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Einführung in die Erwachsenenbildung/ Weiterbildung (Subject) / Sitzung 2 Professionalität in der EB (Lesson)

Professionalität in der EB

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  • Was bedeutet Professionalisierung im engeren und im weiteren Sinne? ??? i.e.S. - Verberuflichung: Neukonstitution eines Berufsbils oder Prozess der Entw. einer Berufsgruppe in Richtung einer Profession i.w.S. - Gewinnung von Professionalität: von Personen und Tätigkeiten in Hinblick auf spezifische Qualitätsstandards
  • Was versteht man unter klassischen Professionen? z.B. Ärzte und Juristen
  • (Professionalisierung als Verberuflichung) Was sind die Kennzeichen einer Professionalisierung von Arbeitstätigen? 6 es gibt: 1. gesellschaftl. relevanten Problembereich u dazugehöriges Handlungs- und Erklärungswissen (körperl. Erkrankung) 2. Bezug zu gesellschaftl. Zentralwert (Gesundheit) 3. festgelegte akademisierte Ausbildung/ Qualifizierung mit der Bereitstellung von abstraktem Wissen -> sichert Zugang zu Expertenstatus (Universitätsstudium Medizin) 4. entsprechend geregelte Rekrutierung: Zugang zu berufl Tätigkeit ist an Vorraussetzungen geknüpft 5. allgemein. Selbstverstädnis/ Wir-Gefühl mit Entwicklung eines professionalisierungstyp. Ethos 6. Berufsverband bzw. Organisation (ärztl. Berufsverbände)
  • (Professionalisierung als Verberuflichung) Wie stellt sich die Situation in der EB dar? höchstens Ansatzweise Professionalisierung (Faulstich 1996) - vielfältige Qualifizierungszweige - relativ offener Zugang zu berufl. Positionen - geringe Entw. einer gemeins. berufl. Identität - mangelnde Einigkeit über Standards - geringe Organisation in Berufsverbände und entsprechend geringe Macht - geringer Grad an Hauptberuflichkeit
  • Geschichte der Professionalisierung in der EB 18./19. Jhd. - viel Ehrenamt (Juristen, Ärzte, Theologen, Kaufleute, Leute) - kaum Hauptberuf -keine spezielle Ausbildung
  • Geschichte der Professionalisierung in der EB 1900 - Anstieg Hauptberuflichkeit -trotzdem Dominanz von Nebenberuflichkeit und Ehrenamt - Ansätze erwachsenenpäd. Theoriereflexion und Nachwuchssicherung
  • Geschichte der Professionalisierung in der EB - Bildungsreform der 1960er/1970er Jahre - zunemende Professionalisierung (Beschreibung eines Berufsbilds und akadem. Verankerung) - Dominanz der Nebenberuflichkeit konnte nicht Durchbrochen werden
  • Was versteht man unter Professionalisierung als Gewinnung von Professionalität? 4 - Ausübung eines Berufes unter Einhaltung gewisser Standards - Professionalität als "Kennzeichen von Kompetenzen" -> Verbesserung der Qualität von Bildungsarbeit - Synonym für gekonnte Beruflichkeit/ Indikator für qual. hochwertige Arbeit -Reifestufe im individuellen Prozess der Verberuflichung
  • Welche 4 Berufsbereiche beinhaltet die "Stabilität von 4 Berufsrollen"? Welche Berufsrolle kommt noch hinzu? Worin besteht der Unterschied zur Schule? 1. hauptberufl. Leiter von Bildungseinrichtungen mit Managementaufgaben 2. hauptberufl. tätigen päd. Mitarbeiter mit planenden Aufgaben auf makrodidakt. Ebene 3. hauptberufl. Lehrenden mit aufgaben auf mikrodidakt. Handlungsebene 4. ehrenamtl. und nebenberufl. Kursleiter - hinzu kommt Verwaltungspersonal mit päd. Aufgaben - Unterschied zur Schule: kaum hauptberufl. Lehrer, bedingte Freiwilligkeit (im Gegensatz zur Schulpflicht)
  • Verteilung der Tätigkeitsbereiche auf Vollzeit, Teilzeit und Honorarbasis - größte Prozentsatz der Beschäftigten ist in der Lehre beschäftigt 40,1% -> davon größter Teil von knapp 80% auf Honorarbasis - zweit höchste Beschäftigung in der Planung und Konzeptionalisierung 16,3% und in der Beratung 10,9% - höchster Prozentsatz der in Vollzeit arbeitenden findet sich in der PLanung und Konzeption 25,6% gefolgt von der Organisation mit 18% - kleinste Prozentsatz ist in der Bedarfserhebung beschäftigt 4%
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  • Was sind die Tätigkeitsfelder der Mikroebene und von wem werden sie durchgeführt? - Dozent, Kursleiter, Trainer - Vorbereitung (Konzeption, Planung, Erstellen von Materialien, Recherche) - Durchführung (Lehren, Gestaltung von Lehr- und Lernsituationen) - Beratung 
  • Was sind die Tätigkeitsfelder der Mesoebene und von wem werden sie durchgeführt? - HPM hauptberufl. päd. Mitarbeiter - Administration und Projektaquise und -durchführung - Kooperation mit Partnern - Beratung von Teilnehmenden - Betreuung von Kursleitenden  - Programmplanung und Organisation von Vernstaltungen - Qualitätsmanagement
  • andragogische Tätigkeitsschwerpunkte nach Faulstich/ Zeuner - Planen/ Leiten - Lehren - Beraten
  • andragogische Tätigkeitsschwerpunkte nach Kraft - Management - Marketing und Öffentlichkeitsarbeit - Programmplanung - Lehren - Beratung - Verwaltung
  • Nenne einige Tätigkeiten des Aufgabenfeldes Leitung und Management! - Organisation und Leitung einer Einrichtung - Zielformulierung für die Organisation - Qualitätsentwicklung/ -sicherung - Finanz- und Ressourcenbeschaffung - Steuerung - Fortbildungsplanung für das Personal - Marketing - Repräsentanz und Vertretung der Einrichtung
  • Nenne einige Tätigkeiten des Aufgabenfeldes Programmplanung! - Bedarfserhebung - Zielgruppenanalyse - Programmentw. - Angebotsplanung - Kommunikation mit Leitung - Veranstaltungsorganisation - Projektorganisation
  • Nenne einige Tätigkeiten des Aufgabenfeldes Lehre! - Unterrichtsvorbereitung - Erstellen von Materialien - didaktische Planung - Durchführung von Lehre - Moderation - Lernberatung - Lernerfolgskontrolle - Evaluation
  • Nenne einige Tätigkeiten des Aufgabenfeldes Öffentlichkeitsarbeit! - Marketing - Präsentation - Fundraising
  • Nenne einige Tätigkeiten des Aufgabenfeldes Beratung! - Lernereinstufung - Lerntypenanalyse - Lerncoaching - Weiterbildungsberatung
  • Nenne einige Tätigkeiten des Aufgabenfeldes Verwaltung! - Personalsachbearbeitung - Statistik, Auswertung - Datei- und Aktenverwaltung - Informationsbeschaffung - interne Dienstleistungen
  • Was sind notwendige Kompetenzen für die EB? - Sozialkompetenz (eintreten mündiger Bürger in gemeinsamen Lernprozess, Verhaltensweisen und Umgangsstile die gleichberechtigtes Handeln ermöglichen) - Methodenkompetenz ( didaktische, methodische, empirische und organisatorische Kompetenzen) - Metakompetenz/reflexive Kompetenz ( Klärung der eigenen Position, andragogische Autonomie) - professionelle Ethik (SL: außerdem Fachkompetenz und didaktische Kompetenz)