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SMK 2 (Subject) / PUB 2 - 11 (Lesson)

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This lesson was created by Paco_Chicano.

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  • Mood Management (MMT) Mood Management (MMT) erstmals 1988 von Dolf Zillmann so benannt  MMT hat prominenten Stellenwert in der Medienpsychologie und Kommunikationswissenschaft  MMT gilt als empirisch gut bestätigt 
  • Mood Management (MMT) Grundprämisse: Der Mensch ist ein hedonistisches Wesen, das stets bemüht ist, unangenehme Stimulationen/Stimmungen zu vermeiden und abzuschwächen sowie angenehme Stimulationen/Stimmungen herzustellen und zu stärken.  Stimmungen sind den Menschen meist nicht bewusst. Stimmungsregulierung erfolgt automatisch und frei von reflexivem Denken.  Mechanismen der Stimmungsregulierung sind erlernt und basieren auf Erfahrungen. 
  • Mood Management (MMT) Zentrale Fragestellung: Warum greifen Menschen in bestimmten Stimmungen zu spezifischen Medienangeboten? 
  • Mood Management (MMT) Unterschiede zwischen Stimmung und Emotion Tabelle 10/44
  • Mood Management (MMT) Stimmung 1. Individuen sind stets bestrebt, aversive bzw. unangenehme Stimulationen/Stimmungen jeglicher Art zu vermeiden und zu beenden oder ihre Intensität zu verringern. 2. Individuen sind gleichermaßen bestrebt, belohnende und angenehme Stimulationen/Stimmungen aufrechtzuerhalten oder ihre Intensität zu verstärken.  3. Individuen versuchen, interne und externe Faktoren/Stimuli so zu arrangieren, dass unangenehme, aversive Stimmungen minimiert und angenehme Stimmungen maximiert werden. 4. Je stärker das Stimmulationsarrangement auf externe Stimuli begrenzt ist, desto mehr organisieren Individuen ihre Umwelt ständig dergestalt um, dass unangenehme, aversive Stimulationen/Stimmungen bestmöglich minimiert werden und angenehme Stimmungen/ Stimulationen bestmöglich maximiert werden. 
  • Mood Management (MMT) Strategien (Arten und passende Beispiele) kognitive Strategie Verhaltensstrategie Aktive, passive Wahl
  • Mood Management (MMT) Medien (Passive Wahl) Medien ermöglichen es den Menschen, aufwandsarm Erfahrungen mit allen möglichen Stimuli zu sammeln. Von Bedeutung bei der Minimierung aversiver Stimulationen/Stimmungen sind mediale Unterhaltungsangebote wie Musik, Comedy, Drama und Sport. 
  • Mood Management (MMT) Medien (Passive Wahl) Kriterien a.) Erregungspotenzial b.) hedonistische Valenz (Wertigkeit)c.) semantische Affinität zum aktuellen Zustand des Mediennutzer/-innend.) Absorptionspotenzial 
  • Mood Management (MMT) Empirische Belege 1. Studie von Bryant/Zillmann (1984) Laborexperiment Inwiefern regulieren Menschen ihre Stimmung durch Medienangebote?  1. Gruppe - anspruchslose Aufgaben - Folge: Langeweile - „exciting programs“ - Regulation der Herzfrequenz 2. Gruppe- anspruchsvolle Aufgaben - Folge: Stress- „relaxing programs“ - Regulation der Herzfrequenz Die aufregenden Filme wurden von den gelangweilten Versuchspersonen ausgiebiger genutzt als von den gestressten Versuchspersonen. 
  • Mood Management (MMT) Empirische Belege 2. Studie von Zillmann/Hezel/Medoff (1980) experimentelle Studie Inwiefern regulieren Menschen ihre Stimmung durch Medienangebote?  Aufgabe:Schätzen Sie anhand der 20 Fotos den emotionalen Ausdruck der abgebildeten Menschen ein!  1. Gruppe positives Feedback mehr Comedy 2. Gruppe neutrales Feedback 3. Gruppe negatives Feedback weniger Comedy
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  • Mood Management (MMT) Empirische Belege 3. Studie von Knobloch/Zillmann (2002) Laborexperiment Inwiefern regulieren Menschen ihre Stimmung durch Medienangebote?  Befunde: Proband/-innen in schlechter Stimmung verwendeten von den zehn Minuten mehr Zeit für die energetisch, fröhlichen Songs.  Gleichzeitig schalteten sie weniger zwischen den Musikoptionen hin und her. 
  • Mood Management (MMT) Empirische Belege Folgefrage Nach den Grundüberlegungen der MMT dürften keine negativen und belastenden Medienangebote - also zum Beispiel auch keine traurige Musik - genutzt werden, denn wie sollten sie zu einer Unterstützung einer positiven Stimmung oder zum Kompensieren negativer Stimmungen beitragen?  Affective-Disposition-Theorie:negative Situationen, jedoch Plot meist positiv.  High-Sensation-Seeking:starkes Erregungspotenzial wird als sehr angenehm empfunden. Soziale Vergleichsprozesse:Soziale Abwärtsvergleiche können für eine angenehme Stimmung sorgen. 
  • Mood Management (MMT) Kritische Reflexion der MMT Stimmungsverbesserungen treten nicht immer ein.  Stimmungsverbesserungen gehen nur mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen einher.  Unangenehme Stimmungen werden nicht immer reguliert.  Wenn Stimmungsregulation betrieben wird, dann nicht stets zwecks Verbesserung der Stimmung  Die genutzten/selektierten Medien haben oft andere Eigenschaften als es die MMT prognostiziert.  MMT dürfte daher unterspezifiziert sein und nur einen Teil der Stimmungsregulierung durch Medien erklären. 
  • Mood Management (MMT) Besonderheiten der Sportrezeption -  Struktur, Häufigkeit und Intensität -  Sozio-/Mit-Emotionen -  Symmetrische Mit-Emotionen (z.B. Mitfühlen bei Niederlagen) -  Asymmetrische Mit-Emotionen (z.B. Schadenfreude) -  Spannungserleben durch Unsicherheitsgefühl 
  • Mood Management (MMT) Modell des Erregungstransfers (nach Zillmann 1996) 30/44
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Zuschauerpräferenz 1.  Durch welches Programmprofil kann ein möglichst großes Publikum angesprochen werden? 2.  Es kann davon ausgegangen werden, dass bei anspruchsvoll- kritischen sowie HSG-Programmen lediglich kleinere Publikumsmengen erreicht werden. 3. Höchste Einschaltquoten bei Mischung von Unterhaltungs-Anteilen und Anteilen von Informations-, Bildungs- und Ratgebersendungen. 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Nichtintentionale Gewalt: = alle Formen von Unfällen oder Unglücken, die nicht aus menschlichen, zielgerichteten Verhalten resultieren 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Intentionale Gewalt = jede Gewalthandlung, die Folge einer absichtlich herbeigeführten Aktion ist alle Formen von Unfällen oder Unglücken, die nicht aus menschlichen, zielgerichteten Verhalten resultieren 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Die mediale Aufbereitung von Gewalt im Sport -  Dominanz von Gewalt unter Sportlern -  Gewaltszenen wird ein besonders hoher Stellen- und Unterhaltungswert zugewiesen.  -  Tendenz zur Skandalisierung -  Problematischer Umgang mit den Begriffen „Aggressivität“ und „aggressiv“ -  Doppelmoral und Heuchelei/Pilatus-Syndrom -  Die Grenzen von (Un-)Fairness verschwimmen -  Unfairness wird teilweise legitimiert -  Ursachen werden kaum hinterfragt -  Trend zur Verharmlosung von Gewalt 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Wirkung von Gewalt Katharsis-Hypothese: = Mediale Gewalt hat eine reinigende Wirkung.  Inhibitions-Hypothese: = Je realistischer die medial vermittelten Gewaltdarstellungen dem Rezipienten erscheinen, desto eher wird eine Angst vor Gewalt und Aggression aufgebaut.  Stimulations-Hypothese: = Konsum von Gewalt in den Medien Bereitschaft zu gewalttätigem Handeln.  Habitualisierungs-Hypothese: = Fortwährender Konsum von Gewalt bewirkt eine ständige Verringerung der Sensibilität von Gewalt.  Hypothese der Wirkungslosigkeit der Medien:= Bislang konnte keine empirische Studie zweifelsfrei einen direkten oder indirekten Einfluss gewalttätiger Berichterstattung der Medien auf das Verhalten der Rezipienten nachweisen. 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Einzelbefunde zur Wirkung von Gewalt in der Sportberichterstattung Brown/Bryant/Comisky (1977) Brown/Bryant/Comisky (1977): These:Sportjournalisten konstruieren Realitäten, indem sie das Sportereignis durch ihre Kommentierung verkürzt und dramatisch darstellen. Methode:In Laborexperimenten wurde der Einfluss des Fernsehsport- ausgewählter Zuschauer gemessen.  Befunde: 1. Das normale Eishockeyspiel mit einem die (nicht vorhandene) Härte im Spiel überbetonenden Kommentar wurde von den Versuchspersonen als „roher“ eingeschätzt, als alle anderen drei Versionen, einschließlich des rohen Spiels mit „harmlosen“ Kommentar. 2. Je heftiger und gewalttätiger ein Spiel dargestellt wurde, desto größer war der Unterhaltungswert für die Zuschauer.  Fazit:Der Kommentar bestimmt eher als das Bild die Vorstellung von der Realität beim Rezipienten. 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Einzelbefunde zur Wirkung von Gewalt in der Sportberichterstattung Beentjes et al. (2002): = Einfluss des TV-Kommentars auf die Bewertung aggressiver Fouls im Fußball nachgewiesen. Dieser Effekt zeigt sich in besonderem Maße bei Kindern: Aggressive Fouls im Fußball werden von Kindern als deutlich aggressiver wahrgenommen, wenn der Kommentator das aggressive Geschehen verbal aufbauscht und dramatisiert.  = Eine emotionale, unsachgemäße Kommentierung kann unsoziales Verhalten freisetzen.  Bryant et al. (2000); Sullivan (1991): = Auch in weniger aggressiven Sportarten (z.B. Tennis) lässt sich der Einfluss des TV-Kommentars auf die Bewertung aggressiver Handlungen feststellen.  Schweitzer et al. (1992): = Gewaltberichterstattung im TV-Sport hat einen signifikanten Einfluss auf das Erleben gewalttätiger Handlungen außerhalb des Sports.  Brosius/Tullius (1993): = Dramatisierende Titelformulierungen werden als wichtiger erachtet, vor allem hinsichtlich künftiger Problementwicklungen.
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Resümee Gewalt in der Sportberichterstattung wurde bisher in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung kaum als eigenständiges Forschungsfeld thematisiert.  Die wenigen Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigen, sind meist relativ alt und die hieraus resultierenden Befunde können kaum auf die Gegenwart der massenmedialen Sportberichterstattung übertragen werden.  Mögliche Wirkungen von Gewalt in der Sportberichterstattung auf die Rezipienten sind bisher nicht wissenschaftlich fundiert untersucht.  Erste Einzelergebnisse weisen auf bedeutsame Wirkungen innerhalb und außerhalb des Sports hin.  Ein reflektierter Umgang mit Gewalt in der Sportberichterstattung ist somit für Sportjournalisten ein wichtiger Aspekt. 
  • Gewalt in der Sportberichterstattung Resümee Gewalt in der Sportberichterstattung wurde bisher in der kommunikationswissenschaftlichen Forschung kaum als eigenständiges Forschungsfeld thematisiert.  Die wenigen Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigen, sind meist relativ alt und die hieraus resultierenden Befunde können kaum auf die Gegenwart der massenmedialen Sportberichterstattung übertragen werden.  Mögliche Wirkungen von Gewalt in der Sportberichterstattung auf die Rezipienten sind bisher nicht wissenschaftlich fundiert untersucht.  Erste Einzelergebnisse weisen auf bedeutsame Wirkungen innerhalb und außerhalb des Sports hin.  Ein reflektierter Umgang mit Gewalt in der Sportberichterstattung ist somit für Sportjournalisten ein wichtiger Aspekt.