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STEP 1 (Subject) / Einführung in das kommunikationswissenschaftliche Denken (Lesson)
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- Was sind die Perspektiven der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft? Die PKW beschäftigt sich mit soz. Bedingungen, Folgen und Bedeutung von öffentlicher, privater und massenmedialer Kommunikation.
- Zentrale Perspektiven der PKW? 1. Produktionsprozess 2. Verarbeitungsprozess 3. Rezeptionsprozess
- Wissenschaftliches Denken heißt? Die Wirklichkeit aus einem bestimmten Blickwinkel betrachten
- Was sind die Ebenen der Öffentlichkeit? 1. Encounterebene (spontane Öffentlichkeit) 2. Themenöffentlichkeit (Organisationsgrad) 3. Medienöffentlichkeit
- Was sind die Vorteile von Netzöffentlichkeit? 1. Jeder kann öffentlich kommunizieren 2. keine Abgeschlossenheit des Publikums 3. Vielfältigkeit ( one-to-one, many-to-many, one-to-many)
- Was ist eine ubiquitäre Präsenz? = von überall zu sehen, überall sein. Wie z.B. die Berichterstattung von 9/11
- Was ist massenmediale Öffentlichkeit? Massenmediale Öffentlichkeit ist keine Präsenzöffentlichkeit. Massenmeidiale Öffentlichkeit hat keine Abgeschlossenheit des Publikums. Massenmediale Öffentlichkeit ist von überall zugänglich.
- Zeichen: Arten und Beispiele (Burkat 46ff) Zeichen Definition:Ein Zeichen ist eine materielle Erscheinung, der eine Bedeutung zugeordnet (worden)ist. (Das Zeichen deutet auf etwas hin, das von ihm verschieden ist.)Prinzipiell sind 2 Arten von Zeichen zu unterscheiden. 1.Künstliche Zeichen 1.Natürliche Zeichen
- Was sind natürliche Zeichen? Natürliche Zeichen:Natürliche Zeichen sind nicht zum Zweck der Kommunikation entstanden. Sie existieren unabhängig davon – als natürliche Prozesse. Kausale Verursacher dieser Zeichen sind die Objekte, auf die sie hinweisen. Beispiele für natürliche Zeichen:Der „Hof um den Mond“ ist ein Zeichen für Wetterverschlechterung – ein Zeichen,das durch die meteorologischen Bedingungen selbst verursacht wird.Rauch ist ein Zeichen für Feuer – und wird durch das Feuer selbst verursacht.Erröten ist ein Zeichen für Scham oder Verlegenheit– und wird durch das Gefühl derVerlegenheit ausgelöst.
- Was sind künstliche Zeichen? Künstliche Zeichen:Künstliche Zeichen sind eigens zum Zweck der Kommunikation entstanden bzw.geschaffen worden. Beim menschlichen Kommunikationsprozess sind es in der Regelsog. „konventionelle Zeichen“ (ihre Bedeutung ist das Resultat einer sozialenÜbereinkunft, einer Vereinbarung zwischen Menschen). Konventionelle bedeutet dasVorhandensein einer „gesellschaftlichen Konvention“– das Zeichen gilt alsoallgemein, muss nicht von den konkreten Personen für die konkrete Situationvereinbart worden sein. Davon zu unterscheiden sind „ikonische Zeichen“, die nichtvereinbart wurden, sondern dem Gegenstand ähneln, auf den sie verweisen (z.B.Fotos, realistische Gemälde, Zeichnungen, Landkarten). Beispiele für künstliche Zeichen:Ein künstliches Zeichen ist etwa ein Wort: So hat die Aneinanderreihung derLautzeichen / Buchstaben T – i – s – c – h die Bedeutung „Tisch“. DieseAneinanderreihung wurde zielgerichtet zum Zweck derzwischenmenschlichenKommunikation gebildet und vereinbart. Auch das Handzeichen eines Polizisten ist in gewissem Sinn ein künstliches Zeichen, da sich eine Gruppe von Menschen (Verkehrsteilnehmer) auf die Bedeutung geeinigt hat. Aber Achtung: Dieses Handzeichen ist zugleich ein Signal (s. weiter unten)
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- Erkläre das Signal. Ein Zeichen ist dann ein Signal, wenn seine Funktion unmittelbar auf das Verhaltenanderer Lebewesen einwirken soll, eine Reaktion bzw. Aktivität hervorrufen soll. Sogesehen ist das Handzeichen eines Polizisten ein Signal (prüfungsrelevant!). ImTierreich signalisiert etwa der Schwänzeltanz der Biene eine „Handlungsanweisung“an andere Bienen
- Was ist ein Symbol? Symbole repräsentieren etwas, haben eine Vertretungsfunktion. Sie treten anstelle desRepräsentierten auf. Die Zeichenfolge T-i-s-c-h symbolisiert den Tisch. Die Fahnerepräsentiert einen Staat, eine Gemeinschaft von Sportlern. Das Missachten der Fahnesymbolisiert damit die Missachtung der repräsentierten Gemeinschaft.
- Zentrale Merkmale der Kommunikatonsrevolution? Digitalität: zentraler Wandel, Digitalisierung, elektronisch hoch elaboriert Interaktivität: Interaktion zwischen zwei Menschen.Selbst Medien generieren z.B. Web-Blogs Omnipräsenz: räumlich und zeitlich immer und überall abrufbar
- Kommunikationswissenschaftliches Denken ist das Nachdenken über ... ... über die sozialen, ethischen und kulturellen Bedingungen,Bedeutungen und Folgen medialer, öffentlicher, organisationsbezogener und interpersonaler Kommunikation... über die gesellschaftlichen Wandlungsprozesse in den Kommunikationsverhältnissen... das sind z.B.: Globalisierung, Individualisierung, Medialisierung,Digitalisierung, Ökonomisierung, Visualisierung
- Öffentlichkeit laut Habermas Zentral für das entstehen von Öffentlichkeit ist die prinzipielle Unabgeschlossenheit des Publikums.
- Öffentlichkeit lt Neidhart. Öffentlichkeit entsteht dort, wo ein Sprecher vor einem Publikum steht und dessen Grenzen nicht kennt.
- Medien erster Ordnung: Sind die Infrastruktur, eröffnen die Möglichkeiten der Vermittlung, des Speichernsbzw. Abrufens von Mitteilungen. Sie sind „Technik mit Potentialität“, ermöglichenMedien 2. Ordnung. Beispiele: Telefon, Faxgerät, CD, Internet-Infrastruktur.
- Was sind Medien zweiter Ordnung? Medien zweiter Ordnung: Institutionalisierte Kommunikatoren nutzen die Medien erster Ordnung, die technischen Mittel zur Herstellung und Verbreitungvon Inhalten. Sie setzen sie zur Selektion, Strukturierung und Präsentation von Aussagen im Hinblick auf ein Publikum.Standardbeispiel: Das Internet ist ein Medium 1. Ordnung, ist technische Infrastruktur, durch die ein Medium 2. Ordnung entsteht (etwa eine Online-Zeitung, eine Forumsdiskussion).
- Universalität Eine der 4 Eigenschaften der Kommunikation nach Klaus Merten bedeutet, dass Kommunikation in viele Bereiche des menschlichen Lebens hineinreicht, und dass der Begriff Kommunikation in diversen wissenschaftlichen Soziologie, Theater- Film und Medienwissenschaft etc.
- Profanität lt Klasu Merten: Kommunikation ist etwas banales und findet im täglichen Leben statt, also eine gewohnte tägliche Erscheinung.
- Nachrichten-Wert-Theorie lt. Östgaard. 1. Einfachheit der Nachricht 2.Identifikation 3. Sensationalismus Erweiterung dieser 3 Faktoren erfolgt durch Faktorendimension lt. Schulz
- 3 nominative Ansprüche von Öffentlichkeit Offenheit Diskursivität Wirksamkeit
- Arten von Öffentlichkeit Encounterebene Themenöffentlichkeit Medienöffentlichkeit
- Formalobjekt Untersuchungsperspektive
- Was ist ein Materialobjekt? Ist der Untersuchungsgegenstand. Ist ein Gegenstnd der bereits existiert, bevor sich die Wissenschaft damit beschäftigt.
- Was fällt unter den Begriff Wissenschaft? Forschung Erkenntnis und Theorie Sammlung und Dokumentation Lehre und Weitergabe von Wissen Institutionen Wissen soll für die Gesellschaft wichtig sein
- Kommunikatives Handeln ist ... Kommunikatives Handeln ist ein reziproker Prozess (wechselseitig) = bewusstes Handeln bzw. bestimmtes mitteilen
- Soziales Handeln? = intensional =menschliche Kommunikation
- 1. Was ist Interdisziplinär? 2. Was ist Transdisziplinär? 1. über den Disziplinen 2. zwischen den Disziplinen
- Was sind Nachrichtenfaktoren? = Kriterien zur Selektion und Verarbeitung von Nachrichten = journalistische Hypothesen über die Realität
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- Was ist "News Bias"? bias= engl. für Verzerrung = systematische Messabweichung
- Mit welcher Frage begann die moderne Kommunikaionsforschung? Wie kommt Verständigung zustande? Eine Mitteilung hat einen Informationsgehalt und einen Bedeutungsgehalt Der Informationsgehalt ist variabel= Neuigkeitswert Ber Bedeutungsgehalt ist konstant= Sinn
- Was ist die Komplementaritäts Hypothese? Das Fehlen einer Nachricht wird durch eine andere Nachricht kompensiert.
- Erkläre Interaktion. Interaktion ist die Wechselbeziehung zwischen zwei oder mehreren Größen. Soziale Interaktion= wechselseitiges Geschehen.
- Was ist ein Nachrichtenfaktor? Nachrichtenfaktoren sind Kriterien zur Selektion und Verarbeitung von Nachrichten.
- Was sind Medien lt. Saxer? Medien sind komplexe Kommunikationskanäle von speziellen Leistungsvermögen.
- Definiere Wissenschaft Wissenschaft ist der gesamte Bestand des nach logischen Sachverhalten geordnete Wissen.
- Wann ist ein Werk kompilatorisch? kompilatorisch: unschöpferisch Aus anderen Werken zusammengestellt.
- Was ist die koperinikanische Perspektive? Medien können die Wirklichkeit nicht wirklich abbilden. Journalisten zeichnen eine angenommene Wirklichkeit.
- Nenne die journalistischen W's Wie? Was? Wann? Wo? Wieso? Warum?
- Was besagt die Additivitätshypothese? Je mehr Nachrichtenfaktoren zutreffen, desto höher ist die Chance auf Veröffentlichung.