Unternehmensführung (Subject) / 2.1.2 Grundlagen der Unternehmensbewertung (Lesson)

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Kapitel 2.1.2

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  • Nenne die transaktionsbezogenen Unternehmensbewertungsanlässe. Börsengang Kauf/Verkauf eines Unternehmens (M&A) Leveraged Buy-out (LBO) Kapitalzuführung Verschmelzung von Unternehmen
  • Nenne die nicht transaktionsbezogenen Unternehmensbewertungsanlässe. Steuerliche / bilanzielle Anlässe Prüfung der Kreditwürdigkeit Prüfung der Sanierungsfähigkeit
  • Welche zwei "Grundmethoden" gibt es bei der Unternehmensbewertung? Cashflow-Methoden Marktbewertung
  • Was für Arten von Cashflow-Methoden gibt es bei der Unternehmensbewertung? LBO DCF Wobei es beim DCF das Entity-Verfahren (z.B. WACC) und das Equity-Verfahren gibt.
  • Was für Arten von Markbewertungen gibt es bei der Unternehmensbewertung? Börsenbewertung Transaktionsbewertung
  • Nenne 2 Eigenschaften von Cashflow-Methoden in Bezug auf Unternehmensbewertungen. Komplexere Methoden Detaillierte Datenbasis erforderlich
  • Nenne 2 Eigenschaften von Marktbewertungen in Bezug auf Unternehmensbewertungen. Vereinfachte Betrachtung Hohe Praxisrelevanz (Keine Methode alleine ist ausreichend für eine belastbare Bewertung. Jede Methode hat Stärken und Schwächen. In der Praxis werden verschiedene Methoden eingesetzt, um eine Bewertungsbandbreite zu bestimmen)
  • Was ist die Grundannahme beim Multiplikatorverfahren? Vergleichbare Unternehmen weisen vergleichbare Unternehmenswerte auf ⇒ Berechnung des Unternehmenswertes (EV) aus dem Marktpreis vergleichbarer Unternehmen.
  • Was sind typische Multiplikatoren beim Multiplikatorverfahren? Umsatz, EBITDA, EBIT ⇒ Enterprise Value (Equity + Debt) Price-Earnings-Ratio (PER), Price/Book (PB) ⇒ Equity Value Non-financial multiples (Betten, Kunden, etc.) ⇒ insbesondere für Start-ups
  • Nenne eine "Beispielformel" für das Multiplikatorverfahren. EV-Target = EBITDA-Target * (EV Vergleichsunternehmen / EBITDA Vergleichsunternehmen)
  • Welche zwei Typen von Multiplikatoren werden in der Praxis genutzt? Börsen-Multiplikatoren (Marktdaten börsennotierter Unternehmen) Transaktions-Multiplikatoren (Daten kürzlich abgeschlossener Transaktionen)
  • Welche Prozessstufen gibt es bei der Multiplikatorbewertung? Analyse des Targets Auswahl der Peer-Group Ermittlung der relevanten Multiplikatoren Anwendung der Multiplikatoren auf Target Modifikation des Wertes durch Zu- und Abschläge
  • Was für Tätigkeiten finden bei der Prozessstufe "Analyse des Targets" bei der Multiplikatorbewertung statt? Genaues Verständnis des Targets Analyse von Finanzkennzahlen, Branche und Absatzmärkten, Produktprogramm, Fertigungstiefe, Vertriebswege etc.
  • Was für Tätigkeiten finden bei der Prozessstufe "Auswahl der Peer-Group" bei der Multiplikatorbewertung statt? Qualitative und quantitative Vergleichbarkeit der Unternehmen (operatives Geschäft, finanzielle Situation, Markt/Industrie) Bei stark diversifizierten Target-Unternehmen "Sum of the-parts"-Bewertung Auswahl der Peer-Group i.d.R. sehr arbeitsaufwändig
  • Was für Tätigkeiten finden bei der Prozessstufe "Ermittlung der relevanten Multiplikatoren" bei der Multiplikatorbewertung statt? Auswahl von Entity-, Equity- oder Non-Financial-Multiples Sammlung der Rohdaten Berechnung der Multiplikatoren
  • Was für Tätigkeiten finden bei der Prozessstufe "Anwendung der Multiplikatoren auf Target" bei der Multiplikatorbewertung statt? Eliminierung von Ausreißern Verdichtung der berechneten Multiplikatoren (Mittelwert, Median) Anwendung der Multiplikatoren auf das Target (Wertbandbreite
  • Was für Tätigkeiten finden bei der Prozessstufe "Modifikation des Wertes durch Zu- und Abschläge" bei der Multiplikatorbewertung statt? Small-Cap-Discount Kontrollzuschlag sowie sonstige Zu- und Abschläge (z.B. Landesrisiken)
  • Was sind die Vorteile von Börsenmultiplikatoren? Einfach und verständlich in Handhabung und Kommunikation Basierend auf öffentlich zugänglichen Informationen Von Investoren und Analysten stark beachtet
  • Was sind die Nachteile von Börsenmultiplikatoren? Wirklich vergleichbare Unternehmen selten vorhanden Statische Betrachtung ohne Berücksichtigung der Zukunft Stark Abhängig von den Bewegungen an der Börse
  • Nenne das Fazit der kritischen Würdigung zu Börsenmultiplikatoren. Trotz der vorhandenen Schwächen ist die Bewertung mittels Börsenmultiplikatoren in der Praxis das am häufigsten verwendete Verfahren.
  • Was sind die Vorteile der Transaktionsbewertung? Einfach und verständlich in Handhabung und Kommunikation Basierend auf öffentlich zugänglichen Informationen Kaufpreisinformationen auch zu Transaktionen, bei denen das Target nicht börsennotiert ist Informationen zu Übernahmeprämien
  • Was sind die Nachteile von der Transaktionsbewertung? Wirklich vergleichbare Unternehmen selten vorhanden Statische Betrachtung ohne Berücksichtigung der Zukunft Aussagekraft der Multiples kann sich aufgrund von Branchenzyklen oder Markttrends rasch ändern Mangelnde Transparenz der Daten
  • Nenne das Fazit zur kritischen Würdigung der Transaktionsbewertung. Trotz der vorhandenen Schwächen ein in der Praxis stark verbreiteter Ansatz Hilfreich für das Einschätzen von Prämien Aufgrund der oftmals intransparenten Datenlage mit Vorsicht zu gebrauchen
  • Worauf basieren die DCF-Verfahren zur Ermittlung des Unternehmenswertes? Auf der Bewertung zukünftiger Cash Flows.
  • Wie wird der Free Cash Flow berechnet? EBIT - Steuern = NOPLAT + Abschreibungen - Investitionen +/- Veränderungen im Net Working Capital = Free Cash Flow (Eigentümer+Gläubiger)
  • Wie wird der Free Cashflow nach dem WACC-Ansatz berechnet? Betriebliche Einzahlungen - Betriebliche Auszahlungen = Betrieblicher (operativer) Cashflow - Steuerzahlungen - Netto-Investitionsauszahlungen = Free Cashflow
  • Wie wird der Free Cashflow indirekt aus den IFRS-Abschlüssen ermittelt? Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag + Zinsen und ähnliche Aufwendungen +/- Abschreibungen/Zuschreibungen +/- Erhöhung/Verminderung der Rückstellungen +/- Erhöhung der liquiden Mittel +/- Investitionen/Desinvestitionen = Operativer Einzahlungsüberschuss - Steuerersparnis wegen anteiliger Fremdfinanzierung = Free Cashflow
  • Welchen Zweck haben Sensitivitätsanalysen? Sensitivitätsanalysen sind wichtig für die Analyse und Verständnis der wesentlichen Werttreiber der Bewertung WACC und TV-Wachstum regelmäßig mit starkem Einfluss auf den Unternehmenswert Weitere Sensitivitätsanalysen umfassen Variablen wie Umsatz, Marge, Working Capital oder Capex
  • Was für Vorteile hat die DCF-Methode? Theoretisch der korrekte Ansatz Explizite Bewertung zukünftiger Cashflows Ermöglicht Szenariorechnung Weniger abhängig vom volatilen Börsengeschehen Bewertung von Synergien möglich Zweingend besseres Verständnis der zukünftigen Entwicklung des zu bewertenden Unternehmens durch detaillierte Planung der Cashflows
  • Nachteile der DCF-Methode? Detaillierte und belastbare Planung erforderlich Ergebnisse stark abhängig von Annahme zu Kapitalkosten und Terminal Value Großteil des Unternehmenswertes liegt meistens im Terminal Value (regelmäßig 70-80%) Im Vergleich zu Multiplikatoren deutlich höhere Komplexität Teilweise große Differenzen zwischen den DCF-Werten und Marktpreisen
  • Was ist die Grundidee des EVA? Ermittlung der Differenz zwischen Gewinn vor Kapitalkosten und Kosten des Kapitaleinsatzes.