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Informationsdesign (Subject) / 1. VO (Lesson)
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- Definieren Se die additive Farbmischung und geben Sie ein Beispiel für deren Anwendung. Bei der additiven Farbmischung wird der vom Auge empfundene Farbeindruck durch das Hinzufügen eines jeweils anderen Farbreizes verändert. Farbreize werden kombiniert und ergeben so einen neuen Farbreiz. Werden z.B. die drei Primärfarben Rot, Grün und Blau gleichmäßig addiert, entsteht die Farbempfindung weiß.
- Definieren Sie die subtraktive Farbmischung und geben Sie ein Beispiel. Durch das Mischen der Farben Cyan, Magenta und Gelb kann jede andere Farbe hergestellt werden (Primärfarben). Die Primärfarben absorbieren vom einfallenden Licht alle Farbanteile, außer die, in deren Farbe man sieht. Das restliche Farbe bildet eine Mischfarbe. Beispiel: in der Druckerei.
- Erklären Sie, wie die Wahrnehmung des Menschen funktioniert und zeigen Sie Anwendungsbereiche für das Informationsdesign auf. Die Wahrnehmung des Menschen erfolgt durch die Sinnesorgane. Ich nehme aufgrund der Informationsflut nur das wahr, was für mich relevant ist. Es findet eine selektive Auswahl statt, um die sensorischen Eingangsinformationen organisieren und interpretieren zu können. Wir nehmen also nur das wahr, was für mich als Mensch wichtige Merkmale der Umwelt sind. Wir nehmen aber auch Informationen wahr, ohne uns ihrer bewusst zu sein (subliminale Reize = unterschwellig). Dies sollte im Informationsdesign berücksichtigt werden, weil zu viele Informationen auf Webseiten zum Beispiel nicht aufgenommen werden können.
- Erklären Sie das Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley. Arbeitsgedächtnis = Kurzzeitspeicher. Der sensorische Input gelangt in den Episodischen Puffer, wo die Informationen verknüpft werden und dann in die Zenrale Exekutive geschleust werden. In der Zentralen Exekutive wird die Aufmerksamkeit auf etwas Bestimmtes gerichtet werden. Die Informationen gelangen dann entweder in die Phonologische Schleife oder in den Visuell-räumlichen Notizblock. In der Phonologischen Schleife werden sprachliche Informationen in phonologischer Form abgespeichert (geschichtliche Daten). Im Visuell-räumlichen Notizblock weden visuelle und räumliche Infos geseichert (wo genau etwas stand im Buch). Die Informatonen werden dann von der Zentralen Exekutive ins Langzeitgedächtnis geschleust.
- Erklären Sie, wie Farbensehen beim Menschen funktioniert. Farbensehen erfolgt in zwei Phasen. Wie in der trichromatischen Theorie beschrieben, tritt die Lichtfarbe in das Auge ein. Die Zapfen der Retina für Grün/Rot/Blau reagieren in unterschiedlichen Abstufungen auf verschiedene Farbreize. Diese Signale werden dann vom Nervensystem auf dem Weg zur Sehrinde durch die Gegenfarbenzellen verarbeitet (Nachdem die visuelle Information die Rezeptoren verlässt, wird sie in Bezug auf die Gegenfarben Rot und Grün, Blau und Gelb, Schwarz und Weiß analysiert. In der Retina und im Thalamus werden manche Zellen zum Beispiel durch Rot gehemmt und durch Grün stimuliert.
- Erklären Sie das Konzept der selektiven Aufmerksamkeit. Die selektive Aufmerksamkeit ist ein Konzept, um die Wahrnehmung zu organisieren. Sie ist abhängig von der physischen Kapazität (Blickfeld, Hörbereich, Geschmacksknospen, etc.) und kognitiven Aufmerksamkeitsprozessen (Entscheidung des Menschen, einem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken). Wir können unser Bewusstsein auf einen bestimmten Reiz konzentrieren, wie etwa beim Cocktailparty-Effekt (=Selektives Hören, bezeichnet die Fähigkeit des menschlichen Gehörsinns, wenn viele gleichzeitig sprechen, nur die Worte des Sprechers wahrzunehmen, und die der anderen auszuschalten).
- Was ist die schemabedingte Aufmerksamkeit? Ein Schema ist ein inneres Abbild, das ein Mensch von einer Kategorie, einem Konzept oder einem Erfahrungszusammenhang hat (z.b. Vogel- Amsel, nicht etwa Pinguin). Neue Erfahrungen werden anhand bereits erworbener Schemata interpretiert. Alles was nicht dazu passt, wird nicht wahrgenommen.
- Wie funktioniert das dreidimensionale Sehen? Unsere Augen liegen etwa 6 cm auseinander. Die Bilder, die die jeweilige Retina bekommt, sind unterschiedlich. Das Gehirn vergleicht die beiden Bilder und den Unterschied zwischen den Bildern (=retinale Disparität). Das liefert einen wichtigen Hinweisreiz für den relativen Abstand zwischen den verschiedenen Objekten (binokulare Hinweisreize). Hersteller von 3-D-Filmen überbetonen und simulisieren die retinale Disparität, in dem sie eine Szene mit 2 Kamperas aufnehmen, die mehr als 10 cm voneinander entfernt sind.
- Was ist die sensorische Adaption? Die sensorische Adaption ist, dass die Fähigkeit, ein Signal wahrzunehmen, nach 30 min nachlässt, je nach Art der Aufgabe, Tageszeit und Übung. Die sensorische Adaption ist also eine abnehmende Empfindlichkeit auf einen Reiz. Zum Beispiel: Badeteich, kaltes Wasser, länger drinnen, gar nicht mehr so kalt. Die Sensibilität wird verringert. Der Vorteil ist, dass man sich auf informative Veränderungen in der Umgebung konzentrieren kann.
- Was löst Vergessen aus? Vergessen ist der Verlust von im Gedächtnis gespeicherten Informationen und Erinnerungen. Vergessen kann entweder auf die Unfähgikeit des Abrufens, auf eine tatsächliche Veränderung/Verlust physiologischer Effekte, ausgelöst durch: -) Verletzungen des Gehirns (Amnesie) -) Theorie des Spurenzerfalls (Fading) - Zusammenhang zwischen vergangener Zeit und Abrufgenauigkeit -) Verzerrungstheorie (Distorsion) - Augenzeugen ergänzen Details -) Verdrängungstheorie (Freud) - angstauslösende Inhalte wollen nicht mehr erinnert werden -) Inferenztheorie: beim Lernen von neuen Inhalten drängen sich alte inzwischen -) Versagen beim Abruf von Hinweisreizen - Schwierigkeit beim Abrufen, das eine vom anderen nicht unterscheiden zu können
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- Was versteht man unter der Größenkonstanz in der Wahrnehmung? Die Größenkonstanz ist dafür verantwortlich, dass wir Objekte als etwas wahrnehmen, das eine konstante Größe hat, auch wenn unser Abstand dazu variiert. Zum Beispiel: Auto am Ende der Straße wird als sehr kleines Bild wahrgenommen, wir wissen aber dass es so groß ist, wie ein Auto eben ist. Aus der wahrgenommen Größe können wir auf die Entfernung zum Objekt schließen. Objekte werden bei unterschiedlicher Entfernung immer als gleich groß wahrgenommenl, auch wenn sich die Bilder auf der Retina ändern.
- Nennen und beschreiben Sie die Teile des Langzeitgedächtnisses. Das Langzeitgedächtnis (permanenter Speicher) setzt sich zusammen aus: -) exzpliziten/deklarativen Gedächtnis - auf Fakten bezogen, kann sprachlich in Form von Aussagesätzen beschrieben werden. -) semantisches Gedächtnis: abstraktes Weltwissen. Paris = Hauptstadt F. -) episodisches Gedächtnis: Erinnerung ist an bestimmte Situation gebunden. Letztes Jahr war ich in Paris. -) impliziten/prozeduralen Gedächtnis: auf Handlungsabläufe bezogen, widersetzt sich häufig einer sprachlichen Formulierung, z.B. Rad fahren.
- Was sind Abrufhilfen? (retrieval clues) -) Priming: Assoziationen wecken (Fisch greift Schwimmer an, Bild von Hai vorstellen) -) Kontexteffekte: z.B. Prüfung im selben Raum schreiben, in dem die Vorlesung war. -) Stimmungskongruente Erinnerung: Tendenz sich an Erfahrungen zu erinnern, die mit der aktuellen Stimmung übereinstimmen Abrufhilfen sind kleine Stücke zusammenhängender Informationen die wir enkodieren, wenn wir einen Teil der Zielinformation verarbeiten, sie werden zum Teil eines Netzes abgespeicherter Assoziationen. Weckt eines dieser assoziierten Stücke unsere Aufmerksamkeit, ruft uns das die Zielinformation ins Gedächtnis.
- Was sind Maße für die Erinnerungsfähigkeit? = Maße für die Erinnerungsfähigkeit, Zurückgewinnung von Informationen. -) Abruf (Recall) - vorher gelernte Informationen müssen aktiv abgerufen werden, z.B. Lückentext ausfüllen -) Wiedererkennen (Recognition) - wie bei Multiple-Choice-Test müssen zuvor gelernte Items identifiziert werden -) Erneutes Lernen (relearning) - es wird erfasst, wie schnell bereits Gelerntes beim zweiten Mal gelernt wird, z.B. Sprache aus der Kindheit wieder auffrischen
- Nennen Sie die Gestaltgesetze und erklären Sie deren Zweck im Informationsdesign. Informationsdesign muss Organisation schaffen, um mit Informationsflut umgehen zu können. Wie erfassen wir Informationen? Unsere Wahrnehmung fasst zusammen, um zu ordnen. -) Gesetz der Ähnlichkeit -) Gesetz der Nähe -) Gesetz der Geschlossenheit -) Gesetz des Zusammenhangs -) Gesetz der Kontinuität
- Was ist die retinale Disparität und wofür wird sie in der Technik verwendet? Die retinale Disparität ist der Unterschied zwischen den zwei Bildern, die die Retina bekommt (weil Augen zwei cm auseinander liegen). = wichtiger Hinweisreiz für den relativen Abstand den Objekten. Technik: wird bei der Herstellung von 3-D-Filmen verwendet, simulieren und überbetonen die retinale Disparität, eine Szene wird mit zwei Kameras gefilmt, die 10 cm auseinander stehen. 2 Bilder die sich leicht unterscheiden (binokulare Hinweisreize)
- Nennen Sie die Grundfarben. Farbmittel zum mischen, um eine bestimmte Farbwahrnehmung zu erreichen. Dreifarbentheorie: Rot, Grün und Blau. Grundfarben des Mehrfarbendrucks: Gelb, Magenta, Cyan