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Allgemeine 2 (Subject) / Emotion und Motivation (Lesson)
VL Einführung
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- Emotion lat. „emovere“ -> herausbewegen z.B. Angst, Wut, Trauer, Ärger, Enttäuschung, Freude, Furcht, Scham, Mitleid… Das meiste ist recht leicht im Gesicht zu erkennen, bei manchen Emotionen gibt es Parallelen
- Motivation lat. „movere“ = bewegen Prozesse, die mit dem Setzen vo Zielen zu tun haben Prädeszisionale und postaktionale Handlungsphase Beschreibt Verhaltensbereitschaft (!!!!) Neutraler Begriff - oft nicht bewusst Motivation ist (wie alles zu gewissem Prozentsatz) genetisch veranlagt und durch die Umwelt geprägt (Hier kann man als Psychologe z.B. Einfluss nehmen
- Motiv relativ stabile Persönlichkeitseigenschaft, die beschreibt, wie wichtig einer Person eine bestimmte Art von Zielen ist Hunger, Leistungsmotiv, Machtmotiv, Neugier und Exploration, Sexualität Aber auch: Angst, Furcht oder Aggression (sind Emotionen, können aber auch zum Motiv für Motivation werden -> Ich will Angst vermeiden, deshalb bin ich bereit, das zu tun; ich bin aggressiv, deshalb handle ich…)
- Motivation und Emotion Zusammenhänge Ohne Motivation keine Emotion & Ohne Emotion keine Motivation ODER Emotion ist die Grundlage der Motivation & Motivation ist die Grundlage der Emotion Emotionen entstehen häufig im Zuge motivationaler Prozesse (z.B. Reaktion auf Erfolg/Misserfolg) Emotionen sind oft mit spezifischen Handlungen verbunden (bei Wut, Zerstörung…) Emotionen: Aktivierungsniveau wird erhöht, Energie wird freigesetzt (z.B. bei Bedrohungssituation, Freude…) Verhalten wird ermöglicht oder gehemmt bei Traurigkeit
- Zentrale Annahme Objekte/Ereignisse lösen nur dann Emotionen aus, wenn sie Für die persönlichen Belange der Person von Bedeutung sind (für meine Ziele, Bedürfnissen…) also motivational, d.h. im Bezug auf die Verhaltensbereitschaft relevant sind!! Ereignisse werden beurteilt, ob sie gut oder schlecht für unsere Ziele sind; dadurch werden Emotionen ausgelöst; ich überlege, ob es sich lohnt, für dieses Ereignis und die Emotion, die ich damit verbinde (z.B. Freude), gewisse Leistungen zu erbringen, d.h. bereit zu einem Verhalten zu sein!
- Wissenschaftliche Motivationspsychologie Unterschiedliches Verhalten wird mit wenigen, grundlegenden Motiven erklärt - Identifizierung von Prozessen, die zwischen Motiven, Motivation und Verhalten vermitteln - Hintergrund: Erklärung von absichtlichem, zielgerichtetem Handeln – keine unwillkürlichen Verhaltensweisen (Reflexe) oder physiologischen Vorgängen (Zittern)) - Ziel: Gemeinsamkeiten und allgemeine Prinzipien des Verhaltens von Personen aufzeigen/erkennen
- Motiv Nahrungsaufnahme Normalerweise: Die Nahrungsaufnahme wird vom Organismus reguliert; er erkennt das Bedürfnis nach Nahrung, initiiert und organisiert die Nahrungsaufnahme, überwacht die Nahrungsmenge und die Qualität, erkennt, wenn genug gegessen wurde Hunger wird bestimmt durch: Periphere Reaktionen Zentrale Reaktionen Psychologische Faktoren
- sinnesspezifische Sättigung Im Verlauf einer Mahlzeit löst sogar der Geschmack des Lieblingsessen keinen Enthusiasmus mehr aus Verringerung des „Mögens“ kann eine mögliche Form der Regulation der Nahrungsaufnahme sein gilt für das konkrete Nahrungsmittel, das gerade gegessen wird Eine Vielfalt an Geschmacksrichtungen (z.B. Buffet oder Mehrgängemenü) wirkt dieser Sättigung entgegen
- zentrale Reaktionen Ernährung Es gibt Körpersysteme (z. B. Hypothalamus), die Beginn und Ende von Nahrungsaufnahme steuern - nötige Informationen werden aus der Blutbahn gewonnen (Zucker und Fett).
- psychologische Reaktionen Bedürfnis nach Nahrung nicht nur von Signalen des Körpers abhängig sondern Kulturelle / soziale Aspekte, z.B.: -Essenszeiten (Man isst, auch wenn man keinen Hunger hat) -Anzahl der Mahlzeiten -Art der Speisen -Menschen versuchen, über Folgen des Essverhaltens Kontrolle auszuüben (z.B. Diät machen, schlank sein wollen)
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- Warum werden Menschen übergewichtig? Vererbung und Umwelt -> Es spielt eine große Rolle, wie die Person über ihr Essverhalten oder das Essverhalten im Allgemeinen denkt! ignorieren übergewichtige Menschen die Hinweise ihres Körpers, wenn Essen da ist, und essen einfach? Nein, denn Übergewicht kann nicht eindeutig das Essverhalten vorhersagen Es gibt gezügelte Esser und ungezügelte Esser (untersucht/definiert nach Polivy & Herman 1975) Beide können dünn wie übergewichtig sein
- Volition Strategien, motivationales Verhalten in zielgerichtetes Verhalten umzusetzen Umsetzung von Motiven in Handlung Prozess der Selbststeuerung erfordert Überwindung von Handlungsbarrieren durch Willenskraft präaktionale und aktionale Phase
- Selbstregulation bewusste & unbewusste psychische Vorgänge, mit denen Menschen ihre Aufmerksamkeit, Emotionen, Impulse & Handlungen steuern neutraler Umgang mit Gefühlen & Stimmungen (Emotionsregulation) Fähigkeiten, Absichten durch zielgerichtetes & realitätsgerechtes Handeln zu verwirklichen (Selbstwirksamkeit)
- Homöostase Gleichgewichtszustand eines offenen, dynamischen Systems durch einen intern regelnden Prozess Spezialfall von Selbstregulation von Systemen
- Rubikonmodell der Handlungsphasen Handlungsverlauf als ziel von vier zeitlich aufeinanderfolgenden Aufgaben Wahl eines potenziellen Ziels aus einer Vielzahl von Wünschen Das Planen der Umsetzung dieses Zieles Dem Ziel entsprechende Handlungen Das Bewerten der Konsequenzen, die bisherige Handlungen mit sich brachten
- Zielintention Absicht erwünschte Endzustände Ziel im langfristigen Sinne
- Durchführungsintention Vorsatz Pläne, die die Realisierung von Zielintentionen unterstützen Wenn-Dann-Pläne
- Effekte von Vorsätzen Kontrolle von unerwünschtem Verhalten Fördern erwünschtes Verhalten
- Potentielle Kosten von Vorsätzen Verhaltensrigidität Verminderung der Selbstregulierungskapazität durch vorsatzgeleitetes Zielstreben Rebound-Effekt: Unterdrückung durch Vorsatz kann Gedanken/ Gefühle/ Handlungen verstärken
- Ziel der Motivationspsychologie unterschiedliches Verhalten wird mit grudsätzlichen MOtiven erklärt Identifizierung von Prozessen, die zwischen Motiven, Motivation und Verhalten vermitteln Erklärung von absichtlichem, zielgerichtetem Handeln (keine Reflexe, physiologische Reaktionen) Gemeinsamkeiten und allgemeine Reaktionen vom Verhalten von Menschen aufzeigen
- Emotionen als rudimentäres Motivsystem das der internen und externen Kommunikation von motivationalen Sequenzen dient
- Motivation Definition ausführlich Verbalisierung des Schaubildes Die Motivation einer bestimmten Person, ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, hängt von situativen Anreizen, persönlichen Präferenzen und deren Wechselwirkung ab. Die resultierende Motivationstendenz ist zusammengesetzt aus den verschiedenen (nach dem persönlichen Motivprofil) gewichteten Anreizen der Tätigkeit und sowohl der internen , die Selbstbewertung betrefenden, als auch von externen Folgen.
- Handlungsintentionen Planungsphase, Rubikonmodell Setzen von Zielen alleine ist nicht ausreichend für die Realisierung erwünschter Anliegen Zielintention (Absicht) Durchführungsintention (Vorsatz)
- Kontrolle von unerwünschtem Verhalten Hemmung automatischer Aktivierung von Stereotypen Ablenkung während komplexer Aufgaben Kontrolle von impulsiven Handlungen Kontrolle negativer Emotionen nachteilige Kontexteinflüsse werden ausgeblendet
- Fördern erwünschtes Verhalten Nutzen von Vorsätzen bessere Verfügbarkeit von Argumenten Teilnahme Vorsorgeuntersuchungen Durchführung Prophylaxe und Sport
- Rubikonmodell Bewerten Postaktional Deaktivierung des Zugrunde liegenden Ziels Resultat: Bewertung des Erreichten (Vergleich) & Neubewertung von Erwartung und Wert bezüglich Zielintention
- Handeln Rubikonmodell Aktional Ausführung des Handlungsplans Resultat: Erfolgreicher Abschluss des Handelns - Erreichung des Ziels
- Rubikonmodell Planen Präaktional Wie kann das Ziel realisiert werden? Pläne von zielfördernden Handlungen Pläne: Vorsätze oder Durchführungsintentionen Fiattendenz: Verbindlichkeitscharakter von Zielen Resultat: Handlungsplan
- Rubikonmodell Abwägen Prädeszisional Entscheiden für bestimmtes Anliegen Abwägen: Wünschbarkeit und Realisierbarkeit: kann man das gewünschte Ereignis durch eigenes Handeln herbeiführen? spielen situative Einflüsse eine positive oder negative Rolle? Wie positiv/negativ können die Konsequenzen sein? Wie hoch ist W`keit, dass sie eintreten? Endresultat: Zielintention