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Dermatologie STEX (Subject) / Tag 3 (Lesson)
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- Lentigo maligna Definition: Intraepitheliale Präkanzerose durch Proliferation dysplastischer MelanozytenÄtiologie Entstehung auf sonnenexponierter Haut Läsion des Alters: Häufigkeitsgipfel in der 8.-9. Lebensdekade Effloreszenz Graubraun-schwarze unregelmäßige Maculae Unscharfe Begrenzung Punktförmig bis über münzgroß Mit zunehmender Größe vermehrt Farbunregelmäßigkeiten und umgebende "archipelartige" Sprenkelung Besonderheit: Übergang in Lentigo-maligna-Melanom möglich
- M. Bowen Definition: Carcinoma in situ der HautEffloreszenz: Einzelne, unregelmäßig geformte, erythematöse Hautveränderungen mit scharfer Begrenzung und Schuppung Schleimhautvariante: Erythroplasie (v.a. Genitalulcera bei unbeschn. Männern, Präkanzerose des Peniskarzinoms)
- Wichtige Komplikation der aktinischen Keratose? Spinaliom (10-20%)
- Vorläuferläsionen Malignes Melanom? Lentigo maligna Atypischer Naevuszellnaevus
- Malignes Melanom - Risikofaktoren UV-Bestrahlung Hauttyp I/II Genetik: Mutation im p16-GenEntstehung erfolgt: Zu ⅔ de novo (auf zuvor gesunder Haut) Zu ⅓ aus Vorläuferläsionen (z.B. präexistierenden kongenitalen oder atypischen Nävuszellnävus, Lentigo maligna)
- Malignes Melanom - Einteilugn Superfizielle spreitendes Melanom (60%) Noduläres Melanom (20%) Lentigo maligna Melanom (10%) Akral lentiginöses Melanom (5%)
- Lentigo maligna Melanom Prädilektionsorte: Auftreten an lichtexponierten HautarealenKlinik: Großer, unregelmäßig begrenzter Fleck mit unregelmäßiger PigmentierungBesonderheit Häufig beim älteren Menschen aus Lentigo maligna hervorgehend Relativ langsames horizontales Wachstum, Früherkennung möglich
- Wie metastasiert das maligne Melanom? Ca. 50% Metastasierung in regionale LymphknotenCa. 25% lokale Metastasierung Satellitenmetastasen In-Transit-Metastasen (Lymphwege) Ca. 25% hämatogene Fernmetastasierung Häufige Lokalisationen: Haut, Leber, Skelett, ZNS, Lunge Charakteristische schwarze Pigmentierung
- Keratoakanthom Definition: Hochdifferenzierter Hauttumor, der im höheren Lebensalter auftrittAssoziation mit Muir-Torre-SyndromCharakteristika Schnelles Wachstum (innerhalb 2-3 Monate) an lichtexponierten Hautarealen Typisches makroskopisches Zeichen: Zentral hervorstehender Hornkegel Histologie: Zentraler, horngefüllter Krater, der lippenförmig von Plattenepithel eingefasst wird Therapie: Der Tumor heilt zwar meist ohne Behandlung ab. Nicht selten ist eine Abgrenzung zu einem verhornenden Plattenepithel-Karzinom aber schwierig, so dass eine chirurgische Entfernung des Tumors präferiert werden sollte.
- Malignes Melanom - Prognosefaktoren Tumordicke (Breslow-Stadium): Die Tumordicke nach Breslow gilt als wichtigster prognostischer Parameter Subtyp: Noduläres malignes Melanom, amelanotisches malignes Melanom Ulzerationen Hohes Alter Lokalisation Geschlecht: Männlich
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- Ätiologie - Spinaliom Aktinische Präkanzerose der Haut durch UV-Strahlung Chemische Noxen Chronisch-entzündliche und degenerative Hautveränderungen Narben mit komplexem Verlauf
- Spinaliom Hauterscheinung Initial: Unauffällige, gelblich-graue Plaques mit Keratose, breitbasig aufsitzend Im Verlauf: Leicht verletzliche Tumoren mit exophytischem oder endophytischem Wachstum Hauptlokalisation: Sonnenexponierte Areale (90% im Gesicht), Übergangs-Schleimhäute (z.B. Lippen) Wachstumsverhalten Schnelles Wachstum über wenige Monate Metastasierung: Selten und spät, zunächst lokalisiert lymphogen
- Basaliom - Ätiologie Genetische Disposition Hauttyp I+II Basalzellnävussyndrom Chemische Noxen (beispielsweise Arsen)Sonnenexposition
- Pinkus-Tumor (Fibroepitheliomatöser Tumor) Weniger invasives Wachstum als das Basaliom Histologisch schmale Basaliomszonen umgeben von deutlicher Bindegewebsproliferation
- Superfizielles Basalzellkarzinom Flache, bräunliche Plaque mit perlschnurartigem Randsaum Teilweise hyperpigmentiert, häufig schuppend
- Basaliom - Therapie Goldstandard: Mikroskopisch kontrollierte, radikale Exzision im GesundenAlternativen Röntgen-Bestrahlung Mögliche Indikationen: Ältere Patienten, Patientenwunsch, Irresektabilität
- Parapsoriasis en plaques - Definition Die Parapsoriasis en plaques gehört zu den Erkrankungen der Parapsoriasis-Gruppe . Allen Erkrankungen dieser Gruppe liegt pathogenetisch ein Auftreten kutaner T-Zell-Klone zugrunde. Die Bezeichnung "Parapsoriasis" resultiert aus der Ähnlichkeit des dermatologischen Erscheinungsbildes zu psoriatischen Effloreszenzen
- Psoriasis en plaque - Klinik Kleinflächige Form ("Parapsoriasis en petites plaques")♂>♀Effloreszenz Stammbetonte, an den Spaltlinien der Haut ausgerichtete, ovale bis fingerförmige Makulae Leicht gefältete, atrophisch scheinende Haut erinnert an verknittertes Zigarettenpapier Positiver Einfluss von UV-Strahlung → Saisonaler Verlauf Großflächige Form ("Parapsoriasis en grandes plaques")EffloreszenzEbenfalls StammbetonungKonfluierende Effloreszenzen mit fließendem Übergang aus der kleinflächigen Form Juckreiz an stärker infiltrierten Bereichen
- Chloasma (Melasma) Klinik Umschriebene Hyperpigmentierung im Gesichtsbereich Verschlechterung durch UV-Exposition Ätiologie Schwangerschaft Hormonelle Kontrazeptiva Hormonbildende Neoplasien Therapie: UV-Schutz, Hormoneinfluss unterbinden
- Therapie Vitiligo Therapie der Wahl: Phototherapie mit Ansprechrate bis etwa 70%
- Alopecia areata Ein bis mehrere herdförmige, haarlose Bereiche mit geringer follikulärer Entzündung, meist reversibel Klinik Plötzlicher Beginn Scharf begrenzter, kreisrunder Haarausfall ohne Vernarbung Haarfollikel bleiben erhalten, makroskopisch reizlose Kopfhaut "Ausrufezeichenhaare" Lokalisation: Besonders Temporal- und OkzipitalbereichIn 20% Nagelveränderungen: Tüpfel- oder Grübchennägel
- Ophiasis: Sonderform der Alopecia areata mit teilweise großflächigem Haarverlust bei Verbleib der Scheitelhaare ("Skalplocke")
- Humane Papillomaviren - Krankheitsbild(er) und Therapie Krankheitsbilder: Condyloma acuminata Condyloma plana Therapie Lokal zytostatische Therapie (z.B. mit 5-Fluoruracil) Kryotherapie Operative Therapie: Kürretage, Laser- oder Elektrokoagulation
- Herpes simplex-Virus - STD - Therapie Herpes genitalis - Aciclovir
- Chlamydia trachomatis D-K - STD - Therapie Mann: Urethritis, Prostatitis Frau: Urethritis, Kolpitis, Vaginitis Therapie: Doxycyclin
- Chlamydia trachomatis L1-L3 - STD - Therapie Lymphogranuloma inguinale - Doxycyclin
- Klebsiella granulomatis - STD - Therapie Granuloma inguinale - Doxycyclin
- Erreger der Gonorrhö Erreger: Neisseria gonorrhoeae (Gonokokken), gram-negativÜbertragung: Sexuell
- Symptome/Klinik - Gonorrhö Inkubationszeit: 5-7 Tage Männliche Patienten: Urethritis mit eitrigem Ausfluss (morgendlicher Bonjour-Tropfen) Juckreiz Dysurie Weibliche Patienten: Gelbrahmiger Fluor am Zervikalkanal Entzündungen des Urogenitaltraktes Urethritis mit putrid-eitrigem Sekret (faulig riechend) Bartholinitis, Adnexitis, Zervizitis, Pelvic inflammatory disease In der Regel keine Vaginitis kann häufig asymptomatisch Verlaufen
- Gonorrhö - Therapie Unkomplizierte Gonorrhö Einmalige Gabe z.B. von Ceftriaxon Komplizierte Gonorrhö Mindestens 7-tägige Antibiotikatherapie, z.B. mit Ceftriaxon
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- Was ist eine gefürchtete Komplikation der Gonorrhö? Disseminierte Gonokokkeninfektion (DGI)Symptomtrias Hämatogene Aussaat führt zu Polyarthritis Hohe Fieberschübe Hämorrhagische Pusteln an den Akren und Petechien Komplikationen: Sepsis mit Endokarditis, Meningitis, Osteomyelitis oder Pneumonie♀: Hymenale und tubäre Synechien, Tubenmotilitätsstörungen → Sterilität
- Syphilis - Stadien Stadium I: Primärsyphilis, Harter Schanker, schmerzloses, hartes Ulcus, 2-3 Wochen nach Infekt Stadium II: Sekundärsyphilis, Exanthem ohne Juckreiz (v.a. Handflächen), GLAP, Condyloma lata (Nässende, breitbasig aufsitzende, erodierte PapelnIntertriginös und in der Genitalregion auftretend), Akute Tonsillitis (Angina specifica), Alopecia specifica Stadium III: Granulome, typ. Gummen; kardiovaskuläre Syphilis (Aortitis, Aortenaneurysma) St IV: Tabes dorsalis, Meningitis, Paraylse (v.a. bei Immundefizienz)
- Gianotti-Crosti-Syndrom Definition: Makulopapulöses Exanthem, Assoziation zu Hepatitis BEpidemiologie: Vor allem männliche Kleinkinder betroffenLokalisationGesicht, Gesäßbereich und Streckseiten der ExtremitätenArmbeugen und Kniekehlen bleiben meist ausgespart
- Erythema ab igne (e calore) Übersetzung: "Rötung durch Feuer (und Wärme)" (von altgriech. erythros = "rot"; lat. ignis = "Feuer" und calor = "Wärme", "Hitze")Definition: Netzartige Rötung der Haut mit Teleangiektasien Ätiologie: Chronische Wärmeanwendung (Rotlicht, Wärmflasche, Lagerfeuer)Verlauf: Bei Fortführung der Wärmeexposition → Pigmentatio reticularis e caloreMarmorierte, bräunliche Hyperpigmentierung durch erhöhte Melaninprodukti
- Kallus/Klavus Kallus = Hornhautschwiele durch mechanische DruckschädigungKlavus = Schmerzender hyperkeratotischer Pfropf ("Hühnerauge") im Zentrum des Kallus
- Erreger der Katzenkratzkrankheit Bartonella henselae Klinik: LAP, Fieber, Exanthema mutlforme
- Keratoma sulcatum Definition: Grübchenförmiger Hornhautdefekt der Fußsohle mit starkem BrennenEpidemiologie: Vor allem Sportler, Arbeiter oder Soldaten betroffen
- Miliaria Papulöses Exanthem nach Hitzeexposition
- Mastozytose (Urticaria pigmentosa) Definition: Seltene, klonale Erkrankung der hämatopoetischen StammzelleKlinikBreites klinisches und morphologisches ErscheinungsbildMakulopapulöse kutane Mastozytose (früher: Urticaria pigmentosa) Braunrote Hauteffloreszenzen Effloreszenzen sind reich an Mastzellen Meist Kinder betroffen Lokalisation: Meist Kopf und laterales GesichtDiagnostik: Darier-Zeichen → Typische, kräftige Rötung nach mechanischer Reizung der Läsionen; evtl. auch urtikarielle Schwellung, Pruritus oder BlasenbildungTherapie: UVA-Bestrahlung, Anthistaminika, Mastzellstabilisatoren (Cromoglycinsäure), Glukokortikoide
- Periorale Dermatitis Definition: Papulopustulöse Erkrankung mit perioraler AusbreitungEpidemiologie: Überwiegend Frauen im Alter zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr betroffenÄtiologie: Unbekannt, Applikation von (Glukokortikoid‑)Cremes, Kosmetika (→Stewardessen-Krankheit)Lokalisation: Perioral, teilweise auch periokulärKlinik Erythem mit gruppiert stehenden Papeln und Pusteln Schmerzhaftes Brennen und Spannungsgefühl der trockenen Haut Narbenlose Abheilung Therapie Expositionsprophylaxe durch Verzicht auf Kosmetika, kortikoidhaltige Medikamente Ggf. Tetrazyklin lokal oder systemisch
- Acanthosis nigricans maligna kutanes paraneoplastisches Syndrom, das insbesondere in Zusammenhang mit einem Adenokarzinom des Magens auftritt. Klinisch imponieren gelbbraune bis schwarze Pigmentierungen vor allem im Bereich der Achseln, des Genitals und des Nackens, die sich zu papillomatösen, unscharf begrenzten Effloreszenzen entwickeln.
- Acanthosis nigricans benigna Bei Diabetikern und adipösen Patienten konstitutionell auftretende, hyperpigmentierte Hautareale teilweise mit weichen Fibromen besetzt (Hauptlokalisation: intertriginöse Hautareale, Nacken)
- Erysipeloid durch Erysipelothrix rhusiopathia ausgelöst und durch infizierte Tiere (bspw. Schweine, Fisch, Krabben) übertragen. Schmerzlose, livide Rötung mit zentrifugaler Ausdehnung, selten Überschreiten der Handinnenfläche. Oft davon betroffen sind Metzger oder Fischhändler, wobei sich das Allgemeinbefinden der Infizierten meist als gut beschreiben lässt.
- Hertoghe-Zeichen Die Ausdünnung der lateralen Augenbrauen wird Hertoghe-Zeichen genannt und ist ein assoziiertes Stigma des atopischen Ekzems.
- Auspitz-Phänomen wird bei der Psoriasis vulgaris beobachtet Beim Abkratzen der letzten Epidermislamelle kommt es aufgrund der Verletzung der Kapillaren im Stratum papillare der Dermis zu punktförmigen Blutungen; auch bekannt als "Phänomen des blutigen Taus".
- Kortison - Wirkstärke nach Nieder Hydrocortison (Klasse I) < Betamethasonvalerat (Klasse II) < Mometasonfuroat (Klasse III) < Clobetasolpropionat (Klasse IV)