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Einführung in die Psychologie (Subject) / Visuelle Wahrnehmung (Lesson)
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- Die Mehrdeutigkeit visueller Bilder Verschiedenste Objekte können dasselbe Bild auf der Netzhaut erzeugenDas visuelle System muss sich daher für eine "plausible" Interpretation entscheidenIn einem strengen Sinne sind alle unsere Wahrnehmungen "falsch"; weil sie nur (Re-)konstruktionen der wirklichen Welt sind
- Licht Das Sehsystem ist empfindlich für elektromagnetische Strahlng in einem eng umgrenzten Bereich von Wellenlängen. Nur für Strahlung dieser Wellenlängen besitzen wir Rezeptoren. Andere Tierarten können jedoch UV- oder Infrarot-Strahlung wahrnehmen
- Anatomie des Auges Auf der Netzhaut entsteht ein umgekehrtes Abbild unserer Umwelt. Das Auge ist aber keine gute "Kamera": Durch wiederholte Lichtbrechung und-beugung ist das Bild auf der Retina unscharf (s.Folien
- Das retinale Netzwerk Die Photorezeptoren(Zapfen und Stäbchen) liegen auf der lichtabgewandten Seite der Netzhaut. Ihre Signale werden durch ein Geflecht von Zellen an die Ganlienzellen weitergegeben. Die Art der Verschaltung beeinflusst Lichtempfindlichkeit und räumliche Auflösung des Auges, und sie verstärkt den Bildkontrast.
- Zwei Rezeptorsysteme Eigenschaft: Rezeptoren; Photopigment; Empfindlichkeit; Ort auf der Netzhaut; Farbdiskrimination; SehschärfePhotopisch: Zapfen; Drei verschiedene Zapfenopsine; Niedrig, für das Tagessehen; Konzentriert in der Fovea; Trichromatisch; Sehr gut in der Fovea, schlechter ausserhalbSkotopisch: Stäbchen; Rhodopsin; Hoch, für das Sehen bei Nacht; Außerhalb der Fovea; Farbenblind; niedrig
- Gegenfarbmechanismen Rot vs Grün, Gelb vs Blau, Hell vs Dunkel
- Rezeptorverteilung In der Fovea befinden sich nur Zapfenam "blinden Fleck" gibt es keine Rezeptoren: dort tritt der Sehnerv ausDie Dichte der Zapfen nimmt zur Peripherie hin rasch ab, es gibt aber überall ZapfenEs gibt mehr Stäbchen(100 Mio.) als ZapfenIn der Fovea sind die Rezeptoren dicher gepacktFolge: wir kommen mit weniger Zapfen aus, müssen dafür aber unsere Augen bewegen
- Retino-kortikale Bahnen ABBILDUNGDie Sehbahnkreuzung(chiasma opticum) sorgt dafür, dass die linke Hälfte des visuellen Feldes in der rechten Gehirnhälfte verarbeitet wird(und umgekehrt)
- Rezeptive Felder im visuellen Kortex Das visuelle Feld einer Zelle ist der Bereich des visuellen Feldes, auf den die Zelle reagiert. Viele Zellen werden nur durch ganz spezielle Reize erregtIm primären visuellen Cortex sind soclhe Reizmerkmale systematisch und topographisch angeordnet
- Helligkeitswahrnehmung und Helligkeitskonstanz Physikalische Größen:Illluminanz,IDas Licht, das auf die betrachtete Fläche fälltLuminanz,LDas Licht, das von dieser Fläche ins Auge gelangtReflektanz,RDer Prozentsatz des Lichts, der von der Fläche reflektiert wirdPsychologische MaßeBrightness:Die wahrgenommene LuminanzLightness:Die wahrgenommene Reflektanz
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- Die Rolle der Beleuchtung Zwei Flächen gleicher Luminanz: Interpretation der Beleuchtung bestimmt, welcher die höhere Lightness zuordnetNötige Annahmen: Geometrie der Oberfläche, Anordnung von Lichtquellen uswHelligkeitsillusionen zeigen also, dass das System das Luminanzbild in Reflektanz- und Illuminanzanteile zerlegt: Es interpretiert nicht die Brightness einer Fläche, sondern die Lightness!
- Die Rolle der Transparenz: Adelsons Snake Illusion Das visuelle System zerlegt das Luminanzbild in Reflektanz- und Transparenzanteile: Wie hoch muss die Lightness der Flächen hinter dem transparenten Fulm sen?
- Das Problem der Größenkonstanz Verschieden starke Kontrastkanten werden bei Blickbewegungen unterschiedlich schnell signalisiert. Dadurch entstehen illusorische Bewegungssignale, die über das gesamte Blickfeld hinweg miteinander vernetzt werden
- unmögliche Wahrnehmungen Manche Konstanzannahmen sind so tief in unserem visuellen System verankert, dass wir abweichende Reize buchstäblich nicht sehen können. Zum Beispiel sind wir nicht in der Lage, eine Gesichtsmaske als hohl wahrzunehmen.