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Ernährungswissenschaften ELW (Subject) / Anatomie Fragenkatalog (Lesson)

Uni Bonn WS 14/15 Fragenkatalog zur Prüfungsvorbereitung Anatomie und Physiologie der Tiere

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  • Ektoderm, Mesoderm und Entoderm sind die a) Teile der dreiblättrigen Keimscheibe b) drei Schichten der Haut c) Ausgangsstrukturen der verschiedenen Körpergewebe d) äußeren, mittleren und inneren Schichten des Darms a) Ektoderm, Mesoderm und Entoderm sind die Teile der dreiblättrigen Keimscheibe
  • Nennen Sie die Aufgaben - des Golgiapparates - der Lysosomen - der Ribosomen - der Mitochondrien - der Peroxisomen - der Zentriolen - des rauen Endoplasmatischen Retikulums - des glatten Endoplasmatischen Retikulums Golgiapparat - Synthese und Ausscheidung proteinhaltiger Sekrete und Produktion von Lysosomen; Doppelmembran aus Dictyosomen Lysosomen - hoher Gehalt charakteristischer Enzymhydrolasen; wichtig beim Abbau zellfremder und zelleigener Stoffe Ribosomen - Ort der Proteinbiosynthese; nur als Polysom aktiv; lagern sich an ER an Mitochondrien - "Kraftwerke der Zellen"; Bereitstellung von ATP durch Oxidation von Zuckern, Fetten und Aminosäuren Peroxisomen - enthalten Enzyme, die H2O oxidieren und spalten können; Entgiftung von Produkten des Intermediärstoffwechsels Zentriolen - bestehen aus Mikrotubuli; wichtig bei der Zellteilung - Bildung der Kernspindel Raues ER - Aufnahme und Prozessierung (Glycolisierung) der ribosomal gebildeten Proteine Glattes ER - beteiligt an Glycogensynthese; Ca-Speicher im Muskel; in der Leber Entgiftung durch spezifische Enzyme
  • Nennen Sie 4 Funktionen der Zellmembran. - Abschirmung des Zellinneren gegenüber dem Zelläußeren - Stofftransport - Stofferkennung (chem. Botenstoffe) - Verbindung benachbarter Zellen
  • Kennzeichnen Sie die genannten Drüsen entsprechend dem Zielort ihrer Sekretion als endokrine oder exokrine Drüsen. - Hypophyse - Nebenniere - Pankreas - Milchdrüse - Speicheldrüse - Becherzellen - Talgdrüsen - Schilddrüsen - Nebenschilddrüsen - Epiphyse - Prostata - Ovar Hypophyse: endokrin Nebenniere: endokrin Pankreas: sowohl endo- als auch exokrin Milchdrüse: exokrin Speicheldrüse: exokrin Becherzellen: exokrin Talgdrüsen: exokrin Schilddrüsen: endokrin Nebenschilddrüse: endokrin Epiphyse: endokrin Prostata: exokrin Ovar: endokrin
  • Nennen Sie fünf exokrine und fünf endokrine Düsen. Endokrin: Hypophyse, Epiphyse, Schilddrüse, Ovar, Nebenniere Exokrin: Speicheldrüse, Bauchspeicheldrüse, Talgdrüse, Milchdrüse, Prostata
  • Nennen Sie die Funktion des braunen Fettgewebes. Thermogenese (Wärmebildung durch Fettverbrennung im Gewebe selbst); zitterfrei; lokal im Gewebe vor Allem bei Neugeborenen und Winterschläfern
  • Nennen Sie 6 verschiedene elementare Bestandteile des Bindegewebes. 1. fixe Zellen 2. mobile Zellen 3. kollagene Fasern 4. reticuläre Fasern 5. elastische Fasern 6. Grundsubstanz
  • Nennen Sie drei verschiedene Funktionen des Fettgewebes sowie entsprechende Lokalisation im Körper, wo diese Funktionen im Vordergrund stehen. - Baufett (Nierenfett, Wange/Gesäß, Knochenmark, Thymus) - Speicherfett (Unterhaut, Bauchhöhle) - Thermische Isolierung
  • Definieren Sie a) holokrine Sekretion. b) apokrine Sekretion. c) merokrine Sekretion. a) holokrine Sekretion: Zelle löst sich auf um Sekret freizusetzen (Talgdrüse) b) apokrine Sekretion: Sekret wird mit Cytoplasma und Zellmembran abgegeben c) merokrine/ekkrine Sekretion: Sekret wird nach Außen abgegeben (Proteine)
  • Nennen Sie zwei verschiedene Oberflächenstrukturen von Epithelzellen und skizzieren Sie deren Funktion. Stichworte genügen. Oberflächenstruktur 1: einschichtiges Plattenepithel Funktion 1: innere Auskleidung der Blutgefäße Oberflächenstrukur 2: mehrschichtiges Plattenepithel Funktion 2: hoher mechanischer Schutz
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  • Definieren Sie die Begriffe: - endokrine Sekretion - exokrine Sekretion Endokrine Sekretion: Sekretionsmodus von Drüsenzellen ihre Produkte in die Blutbahn abzugeben Exokrine Sekretion: Sekretionsmodus von Drüsenzellen ihre Produkte an äußere (Haut) oder innere Oberflächen (Darmlumen) abzugeben
  • Nennen Sie vier Funktionen des Epithelgewebes. - innere Auskleidung der Körperhöhle - Verdunstungsschutz - Bildung von Sekreten, Exkreten, Hormonen - Aufnahme von Reizen und Weitergabe an Nervenenden
  • Nennen Sie fünf der an der Proteinbiosynthese beteiligten Einzelelemente. - DNA - mRNA - tRNA - rRNA - freie Aminosäuren - Ribosome - Zellkern
  • Was ist unter dem Proteom zu verstehen? Proteom = Die Info aus dem Genom, die tatsächlich genutzt wird; das, was für den Organismus entscheidend ist
  • Nennen Sie alle Ihnen bekannten Arten des passiven Transports von Stoffen bzw. Flüssigkeiten durch eine Zellmembran. - Diffusion (Konzentrationsgefälle außen/innen; Teilchenstrom) - Osmose (Flüssigkeitstransport) - Filtration - Erleichterte Diffusion (Carriermoleküle in Zellmembran)
  • Nennen Sie die Verschiedenen Elementargewebearten des Organismus. - Epithelgewebe - Binde- und Stützgewebe - Muskelgewebe - Nervengewebe
  • Nennen Sie drei verschiedene interzelluläre Verbindungselemente. - Gap Junctions - Tight Junctions - Adhering Junctions
  • An welchen der folgenden Körperoberflächen (innen, außen) tragen die Epithelzellen einen ausgeprägten Besatz von "Mikrovilli" (a) oder von "Kinozilien" (b)? 1 Haut 2 Dünndarm 3 Speiseröhre 4 Luftröhre 5 Proximale Tubuli der Nieren 6 Nasenhöhle 7 Dickdarm 8 Lungenalveolen 9 Innenhaut der Blutgefäße 1 Haut2 Dünndarm (b)3 Speiseröhre (a)4 Luftröhre (a)5 Proximale Tubuli der Nieren6 Nasenhöhle (a)7 Dickdarm8 Lungenalveolen9 Innenhaut der Blutgefäße
  • Nennen Sie jeweils ein Beispiel für Drüsenzellen mit - merokriner/ekkriner - apokriner - holokriner Sekretion merokrine/ekkrine Sekretion: Bauchspeicheldrüse apokrine Sekretion: Schweißdrüse holokrine Sekretion: Talgdrüse
  • Definieren Sie den Begriff "Anatomie" und "Physiologie". Anatomie: Lehre vom Bau der Körperteile Physiologie: Lehre von den Lebensvorgängen
  • Physiologie wird als die Lehre von Lebensvorgängen bezeichnet. Geben Sie sechs Lebensvorgänge an, die hier gemeint sind. - Homöostase - Stoff-/Energiewechsel - Anpassung an die Umgebung - Reizbarkeit/Erregbarkeit - Aktive Beweglichkeit - Fortpflanzung/Vermehrung/Vererbung - Wachstum/Entwicklung - Altern, Tod
  • Definieren Sie den Begriff Homöostase und geben Sie ein Beispiel für eine homöostatische Regulation. Homöostase: Aufrechterhaltung der inneren Lebensbedingungen, eines "Milieu Interieur" Bsp.: - Aufrechterhaltung der Körpertemperatur - Regulation des Blutzuckerspiegels
  • Nennen Sie zwei Strukturen der Zellmembran, die eine Verbindung zwischen benachbarten Zellen schaffen. - Adhering Juncions: indirekte Zellkontakte durch Verzahnung oder Interzellularsubstanz - Tight Junctions: Leistennetz zwischen Zellen - Gap Junctions: direkte zytoplasmatische Verbindung zwischen Zellen
  • Auf welche Teilprozesse ist das Wachstum von Zellen, Geweben bzw. Organismen zurückzuführen? - Zellteilung (Mitose - Kernteilung; Meiose - Bildung von Keimzellen) - Zellvergrößerung
  • Was bedeuten die Begriffe Transkription und Translation? Transkription: Abschreiben eines DNS-Stücks zu einem RNS Stück Translation: im Zellplasma: Umsetzen der RNS zu einem Protein
  • Welche großen Gewebegruppen werden unterschieden? - Epithelgewebe - Binde-/Stützgewebe - Muskelgewebe - Nervengewebe
  • Was ist unter Stroma, was unter dem Parenchym eines Organs zu verstehen? Stroma: bindegewebiges Gerüst Parenchym: Grundgewebe; Zellen mit organspezifischen Funktionen
  • Welche drei Arten von Epithelien sind nach Ihrer Funktion zu unterscheiden? - Oberflächen- und Deckepithelien - Drüsenepithelien - Sinnesepithelien
  • Drüsenepithelien: geben Sie eine Einteilung. - nach Art der Sekretion: merokrin (Sekret nach Außen abgegeben); apokrin (Sekret mit Cytoplasma und Zellmembran abgegeben); holokrin (Zelle löst sich auf) - nach Zielort der Sekretion: exokrin (Abgabe an freie Oberfläche), endokrin (Abgabe ins Blut) - nach Art des Sekretes: serös (eiweißreich, dünnflüssig), mukös (zähflüssiger Schleim, gemischt)
  • Was ist unter Sinnesepithelien zu verstehen? Geben Sie zwei Beispiele. Können Reize aufnehmen und an Nervenendigungen weitergeben. Bsp.: Riechepithel, Hörzellen, Geschmackszellen
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  • Bindegewebe - woraus besteht es? - welche Arten gibt es? - welche Faserarten kommen dort vor? - besteht aus: Zellen, Interzellularsubstanz - es gibt: embryonales, retikuläres, faseriges Gewebe und Fettgewebe - kollagene, retikuläre und elastische Faserarten kommen dort vor
  • Was ist unter passiven Stoff- und Flüssigkeitstransport zu verstehen? Welche Arten des passiven Transports kennen Sie? Nennen Sie zu jeder Art ein Beispiel. Def.: Beförderung einer Substaz oder Flüssigkeit durch Zellmembranen mit Hilfe eines Transportsystems, das dafür keine Energie benötigt Diffusion: Austausch der Atemgase/Filtration der Nierenglomerulus Erleichterte Diffusion: beschleunigte Diffusion durch Carriermoleküle in der Zellmembran Osmose: H2O Einstrom bei Erythrozyten bei extrazellulärer Hypotonie Filtration: Wassertransport an den Kapillaren
  • Auf welche Art werden Stoffe bzw. Flüssigkeiten im Körper über große Strecken hinweg transportiert? Nennen Sie zwei Beispiele. - Konvektiver Transport (Transport gelöster Substanz innerhalb eines strömenden Mediums; Wasser/Nahrung) - Blut-/Lymphkreislauf - Darmpassage
  • Welche Aufgaben kommen dem spezifischen Stoff und Flüssigkeitstransport im Körper zu? - Aufnahme von Nährsalzen und O2 durch Zellen - Abgabe von CO2 und Stoffwechselprodukten - Aufrechterhaltung der Ionenkonzentration innerhalb der Zelle - kontrollierter Ablauf von Stoffwechsel und Erregungsprozessen
  • Diffusion: Von welchen Größen hängt der Teilchenstrom durch eine Membran pro Zeiteinheit ab? - in eigenen Worten: abhängig vom Konzentrationsgefälle, der Temperatur (je höher desto schneller), der Art der Teilchen, je höher der Konzentrationsunterschied desto schneller die Diffusion - indem Sie das 1. Ficksche Gesetz darstellen und erläutern: J = P x (Delta)C ; J = Diffusionsstromdichte, P= Permeabilitätkoeffizient, (Delta)C = Konzentrationsunterschied
  • Welcher (nicht-chemische) Gradient kann beim passiven Transport noch eine Rolle spielen? Temperaturerhöhung beschleunigt den Vorgang
  • Was ist innerhalb eines biologischen Regelkreises als Feedback zu bezeichnen? Nennen Sie ein Beispiel für das negative Feedback. Feedback = Reaktion des Organismus auf z.B. Abfall des Hormonspiegels neg. Feedback Bsp.: Cortisolbildung
  • Erläutern Sie die Begriffe hypo- und hyperton. hypoton: weniger konzentriert hyperton: höher konzentriert
  • Was geschieht mit einem Erythrozyten,wenn man ihn a) in destilliertes Wasser bringt? Warum? (hypoton) b) in gesättigte Kochsalzlösung bringt? Warum? (hyperton) a) Erythrozyt platzt, weil er hypertonisch und das Wasser hypotonisch ist; Wasserstrom von hypoton zu hyperton b) Erythrozyt schrumpft; Stechapfelform, weil er Wasser nach Außen abgibt; Wasserstrom von hypoton zu hyperton
  • Kreuzen Sie bei den nachfolgend genannten Aussagen zum Stoff- und Flüssigkeitstransport an, ob sie richtig oder falsch sind. Diffusion ist passiver Transport Osmose ist passiver Transport Diffusion ist ein Flüssigkeitstransport Diffusion ist ein Teilchentransport Osmose ist ein Teilchentransport Diffusion erfolgt entlang eines Konzentrationsgradienten Diffusion erfolgt entgegen eines Konzentrationsgradienten Exocytose ist ein aktiver Transport Endocytose ist ein passiver Transport Diffusion ist passiver Transport - richtigOsmose ist passiver Transport - richtigDiffusion ist ein Flüssigkeitstransport - falschDiffusion ist ein Teilchentransport - richtigOsmose ist ein Teilchentransport - falschDiffusion erfolgt entlang eines Konzentrationsgradienten - richtigDiffusion erfolgt entgegen eines Konzentrationsgradienten - falschExocytose ist ein aktiver Transport - richtigEndocytose ist ein passiver Transport - falsch
  • Wie gewinnt man Blutplasma? Durch Zentrifugation von Blut mit Antikoagulant
  • Welche der folgenden Blutzellen entwickeln sich vollständig im Knochenmark? a) Erythrozyten b) stabkernige Granulozyten c) Thrombozyten d) T-Lymphozyten Alle.
  • Nennen Sie zwei verschiedene Inhaltsstoffe der Granulat der basophilen Granulozyten. Histamin - erweitert Blutgefäße Heparin - zu Verhinderung der Blutgerinnung Serotonin - ruft beim Zerfall der Blutplättchen Gewebekontraktionen hervor
  • Unter welcher Fraktion der Plasmaproteine befinden sich die Antikörpermoleküle? y(Gamma)-Globuline
  • Nennen Sie ein funktionsbestimmendes Molekül der Erythrozyten. Hämoglobin
  • Nennen Sie drei verschiedene Funktionen der Blutproteine. Albumin - Reserve zur Bildung organspezifischer Proteine a-ß-Globuline (alpha-beta) - Gerinnung des Blutes Fibrinogen y - Globuline (gamma) - Antikörper Transport von Sterinen und Steroiden
  • Nennen Sie zwei entscheidende Größen für den Austausch von Flüssigkeit zwischen Blut und Gewebe. Osmose Diffusion
  • Wie bezeichnet man den Teil unvereinbar gemachten Blutes, der nach der Abtrennung aller Blutkörperchen zurückbleibt. Blutplasma (Blutserum und Fibrin)
  • Der osmotische Druck des Blutplasmas entspricht: a) einer 0,9%-igen NaCl-Lösung b) einer 0,09%-igen NaCl-Lösung c) einer 9,0%-igen NaCl-Lösung a) Der osmotische Druck des Blutplasmas entspricht einer 0,9%-igen NaCl-Lösung
  • Definieren Sie folgende Größen: a) Hämatokritwert b) Blutplasma c) Blutserum a) Hämatokritwert: Verhältnis zwischen Blutplasma und korpuskulären Elementen b) Blutplasma: nach Zentrifugation klares Plasma mit Fibrinogen c) Blutserum: Blutplasma ohne Gerinnungsfaktoren; nach Gerinnung klares Serum ohne Fibrinogen