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Einführung in die Psychologie (Subject) / Aufmerksamkeitsbewusstsein (Lesson)
sifo
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- Wie ist es, eine Fledermaus zu sein? Nagel: Bewusstsein ist eine private ErfahrungBewusstseinsinhalte fremder Personen sind unzugänglichIch kann mir nicht vorstellen, wie es ist, jemand anders zu sein, sondern allenfalls, wie es für mich wäre
- Dichotisches Hören Cherry: Versuchspersonen hören zwei Nachrichten auf jedem Ohr eine:Wenn sie eine Nachricht beachten(nachsprechen, beschatten), können sie hinterher kaum etwas von der anderen Nachricht wiedergeben(selektive Aufmerksamkeit)Aber: besonders starke Veränderung im unbeachteten Strom werden wahrgenommen, zB Wechsel des Geschlechts des Sprechenden, nennung des eigenen Namens
- Broadbents Modell der auditiven Aufmerksamkeit Zunächst unbegrenzte Kapazität für sensorische Zwischenspeicher(getrennte Sinneskanäle)Dann Alles-oder-Nichts-Filter, der pber weitere Verarbeitung entscheidetWeiterentwicklung von Treisman: Filter blockiert unbeachtete Information nicht vollständig, sondern schwächt sie nur ab
- Selektion vor oder nach der semantischen Verarbeitung? Semantische Verarbeitung: Analyse der inhaltlichen Bedeutung des Reizmaterials zb Sprachverständnis, ObjekterkennungTheorie der früheren Selektion: Selektion vor der semantische Verarbeitung der ReizeTheorie der späten Selektion: parallele semantische Verarbeitung aller dargebotenen Reize, erst danach erfolgt die AuswahlAllport: Es gibt nicht ein einheitliches Aufmerksamkeitssystem, sondern viele Teilsysteme. Selektion kann auf jeder Stufe der sensorischen Verarbeitung stattfinden. Moderne Theorien kombinieren frühe und späte Selektionsstrategien.
- Visuelle Aufmerksamkeit: Das Posner-Paradigma Posner: Ausrichtung der räumlichen Aufmerksamkeit auf valide vs. invalide PositionenReize werden schneller und genauer verarbeitet, wenn sie sich an der beachteten Position befindenExogene Cues: schnelle und unwillkürliche Zuwendung der Aufmerksamkeit, endogene Cues: langsamere und kontrollierte AusrichtungScheinwerder-Metapher: Der Scheinwerfer der Aufmerksamkeit beleuchtet bestimmte Regionen des visuellen Feldes und beschleunigt dort die Verarbeitung
- Arten visueller Aufmerksamkeit Raumbasierte Aufmerksamkeit: Richtet sich auf Positionen im RaumMerkmalbasierte Aufmerksamkeit: Richtet sich auf Reizaspekte wie Farbe, Größe, OrientierungObjektbasierte Aufmerksamkeit: Umfasst ein gesamtes ObjektModalitätsübergreifende Aufmerksamketi: Ein auditiver Hinweisreiz kann die visuelle Aufmerksamkeit lenken(und umgekehrt)
- Visuelle Suche (Treisman und Gelade) Finde den senkrechten schwarzen Balken!Einfache Suche: Zielreiz unterscheidet sich in nur einem Merkmal von allen DistraktorenPop-Out Effekt: Zielreiz ist so auffällig, dass er ins Auge springt. In diesem Fall ist kein serielles Absuchen mehr nötig.Konjunktionssuche: Zielreiz unterscheidet sich in mehreren Merkmalen von den Distraktoren.
- Blindsight Patienten mit Läsionen des visuellen Cortex haben genau umschriebenen GesichtsfeldausfallEinige Patienten können aber überzufällig gut erraten, welcher Reiz im Skotom präsentiert wurde, obwohl sie subjektiv blind sindNachgewiesen für Position, Form, Farbe von ReizenErklärung: Alternative Verarbeitungsrouten im Gehin, die den primären visuellen Cortex umgehen
- Neglekt-Syndrom Typischerweise nach Läsion des rechten Parietallappens, manchmal auch durch rechts-frontale oder thalamische Läsionen hemineglekt: Vernachlässigung von Reizen auf der contra-läsionalen(meist linken) Seite des visuellen Feldes. Extremform: Nur den halben Teller leeressen, nur das halbe Gesicht schminkenExtinktion ist häufiger: Von zwei Reizen wird nur der ipsi-läsionale wahrgenommen, der contra-läsionale wird vernachlässigt
- Erholung vom Neglekt Häufig spontane Erholung nach Tagen bis MonatenTherapie: Aufmerksamkeitsausrichtung auf die "schlechte Seite" üben, Aufmerksamkeit auf die vernachlässigte Seite ablenkten
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- visual brain in action Dosaler Strom: Visuell gesteuerte Körperbewegungen, unbewusste Repräsentation in "Echtzeit"Ventraler Strom: Objekterkennung, Bewusstsein, dauerhafte Repräsentation der Umwelt
- Visuelle Steuerung von Körperbewegungen Martina Hingis Bewusstsein ist zu langsam, um die Reaktion auf einen schwierigen Ball zu steuern: Sie muss sich auf unbewusste visomotorische Routinen verlassen.
- Change Blindness Grundfrage: Müssen wir Objekte beachten, damit sie uns bewusst werden?Oder wird uns erst einmal alles bewusst, und erst dann achten wir auf Details?Rensink, O'Reagan und Clark: Veränderungen in Bildern bleiben so lange unerkannt, wie sie nicht selektiv beachtet werden
- Theorien des Bewusstseins Viele umfassende Theorien, die empirisch nicht testbar sindViele PseudotheorienHerausforderung: Bedingungen finden, die notwendig und hinreichend für die Entstehung von bewusster Wahrnehmung sind
- Baars: Global Workspace Theory Global Workspace ist ein aktivierter Teil des ArbeitsgedächtnissesnVerschiedene Verarbeitungsprozesse stehen in Kontakt zum Global WorkspaceDessen Inhalt sind für beliebige Prozesse verfügbarEs gibt Workspace NeuroneEine von mehreren umfassenden, aber auch sehr unkonkreen Theorien. Problem: Sie macht keine spezifischen und falsifizierbaren Vorhersagen, ist experimentell kaum zu überprüfen
- Rensinks Theorie der Proto-Objekte Rensink: Szene wird zunächst nur oberflächlich repräsentiert, alls Objekte sind bloße Proto-ObjekteWenn die Szene verschwindet, bleibt kaum etwas davon im Gedächtnis. Proto-Objekte werden zu stabilen Objekten, wenn sie gezielt beachtet werden. Auf diese Weise können sie mit Gedächtnisinhalten verknüpft und gespeichert werden, und es können kognitivie Operationen mit ihnen durchgeführt werdenBlock: Unterscheidung zwischen phänomenalem Bewusstsein und Zugangsbewusstsein
- Lamme und Roelfsema: Feedforward Sweep Ein neuer visueller Reiz erzeugt eine Verarbeitungswelle, die sich als Feedforward-Prozess im Gehirn ausbreitet. Die Welle läuft so schnell, dass Zellen kein Feedback von anderen Zellen verarbeiten könne, bevor sie ihre Aktivierung weitergeben.Im Kielwasser des Feedforwars Sweeps entstehen rekurrente Verarbeitungsschleifen, die die Vorbedingung für visuelles Bewusstsein sindErst wenn sich die rekurrente Aktivierung ausgebreitet hat, kommt es zu bewusster Wahrnehmung. Vorher können aber schon viele unbewusste Prozesse eingeleitet worden sein.
- Unbewusste Wahrnehmung Priming Aufgae:So schnell wie möglich die Richtung des Targets angeben-> misst Priming EffektPrime Identifikation: Versuchen, die Richtung des Primes zu erraten -> misst Sichtbarkeit des Primes
- Die Priming-Effekte sind unabhängig vom Bewusstsein Wenn Prime und Target in die gleiche Richtung zeigen, beschleunigt der Prime die Reaktion auf das Target. Wenn sie in unterschiedliche Richtungen zeigen, verlangsamt er sieDieser Priming-Effekt wird immer größer, je mehr Zeit zwischen Prime und Target vergehtÜberraschung: Für diesen Effekt ist es völlig egal, ob der Prime leicht zu identifizieren oder völlig unsichtbar istDie motorische Aktivierung durch den Prime ist also unabhängig von seiner Sichtbarkeit-vermutlich weil sie bereits im Zuge der Feedforward-Verarbeitung erfolgt und dem Bewusstsein davonläuftUnbewusste Wahrnehmung gibt es also tatsächlich