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WiWi Nürnberg (Subject) / UuU (Lesson)

Unternehmer und Unternehmen (WS14/15)

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  • Welche Stakeholder kann ein Unternehmen haben? Eigenkapitalgeber, Fremdkapitalgeber, Gesellschaft, Staat, Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten
  • Was sagt die Koalitionstheorie aus? Ein Unternehmen ist in einer Koalition mit seinen Stakeholdern und kann nur überleben, wenn es deren Ansprüche erfüllen kann.
  • Welche Organe umfasst die Struktur einer Aktiengesellschaft? Hauptversammlung, Aufsichtsrat, Vorstand
  • Aus welchen Personen setzt sich der Aufsichtsrat einer AG zusammen? 1. aus Hauptversammlung gewählt  2. Mitarbeitervertreter
  • Welche Rollen können Menschen im Unternehmen einnehmen? Eigentum - Führungskompetenz - Matrix hohes Eigentum, hohe Führungskompetenz: Unternehmer hohes Eigentum, niedrige Führungskompetenz: Gesellschafter niedriges Eigentum, hohe Führungskompetenz: Manager niedriges Eigentum, niedrige Führungskompetenz: Mitarbeiter
  • Nenne 5 der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands. BMW, Audi, Volkswagen, Lufthansa, Porsche, Daimler, Google, Bosch, Adidas, Siemens, PwC, Deutsche Bank, BASF, Apple, McKinsey...
  • Welche Anforderungskriterien haben potentielle Mitarbeiter an Unternehmen? absteigend in Wichtigkeit: Weiterbildungsmöglichkeiten, Aufstiegschancen, Branche, Sicherheit, Bezahlung, Image, Sozialleistungen, Internationalität
  • Welche Einflussfaktoren auf die Leistung von Mitarbeitern gibt es? Information, Training, Motivation (Organisation und Personalmanagement & Führung und Führungsleitbild)
  • Welche Wirtschaftsbereiche gibt es und welcher dieser entwickelt sich in den letzten Jahrzehnten in Deutschland stetig? Dienstleistungen, Handel und Verkehr, Baugewerbe, Produzierendes Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft Dienstleistungen nehmen einen immer größeren Anteil ein (2013 über 50%).
  • Welche Besonderheiten und Arten von Dienstleistungen gibt es? Besonderheiten: Einbindung des Kunden, nicht lagerfähig, hohe Qualitätsunsicherheit Arten: Berührbar (tangible) und Unberührbar (intangible), die auf Menschen oder Objekte gerichtet sein können
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  • Was ist ein High-Involvement-Prozess? Kaufprozess, bei dem das Gekaufte sehr wichtig für mich ist (finanziell oder emotional, wie z. B. Auto) -> Gegenteil Low-Involvement-Prozess
  • Wie ist das Grundmuster eines Kaufprozesses? 1. Stimuli: Aktivierung aus kommerziellen Quellen (Preis, Eigenschaften...) oder sozialen Quellen (Familie, Milieu...) 2. Psychische Faktoren: Motivation, Emotion, Einstellung 3. Kognition: Aufmerksamkeit, Wissenserwerb, Problemlösung -> Reaktion: Kauf/Nicht-Kauf
  • Welche primärdatenbasierten Formen der Marktforschung gibt es? Beobachtung (Kunden beim Einkauf zuschauen, Müll von Kunde untersuchen...) Experimente (Pepsi-Test, Testmärkte) Panel (GfK RetailScan...) Befragungen (Tiefeninterviews mit Kunden, mündliche, telefonische etc.)
  • Welche Ziele verfolgt die Marktforschung? Identifikation und Gewichtung der Kundenbedürfnisse Verstehen des Informations- und Einkaufsverhaltens Erkennen von Veränderungen der Bedürfnisse und des Verhaltens
  • Wieso scheiterte New-Coke? fehlende Validität: Nutzungsverhalten wurde nicht abgebildet (also wie viel Cola/Pepsi konsumiert wird und welchen Einfluss dies auf den Konsum hat)
  • Welche drei Schritte umfasst der Prozess der Marktsegmentierung? 1. Kriterien der Segmentierung 2. Segmentierungsmatrix erstellen 3. Segmentanalyse durchführen -> Auswahl des Zielmarktes
  • Von welchen Faktoren hängt der Markenwert/das Markenpotenzial ab? (Brand Potential Index von Esch/Geus) Kaufabsicht, Markenbekanntheit, Markenpreisakzeptanz, Einzigartigkeit, Markensympathie, Markenvertrauen, Markenidentifikation, Bereitschaft zur Weiterempfehlung, Markenloyalität -> spiegelt sich in der Einschätzung und im Verhalten der Kunden wieder
  • Nenne 3 deutsche Marken, die zu den wertvollsten der Welt zählen. Mercedes, BMW, SAP, VW, Siemens, Audi
  • Wie kann man den Markenwert am einfachsten berechnen? Marktwert des Unternehmens - Wert physischer Vermögensgegenstände
  • Welche verschiedenen Markenarchitekturen gibt es? 1. Einzelmarkenstrategie (z. B. Ferrero) 2. Dachmarkenstrategie (z. B. BMW) 3. Familienmarkenstrategie (z. B. Beiersdorf)
  • Nenne die 4 P's. Product/Produkt (welche Produkte?) Price/Preis (zu welchem Preis?) Placement/Distribution (über welche Kanäle?) Promotion/Kommunikation (wie werbe ich für sie?)
  • Was ist das Ziel der Produktgestaltung? einen einzigartigen Nutzen für die Kunden zu schaffen (Beispiel: BMW vs. Dacia)
  • Welche Möglichkeiten für Werbung (Promotion) wurden in der Vorlesung besprochen? Guerilla Marketing (überraschend, rebellisch, effizient, ansteckend, unkonventionell, spektakulär) Product Placement Markenkombination Testimonials (bekannte Person spricht sich für Produkt aus)
  • Wie kann der Zusammenhang zwischen Zielen und Erfolgen beschrieben werden? 1. Ziele formulieren (Ziel ist zukünftiger Sollzustand) 2. Maßnahmen durchführen (Maßnahmen schaffen einen Istzustand) -> Erfolg, wenn die verfolgten Ziele erreicht wurden
  • Nenne 3 mögliche Unternehmensziele. Wachstum (Amazon) Gewinnsteigerung (Samsung) Marktführerschaft (Adidas) Kundenloyalität (Mitsubishi) -> Wiederkaufswahrscheinlichkeit Gesellschaftliche Verantwortung tragen (BMW Aidsbekämpfung)
  • Woraus leiten sich die Ziele eines Unternehmens ab? aus den Interessen seiner Anspruchsgruppen (Koalitionstheoretische Sicht des Unternehmens) -> Haupt-/Nebenziele können sein: konkurrierend, komplementär, neutral
  • Auf welchen Wegen können Unternehmen wachsen? Wachstumswege: Marktdurchdringung, Marktentwicklung, Produktentwicklung, Diversifikation
  • Welche Formen des Wachstums gibt es? Wachstumsmöglichkeiten: Interne Entwicklung (organisches Wachstum, innerhalb eines Unternehmens) Gemeinsame Entwicklung (Kooperation von mehreren Unternehmen) Externe Entwicklung (Akquisition, Kauf von Unternehmen)
  • Welche Typologien von Akquisitionen gibt es? horizontal: 2 Wettbewerber, 2 Produzenten (Gleiche Produkte/Märkte) vertikal: Lieferant - Produzent (Kunden-Lieferanten-Beziehung) konglomerat: keine besondere Beziehung (z. B. Google und Nest)
  • Welche Vor- und Nachteile haben Akquisitionen? Vorteile: Geschwindigkeit, Wissen/Ressourcen, Steuern sparen, Markteintrittsbarrieren überwinden Nachteile: unflexibel (hohe Investitionen!), Kultur/Integration
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  • Welche Vor- und Nachteile hat Internes Wachstum? Vorteile: Flexibilität (geringere Investitionen), Kultur/Integration (keine Integrationsprobleme) Nachteile: langsam, wenig Wissen/Ressourcen, Markeintrittsbarrieren vorhanden
  • Was lässt sich über den Erfolg von Akquisitionen sagen? meistens kein Erfolg für Aktionäre des akquirierenden Unternehmens -> Aktionäre des akquirierten Unternehmens können hingegen profitieren!
  • Welche Kosten und welche Kostenvorteile können durch eine Akquisition anfallen? Kosten: Akquisitionsprämie, Integrationskosten Kostenvorteile/Nutzen: Restrukturierung, Synergie
  • Welche Rechenwerke gibt es? Welcher Zweck, welche Rechengrößen und welcher Saldo kann ihnen zugeordnet werden? Kalkulatorische Ergebnisrechnung: Grundlage für die Führung des Unternehmens (intern!), Leistung und Kosten (betriebliche Güter), Betriebsergebnis (Gewinn) Finanzrechnung: Sicherstellen der Zahlungsfähigkeit und Optimieren des Finanzmitteleinsatzes, Ein-/Auszahlungen, Zahlungsmittelsaldo Bilanzielle Ergebnisrechnung: Information Außenstehender über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, Ertrag und Aufwand (alle Güter), Jahresüberschuss (Gewinn)  
  • Was ist EBIT und EBITDA? EBIT = Gewinn vor Zinsen und Steuern EBITDA = Gewinn vor Zinsen und Steuern und auch vor Abschreibungen
  • Was wird bei einer Bilanzpressekonferenz erläutert? die Situation des Unternehmens anhand von Zahlen
  • Aus was setzt sich das Externe Rechnungswesen zusammen? dem Jahresabschluss, der sich wiederum aus Bilanz (Vermögen), GuV (Ertrag/Aufwand) und der Kapitalflussrechnung (Ein-/Auszahlung) zusammensetzt
  • Wie ist die Gewinn-und Verlustrechnung (GuV) strukturiert? Umsatzerlöse - Umsatzkosten = Bruttoergebnis Bruttoergebnis - Vertriebs-und Verwaltungskosten - Forschungs- und Entwicklungskosten +/- Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen = Betriebsergebnis/EBIT EBIT +/- Finanzergebnis = EBT (Ergebnis vor Steuern) EBT - Ertragsteuern (T) = Jahresüberschuss / EAT
  • Was sind Insolvenzgründe? - Bestehende oder drohende Zahlungsunfähigkeit (Finanzwesen wichtige Informationsquelle zur Vermeidung) - Überschuldung
  • Wie funktioniert die direkte Ermittlung des Cash-Flow? Einzahlungen - Auszahlungen = Cash-Flow
  • Wie funktioniert die indirekte Berechnung des Cash-Flow? Erträge - Aufwendungen = Jahresüberschuss Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Veränderungen der Rückstellungen = Cash-Flow (+/- Zahlungsüberschuss aus Investition und aus Finanzierung = Free Cash-Flow)
  • Warum erfolgen die Korrekturen bei der indirekten Cash-Flow-Berechnung? - Aufwand (Ertrag), der nicht in den Perioden seiner Verrechnung zu Auszahlungen (Einzahlungen) führt - Abschreibungen führen zu Aufwand, aber nicht zu Auszahlung -> mindern JÜ und müssen wieder addiert werden
  • Wie ist die Bilanz strukturiert? links: Vermögen/Aktiva (Mittelverwendung): Anlagevermögen und Umlaufvermögen rechts: Kapital/Passiva (Mittelherkunft): Eigenkapital und Fremdkapital
  • Was bewirkt ein positiver Jahresüberschuss (GuV) in der Bilanz? Erhöhung der Gewinnrücklage auf der Passiva-Seite (Eigenkapital)
  • Welche Auswirkungen kann Verlust (Ertrag < Aufwand) auf die Bilanz haben? 1. Verlust < Eigenkapital: Eigenkapital und Vermögen werden verzehrt 2. Verlust > Eigenkapital: Vermögen kleiner als Fremdkapital (Überschuldung!)
  • Wie heißen die drei größten Ratingagenturen? Standard & Poor's, Fitch, Moody's
  • Was ist ein Rating? - Bewertung der Zahlungsfähigkeit (Kreditwürdigkeit) von Unternehmen/Staaten - Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeit von Forderungen anhand von festgelegten Kriterien - Cash-Flow wichtig (Zins- und Tilgungszahlungen aus Cash-Flow) - Einschätzung durch Ratingagenturen (Unternehmen)
  • Welches ist das einzige große Unternehmen, das kein Rating braucht? Apple -> brauchen kein Rating, da nicht auf Fremdkapital angewiesen
  • Für welche Größe ist ein Rating vorallem wichtig? Höhe der Kapitalkosten ist abhängig vom Rating (Risikoaufschläge haben in den letzten Jahren stark zugenommen!)
  • Welche Dimensionen der Kennzahlenanalyse gibt es und was sind ihre Grundlagen? Vermögensanalyse, Kapitalanalyse, Ergebnisanalyse, Liquiditätsanalyse, Investitionsanalyse Relative Zahlen/Quotienten sind aussagekräftiger als absolute Zahlen Die Analyse basiert immer auf einem Vergleich (Zeit, Soll/Ist, Wettbewerber) Die Ergebnisse müssen interpretiert werden