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Einführung Soziologie (Subject) / VL 9 Sozialer Wandel (Lesson)

Soz. Wandel vs. soz. Differnzierung, soz. Differnezierung, soz. Wandel

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  • Soz. Differenzierung Soz. Differnzierung: langfristige Entwicklungen, die zu einem tiefgreifenden Wandel der Gesellschaft führen Idee d. gerichteten Wandels Grundlage: Maximierung d. Nutzens in Austauschprozessen paradigmatisches Beispiel: Arbeitsteilung (Produktion auf Spezialisten mit "spezif. Humankapital" augeteilt) Generalisierung: Arbeitsteilung in soz. Bez. (zb. Haushalt, Lerngruppen) Modernisierung "Komparativer Vorteil": Arbeitsteilung sinnvoll, wenn Interaktionspartner best. Tätigkeiten jeweils besser können als die Anderen (bzw. "Güter günstiger produzieren können")
  • Funktionale Differenzierung Arbeit erfüllt best. Funktionen, die eigenständig (unabh. v. handelnden Personen) betrachtet werden können (Modelle v. Handlungsabläufen) historisch: Jagen-Sammeln > geplante Organisation (Landwirtschaft) Ausdifferenzierung: langfristig, ungeplant, evolutionär (zb. Trennung Politik-Wirtschaft) Binnendifferenzierung: geplante Ausdifferenzierung funkt. Bereiche > Koordination u. Planung v. Handlungsabläufen durch Verbände (zb. Differenz. v. Gremien einer Orga.)
  • Evolution Import aus Biologie > Anpassung v. Systemen an Umweltbedingungen Variation v. Systemen (Biologie: Genotypen) Selektion der am besten angepassten Stabilisierung d. angepassten Systemtypen (Biologie: Gattungen; Soz. Bsp: Verbände) Beispiel: evolutionäre Herausbildung Kleinfamilie Ausdifferenzierung: Politik, Relilgion., Wissenschaft, Wirtschaft Binnendifferenzierung: Funktionsbereich spezif. Nutzenmaximierung Planbarkeit d. Binnendiff. mindert Zufälligkeit evolut. Anpassung Konflikt mit anderen Funktionsbereichen möglich (Produktionsmaximierung vs. Umweltziele)
  • Planbarkeit v. soz. Prozessen (Spencer vs. Durkheim) Spencer: Soz. Differenzierung ungeplant v. inkohärenter Homogenität zu kohärenter Heterogenität Stammesgesellschaften: ähnlich, aber einzeln > (evolutionäre soz. Diff.) > Moderne Gesellschaft: unähnlich (spezialisiert), aber zusammenhängend (Kooperation, Arbeitsteilung) Durkheim: Ähnliche Beschreibung d. Entwicklung, aber unterschiedl. Einschätzung Gefahr soz. Differenzierung: Anomie (Wertesysteme nicht mehr integriert, Normabweichung) Individualisierung schwächt Bindungen, Gefahr d. Desintegration > nötig: Sozialstaat, moralische Erziehung, Berufsverbände (planbare Sozialisation)
  • Modernisierung Modernisierung = gelungene soz. Diffenzierung Probleme: Spezialisierung u. Entfremdung  > Individualisierung, mehr Wahlmöglichkeiten Individuum = Substrat sich überlagernder soz. Kategorien > Rücknahme von Binnendiffernzierung (zb. Arbeitsgruppen in d. Produktion)  Ausdifferenzierung (Staatssozialismus)
  • Sozialer Wandel Soz. Wandel = zeitliche Veränderung einer Struktur in der Gesellschaft  Veränderung v. Aggregaten meist auf Ebene Nationalstaat Beispiele: Altersstruktur (Pyramide > Zwiebel), Familienstruktur, Berufsstruktur (primärer > sekundärer > tertiärer Sektor), Bildungsexpansion durch Aggregation indiv. Handlungsweisen Diffusion techn. Innovationen
  • Wertewandel (soz. Wandel) Ronald Inglehart: Wertewandel in modernen Gesellschaften Ausgangspunkt: Hierarchische Anordnung v. Bedürfnissen > 1. basale Bedürfnisse (Selbsterhaltung) > 2. höhere (Selbstverwirklichung)  Mangelhypothese: Gesellschaftl. Wohlstand prägt Einstellung d. Menschen Mangel > materialistische Einstellung (Befriedigung basaler Bedürfnisse) Wohlstand > postmaterialistische Einstelllung (zb. Freiheit) Sozialisationshypothese: Nach 20. Lebensjahr ändert sich Einstellung nicht mehr
  • Erklärung soz. Wandels (Alters-, Perioden-, Kohorteneffekte) Periodeneffekt: Ereignis/Prozess, das/der zu/über einem best. Zeitpunkt/-raum stattfindet, löst Wandel aus und betrifft alle Menschen in gleicher Weise Bsp.: Ölpreise, Klimawandel, techn. Neuerungen Kohorteneffekt: Alle Personen d. gleichen (Geburts-) Kohorte weisen ähnl. Verhaltensweisen auf (Sozialisation, gemeins. Restriktionen) > Verhalten ändert sich mit Geburtsablösung Alterseffekt: Menschen ändern Verhaltensweisen über die Zeit  gleiche Altersgruppen - ähnl. Verhalten; versch. Altersgruppen - untersch. Verhalten Verhalten ändert sich im Alterungsprozesss, Wandel basiert auf Lebenszyklus indiv. Änderung, aber wiederholt > kein Wandel d. Gesellschaft
  • Identifizierung d. Effekte Problem: Im Querschnittsdatensatz Effekte nicht unterscheidbar  Lösung: Längsschnittuntersuchungen Beispiel: Untersuchung v. Personen zu unterschiedl. Zeitpunkten > Unterscheidung Altersgruppe u. Kohorte Aber Effekte nicht alle 3 gleichzeitig identifizierbar man kann nicht Personen beobachten, die gleichzeitig aus unterschiedl. Altersgruppen, Kohorten u. Perioden stammen: Kohorte + Periode = Alter
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