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SMK 2 (Subject) / PUB 1 - 5 (Lesson)

Kommunikatorforschung II

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  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Gatekeeper-Forschung Gatekeeper-Forschung untersucht, welche Eigenschaften des einzelnen Journalisten bzw. der Medienorganisation die Nachrichtenauswahl beeinflussen  Gatekeeper (Schleusenwärter/Torhüter), Begriffsbildung in Rückgriff auf Studien von Kurt Lewin (Untersuchung zu Entscheidungsprozessen bei Lebensmittelkauf im Rahmen einer Werbekampagnen-Analyse) Vorstellung: Gatekeeper entscheiden, welche Ereignisse zu öffentlichen Ereignissen werden und welche nicht. Sie tragen damit zur Formung des medienbestimmten Gesellschafts- und Weltbildes der Rezipienten bei 
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Gatekeeper-Forschung Gatekeeper: Individualistischer Ansatz David White (1950): Individualistischer Ansatz Welche Nachrichten der Nachrichtenagenturen verwendet „Mr. Gates“ für Zeitung und welche nicht? Ereignis 1, 2, 3 -> Kommunikator -> Publikation
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Gatekeeper-Forschung Gatekeeper: Institutioneller Ansatz Gatekeeper nicht als isolierte Individuen, sondern als Teil bürokratisch organisierter Institution  Nachrichtenauswahl u. a. auch abhängig von: • Normen und Werte der Redaktion (Breed 1955) • Wertorientierung und Rollenselbstverständnis der Berufsgruppe (McCombs/Becker 1979)• Produktionszwänge wie Platzvorgaben (Stempel 1985), Redaktionsschluss• Nachrichtenquelle (Gieber/Johnson 1961) 
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte „NEWS BIAS“-Forschung nimmt bewusste Verzerrungen in der Berichterstattung in den Blick (engl. Bias = Verzerrung, Voreingenommenheit)  Keyfact I:Journalisten neigen zur SYNCHRONISATION. Die Tendenz von Nachrichten gleicht sich der Tendenz in Kommentaren an (Schönbach). Keyfact II:Die Bekanntheit der BLATTLINIE verändert die Positionierung die von Journalisten (experimentelle Studien (Kerrick/Anderson/Swales)).  Keyfact III:Journalisten spielen Informationen hoch, die dem eigenen Standpunkt entsprechen (Kepplinger („35- Stunde-Woche“), Rothman/Lichter („Atomkraft“)). 
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Modell der instrumentellen Aktualisierung (17/27) Ereignis 1, 2, 3 -> Kommunikator -> Publikation -> Publikationsfolgen hier besonders: Kommunikator -> Zwecksetzung -> PublikationsfolgenPublikationsfolgen -> Mittelwahl -> Kommunikator "Instrumentelle Aktualisierung bedeutet das Hoch- oder Herunterspielen von Ereignissen, die einen inhärenten Wertgehalt besitzen (z.B. Erfolge oder Misserfolge) und mit dem Gegenstand eines publizistischen Konfliktes in einem objektiven oder subjektiv wahrgenommenen Zusammenhang stehen. Die entsprechenden Ereignisse werden neutral dargestellt, durch ihre gezielte Gewichtung können jedoch die Konfliktparteien in ihrer Legitimität gestärkt oder geschwächt werden, und ihre Handlungsmöglichkeiten erfahren eine Erweiterung oder Einengung. Zentral ist die Tatsache, dass die Tendenz „keine Folge der Bewertung von Ereignissen, sondern der Auswahl entsprechender Meldungen“ ist (Kepplinger 1992, 51).“ 
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Nachrichtenwerttheorie Nach Östgaard generell zu unterscheiden zwischen: a) Exogenen Faktoren (außerhalb der Medien: politisch-rechtliche Bestimmungen, ökonomische Bedingungen, etc.) b)Endogenen Faktoren (innerhalb der Medien)  „News is what‘s different“ „Only bad news are good news“ 
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Nachrichtenfaktoren und Nachrichtenwert Journalistische Selektionskriterien richten sich nach: -  Nachrichtenfaktoren -  Nachrichtenwert.  Selektiv:Je mehr ein Ereignis den genannten Kriterien entspricht, desto eher wird es zur Nachricht Additiv:Je mehr Nachrichtenfaktoren auf ein Ereignis zutreffen, desto publikationswürdiger ist es. Komplementär:Fehlen eines Nachrichtenfaktors kann durch andere kompensiert werden. Kulturunabhängige Faktoren: •  Frequenz •  Schwellenfaktor •  Eindeutigkeit •  Bedeutsamkeit •  Überraschung/Konsonanz •  Kontinuität •  Variation  Kulturabhängige Faktoren •  Bezug zu Elite-Nationen •  Bezug zu Elite-Personen •  Personalisierung •  Negativität 
  • Kommunikatorforschung II Journalisten und Medieninhalte Nachrichtenfaktoren und Nachrichtenwert Nachrichtenfaktoren und Nachrichtenwert aus Praxisperspektive Vorteile/Möglichkeiten:  • bietet Orientierung bei Auswahl von Themen • bietet Möglichkeit der Überprüfung der Relevanz von Inhalten • Standards/Routinen können entwickelt werden Gefahren/Risiken: • Gefahr der Verzerrung (Realität vs. Medienrealität) • Gefahr des Ausschlusses/der Ausgrenzung von Themen 
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