürfenen nur Geschäfte betreiben die in unmittelbaren Zusammenhang stehen VU dürfen nicht mit Risiken anderer Geschäfte und Branchen belastet werden Vertrauen hierdurch stärken und Branchenfremde Einflüsse fernhalten.
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  • Was ist Solvency I ? (Stichpunktartig) 2004 wurden verbindliche Standards für VU im Bereich Mindeskapitalaustattung getroffen (Solvency I = Liquidität) Mehr Markttransparenz anhand grenzübergreifender Anforderungen VU waren gezwungen Mindeststandards einzuhalten. Die VN können sich hierauf verlassen - Vertrauen in die Solvenz der VR. Kennzahlen der Vergangenheit zur Berechnung der zu erfüllenden Standards.
  • Was ist ein großer Kritikpunkt an Solvency I ? Vergangenheitsbezogene Kennzahlen treffen nicht unbedingt auf die Zukunft zu. Für die Zukunft unzureichend.
  • Wo findet man die wesentlichen Regelungen zur Kapitalausstattung (Gesetz) § 53c VAG
  • Wozu dient das Sicherheitskapital ? Was soll es Abdecken ? zur Abdeckung des versicherungstechnischen Risikos des Kapitalanlagerisikos sonstiger Risiken
  • Was versteht man unter der Solvabilitätsspanne ? Die freien, unbelasteten Eigenmittel
  • Was versteht man unter "Beitragsüberträgen" Beiträge, welche VN im aktuellen Geschäftsjahr bezahlt, aber für Versicherungszeiten im Folgejahr bestimmt sind.
  • Wie bemisst sich die Solvabilitätsspanne ? (Solvency I) Beitragsindex = Bruttobeiträge abzüglich Steuern, Gebühren, stornierter Beiträge Vom Ergebnis werden bis 57,5 Mio € 18 %, darüber 16 % als Wert ermittelt.  Ergebnis mit Selbstbehaltsquote, mind. 50 % multiplizieren. Schadenindex = ∅ Aufwendungen f. Schäden in den letzen 3 Jahren (Bruttozahlungen- und Rückstellungen, bereinigt um Erträge aus Regressen) Vom Ergebnis werden bis 40,3 Mio € 26 %, darüber 23 % als Wert ermittelt. Ergebnis mit Selbstbehaltsquote, mind. 50 % multiplizieren Maßgeblich ist der höhere Index. Sonderfall LV: 4 % der Deckungsrückstellung, Beitragsüberträge ohne Kostenanteile + 0,3 € des Risikokapitals.
  • Wie hoch muss der Garantiefonds sein ? (Solvency I) 1/3 der Solvabilitätsspanne
  • Was stellt der Mindestgarantiefonds dar ? (Welche Grenze, was ist wenn das Kapital hierunter fällt ?) Kapitalmäßige absolute Untergrenze Fällt Kapital unter Grenze, ist ordnungsgemäßer Geschäftsbetrieb nicht mehr möglich - Z ahlungsverpflichtungen kann nicht nachgekommen werden.
  • Wie hoch sind die kapitalmäßigen Untergrenzen ? (Mindestgarantiefonds) Was ist, wenn der VU mehrere Zweige der Schadenversicherung betreibt? 2.300.000 für alle Sparten 3.200.000 bei Rückversicherungsgeschft 3.500.000 bei (gem. Anlage A VAG) See-, Binnensee- und Flussschifffahrtshaftpflicht Allgemeine Haftpflicht Kredit Kaution Betreibt VU mehrere Zweige, so ist der höchste Betrag maßgebend und ausreichend
  • Was versteht man bei einer Aktiengesellschaft unter Eigenkapital ? Eingezahltes Grundkapital abzüglich eigener Aktien.
  • Was ist ein Gründungsstock ? dient der Deckung der Kosten der Vereinserrichtung (VVaG)
  • Was versteht man unter einer Gewinnrücklage ? wurden in vergangenen Perioden erwirtschaftet aber nicht ausgeschüttet.
  • Was versteht man unter einem Gewinnvortrag? Aktiengesellschaften können in erfolgreichem Jahr einen Gewinnvortrag für das folgende oder bis zu fünf vornehmen. Heißt: Wegen einem Überdurchschnittlichen Gewinn kann eine Aufteilung erfolgen um nicht in ein "Loch" zu fallen.
  • Die aufsichtsrechtlichen Möglichkeiten sind in den §§ 81 ff VAG geregelt. Es können alle Anordnungen getroffen werden, damit der Geschäftsbetrieb entsprechend der rechtlichen Vorschriften geführt wird. Dabei gilt für jede getroffene Maßnahme folgender Grundsatz: Geeignetheit Erforderlichkeit Angemessenheit
  • Wie werden die erforderlichen Kapitalindikatoren zeitlich betrachtet und zur Berechnung der zu erfüllenden Standards herangezogen ? Solvency I vergangenheitsbezogen
  • Was ist IFRS ? =International Financial Reporting Standards  internationale Rechnungslegungsvorschriften
  • Welche Bereiche sind durch Einführung von Solvency II betroffen ? Eigenmittelausstattung Kapitalanlagen Rückstellungen Rechnungslegung Rückversicherung Risikomanagement
  • Was bedeutet "Quantitative Versicherungsaufsicht" ? Zahlenmäßige Betrachtung einer Gesamtheit von Risiken
  • Was versteht man unter dem integrierten Finanzdienstleister ? Hierunter versteht man, dass angestrebt wird, den Kunden in ALLEN finanztechnischen Fragen aus einer Hand zu beraten.