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SMK 2 (Subject) / Media 1 (Lesson)
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- Definition der Medienökonomie Das Erkenntnisobjekt der Medienökonomie sind die wirtschaftlichen Zusammenhänge auf Medienmärkten und in Medienunternehmen
- Warum eine wirtschaftliche Betrachtung von Medien? - Medien sind ein wachsender Wirtschaftsfaktor - Medien sind in ein System ökonomischer Beziehungen eingebettet - Die Möglichkeit professionellen Journalismus zu betreiben, erfordert Geld - Bis auf die europäische Erscheinung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind alle Medien traditionell private Wirtschaftsunternehmen - Medien repräsentieren einen „eigenständigen Institutionentypus“ (Saxer)
- Medienökonomie Was wird untersucht? Bei der Analyse der ökonomischen Bedingungen des Journalismus stehen die ökonomischen Grundfunktionen im Mittelpunkt: - die Produktion, - die Distribution (Verteilung, Vertrieb) und - der Konsum von Medien und Medieninhalten. Medienökonomie untersucht, wie die Güter: - Information, - Unterhaltung, - Verbreitung von Werbebotschaften in aktuell berichtenden Massenmedien produziert, verteilt und konsumiert wird.
- Medienökonomie Konzentration auf die aktuell und journalistisch berichtenden Medien - Zeitung, - Zeitschrift, - Hörfunk - Fernsehen - Internet
- 2. Medienprodukte sind Kultur- und Wirtschaftsgüter. Schaubild **28/47 (1)
- 3. Medienprodukte sind Erfahrungs- und Vertrauensgüter - Erfahrungsgut: Beurteilung der Qualität ist erst nach dem Kauf möglich - Vertrauensgüter sind weder vor noch nach dem Kauf hinsichtlich ihrer Qualität beurteilbar
- 4. Die Qualität von Medienprodukten ist schwer zu erfassen Informationsasymmetrien Unterschiedliche Qualitätskriterien (Publizistische) Qualitätsmängel für den Rezipienten oft nicht sichtbar Adverse Selektion:(= Prozess, bei dem Akteure mit wünschenswerten Eigenschaften aus dem Marktprozess ausscheiden und vorrangig solche Teilnehmer verbleiben, deren Eigenschaften als negativ zu bewerten sind. Vorgänge dieser Art können zum teilweisen oder vollständigen Marktzusammenbruch führen.)
- 5. Medienprodukte unterliegen keiner physischen Abnutzung Ein Gut hat den Charakter eines öffentlichen Gutes, - wenn es ohne Rivalität von allen Nachfragern konsumiert werden kann (Nicht-Rivalität) - wenn ein Ausschluss vom Konsum nicht möglich ist (Nicht-Ausschluss) - Nicht-Rivalität im Konsum liegt dann vor, wenn ein Gut von vielen Personen gleichzeitig konsumiert werden kann, ohne dass der Konsum einer Person den Konsum anderer Personen beschränkt.Bsp. Saubere Umwelt, Sicherheit, Straßenbeleuchtung, Fernsehprogramme - Nicht-Ausschluss liegt vor, wenn potenzielle Konsumenten nicht von der Nutzung des Gutes ausgeschlossen werden können - auch dann nicht, wenn sie keinen Beitrag zur Finanzierung des Produktes leisten (Trittbrettfahrer). Bsp. Straßennutzung, Nutzung der Rundfunkprogramme
- 6. Medienprodukte sind durch ihre Digitalisierbarkeit leicht zu reproduzieren - Sekundärmarktwettbewerb, der die originären Anbieter unter Druck setzt
- 7. Bei Netzwerkprodukten entstehen Größenvorteile auf der Nachfrageseite Bei direkten Netzwerkeffekten steigt der Wert eines Netzwerkes mit der Zahl seiner Nutzer.
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- 8. Medienunternehmen und Medienprodukte erfüllen eine öffentliche Aufgabe - Informations- und Bildungsfunktion - Sozialisations- und Kontrollfunktion - Hohe gesellschaftliche Verantwortung - unterliegen besonderen Rechten und Pflichten
- 9. Medienprodukte sind teilweise meritorische Güter - Meritorische Güter sind Güter, die vom Konsumenten in einem Ausmaß konsumiert werden, das nicht dem Ausmaß entspricht, das die politischen Entscheidungsträger für wünschenswert halten Meritorische Güter: Bildung, Gesundheit Demetorische Güter: Drogen, Alkohol
- 10. Medienunternehmen produzieren externe Effekte Externe Effekte sind unmittelbare Auswirkungen der ökonomischen Aktivitäten eines Wirtschaftssubjektes, die vom Verursacher nicht berücksichtigt werden und, im Gegensatz zu anderen ökonomischen Transaktionen, zwischen den Beteiligten keine Rechte auf Entgelt oder Kompensation begründen Wirkungen auf unbeteiligte Dritte (Drittwirkungen)z.B. Umweltschäden, die bei der industriellen Produktion anfallen Beispiele für externe Effekte im Medienbereich: - Auswirkungen der Sportberichterstattung auf Transfermarkt und Vereinsentwicklung bis hin zu Standortentscheidungen und zur konjunkturellen Entwicklung. - Auswirkungen der Sportberichterstattung auf Sportlerkarrieren, sportpolitische Entscheidungen und Fanverhalten.
- 11. Medienprodukte sind meist unteilbar und zeitelastisch im Konsum. Unteilbar, da Kinofilme, Zeitungen oder Magazinbeiträge als Ganzes angeboten werden. Zeitelastisch, da sie nach dem Konsum üblicher Weise deutlich an Wert verlieren.
- 12. Der kulturbedingte Kontext von Medienprodukten schränkt deren kommerzielle internationale Verwertbarkeit ein. Oftmals sind starke Sprachbarrieren vorhanden. Die kulturellen Grenzen sind umso höher, je stärker das Medienprodukt auf die Alltagssituation der Rezipienten zugeschnitten ist (= Cultural Discount).
- 12. Der kulturbedingte Kontext von Medienprodukten schränkt deren kommerzielle internationale Verwertbarkeit ein. Oftmals sind starke Sprachbarrieren vorhanden. Die kulturellen Grenzen sind umso höher, je stärker das Medienprodukt auf die Alltagssituation der Rezipienten zugeschnitten ist (= Cultural Discount).