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Sichere E-Mail (Subject) / Schlüsselmanagement und Trustproblem (Lesson)
Schlüsselmanagement und Trustproblem
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- Veröffentlichung von Schlüsseln Öffentliche Schlüssel können auf unterschiedlichen Weg zwischen Kommunikationspartnern ausgetauscht werden persönliche Übergabe - Identität des Kommunikationspartners ist durch dessen Anwesenheit eindeutig feststellbar Schlüsseltausch per E-Mail - Absenderadressen von E-Mails können recht einfach gefälscht werden. Deshalb kann Herkunft der E-Mails nicht als sicherer Identitätsnachweis bewertet werden. Angreifer kann E-Mail mit gespoofter Absenderadresse zusammen mit seinem öffentlichen Schlüssel versenden. Er kann dann die verschlüsselten E-Mails mit seinem privaten Schlüssel entschlüsseln. Schlüsseltausch über Schlüsselserver. - Schlüsselserver sind ein Verzeichnisdienst für öffentliche Schlüssel. Eine Art Telefonbuch. - Schlüsselbesitzer laden ihre öffentlichen Schlüssel auf den Schlüsselserver. - um verschlüsselte E-Mails versenden zu können, beziehen Kommunikationspartner von dort die ihnen unbekanntem öffentlichen Schlüssel. - Achtung: Auch hier können Angreifer gefälschte Schlüssel hochladen.
- Schlüsselserver Schlüsselserver (Key-Server) bieten einen komfortablen Weg für den Austausch öffentlicher Schlüssel. Es gibt eine ganze Reihe kostenloser Schlüsselserver, z. B. keys.gnupg.net pool.sks-keyservers.net keyserver.pgp.com - Besonderheit: - Bestätigung per E-Mail notwendig - nur Besitzer der E-Mailadresse kann Schlüssel hochladen -> verbessert Identitätsprüfung der Schlüsselinhaber Schlüsselserver erlauben Suche nach öffentlichen Schlüsseln anhand: E-Mailadresse oder Name des Inhabers Schlüsselidentifikationsnummer
- Vertrauen in fremde Schlüssel Neben Persönlicher Übergabe von öffentlichen Schlüsseln kann auch der sogenannte Fingerprint eines öffentlichen Schlüssels zu dessen Verifikation verwendet werden. Fingerprint --> (Hash) ist ein eindeutiger, relativ kurzer Bezeichner für den Schlüssel. Beispiel: Alice lädt Bobs öffentlichen Schlüssel von einem Schlüsselserver. Alice berechnet Fingerprint von Bobs öffentlichen Schlüssel Alice ruft Bob an (unsignierte Mail wäre nicht sicher genug) und lässt sich den Fingerprint von Bob bestätigen. Bob muss Alice statt des langen Schlüssels nun nur den Fingerprint über das Telefon vorlesen. (Die ersten und letzten 8 Zeichen des Fingerprints sind schon ausreichend) Stimmen die Fingerprints überein, ist Alice sicher, dass Bobs öffentlicher Schlüssel authentisch ist und kann diesem vertrauen. Mehr noch: Alice kann auch gegenüber andern GPG Nutzern bezeugen, dass sie dem Schlüssel vertraut und diesen signieren.
- Signieren fremder Schlüssel Vertraut man einem fremden öffentlichen Schlüssel, kann man ihn signieren, also mit dem eigenen privaten Schlüssel verschlüsseln. Voraussetzungen: man hat die Identität des Schlüsselinhabers geprüft und sich die Echtheit des öffentlichen Schlüssels bestätigen lassen. Signaturen des öffentlichen Schlüssels werden zusammen mit dem Schlüssel auf dem Schlüsselserver gespeichert. Dritte können beim Download eines Schlüssls vom Schlüsselserver sehen, wer diesen Schlüssel signiert hat. Vertraut ein bekannter Schlüsselinhaber einem fremdem Schlüssel, so kann man diesem auch vertrauen --> transitives Vertrauen.
- Transitives Vertrauen und das Web of Trust Web of Trust und Chain of Trust (Kette des Vertrauens) basieren auf transitives Vertrauen. Alice vertraut Bob und Bob vertraut Carl, also kann Alice auch Carl vertrauen. OpenPGP Standard kennt verschiedene Vertrauensstufen in öffentliche Schlüssel: absolutes Vertrauen (nur für eigenen Schlüssel) vollständig marginal (teilweise) nicht vertrauenswürdig Nutzer können selbst entscheiden, wie sehr sie einem Schlüssel vertrauen. (Reputationssystem)
- Web of Trust - Beispiel Transitives Vertrauen: Alice vertraut öffentlichen Schlüssel gemäß folgender Sicherheitsrichlinie (engl. Security Policy)Sie vertraut einem öffentlichen Schlüssel Wenn der von 2 vollständig vertrauenswürdigen Personen signiert istoder Wenn der von 4 teilweise vertrauenswürdigen Personen signiert ist
- Key-Signing Parties Zur Vergrößerung des eigenen Web of Trusts bietet sich der Besuch einer so genannten Key-Signing Party an. Besucher laden vorher ihren Schlüssel auf Key-Server und bringen zur Party den Fingerprint ihres Schlüssels mit. Teilnehmer lernen sich persönlich kennen und merken sich Identität und Fingerprint der neuen Bekannten Nach der Party können die Teilnehmer die Fingerprints mit den Schlüsseln auf dem Key-Server vergleichen und gegebenenfalls ihr Vertrauen mittels Signatur bestätigen. Vorsicht: Hier ist aber die Verbindung Party-Besucher - E-Mailadresse noch nicht sicher bestätigtLösung: Signierten öffentlichen Schlüssel nicht auf Key-Server hochladen, sondern verschlüsselt per E-Mail an Besitzer schicken. Falls Besitzer keinen Zugang zu dieser E-Mail hat, kann er den signierten Schlüssel nicht bekommen, da er E-Mail nicht entschlüsseln kann. Falls E-Mail-Adresse stimmt, aber ein falscher Schlüssel zugeordnet wurde, kann der Emfänger den unterschriebenen (signierten) ohne den privaten Schlüssel nicht entschlüsseln.
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