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Internationales_Marketing (Subject) / 5. Internationale Produktpolitik (Lesson)

Besonderheiten des internationalen Marketing Mix

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  • Was ist ein Produkt? Ein Produkt ist ein Bündel technisch-funktionaler Eigenschaften. Den Kern eines jeden Produktes stellt dessen Grundnutzen dar.
  • Was Umfasst die Produktpolitik Die Produktpolitik ist einer der zentralen Parameter im internationalen Marketing. Sie umfasst alle Entscheidungstatbestände, die sich auf die Gestaltung der vom Unternehmen in  den Ländermärkten anzubietenden Leistungen beziehen. 
  • Erbauungsnutzen Unter dem Erbauungsnutzen wird hierbei die Bedürfnisbefriedigung aus den ästhetischen Eigenschaften eines Produktes verstanden. Diese resultieren z. B. aus dem Design sowie der Farb- und Formgebung. 
  • Geltungsnutzen Der Geltungsnutzen repräsentiert die soziale Wirkung eines Produktes. Hierbei handelt es sich vor allem um die Wirkung eines Produktes als Statussymbol und der daraus erwachsenden sozialen Anerkennung. Von allen Elementen des Produktnutzens ist der Geltungsnutzen am engsten mit der Markierung eines Produktes verknüpft
  • Produktzusatzleistungen Produktzusatzleistungen umfassen schließlich primär den Kundendienst, der in folgende Elemente unterteilt werden kann: Beratung, Kostenvoranschläge, Montage, Wartung und Reparatur, Zustellung, Umtausch und Schulung.
  • operative Programmpolitik Diese umfasst alle Entscheidungen über Innovation, Modifikation, Differenzierung und Elimination von Produkten innerhalb der einzelnen Länder sowie über die Gesamtheit aller bearbeiteten Ländermärkte. Mit der steigenden Anzahl an bearbeiteten Ländermärkten geht auch ein Anstieg der Komplexität der Programmpolitik einher, insbesondere wenn zur Bearbeitung einzelner Märkte verstärkt auf jeweils angepasste Produkte zurückgegriffen wird.
  • Neuheitsdimensionen Subjektdimension, Intensitätsdimension, Zeitdimension, Raumdimension
  • internationalen Leistungsprogrammpolitik Die Bestimmung des jeweiligen Sortiments, das heißt die Entscheidung über Art und Anzahl der in den einzelnen Ländermärkten anzubietenden Produkte.
  • Handlungsalternativen der Sortimentspolitik Übertragung des bisherigen Sortimentes auf die Auslandsmärkte Sortimentskürzung - das Angebot eines nach Breite und Tiefe im Vergleich zum Heimatmarkt reduzierten Sortimentes (z. B. nur Stars) Sortimentserweiterung -  Ausweitung des bisherigen Sortiments um länderspezifische Produkte beziehungsweise Produktvarianten im Sinne einer internationalen Produktdifferenzierung.
  • Role der internationale Markenpolitik Ein zentrales Entscheidungsfeld in der internationalen Produktpolitik
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  • internationale Markenpolitik die langfristige, widerspruchsfreie, logische, ganzheitliche und aufeinander abgestimmte Gestaltung aller Markenelemente im internationalen Kontext
  • Markenreichweite welchen Anwendungs- und Gestaltungsbereich die Marke in geografischer Hinsicht einnehmen soll
  • Markenpositionierung die Stellung einer Marke am relevanten Markt
  • Grundtypen der Positionierung Points-of-Difference-Positionierung: Die Differenzierung vom Wettbewerb steht im Vordergrund, also die Abhebung beziehungsweise Abgrenzung bezüglich wesentlicher Dimensionen der Marke Points-of-Parity-Positionierung (Ähnlichkeits-Positionierung): Bezüglich der relativen Positionierungskriterien ist es hierbei das Ziel, die gleiche oder eine ähnliche Ausprägung wie die relevanten Wettbewerbsmarken zu erreichen
  • „klassische“ Markenstrategien (Meffert/Bolz 1998; Douglas/Craig/Nijssen 2001; Doole/Lowe 2004; Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2008): Einzelmarkenstrategie: Hierbei erfolgt für jeden Produktbereich die Konzeption einer eigenständigen Marke. Diese besitzt somit jeweils ein spezifisches Marktsegment (z. B. Rocher, duplo oder Raffaello von Ferrero). Mehrmarkenstrategie (Parallelmarkenstrategie, Multi-Branding): In einem Produktbereich werden mehrere Marken parallel geführt, die auf den Gesamtmarkt ausgerichtet sind. Dachmarkenstrategie (Coporate Branding, Umbrella Branding): Alle Produkte eines Unternehmens werden unter einer Marke zusammengefasst (z. B. BMW, Microsoft). Markenfamilienstrategie(Product Line Branding, Range Branding): Bei dieser Strategieoption werden mehrere Produkte jeweils unter einer einheitlichen Marke geführt
  • Branding alle Maßnahmen, die dazu dienen, ein Angebot aus der breiten Masse hervorzuheben und die Zuordnung des Angebots zu einer konkreten Marke zu ermöglichen (Esch/Langner 2004).
  • Markenname der sprachliche Synonym einer Marke. 
  • Gegenstand der internationalen Leistungsprogrammpolitik ist die Bestimmung des jeweiligenSortiments, das heißt die Entscheidung über Art und Anzahl der in den einzelnen Ländermärktenanzubietenden Produkte
  • Im Rahmen der internationalen Sortimentspolitik gibt es dabei folgende Handlungsalternativen: • Übertragung des bisherigen Sortimentes auf die Auslandsmärkte.• Sortimentskürzung, das heißt das Angebot eines nach Breite und Tiefe im Vergleichzum Heimatmarkt reduzierten Sortimentes (z. B. nur Stars).• Sortimentserweiterung, das heißt die Ausweitung des bisherigen Sortiments um länderspezifischeProdukte beziehungsweise Produktvarianten im Sinne einer internationalenProduktdifferenzierung.
  • Eine unveränderte Übertragung des Leistungsprogramms eines Heimatlandes auf die bearbeiteten Auslandsmärkte beinhaltet die Identität aller Ländersortimente nach Breite sowieTiefe und ist damit Ausprägung einer standardisierten produktpolitischen Strategie
  • Eine unveränderte Übertragung des Leistungsprogramms eines Heimatlandes auf die bearbeiteten Auslandsmärkte ist denkbar für solche Unternehmen, • welche nur in wenigen, relativ homogenen Ländermärkten operieren,• vergleichsweise kulturfreie Produkte anbieten und• über ein relativ begrenztes Leistungsprogramm verfügen
  • Built-in-Flexibility Hierbei kann voneiner fortgeschrittenen Standardisierung ausgegangen werden. Den notwendigen Anpassungspotenzialenbei gleichzeitig größtmöglicher Ausschöpfung von Standardisierungspotenzialenwird dadurch Rechnung getragen, dass das Produkt sowohl in der technischen Umwelt deseinen als auch des anderen Landes verwendet werden kann. Die Anpassung wird häufig aufden Nachfrager übertragen, sodass dieser den zu verrichtenden Anpassungsprozess vornehmenmuss.
  • Entscheidungen über die Markenreichweite beziehen sich darauf, welchen Anwendungs- undGestaltungsbereich die Marke in geografischer Hinsicht einnehmen soll. Bezüglich der geografischenReichweite kann unterschieden werden, ob sich eine Marke lediglich auf Teilgebieteeines Landes (regionale Marke), auf einen bestimmten Ländermarkt (nationale Marke) oderauf mehrere Ländermärkte (internationale Marke) ausrichtet. Erfolgt die Ausrichtung auf denWeltmarkt oder auf große Teile des Weltmarktes wird häufig auch von globalen Markengesprochen (Schuiling/Kapferer 2004).
  • Unter Markenpositionierung wird die Stellung einer Marke am relevanten Markt verstanden.Im Vordergrund steht dabei die Wahrnehmung durch den Konsumenten. Ansatzpunkteder Markenpositionierung können sachliche beziehungsweise funktionale Eigenschaften (z. B. Haltbarkeit, Funktionalität etc.) oder emotionale Eigenschaften (z. B. Exklusivität, Spaß etc.) sein. Als grundsätzliche Arten der Positionierungsentscheidungen wird die Positionierung neuer Marken (Neumarkenpositionierung) sowie die Veränderung der Position bereits bestehender Marken (Umpositionierung) unterschieden.
  • zwei Grundtypen der Positionierung (Keller 2008; Esch 2011): • Points-of-Difference-Positionierung (Differenzierungs-Positionierung): Die Differenzierungvom Wettbewerb steht im Vordergrund, also die Abhebung beziehungsweiseAbgrenzung bezüglich wesentlicher Dimensionen der Marke.• Points-of-Parity-Positionierung (Ähnlichkeits-Positionierung): Bezüglich der relativenPositionierungskriterien ist es hierbei das Ziel, die gleiche oder eine ähnliche Ausprägungwie die relevanten Wettbewerbsmarken zu erreichen. Auf diese Weise kann z. B. angestrebtwerden, von Ausstrahlungseffekten besonders starker Marken zu profitieren.
  • zwei Grundtypen der Positionierung (Keller 2008; Esch 2011): • Points-of-Difference-Positionierung (Differenzierungs-Positionierung): Die Differenzierungvom Wettbewerb steht im Vordergrund, also die Abhebung beziehungsweiseAbgrenzung bezüglich wesentlicher Dimensionen der Marke.• Points-of-Parity-Positionierung (Ähnlichkeits-Positionierung): Bezüglich der relativenPositionierungskriterien ist es hierbei das Ziel, die gleiche oder eine ähnliche Ausprägungwie die relevanten Wettbewerbsmarken zu erreichen. Auf diese Weise kann z. B. angestrebtwerden, von Ausstrahlungseffekten besonders starker Marken zu profitieren.
  • Points-of-Difference-Positionierung (Differenzierungs-Positionierung): Die Differenzierungvom Wettbewerb steht im Vordergrund, also die Abhebung beziehungsweiseAbgrenzung bezüglich wesentlicher Dimensionen der Marke.
  • Points-of-Parity-Positionierung (Ähnlichkeits-Positionierung): Bezüglich der relativenPositionierungskriterien ist es hierbei das Ziel, die gleiche oder eine ähnliche Ausprägungwie die relevanten Wettbewerbsmarken zu erreichen. Auf diese Weise kann z. B. angestrebtwerden, von Ausstrahlungseffekten besonders starker Marken zu profitieren.
  • Grundsätzlich werden vier Strategien als „klassische“ Markenstrategien unterschieden (Meffert/Bolz 1998; Douglas/Craig/Nijssen 2001; Doole/Lowe 2004; Meffert/Burmann/Kirchgeorg 2008): • Einzelmarkenstrategie: Hierbei erfolgt für jeden Produktbereich die Konzeption einereigenständigen Marke. Diese besitzt somit jeweils ein spezifisches Marktsegment(z. B. Rocher, duplo oder Raffaello von Ferrero). Der Firmenname des Unternehmenstritt dabei in den Hintergrund.• Mehrmarkenstrategie (Parallelmarkenstrategie, Multi-Branding): In einem Produktbereichwerden mehrere Marken parallel geführt, die auf den Gesamtmarkt ausgerichtetsind. Sie sprechen jeweils ein spezifisches Marktsegment an (z. B. Persil, Spee und TerraActiv von Henkel sowie Dash und Ariel von Procter & Gamble im Waschmittelbereich).• Dachmarkenstrategie (Coporate Branding, Umbrella Branding): Alle Produkte einesUnternehmens werden unter einer Marke zusammengefasst (z. B. BMW, Microsoft). Eineetablierte Dachmarke nimmt aufgrund ihres Markengoodwills eine Supportfunktion fürdie darunter geführten Produkte ein.• Markenfamilienstrategie (Product Line Branding, Range Branding): Bei dieser Strategieoptionwerden mehrere Produkte jeweils unter einer einheitlichen Marke geführt (z.B. Nivea, Dove). Es handelt sich um eine Mischform zwischen Einzel- und Dachmarkenstrategie.
  • Einzelmarkenstrategie: Hierbei erfolgt für jeden Produktbereich die Konzeption einereigenständigen Marke. Diese besitzt somit jeweils ein spezifisches Marktsegment(z. B. Rocher, duplo oder Raffaello von Ferrero). Der Firmenname des Unternehmenstritt dabei in den Hintergrund.
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  • Mehrmarkenstrategie (Parallelmarkenstrategie, Multi-Branding): In einem Produktbereichwerden mehrere Marken parallel geführt, die auf den Gesamtmarkt ausgerichtetsind. Sie sprechen jeweils ein spezifisches Marktsegment an (z. B. Persil, Spee und TerraActiv von Henkel sowie Dash und Ariel von Procter & Gamble im Waschmittelbereich).
  • Dachmarkenstrategie (Coporate Branding, Umbrella Branding): Alle Produkte einesUnternehmens werden unter einer Marke zusammengefasst (z. B. BMW, Microsoft). Eineetablierte Dachmarke nimmt aufgrund ihres Markengoodwills eine Supportfunktion fürdie darunter geführten Produkte ein.
  • Markenfamilienstrategie (Product Line Branding, Range Branding): Bei dieser Strategieoptionwerden mehrere Produkte jeweils unter einer einheitlichen Marke geführt (z.B. Nivea, Dove). Es handelt sich um eine Mischform zwischen Einzel- und Dachmarkenstrategie.
  • Einzelmarkenstrategie - Vorteile - Nachteile Vorteile • spezifische Positionierung• Potenzial für eine globale/regionale Marke• wenig Ausstrahlungseffekte auf andere Marken• geringer Koordinationsbedarf zwischen den Marken• Marktanteils-und Kostendegressionseffekte Nachteile • Markenkosten trägt ein Produkt• hoher Abstimmungsaufwand zwischen Ländern• geringe Flexibilität bei länderspezifisch verschiedenen Produktlebenszyklen• Amortisationsproblematik bei kurzen Lebenszyklen
  • Dachmarkenstrategie - Vorteile / Nachteile Vorteile  • Ansprache neuer Zielgruppen durch Marktausweitung• Möglichkeiten der länderspezifischen Differenzierung• Verringerung des Floprisikos• hohe Akzeptanz im Handel• Produkte tragen Markenaufwand gemeinsam Nachteile • Markenkosten trägt ein Produkt• hoher Abstimmungsaufwand zwischen Ländern• geringe Flexibilität bei länderspezifisch verschiedenen Produktlebenszyklen• Amortisationsproblematik bei kurzen Lebenszyklen
  • Mehrmarkenstrategie - Vorteile / Nachteile Vorteile  • hohe Marktausschöpfung• Halten von Marktwechslern• breite Regalplatzabdeckung• geringe negative Ausstrahlungseffekte• Möglichkeiten der länderübergreifenden Differenzierung• Schutz der übrigen Produkte durch Einführung von „Kampfmarken“ Nachteile Gefahr der Übersegmentierung• Kannibalisierungseffekte• geringe Marktanteils und Kostendegressionseffekte
  • Markenfamilienstrategie - Vorteile / Nachteile Vorteile • hohe Markenausschöpfung• Verringerung des Floprisikos• hohe Handelsakzeptanz• Goodwill-Übertragung• vgl. auch Vorteile Dachmarkenstrategie Nachteile • Gefahr negativer Ausstrahlungseffekte bei unterschiedlichen marketing-Mix-Strategien• hoher Abstimmungsbedarf• vgl. auch Nachteile Dachmarkenstrategie
  • Als wesentliche Anforderungen an das internationale Branding sind folgende Aspekte zu berücksichtigen (Zentes/Swoboda/ Schramm-Klein 2010): • Die Markierung soll dazu beitragen, die angestrebte Positionierung sowohl länderübergreifend als auch bezogen auf die Ländermärkte zu realisieren.• Der Markenname und das Markenzeichen sollten prägnant gestaltet werden, sich also in Einfachheit und Kontraststärke auszeichnen. Dies soll zu einer leichteren Einprägsamkeit der Markenkennzeichen führen und die Wiedererkennung fördern.• Markenname und Markenzeichen sollen diskriminationsfähig sein, also zu einer Differenzierung der Konkurrenz beitragen. Dazu soll auch eine mögliche Verwechslungsgefahr mit Wettbewerbern vermieden werden.• Der Markenname soll in den jeweiligen Sprachen leicht aussprechbar sein.• Markenname und Markenzeichen sollen in allen relevanten Sprachen und Kulturenrichtig interpretiert, verstanden und akzeptiert werden sowie international schützbar sein.