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AOW (Subject) / Organisationstheorien (Lesson)

Nerdinger 4,5,11

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  • Bedeutungen Begriff Organisation instrumentaler Begriff: Gesamtheit aller Regelungen (bezogen auf Beteilung von Aufgaben und Kompetenzen, Abwicklung von Arbeitsprozessen) funktional: bedeutet organisieren (Arbeitsteilung, Koordination, bezogen auf Regeln, die Ordnung zwischen einzelnen Elementen (Aufgaben, Infos, Personen) schaffen) institutional: als soziales System (kennzeichnend für A-,O-Psychologie)
  • Strukturierung der Organisation z.B. Uni Gesamtaufgabe (Forschung+Lehre) Aufgabenanalyse: verteilungsfähige Teilaufgaben (Studienpläne, Abläufe, LVs) Aufgabengliederungsplan: Zusammenfassung der Teilaufgaben Aufgabensynthese: Zusammenfassung und Zuweisung an einzelne Mitarbeiter Ergebnis: Aufbauorganisation (Organigramm)
  • Organigramm (Aufbauorganisation) Arten: Stab-Linien-System (Top-down): Hierarchie der Verantwortung Mehrfachunterstellung (bspw. MA ist fachlich anderem Vorgesetzten unterstellt als disziplinarisch = Linien- und Projektstrukturen > Matrixstruktur)
  • Organisationstheorien formale Struktur Bsp.e: Wissenschaftliche Betriebsführung (Taylor, 1911) Bürokratietheorie (Max Weber, 21/80)Human-Relations-Bewegung (Kieser, 19. Jhd) verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie (Barnard, 38) [Kulturtheorie (Schein, 85)]
  • Bürokratietheorie (Weber) Begründer der Organisationstheorie, Ursprung: effizientes Eintreiben von Steuern im Zusammenhang mit gesellschaftlicher Rationalisierung (und Wertepluralität) nach 3 Ebenen: Ebene der Weltbilder: religiöse Ethik verliert Verbindlichkeit für menschl. Verhalten Ebene der praktischen Lebensführung: Orientieren an eigenen Wertvorstellungen, möglichst methodisch und konsistente Lebensführung Ebene der Institutionen: Probleme zunehmend durch Wissenschaft, Technik, Organisation berechen- und beherrschbar > Entwicklung von Bürokratie Strukturelle Merkmale der Bürokratie: Ergebnisse kalkulierbar, straffe Unterordnung, Effizienz, Abreitsteilung: jedes Mitglied austauschbar Amtshierarchie: Über-/Unterordnung Amtsausführung: technische Regeln, Normen Aktenkundigkeit: Aufgabenerfüllung beruht auf Schriftstücken Kritik: nur Idealtypus beschrieben nur für Produkte geeignet, die sich standardieren lassen (Anpassung erforderlich > wenig effizient) Spannungsverhältnis zw. Individuum (Streben nach Handlungsfreiheit) und bürokratischer Organisation
  • Kulturtheorie (Schein) Kultur, Grundannahmen der Orga. zentral (weniger funktionale Mechanismen) phänomenologisch, Abläufe in Orga können nur durch Analyse der spezif. Kultur verstanden werden Bsp. Wichtigkeit:... 3 Ebenen der Kultur: Grundannahmen: Beziehung der Ziele zur Umgebung Werte: in Leitbildern, Ziele, Standards, soziale Prinzipien Artefakte: sichtbar, beobachtbare Zeichen und Symbole (z.B. wie sieht Weihnachtsfeier aus) ad. Artefakte: Wie ist Orgakultur sichtbar? Sprache (Wie werden Witze gemacht?) Mythen (Rationalität, Effektivität, Loyalität) Überprägnante Realitätsmodelle (Logo, Architektur) Verhaltenscodes, Beziehungsregeln (Rollen, Spiele, Bündnisse) Bräuche, Rituale, Zeremonien (Einstand, Beförderung, Pensionierung) Wie entsteht Organisationskultur? in sozialer Interaktion Anrede, Kleidung von Führungskraft getragen (Vorbildfunktion) Auswahl neuer MA passend nach Werten, Sozialisation neuer MA am Arbeitsplatz
  • Wissenschaftliche Betriebsführung (Taylor) Organisation als mechanisches Kunstprodukt, naturwissenschaftliche Orga-Theprie / Erhebung mittels Experiementen, Lösungsmethode > Schaffung optimaler Bewegungsabläufe allgemeine Prinzipien: Trennung Kopf - Hand Pensum und Bonus Auslese und Anpassung der Arbeiter Versöhnung zwischen Arbeitern und Management Kritik: nicht wissenschaftlich zu kleine Stichproben, kurzer Zeitraum, Extremsituationen TN nicht zufällig ausgewählt
  • Human-Relations-Bewegung (Kieser) nicht Orga-theorie im engeren Sinn, Organisation als Bezugsrahmen zur Erklärung mensch. Verhaltens; nach 1. WK: Arbeitsunlust > Analyse der Produktivität und Kündigungsraten Hawthorne-Studie/-Effekt: Teilnahme an Studie als Effekt: Verbesserung der menschl. Bez. erhöht Arbeitsmotivation und -zufriedenheit > Leistung steigt -->Kern: vertrauensvolle Beziehung und Schulungen motivieren
  • Verhaltenswissenschaftliche Entscheidungstheorie (Barnard) Orga = System bewusst koordinierter Handlungen; bleibt bei Personalwechsel bestehen, befasst sich Anpassung an unsichere, sich ständig ändernde Umwelten; nicht beliebig beherrschbar stützt sich auf das zu beobachtende Entscheidungsverhalten 2 Annahmen: begrenzte Kapazität zur Infoverarbeitung Bereitschaft, sich in Orga zu engagieren ist begrenzt Konzept der begrenzten Rationalität: Mensch handelt intentional rational unvollständiges Wissen über Bedingungen begrenzt in der Lage, zukünftige Ereignissen zu bewerten nicht inder Lage, alle Entscheidungsalternativen in Betracht zu ziehen--> möglichst rationale Entscheidungen, durch Reduktion von Komplexität und Unsicherheit von Entscheidungen: Arbeitsteilung standardisierte Verfahren Hierarchie Kommunikation: Infos an MA auf Wesentliches für seinen Entscheidungsspielraum beschränken Indoktrination: Verinnerlichung von Werten und Zielen der Orga, um Entscheidungen in deren Sinn zu fällen (Vorgesetzte verfügen oft nicht über die notwendigen Infos für Entscheidung) Kritik: ausschließlich Bedeutung der formalen Orga beachtet (Bedürfnisse und Interessen der MA nicht)
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