Neuro (Subject) / Neuropsychologie (aus Praktische Neurorehabilitation) (Lesson)

There are 19 cards in this lesson

Kapitel 4.2

This lesson was created by loewi.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • Was umfasst alles der Begriff kognitive Störungen? Störungen der - Aufmerksamkeit - Wahrnehmung -Lernen und Gedächtnis - Exekutivfunktionen
  • Aufmerksamkeit - was ist das? Verschiedene Subkomponenten, die aus automatisierten Prozessen (Hirnstamm- und Mittelhirn) und Prozessen zur Steuerung und Aufrechterhaltung der Aufmerksamkeit (Kortex). Besonders wichtig für Aufmerksamkeit ist parietaler und fronatler Kortex und bestimmte Bereiche des Thalamus.
  • verschiedene Aspekte der Aufmerksamkeit (nach Dimensionen). Lokalisationen fehlen noch. Intensität: - Alertness - Daueraufmerksamkeit - Vigilanz Selektivität:  - selektive Aufmerksamkeit - geteilte Aufmerksamkeit - Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit
  • Welche Folge haben diffuse axonale Schädigungen? erhöhte Kohärenz zwischen weiter entfernten Hirnarealen, verminderte K. zwischen benachbarten.
  • Welche Schädigungen können zu einer Gedächtnisstörung im Bereich des Hippocampus/Gyrus parahippocampalis führen? z. B. SHT mit Kontusionen im Bereich des medialen Temporallappens oder Schlaganfall der Arteria cer. posterior mit Verschluss der arteria temporo-occipitalis.
  • Welche Arten von Gedächtnis gibt es? Kurzzeitgedächtnís (mit Arbeitsgedächtnis) - z. B. kurzzeitiges Merken von Nummern, Frage des Gegenübers mental behalten. Störung geht oft mit Konzentrationsproblemen einher. Kein Übertrag in LZG möglich. Langzeitgedächtnis - hier können Infos viele Jahre verbleiben. Störung führt dazu, dass keine neuen Gedächtnisinhalte gespeichtert werden können, können bspw. keine Namen sich merken oder den Ort, an dem sie etwas abgelegt haben. Altgedächtnis - lang zurückliegende Eregnisse. Geteilt in biographisches Gedächtnis (eigene Lebensgeschichte) und allgemeines/fachliches Wissen. Bei Störung i.d.R. jüngste Inhalte zuerst betroffen.
  • Erinnerungen vor dem Unfall werden nicht mehr abgerufen retrograde Amnesie
  • Zeit nach dem Unfall kann nicht erinnert werden anterograde Amnesie
  • Welche Mnemotechniken gibt es? bildhaftes Vorstellen, z. B. Namen mit Bild verknüpfen Strukturieren von Infos, nach Oberbegriffen sortieren z. b. PQRST-Technik, Vanishin-Cues, Hinweisreize die schrittweise ausgeblendet werden Geschichtentechnik, Verknüpfen von einzelinfos zu Geschichten semantisches Verknüpfen, mit bereits bekannten Infos Strategien zum Zahlenmerken, z.B. Reihenfolge aufsteigend o.ä.
  • Bei welchen Störungen treten vor allem exekutive Störungen auf? SHT (15%), zerebrovaskuläre Schädigungen im Bereich der Arteria cerebri rechts, Demenz, globale Hypoxie Auch manchmal bei SA in der Arteria cerebri Anterior, Herpes-Simplex enczaphalitis, MS oder Tumoren.
  • Komponenten der Exekutivfunktionen Aufmerksamkeit und Inhibition (relevante Infos vs. irrelevante) Ablauforganisation, Task Management (für komplexe Handlungen, die Wechsel zwischen versch. Umweltreizen erfordern) Planung (Ablauf von Handlungsschritten) Monitoring (Prüfung und Aktualisierung de Inhalte im AG, um nächsten Schritt in der Handlungsfolge zu bestimmen) Coding (der Repräsentationen im AG nach Zeit und Ort des Auftretens)
  • Welche Störungen der Wahrnehmung können auftreten? verringerte Sehschärfe, Kontrastempfindlichkeit, Hell-Dunkel-Adaption, Stereopsie, binokulare Funktion Gesichtsfeldeinschränkungen Störungen der Augenbeweglichkeit Neglect Balint-Syndrom Objekt- und Gesichtsagnosien
  • Behandlung Neglect Bottom-Up-STrategien optokinetisches Training Sakkaden- und Explorationstraining Aktivierung der kontraläsionalen Extremitäten Gestaltung der Umwelt Training von Alltagsanforderungen
  • Organische Persönlichkeitsstörungen und Syndrome affektive Instabilität Apathie und Gleichgültigkeit Minderung sozialen Urteilsvermögens paranoides Denken verändertes Sexualverhalten orbito-frontales Syndrom medio-frontales Syndrom fronto-laterales Syndrom postkontusionelles Syndrom postenzephalitisches Syndrom
  • orbito-frontales Syndrom Enthemmung, Impulsivitäte schlechte Selbstwahrnehmung, emotionale Instabilität, schlechte Einschätzung sozialer Situationen können neurologisch und kognitiv unauffällig sein
  • medio-frontales Syndrom Lethargie und Apathie Pseudo-Depression und Pseudo-Demenz möglich
  • fronto-laterales Syndrom wenig affektiver Ausdruck; schlechte Planungsfähigkeit, geminderte Selbstkontrolle; kognitive Einschränkungen stereotype und rigide Verhaltensmuster
  • postkontusionelles Syndrom versch. Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, geringe Belastbarkeit, erhöhte Reizbarkeit
  • postenzephalitisches Syndrom Unwohlsein, Apathie, erhöhte Reizbarkeit weitere neurops. Störungen wie Gedächtnisprobleme, Aphasie, geändertes Sexualverhalten.