Genderforschung (Subject) / 4a. Geschlechterrollen (Lesson)
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Von Rollen, Einstellungen, Stereotypen & Identitäten
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- Welche Ausgewählten Rollentheorien gibt es? Strukturfunktionalismus – Makroperspektive: Gesamtsystem institutionalisierte Subsysteme (Ehe/Familie, Bildungswesen, Wirtschaft/Arbeit, usw.) Individuen als Rollenträger – (soziale) Rollen als eine Art Schnittpunkt zwischen Individuum und Gesellschaft; Rollen sind gesellschaftliche Vorgaben für einzelne Individuen – Mit einer Rolle ist eine bestimmte gesellschaftliche Position und ein entsprechender Status (Macht) verbunden – Sozialisation und soziale Kontrolle als grundlegende funktionale Prozesse zur Erhaltung des Systems Geschlecht als Statusmerkmal
- Unterscheiden sie Werte, Normen und Rollen in unserem Leben. Werte: allgemeine, kollektiv geteilte Vorstellungen darüber, was die Mitglieder einer Gesellschaft für wünschenswert erachten. Normen: Regeln für akzeptiertes und erwartetes Verhalten in einer Situation (Muss-, Soll- und Kann- Normen) – Soziale Kontrolle Soziale Rollen: Normen für bestimmte Rollenträger_innen. Kulturell definierte soziale Positionen innerhalb einer Gesellschaft mit der eine Reihe von (Verhaltens-)Erwartungen verbunden sind.
- Was ist der Symbolische Interaktionismus? – das Individuum als „rollenspielende Person“ steht imVordergrund (Micro- und Mesoperspektive) – Gemeinsames soziales Handeln ist durch Orientierung an gemeinsam verbindlichen Mustern wechselseitiger Verhaltenserwartungen möglich – Grundannahme: rollenspezifische Muster können angenommen und abgelegt werden, Betonung des dynamischen Charakters sozialer Rollen – Role-taking und Role-making (aktives Gestalten) Jede Rolle beinhaltet Rollenzwänge wie auch Freiräume der Ausgestaltung (vgl. Lehrende_r, Studierende_r, Rekrut_in)
- Was sind Geschlechterrollen? Geschlechterrollen (gender roles) ... Verhaltensweisen, die in einer Kultur für ein bestimmtes Geschlecht (Mann oder Frau) als typisch oder akzeptabel gelten. Mit ihnen sind ganz spezielle Erwartungen (bzgl. Verhalten und Eigenschaften) verbunden (Alfermann 1996, Eckes 1997). Im Unterschied zu anderen Rollen (bspw. Eltern, Polizist_in) sind sie eher diffus Kritik des Rollenbegriffs, und -konzeptes: T endenz zur Vereinfachung, Verständnis von Geschlecht als übergeordnete Struktur verblasst
- Nehmen Sie Stellung zum Historischen Hintergrund. – Die bis dahin vorwiegend ländliche Agrargemeinschaft entwickelte sich zu einer von der Industrialisierung geprägten Ordnung – Industrielle Revolution leitete zahlreiche Modernisierungsprozesse ein (Fortschrittsgedanke, neue Leitwerte der bürgerlichen Gesellschaft) – Vom „ganzen Haus“ (Wirtschaftgemeinschaft, Arbeiterrollen) zum ‚bürgerlichen Familienideal’ (Geschlechterrollen). – Kern der industriegesellschaftlichen Geschlechterordnung: Trennung und Hierarchisierung der Sphären von Produktion (Erwerbsarbeit und Öffentlichkeit, bezahlt) und Reproduktion (Heim, Haushalt, Familie, unbezahlt). – Parallel dazu: Wandel der Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit (Vereinheitlichung). U.a. Neue Vorstellung von biologisch völlig unterschiedlichen Geschlechtern – Zunehmende DIFFERENZ auch in anderen Bereichen: Psyche (männlicher, weiblicher „Natur“), Aufgaben und Funktionen, usw. – Die seinerzeit ‚neuen‘ sozialen (Geschlechter-)Rollen fanden v.a durch Human- und Naturwissenschaften ihre Entsprechungen in den naturgegebenen „polaren Geschlechtercharakteren“ (Hausen, 1976, Bührmann, 2001) und stellen eine Spiegelung der Dissoziation von Erwerbs- und Familienleben dar. Merkmale der Geschlechtscharaktere: Aktivität, Rationalität, Kraft, Durchsetzungsvermögen, Selbständigkeit versus, Passivität, Emotionalität Hingebung, Geduld, Bescheidenheit, Anpassung
- Was sagte Jean-Jacques Rousseau über die Erziehung? Die Frau“ steht nun als Symbol des Guten und Schönen. Die Frau wird auf den Mann bezogen, durch seine Interessen definiert und begrenzt. „Werden Sie so stark ein Teil von ihm, daß er Sie nicht mehr entbehren kann und sich weit von sich selbst entfernt fühlt, sobald er Sie verläßt ... Denken Sie daran, daß, wenn Ihr Mann zu Hause glücklich lebt, Sie eine glückliche Frau sein werden.“ „...die Frau ist nicht mehr um ihrer selbst willen geschaffen, sondern dazu, zu gefallen und sich ihm zu unterwerfen“, dazu „sich dem Mann angenehm [zu] machen“, dazu, „dem Mann nachzugeben und sogar seine Ungerechtigkeiten zu ertragen“
- Wie wurden diese damals neuen Geschlechterrollen umgesetzt? Diese damals Geschlechterrollen umgesetzt in biographische Vorgaben und staatliche Regelungen. Sie wurden verankert im Bildungs- und Rechtswesen in Form von Gesetzen. So definierten sie den Lebensradius der Geschlechter. Die Geschlechterrollen blieben damit nicht nur Ideen und Leitbilder sondern erhielten eine reale Basis
- Was ist das Eindimensionale Geschlechterrollenmodell? Rational-instrumentelle Rolle – Aufgabenbezogene Funktionen – „Aktivität, Durchsetzung, Kraft und Verstand“ – Maskulinität (Männlichkeit) Expressive-interpersonelle Rolle – sozioemotional-unterstützende Funktionen – „Fügsamkeit, Bescheidenheit und Herz“ – Feminität (Weiblichkeit) Kritik: Annahme, dass die komplementären Rollen wichtig für das Funktionieren der Gesellschaft wären (Annahme einer Gleichgerichtetheit von sozialen Institutionen, Rollenormen und Persönlichkeit) Vernachlässigung von Status- und Machtunterschieden.
- Wie haben sich die Geschlechterrollen im 21. Jahrhundert verändert? Die Rolle der Frau hat sich im 20ten Jh. stärker verändert als diejenige des Mannes. Viele soziale Umgestaltungen haben zur Veränderung der sozialen Rolle der Frau beigetragen Zentrale Veränderungen ... Rechtliche Gleichstellung Geburtenkontrolle Höhere Lebenserwartung Mehr Bildungsmöglichkeiten Berufliche Partizipation Ökonomische Unabhängigkeit durch eigenes Geld Rollenvielfalt ist möglich
- Was sagt die Soziale Geschlechterrollentheorie aus? Eine beträchtliche Reihe von Untersuchungen haben gezeigt, dass stereotype Ansichten und damit die Wahrnehmung der traditionellen Geschlechterrollen ihre Wurzeln in 3 Merkmalen sozialer Struktur haben: 1. Die geschlechtliche Arbeitsteilung zwischen Versorger und Hausfrau (bezahlt vs. unbezahlt) 2. Die Zuordnung der Geschlechter zu männlich- und weiblich-dominierten Berufen 3. Die Geschlechterhierarchie in der Männer wahrscheinlicher als Frauen Rollen mit höherem Status (und Macht) einnehmen (Statushierarchie) Die Soziale Rollentheorie von Alice Eagly (1987) greift diese Momente auf. (Erweiterung zur Biosozialen Rollentheorie (Eagly und Wood, 2011)
- Unterschied zwischen soziales Handeln und Sozialer Wahrnehmung. Kern der Theorie: Soziales Handeln: Menschen (Männer/Frauen) handeln ihren sozialen Rollen und den damit verbundenen Erwartungen entsprechend. Soziale Wahrnehmung: Wir schließen vom beobachteten Rollenverhalten unmittelbar auf (stabile) Eigenschaften der Rolleninhaber_innen und vernachlässigen dabei den Einfluss der in der jeweiligen Situation verhaltenswirksamen Rollenanforderungen (fundamentale Attributionsfehler).
- Was sind Aspekte der Individualisierung? Individualisierung ...Prozess eines Übergangs von der Fremd- zur Selbstbestimmung (Ulrich Beck) – Auflösung und Veränderung industriegesellschaftlicher Lebensformen und damit verbundenen Strukturen (Klasse, Schicht, traditionelle Geschlechterrollen, Familie) – Die "Normalbiographie" wird zur "Wahlbiographie" bzw. "Bastelbiographie„ – Neue Chancen und neue Risiken Eigenverantwortlichkeit
- Was gibt es zu Milieu-Studien zu sagen? Soziale Milieus fassen ... Menschen zusammen, die sich in ihrer Lebensauffassung und Lebensweise ähneln, die also gleichsam subkulturelle Einheiten innerhalb der Gesellschaft bilden (Geißler, 2006, S.110) = „Gruppen Gleichgesinnter“ Sinus-Milieus® = System zur Segmentierung der Gesellschaft •Werte (Einstellungen zu Arbeit, Freizeit, Familie, Konsum, usw.) •Soziale Lage (objektive materielle und sozialräumlicheLage, Einkommen, Bildung, Beruf, usw.) •Lebensstil (Gewohnheiten, Routinen, usw.)
- Geschlechterverhältnisse befinden sich im Wandel, nehmen Sie Stellung. ... Wandeln sich Gesellschaften so wandeln sich auch Geschlechterverhältnisse: Geschlechterverhältnisse sind in Un- Ordnung geraten! (Blick auf Geschlecht als Strukturkategorie und Konfliktkategorie)... Vielfalt an Rollenmöglichkeiten sowie Verschmelzungen von Rollenbildern („Neue Rollenflexibilität“). Das soziale Geschlecht erodiert immer mehr das kultureller Geschlecht „blüht auf“ (Henning Bech) Es zeigt sich ein situativ dehnbares Patchwork von traditionellen und modernen Rollenbildern. Spannungsfeld: Wandel und Persistenzen Neue soziale Mischungen der sozialen Kategorien und ihren Auswirkungen in der zweiten Moderne: paradoxe Verhältnisse öffnen sich: Entgrenzungen, Leitbild = Proteische Persönlichkeit (Robert J. Lifton, 1993). Individuen sind nicht ohne Basiskategorien (Geschlecht, Alter, Ethnie, Klasse, Körper) denk- und erfahrbar (vgl. doing gender) Geschlecht als Statuskategorie nur unmittelbar erfahrbarer Widerspruch; Verdeckungszusammenhänge Mit der Vielfalt an Möglichkeiten wächst das Bedürfnis nach Orientierung, Sicherheit und Stabilität. Neue Herausforderung „Management der Grenzen“ und „Selbstorganisation“ (Keupp, 2010). Prinzip der Selbstorganisation: Es liegt an den/der Einzelnen, wie es gelingt, sich im Alltag zu behaupten. Veränderungen haben neue Gestaltungsräume eröffnet. Diese zwingen aber zugleich zu konsequenten individuellen Entscheidungen für Lebensformen, Selbst- und Beziehungskonzepte. Identitätsarbeit ist zu einem unabschließbaren Projekt geworden: Selbstgestaltung, Selbstdarstellung und Selbstmanagement:Geschlecht als Konfliktkategorie „Wer bin ich als Mann oder Frau in einer sozialen Welt, die geprägt ist durch Individualisierung, Pluralisierung und Globalisierung und wie verhalte ich mich?“ • Dominierende Botschaft: alles ist möglich! Jede_r ist seines_ihres Glückes Schmied_in. Gelingt dies nicht: werden gesellschaftliche Benachteiligungen als personale Probleme gekennzeichnet (Privatisierung der Geschlechterfrage) Was wir auf der Alltagsebene als private Bewältigungsprobleme erleben, weißt immer wieder auf Momente der strukturellen Ebene hin. - Neue Lebenslagen sind entstanden und entstehen, die mit neuen Konflikten einhergehen, u.a.: Überschätzung der Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten des Einzelnen: Privatisierung der Geschlechterfrage: Aushandlungsprozesse im Privaten, Rollenunsicherheiten, Rollenkonflikte und -stress, Verunsicherung, Überforderung und Orientierungslosigkeit - Männer und Frauen werden auf unterschiedliche Bewältigungsszenarien zurückgeworfen: Männer stehen tendenziell vor der Frage, wie sie trotz Externalisierungsdruck bei sich bleiben. Frauen stoßen im Rahmen ihrer Konstruktion des Frauseins immer wieder auf die Vereinbarkeitsfrage: Supermutti, Supermodel, Power-Karrierefrau und sexy Liebhaberin - Neue soziale Brennpunkte (gesellschaftliche Konflikt- und Problemlagen) aufgrund fehlender Ressourcen: wie Armut, Gewalt (Frauenhandel), Konflikte im Berufsleben (Gläserne Decke, Backlash Effekte), „CARE“-Thematik, Haushalts-“ARBEIT“ als Markt für weibliche Arbeitskräfte, Geschlechterverhältnis im Internet, usw.
- Wie hat sich das Männer Rollenbild verändert? Männer in Bewegung. Zehn Jahre Männerentwicklung in Deutschland. (Volz, Rainer & Zulehner, Paul, 2009) 1470 Männer zwischen 17 und 85 Jahren wurden nach ihrem Rollenverständnis als Mann befragt. Es ging dabei um Themen wie: Familie, Arbeit, Innenwelt (Sexualität, Leid, Gewalt) sowie Spiritualität und Kirche (Folgeuntersuchung der 1998 veröffentlichten Studien: Männer im Aufbruch) – ‚(Teil)Traditionelle Männer’ – 1998/2009 = 30%/27% – ‚Verunsicherte/suchende Männer’ – 1998/2009 = 29%/30% – ‚Pragmatische (balancierende) Männer’ – 1998/2009 = 24%/24% – ‚Neue/moderne Männer’ – 1998/2009 = 18%/19%
- Welche Ungleichheitsverhältnisse gibt es heute? Lebenslagen von Mädchen und Jungen sowie Männern und Frauen haben sich in den letzten 40 Jahren rasant verändert. Wie lässt sich soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern heute (in der zweiten Moderne) fassen? Soziale Ungleichheit: ungleiche Verteilung materieller oder immaterieller Ressourcen in einer Gesellschaft und die daraus resultierenden unterschiedlichen Möglichkeiten zur Teilhabe an dieser (Blick auf soziostrukturelle Ebene)
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- Wie steht es um Bildung / Beruf bei Frau und Mann? Bildung Großer Anstieg in der Bildung der Frauen, verlängerte Adoleszenz, Unterschiede in der Bildungswahl: Berufe mit mehr Status und Einkommen/Macht (Bildungsschere), lebenslanges Lernen Beruf/Erwerb Karrierepläne von Frauen und Männer nähern sich immer mehr anv.a. veränderte Karrierewünsche und -erwartungen von Frauen: horizontale Segregation (Frauen- und Männerberufe; Status und Ansehensveränderungen: bspw.: Friseur, Sekretär, Buchhalter, Grundschullehrer waren lange Männerberufe) und vertikale Segregation (Gläserne Decke); Vollzeit/Teilzeit//prekäre Arbeitsverhältnisse (gender time gap), Einkommensunterschiede (gender pay gap)
- Nehmen Sie Stellung zu Familie / Zweierbeziehung. Familie – Partnerschaft „Normalfamilie“ ist heute nur mehr eine Lebensform neben anderen. Pluralität von Lebensformen: Nicht-eheliche Lebensformen, Alleinerziehende, Bohnenstangenfamilien, Living-apart-together, DINKs (Double income no kids) – mehrheitlich Ent-Institutionalisiert Postfamiliären Familie: Familie ist dort wo Kinder sind (Beck-Gernsheim) Familie als „Balanceakt“, Aushandlungsprozesse serielle Beziehungen dominieren, abgewechselt von seriellem Single sein Zweierbeziehung (Rollen vorwärts – Rollen rückwärts) Rollen vorwärts und Rollen rückwärts, Beziehung als Gefühlsgemeinschaft, Ort der Identitätsfindung, teils hohe Ansprüche, gemeinsame Lebensthemen und -entwürfe Aushandlungsprozesse werden unabwendbar, Kommunikationsfähigkeit ist immer bedeutsamer.
- Wie steht es um die Elternschaft? • Elternschaft Diskussion um Kinderzahl (Demographischer Wandel), Elternschaft ist heute eine Option nehmen vielen anderen, Späte Elternschaft, Reproduktionsmedizin, Patchworkfamilien: soziale Elternschaft zugunsten biologischer Elternschaft) Elternschaft entwickelt sich zu einer zunehmend schwieriger zu bewältigenden Gestaltungsaufgabe mit hohen Erwartungen: Rollenvielfalt Mutterschaft und Vaterschaft zwischen Traditionalisierung und Modernisierung, Rollenkonflikte
- Zwischenfazit zu Geschlechterrollen. Wenngleich heute eine Rollenvielfalt beobachtbar ist, zeigen empirische Studien, dass Frauen und Männern nach wie vor mit stereotypen Erwartungen (Fürsorglichkeit/Tatkräftigkeit) konfrontiert sind. Zugleich finden sich strukturelle Unterschiede Chance / Risiko: Rollenvielfalt geht mit einer Vielfalt an Ressourcen einhergeht. Möglichkeiten können allerdings auch paralysierend wirken, weil es enorme Ressourcen erfordert, sich zwischen verschiedenen Alternativen rational zu entscheiden.
- Nehmen Sie Stellung zu Rollenkonflikten. Rollenkonflikte entstehen, wenn sich für eine/n Träger/in einer sozialen Rolle widersprüchliche Erwartungen der Bezugsgruppe ergeben. – Inter-Rollenkonflikt: Konflikt/Konkurrenz zwischen unterschiedlichen Rollen (bspw. Berufstätigkeit – Mutter) – Intra-Rollenkonflikt. Erwartungskonflikt innerhalb einer Rolle (bspw. Sexualität: Erfahrung und zugleich Zurückhaltung) – Rolle-Selbst-Konflikt. Erwartungskonflikt innerhalb einer Rolle (bspw. Vater fühlt sich in der Grenzensetzenden Rolle nicht wohl, da er persönlich ungern Grenzen setzt)
