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Einführung in die Psychologie (Subject) / Intelligenz und Motivation (Lesson)

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  • Typen vs. Dimensionen Typologien: Sortieren Menschen in bestimmte Klassen.Dimensionale Systeme: Versuchen, Persönlichkeitseigenschaften in Dimensionen zu ordnen. Jede Person hat eine bestimmte Ausprägung auf jeder dieser Dimensionen. Die meisten dieser Eigenschaften sind normalverteilt, mittlere Ausprägungen sind am häufigsten. Typologien sind als in aller Regel irreführendExtreme Werte auf einer Dimension können allerdings zur Klassifikation herangezogen werden: zB Erkennen von Hochbegabung, von psychischen Störungen
  • Psychometrische Persönlichkeitstests nach psychometrischen KriterienTestgüte-Kriterien: Reliabilität, Validität, ObjektivitätEichung an großer, representativer Stichprobe(Normierung)Haben meist Sub-Skalen, die verschiedene Testitems thematisch erfassen(Faktorenanalyse) Können mit Normwerten verglichen werden
  • Faktorenanalyse Statistische Verfahren, mit dem die Antworten auf Testitems nach Ähnlichkeit sortiert werden. Ziel: die Items anhand möglichst weniger Faktoren ordnen zu können.Faktoren haben oft eine inhaltliche Bedeutung zB Ängstlichkeit.In einem guten Test solten sich alle Items möglichst eindeutig genau einem Faktor zuordnen lassen.Wenn ein Test mehrere Faktoren bestizt, werden die Items auf entsprechende Skalen verteilt.
  • Persönlichkeitsfaktoren Big Five Offenheit(Openness)Konventionell-originellKonservativ-liberalGewissenaftifkeit(Conscientiousness)Sorglos-sorgfältigunzuverlässig-zuverlässigExtraversion(Extraversion)zurückgezogen-geselligstill-gesprächigVerträglichkeit(Agreeableness)gereizt-gutmütigrücksichtslos-weichherzigNeurotizismus(Neuroticism)gelassen-besorgtunempfindlich-verletzlich
  • Kulturabhängigkeit des IQ-Konzepts Frühe Tests waren nicht kulturfair, benachteiligten schwarze Amerikaner und Hispanics.Heute gibt es auch sprachfreie Tests, die aber stark an formaler Logik orientiert sind.Was als intelligent gilt, hängt trotzdem stark vom kulturellen Bezugsrahmen ab: Unsere Arbeitskultur betont stark sprachliche und formale Intelligenzaspekte, weniger emotionale, körperliche oder musische Aspekte. Letztere Begabungen werden durch herkömmliche Tests unterschätzt.
  • Fragen der Intelligenzforschung Haben verschiedene Gesellschaften und Schichten die gleiche Intelligenz?Leider nicht. Der durchschnittliche IQ ist in den unteren Schichten tatsächlich geringer als in den oberen. In den USA weisen schwarze Amerikaner einen um ca 15 Punkte niedrigeren IQ auf als weiße Amerikaner. Der gemessene IQ ist in Industrienationen höher als in Entwicklungsländern. Wichtig: Diese Unterschiede gehen eindeutig auf Zugang zu Bildungssystemen zurück, nicht auf genetische Faktoren.Wird Intelligenz tatsächlich größtenteils vererbt?Nein: Die Heritabilität des IQs ist zwar relativ hoch, aber der Einfluss von Erbe und Umwelt ist ungefähr gleich. Allerdings gibt es eine Reihe von Missverständnisen darüber, was "Erblichkeit" bedeutet und welche Konsequenzen man daraufs ziehen sollte. Heritabilität sagt nichts über die Veränderbarkeit der Intelligenz aus.
  • Was ist das: "Erblichkeit"? Mit Zwillingsstudien kann man den relativen Anteil von Erb- und Umwelteinflüssen bestimmen:Eineiige Zwillinge gemeinsam aufgewachsen: Gleiche Gene, gleiche Umweltzweieiige Zwillinge gemeinsam aufgewachsen: unterschiedliche Gene, gleiche Umwelteineiige Zwillinge getrennt aufgewachsen: gleiche Gene, unterschiedliche Umweltzweieiige Zwillinge getrennt aufgewachsen: unterschiedliche Gene, unterschiedlichen UmweltWichtig: genetische Ähnlichkeit bezieht sich immer nur auf den Anteil der Gene, die von Mensch zu Mensch variieren können. Wir haen einen Großteil unserer Gene mit Hefepilzen gemein.
  • Erblichkeit ist ziemlich hoch Praktisch gesehen bedeutet das nicht viel. Eine hohe Erblichkeit bedeutet, dass ein großer Teil der Variabilität des IQs in der Population durch genetische Faktoren erklärt wird. Einen individuellen IQ kann man damit nicht vorhersagen.Die Anzahl der Ohren ist zum Beispiel nicht erblich, weil es keine diesbezügliche Variabilität in der Bevölkerung gibt!Paradoxerweise hängt die Heritabilität auch von der Umwelt ab. In einer konstanten, für alle Menschen identischen Umwelt wäre der relative Einfluss von genetischen Faktoren viel größer, als in einer variableren Umwelt. Deshalb ändert sich die Heritabilität auch über die Ziet zB im EntwicklungsverlaufUnd: hohe Erblichkeit bedeutet nicht, dass das Merkmal unverständlich ist. Beispiel: Haarfarbe. Die Erblichkeit der Intelligenz sagt daher nichts darüber aus, ob Kinder zB durch Förderunterricht profitieren können-
  • Intelligenz in Abhängigkeit von der Umwelt Die Intelligenz ändert sich mit der Zeit und die Änderung ist abhängig von der Umwelt. Schulkinder gewinnen ca. 5 IQ-Punkte im Jahr. Studien zeigen, dass dieser Zuwachs vor allem auf Bildungseinflüsse zurückgeht.Risikofaktoren in der Umwelt hemmen die Entwicklung der intelligenz: zB Alkoholismus der Eltern, Gewalt in der Familie, gefährliche Wohngegend, große GeschwisterzahlDerzeit nimmt die gemessene Intelligenz in Entwicklungsländern von Generation zu Generation zu, und zwar schneller als im Westen. Diese großen Änderungen lassen sich nicht durch genetische Komponenten erklären, sondern nur durch Unterschiede in Bildungssystemen, Schuldauer, Erziehungsstilen, Wertschätzung für intellektuelle Fähigkeiten.
  • Motiv vs. Motivation Leistungsmotiv: Ein in der Person liegender Faktor, der bestimmt, wie jemand Leistungssituationen wahrnimmt und bewertet. Jemand mit einem starken Leistungsmotiv nimmt Leistungssituationen als anregend und herausfordernd wahr.Leistungsmotivation: das aktuelle Bestreben oder Bedürfnis, tatsächlich etwas zu leisten.
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  • Der klassische Ansatz der Leistungsmotivation Multiplikative Verknüpfung: Persönliche Motive und potentielle Anreize sind beide notwendig, um aktuelle Motivation zu erzeugen: Wenn eines fehlt, sinkt die Motivation auf Null.Die aktuelle Motivation bestimmt dann das Verhalten.
  • Atkinsons Risikowahl-Modell Person wählt ein Anspruchsniveau: ein Leistungsziel, das sie sich zu schaffen vornimmt und von dem das Erleben von Erfolg oder Misserfolg abhängtWovon hängt das Anspruchsniveau ab?Erfolgswahrscheinlichkeit(je einfacher die Aufgabe, desto sicherer der Erfolg)Erfolgsanreiz(je schwieriger die Aufgabe, desto wertvoller der Erfolg)Resultat: Erwartung-mal-Wert-ModellWenn Wahrscheinlichkeit und Anreiz linear von der subjektiven Aufgabenschwierigkeit abhängen und multiplikativ verknüpft sind(Motivation=AnreizxErfolgswahrsch.) ergibt sich folgende KurveABBILDUNG