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Informationsdesign (Subject) / 3.VO (Lesson)

Informationsdesign, Schrift

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  • Diskutieren Sie die Relevanz von Informationsdesign für Translator*innen und unter Bezugnahme auf den Zirkel des Informationsdesigns. Zirkel des Informationsdesigns: Informationsangebot -) wahrnehmen -) verstehen -) speichern -) abrufen -) anwenden Informationsdesign ist für die Translation relevant, weil es darum geht Kommunikationsprodukte so aufzubereiten, damit sie die Performanzziele erreichen. Das Kommunikationsproblem wird analysiert und Ziele in Bezug auf die Lösung des Problems aufgestellt. Das prozessorientierte Gestalten steht im Mittelpunkt: Informationsdesign gibt Ordnung und Struktur, es wandelt unstrukturierte Rohdaten in brauchbare Informationen um, um so Verständlichkeit zu schaffen.
  • Was ist Paläografie? Palögrafie ist die Lehre von alten Schriften. Teilt Schrift ein in: -) Buchschriften (Kennzeichen: Regelmäßigkeit, Betonung der Einzelbuchstaben) -) Gebrauchs- und Geschäftsschriften (Kennzeichen: Verbindung der Buchstaben)
  • Ab dem 12. Jahrhundert geht der deutschsprachige Raum einen Sonderweg in der Schriftentwicklung. Was ist das Besondere daran? Aus der Karolinguischen Minuskel entwickelte sich im deutschsprachigen Raum ab dem 12. Jahrhundert die Gotische Schrift. Das Besondere daran ist, dass nun eine Brechung der Rundungen stattfand. Die gotische Minuskel war eine gebrochene Schrift mit einem Vierliniensystem (= Buchschrift). Die gotische Kursive war die Gebrauchs- und Geschäftsschrift. Zunehmende wirtschaftliche und verwaltungstechnische Bedürfnisse haben die neue gotische Kursive hervorgebracht, die als Kanzlei- und Kurrentschrift bis ins 20. Jahrhundert andauerte.
  • Bestimmen Sie, um welche Art von Schrift es sich bei den folgenden Beispielen handelt. 1.Schriptschriften (kursiv, wie geschrieben) 2. Serifenlose (ohne Hackerl an Enden) 3. Monospace Schriften (ohne Groß und Klein) 4. Serifenschrift (mit Hackerl) 5. Gebrochene Schrift (gebrochene Rundungen)
  • Nennen Sie drei Erscheinungsformen der Handschrift und erklären Sie diese. Handschrift: praktisch unbegrenztes Zeicheninventar. Drei grundsätzliche Erscheinungsformen: -) idiografisch: individuell geprägt, mit großer Variationsbreite im Schriftbild der einzelnen Buchstaben -) normgerecht: Schul-, Lern-, Verkehrs-, Kanzlei- und Urkundenschrift (z.B. deutsche Kurrent), individuelle Züge sollen auf ein Minimum beschränkt bleiben -) kalligrafische Schrift: für repräsentative Zwecke mit der Breitfeder oder dem Pinsel gezeichnet, individuelle Unterschiede des Schriftbildes eines Buchstaben tendieren gegen Null.
  • Was charakterisiert "stehende" Schriften? Welche Schriften zählen dazu? Stehende Schriften stehen auf einer Grundlinie (Schriftlinie). Als Leserichtung hat sich "links nach rechts" durchgesetzt. Alle Schriften des griechischen Schriftkreises (Griechisch, Lateinisch, Kyrillisch).
  • Was haben wir heute von der Schrift der Phönizier? Die Phönizier entwickelten ca 1200 v.Chr. die erste ausgebildete Silbenschrift. Alle Konsonanten wurden durch einfache Schriftzeichen dargestellt. Aus der Silbenschrift entwickelte sich die Konsonantenschrift, daraus dann die Alphabethenschrift.
  • Geben Sie einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Schrift. Die Schrift entwickelte sich, um über Raum und Zeit hinweg mit anderen Menschen kommunizieren zu können. Außerdem wollte man Buch führen, z.B. Listen über Rohstoffe, Arbeiter, etc. Die älteste Schrift ist die der Donauzivilisation (5300 v.Chr.) Vorstufen der Schrift: möglichst realistische Abbildungen von Objekten an Höhlenwänden. Je komplexer die Sprache und je komplexer das Denken, desto komplexer musste auch die Schrift werden, um diese Gedanken festzuhalten und zu überliefern. Bilderschriften (so getreu wie möglich) z.B. Mesoptamien --> Wortbilderschriften (Vereinfachung) --> Bildhaftigkeit verschwindet ganz --> Begriffsschrift (Rebus-Prinzip) Vollentwickelte Schriften: -) Phönizische Schrift: erste ausgebildete Silbenschrift -) Griechische Schrift: wird um Vokale erweitert (alle Laute), ohne Wortzwischenräume -) Capitalis monumentalis (Römer): Geburtsort der Serifen, Interpunktion zwischen den Wörtern - Capitalis quadrata, Capitalis rustica, Curisva (echte Handschrift) -) Uniziale - runde Form -) Halbuniziale - Teilung in Ober-, Mittel- und Unerlängen. -) Karolingische Minuskeln - neue, gut lesbare Schrift          -) Deutschsprachiger Raum: Gotische Schriften (Brechung der Rundung), Textura, Fraktura (von Adolf Hitler abgeschafft)          -) Restliches Europa: Rotunda, Antiqua, humanistische Kursive (Schreibschrift)
  • Geben Sie je ein Beispiel (nennen Sie den Namen) für a) eine gebrochene Schrift b) eine Groteskschrift c) eine Serifenschrift d) und erklären Sie, was diese Schriften unterscheidet. Groteskschrift: Serifenlose, besitzt keine Serifen. Arial Monospace Schriften – besitzt eine feste Zeichenbreite, nichtproportionale Schrift. Courier New Serifenschriften – Feinen, die einen Buchstabenschrift am Ende abschließen. Times New Roman Scriptschriften - wie individuell geschrieben. Freestyle Script Gebrochene Schriften – Bögen der Buchstaben sind gebrochen, Knick im Bogen - Fraktur
  • Ab wann zirka schreiben wir im deutschsprachigen Raum mit jenen Zeichen, die wir auch heute noch verwenden? erklären Sie woher, unsere heutigen Buchstaben stammen Phönizische Schrift: 1200 v.Chr - Konsonanten 600 v.Chr. Griechische Schrift - Vokale
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  • Was sind Mediävalziffern und wofür werden sie verwendet? Mediävalziffern haben Ober- und Unterlängen und fügen sich daher besser in den Fließtext ein.