Biologie (Subject) / Sexualbiologie (Lesson)

There are 326 cards in this lesson

:)

This lesson was created by anna909.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • NUVA-Ring „New Vaginal Ring“ Seit 2003 zugelassen Kunststoffring, liegt um Gebärmutterhals Gibt geringe Dosis an Östrogen und Gestagen ab Muss nach 3 Wochen entfernt werden Wirkung ähnlich der Pille PI = 1-2
  • Sterilisation Weltweit häufigste Methode zur Verhütung Bei beiden Partnern anwendbar Irreversibel Eileiter werden unterbrochen Durchtrennung der Samenleiter am Skrotalansatz Kein Einfluss auf hormonelle Situation Keine Kastration! Nur für Paare mit abgeschlossener Familienplanung sinnvoll PI = fast 0
  • Pille danach (Interzeption) Hormonhaltige Präparate, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder nach Versagen einer anderen Methode eingenommen werden können Östrogen-Gestagen-Kombinationen und reine Gestagenpräparate Hormoneinnahme muss 2 x erfolgen 72h nach dem Geschlechtsverkehr und dann nach weitern 12 Stunden Wirksam in 75-99% der Fälle Starke Nebenwirkungen PI = 1
  • Pathologische Sterilität: bedeutet keine Nachkommen zeugen zu können bzw. es ist keine Befruchtung möglich Eine Partnerschaft gilt als steril wenn nach 2 Jahren regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr keine Konzeption erfolgt Menopause keine pathologische Sterilität
  • Pathologische Infertilität bedeutet keine lebenden Nachkommen gebären zu können, d.h. eine Konzeption ist möglich, die Frucht kann aber nicht ausgetragen werden Primäre Formen: es hat niemals eine Konzeption stattgefunden Sekundäre Formen: es haben schon erfolgreiche Konzeptionen bzw. Schwangerschaften stattgefunden
  • Ursachen für Infertilität Frau Ovarielle Dysfunktion Endokrine Dysfunktion Tubenfaktor Endometriose Anatomische Ursachen Spermien Antikörper Mangelnde Oozytenqualität Chromosomale Dysfunktion Implantationsstörung Idiopathische Formen
  • Ursachen für Infertilität Mann Zu geringe Spermienanzahl Motilitätsprobleme Dysmorphologie der Spermien Biochemische Dysfunktion Endokrine Dysfunktion Chromosomale Dysfunktion Azoospermie Störungen der Spermatogenese Idiopathische Formen
  • Folgen der Infertilität Infertilität zw. Sterilität kann durch beide Geschlechter bedingt sein Indikator ist jedoch immer die Frau, da sie nicht schwanger wird Unter den sozialen Folgen hat fast ausschließlich die Frau zu leiden Scheidung, Gewalttätigkeiten, Polygynie Statusverlust Störungen der Geschlechtsrollenidentifikation Ökonomische Probleme Psychosoziale Störungen Reproduktionsmedizinische Maßnahmen sind nur in den Industrienationen üblich große Probleme in III Weltländern und traditionalen Gesellschaften
  • Einflüsse auf die Fertilität bzw. Infertilität neben anatomischen Fehlbildungen und physiologischen Faktoren Soziale Einflüsse: Heiratsalter Zeitpunkt der Familienplanung Ökonomische Situation Ökologische Einflüsse Umweltbelastung mit Schadstoffen „environmental estrogens“ in Kunststoffindustrie Belastete berufliche Situation Energiehaushalt Krankheitsbelastung Genuss- und Suchtmittelkonsum Psychosoziale Stressfaktoren
  • Ökologische Einflussfaktoren Physikalische Einflussfaktoren: Photoeffekte, Temperatur, Höhenlage, Strahlenbelastung Chemische Effekte: natürliche und künstliche Agenzien, Schadstoffe, künstliche und natürliche Hormone Biologische Effekte: Mikroorganismen, Viren Verhaltensabhängige Effekte: Stress, Suchtmittelmissbrauch Sozioökonomische Effekte: Hygiene, Beruf, Ernährung, Bildung
  • Hormontherapien Ziel: Stimulierung der Eireifung Anwendungsbereiche: Hormonstörungen der Frau, die Anovulation zur Folge habe Therapie: Clomifen-Tabletten FSH-Injektionen LH Substitution Hormontherapien werden in erster Linie bei Hormonstörungen im weiblichen Geschlecht angewendet Im männlichen Geschlecht kaum anwendbar
  • Intrauterine Insemination (IUI) Anwendung: ungenügend oder wenig motile Spermine Hormonstimulation der Frau um Ovulation auszulösen Spermien des Partner werden aufbereitet und künstlich in den Uterus eingebracht Homologe Insemination (Erfolgsrate: 5-10%) Heterologe Insemination (Erfolgsrate 20%) Intracervical Insemination (ICI) Intratubale Insemination (ITI)
  • In-vitro-Fertilisation (IVF) Befruchtung außerhalb des weiblichen Körpers Anwendungsbereich: Transportstörungen in den Tuben, Endometrisoe, immunologische Sterilität, idiopathische Sterilität Hormonelle Stimulation der Frau zur Ovulationsauslösung Entnahme der befruchtungsfähigen Eizellen Befruchtung im Reagenzglas 3 Tage nach der Befruchtung werden maximal 3 Embryonen in den Uterus eingesetzt Erfolgsdaten sehr unterschiedlich rund 25%
  • Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) Form der In-Vitro-Fertilisation Anwendung: zu geringe Menge an Spermien Spermien „wird beim Eindringen in die Eizelle geholfen Gewinnung von Eizellen nach Hormonstimulation Ejakulat des Mannes wird aufbereitet Einzelnes Spermium wird ausgewählt und in Zytoplasma der Eizelle mit einer Mikrokanüle eingebracht Erfolgsrate: 25-30%
  • Operative Spermiengewinnung Testikuläre Spermienextraktion (TESE): Ursache: Azoospermie im Ejakulat Spermien werden direkt dem Hodengewebe entnommen In-vito-Fertilisation Erfolgsrate: 30% Mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration (MESA) Ursache: Verschluss des Samenleiters Spermien werden dem Nebenhoden entnommen Meist hoch motile Spermien IVF Erfolgsrate bei 90%
  • Kryokonservierung Durch Punktion werden meist 3 bis 10 Eizellen gewonnen eingesetzt werden maximal 2-3 befruchtet Eizellen (Risiko Mehrlingsschwangerschaften) Restliche Eizellen können dann bei –196o C in flüssigem Stickstoff eingefroren werden Möglichkeit zum späteren Auftauen und wieder verwenden Vorteile: keine neue Eizellgewinnung nötig In Österreich dürfen Eizellen maximal 12 Monate aufbewahrt werden
  • Eizellspende: Eizellspende ist in Österreich zur Zeit nicht legal Eizelle wird nach Hormonstimulation gewonnen IVF Befruchtet Eizelle wird anderer Frau nach hormonaler Stimulierung eingesetzt Ursache: nicht behandelbare Sterilität der Frau
  • Leihmutterschaft: In Österreich verboten Eine Eizelle einer dem Paar fremden Frau wird durch Sperma des männlichen Partners befruchtet und von jener Frau auch ausgetragen Leihmutter hat keine Ansprüche auf das Kind
  • Risiken der assistierten Fertilisation Hormonelle Hyperstimulation Mehrlingsschwangerschaften Unterentwickelte Embryonen durch fehlende Wachstumsfaktoren Fehlgeburtenrisiko erhöht Operative Komplikationen Physischer Stress Psychischer Stress
  • Sexuell übertragbare Krankheiten (STD) Infektionskrankheiten, die bei sexuellen Aktivitäten übertragen werden. Sexuell übertragbare Krankheiten betreffen besonders sensiblen Bereich („undemokratische Erkrankungen“) Folgen: Störung des Sexuallebens, der Partnerbeziehung, des Körperbildes, des Selbstbewusstseins, der Selbstsicherheit
  • Begriffsbestimmung Sexuällübertragbare Krankheiten Verschiedene Bezeichnungen: Geschlechtskrankheiten Venerische Infektionen („Krankheiten der Venus“ Sexually transmitted diseases (STD) Übertragung durch: Bakterien Parasiten Pilze Protozoen Viren Übertragung erfolgt fast ausschließlich durch Geschlechtsverkehr oder engen körperlichen Kontakt (selten Blutübertragung)
  • Klassische STDs Trotz problemloser Behandlungsmöglichkeiten, immer noch ein Tabuthema 80% betroffener deutscher Männer sprechen zuerst mit ihre Arzt und dann mit ihrer Partnerin Z.B. HPV Infektion: humane Papilloma Viren Infektion kann Cerxivkarzinom bei der Frau begünstigen Kaum Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung Z.B. Herpes genitalis Sorglosigkeit lässt Prävalenz wieder ansteigen
  • Syphilis oder Lues Übertragung: Geschlechtsverkehr, Blutübertragung, während Schwangerschaft Erreger: Bakterium Treponema pallidum Frage nach Ursprung der Krankheit Bezeichungen: galante Krankheit, Franzosenkrankheit, Lustseuche 3 Stadien der Krankheit bis hin zu schweren Zerstörungen von Haut, Knochen Zentralnervensystem , Paralyse (tertiäre Syphilis) Kongenitale Syphilis Behandlung: Antibiotika
  • Gonorrhoe Infektionsquelle: Geschlechtsverkehr, selten Schmierinfektion Erreger: Bakterium Neisseria genorrhoeae Keine Immunität, daher wiederholte Ansteckung möglich Symptome: Entzündungen der Geschlechtsorgane und Harnleiter Kann bis zu Zeugungsunfähigkeit führen In seltensten Fällen letal (Abszessbildung mit Durchbruch in die Bauchhöhle) Therapie: Antibiotika
  • Herpes genitalis Erreger: Humane Herpesviren (HHV-2) Inzidenz: 5-50% der Bevölkerung infiziert, keine genauen Zahlen bekannt Übertragung: Geschlechtsverkehr Verlauf: harmlos, Entzündungen im Genitalbereich, allerdings HHV-2 Infektion kann HIV Infektion begünstigen, und dann letal werden Behandlung: Antivirale Wirkstoffe in Tabletten- oder Infusionsform
  • Humane Papilloma Viren (HPV) Etwa 100 verschiedene Virenarten Infektionsrate bei Frauen unter 30: 25% High risk Viren: HPV Viren sind für etwa 50% der Zervixkarzinome verantwortlich PAP Test (5-stufig) I und II Normalbefund III unklarer Befund III D: Dysplasie (leicht oder mittel) IV und V: schwere Dysplasie mit nachgewiesenen Krebszellen Impfung ist 2007 auf den Markt gekommen