Pädagogische Psychologie 1 (Subject) / 6 (Lesson)
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Qualität des Unterrichts und Optimalklassen
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- Was sind allgemeine Merkmale guten Unterrichts? Lernen aus Beispielen und Modellen Strukturiertheit des Unterrichts Kooperatives Lernen Übungen Lernen durch Erkunden Kognitive Aktivierung Feedback Unterstützendes Unterrichtsklima
- Welche unterschiedlichen Konzepte von Chancengleichheit kennen Sie und welche Implikationen gehen damit einher? Liberaler Begriff von Chancengleichheit: Jeder hat die Chance, aus sich das Beste zu machen. Das Bildungssystem stellt dazu Mittel zur Verfügung, derer sich jeder frei bedienen kann. (Gefahr: die Unterschiede zwischen Starken und Schwachen werden größer) Sozialer Begriff von Chancengleichheit: Da Menschen von Beginn an mit unterschiedlichen Chancen ausgestattet sind, sollte das Bildungssystem ungleiche Chancen kompensieren, also denjenigen mit weniger Chancen helfen, diese zu verbessern. (Gefahr: es wird einseitig in die Schwächeren investiert)
- Was versteht man in Bezug auf die Entwicklung der Schulleistung in Klassen unter Qualifizierung und Egalisierung? Qualifizierung: durchschnittliche Steigerung des Leistungsniveaus Egalisierung: Verringerung von Leistungsunterschieden
- Inwiefern ist das Ziel der Egalisierung problematisch, insbesondere unter Berücksichtigung der empirischen Befunde hierzu? Die Nivellierung klasseninterner Leistungsunterschiede könnte auf Kosten einer optimalen Leistungsförderung der leistungsstärkeren Schüler gehen. Empirische Befunde bestätigen dies.
- Was versteht man unter Optimalklassen? Optimalklassen sind solche Klassen, in denen sowohl Qualifizierung als auch Egalisierung gelingt.
- Welche Bedingungen haben sich als förderlich für das Entstehen von Optimalklassen erwiesen? Welche Bedingungen scheinen hierfür eher weniger wichtig zu sein? Effiziente Klassenführung, hohe Aufgabenorientierung und große Klarheit der Lehreraussagen sind wichtig für die Qualifizierung. Hohe Langsamkeitstoleranz, hohe Adaptivität, hohe diagnostische Sensibilität und gute affektive Beziehung sind wichtig für die Egalisierung. Erhobene Kontextmerkmale (Klassengröße, Ausländeranteil, Intelligenzniveau, Vorkenntnisniveau und Vorkenntnisstreuung) trugen nichts zur Aufklärung bei.
