14
Einführung in die Psychologie (Subject) / Lernen und Verhaltenskontrolle (Lesson)
osndgoü
This lesson was created by Natschooo1992.
This lesson is not released for learning.
Advertisement
- Anthony Burgess, "A Clockwork Orange" (1962) Szene aus Stanley Kubricks Verfilmung von 1971. Der Mörder und Vergewaltiger Alex wird darauf konditioniert, Gewalt mit Übelkeit zu assoziieren. Hierzu wird ein entsprechendes Medikament mit gewalthaltigem Filmmaterial kombiniert. Psychotherapie oder Gehirnwäsche?
- Generalisierung auf ähnliche Reize Wenn ein Tir auf einen Reiz konditioniert worden ist, reagiert es entsprechend schwächer auf ähnliche Reize.Konditionierung ist dann am effektivsten, wenn der UCS unmittelbar auf den CS folgtPausen, Gleichzeitigkeit, Umkehrung der Reihenfolge sind schädlichWichtige Ausnahme: Futteraversionen!
- Klassisches Konditionieren als Lernen von Kontingenzen Rescorla & Wagner 1972 Experiment: gleiche Anzahl von unkonditionierten Reizen, aber in der Zufallsgruppe besteht kein Zusammenhang zwischen CS und UCSCS muss UCS vorhersagen können, damit Lernen erfolgtKlassisches Konditionieren besteht also im Aufgreifen von statistischen Beziehungen zwischen verschiedenen Reizen
- Löschen von gelerntem Verhalten Löschen ist kein bloßes Vergessen! Es ist das Lernen eines neuen statistischen Zusamenhangs,nämlich dass der CS nicht mehr den UCS ankündigt
- Verstärker und Strafreize Verstärker: erhöht die Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten VerhaltensStrafreiz: verringert die Auftretenswahrscheinlichkeit eines bestimmten Verhaltensangenehmen Reiz hinzufügen: Verstärkung 1.Art(Belohnung)unangenehmen Reiz hinzufügen: Bestrafung 2. Artangenehmen Reiz entfernen: Bestrafung 2.Artunangenehmen Reiz entfernen: Verstärkung 2.Art(negative Verstärkung)
- Verstärkerpläne Quotenpläne:Verstärkung nach einer bestimmten Zahl von ReaktionenIntevallpläne:Verstärkung frühestens am Ende eines bestimmten ZeitintervallsVariable Intervallpläne führen zu gleichmäßigem Verhalten, feste Intervallpläne eher zu planmäßiger Faulheit
- Preparedness.Lernen und Evolution Geschmacksaversion kann in einem einzelnen Durchgang erworben werden, trotz langer Zeitspanne zwischen CS(Futter) und UCS(krankheit)Adaptiv: Ratten probieren von einer neuen Nahrung nur kleine StückeViele Tiere können bestimmte Verhaltensweisen nicht erlernen, weil artspezifische Programme dazwischenfunken
- Vermeidungslernen Tonsignal kündigt elektrischen Schock anTiere können sich durch Sprung über Barriere in Sicherheit bringen, lernen Vermeidung problem: Vermeidungsverhalten kann nicht spontan gelöscht werden, weil die Tiere nicht erfahren können, dass kein Schock mehr folgt
- gelernte Hilflosigkeit Seligman 1967 Tiere, die gelernt haben, den Schock zu vermeiden, zeigen keine Angst mehr vor dem TonsignalAber: Tiere, die den Ton nicht vermeiden können, fallsn in gelernte Hilflosigkeit: Sie lassen den Schock passiv über sich ergehen und machen keinerlei Versuch mehr , ihn zu vermeiden, selbst wenn das möglich ist
- Agoraphobie und Verhaltenstherapie Menschen, die in einer bestimmten Situation eine Panikattacke erlebt haben, stellen eine Assoziation zwischen Situation und Panik herSie beginnen oft, diese Situation zu vermeiden.In der Folge kommt es oft zu Generalisierung auf ähnliche Situationen. Am Ende bleibt die eigene Wohnung als einzige Zuflucht: AgoraphobieDurch das Vermeidngsverhalten erfolgt keine Löschung: Man kann nicht lernen, dass in einer bestimmten Siuation nichts Schlimmes passiert.Verhaltenstherapie: Angsterzeugende Situationen werden gezielt aufgesucht, um das Lernen von neuen Kontingenzen zu ermöglichen und die Konditionierung zu durchbrechen.
- Advertisement
- Kognitive Kontrolle von Handlungen Im Konditionierungslernen bestimmt allein die Umwelt das Verhalten(Behaviorismus). Wir sind aber auch in der Lage unser Verhalten strategisch zu steuern.(kognitive Kontrolle)
- Kybernetik: Verhalten als Regelkreis Statt Ursache-Effekt-Modell a la Skinner: Tier versucht, durch sein Verhalten einen bestimmten Zustand aufrechtzuerhalten(zB sich mit Futter zu versorgen)Reaktion wird nicht vom Reiz ausgelöst, sondern die experimentelle Situation ist ein Kontext für die Regulation des Verhaltens durch das TierErklärt zB Gesetz der intermittierenden Verstärkung:Seltenere Verstärkung erzeugt häufigeres Verhalten, weil nur so der Zweck des Verhaltens erfüllt werden aknn
- Kognitive Fähigkeiten von Tieren Diese Staatkrähe hat aus einem Draht einen Haken hergesellt, mit der sie sich einen Wurm aus einem Gefäß ziehen kann. Vielen der Versuchstiere gelingt dieser Trick schon im ersten Verusch.
- Automatisierung Phasen(Fitts)1.Kognitive Phase: Grundlegende Prozeduren werden gelernt, häufig durch verbale oder schriftliche Anweisung. Erfordert starke Aufmerksamkeit2.Assoziative Phase: Übergang von bewusster kognitiver Kontrolle zu automatischer Ausführung. Nützliche Handlungskomponenten werden verstärkt, störende aussortiert. Feedback spielt eine große Rolle.3. Automatische Phase:Verhaltenkann schnell und kosistent ausgeführt werden und benötigt nur geringe oder keine Aufmerksamkeitsressourcen. Keine kognitive Kontrolle mehr erforderlich, Verhalten kann unbewusst und sogar unabsichtlich ablaufen(Fehlleistungen)