5 Intra- und interpersonelle ASpekte psychischer und psychisch mitbedingter Stör (Subject) / 5.3 Paar- und Familientherapie (Lesson)

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5.3.1 Kognitiv behaviorale Therapie

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  • Indikationen dann indiziert, wenn eine Störung durch zwischenmenschliche Probleme verursacht und aufrechterhalten wird oder wenn sie die Therapie von psychischen Störungen verhindern oder erschweren. Voraussetzung für die Durchführung der Therapie ist, dass alle Beteiligten zur Mitarbeit motiviert sind.
  • Spezifische Diagnostik Das Erstgespräch mit dem Paar oder der Familie dient der Infogewinnung. Dabei können auch Fragebögen (z.B. Partnerschaftsfragebogen PFB, Problemliste PL) eingesetzt werden. Die anschließende Verhaltensanalyse, die Erfassung der Änderungswünsche und die Einführung in die Therapietechniken erfolgen meist in Einzelsitzungen.Am Ende der Diagnostikphase steht die gemeinsame Sitzung zur Therapievereinbarung. Ziele der Diagnostik liegen neben der Erfassung des Status quo in der Entwicklung von positiven Erwartungen und der Aktivierung von familiären Ressourcen.
  • Kommunikation und Problemlösen in Krisenzeiten; Problemlösetraining Problemlösefähigkeiten des Paares oder der Familie in Krisenzeiten durch mangelnde Kommunikationsfertigkeiten eingeschränkt. Beim Problemlösetraining wird geübt, das Problem zu beschreiben, nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die beste Möglichkeit zu wählen sowie das Verhalten im Alltag umzusetzen und zu überprüfen.
  • erfolgreiche Kommunikation Kommunikation verbessert sich auf der Sprecherseite durch Ich-Gebrauch, Mitteilung von Gefühlen, Gegenwartsbezogenheit, Vermeidung von Anklagen und Defensivität sowie auf der Zuhörerseite durch aktives Zuhören, offene Fragen, positives Feedback und Rückmeldung von Gefühlen.
  • Reziprozität Unter Reziprozität versteht man: A wird B belohnen, wenn A vorher von B belohnt wurde.
  • Steigerung positiver Reziprozität Reziprozitätstrainings bestehen aus Sitzungen zur Verhaltens- und Bedingungsanalyse, zum Thema "Balance von Kosten und Nutzen", zum Kommunikationstraining und zur Konfliktlösung. Ähnlich funktionieren Programme zum Aufbau des positiven Austauschs. Dabei wird die Zufriedenheit durch das Erleben von mehr angenehmen Erlebnissen in der Partnerschaft oder Familie erhöht. Oft werden dabei so genannte Quid-pro-quo-Verträge zwischen den Familienmitgliedern geschlossen.
  • kognitive Ansätze Durch kognitive Techniken sollen die eingeschliffenen dysfunktionalen auf den Partner oder die Familie bezogenen Kognitionen wie unangemessene Kausalattributionen (z.B. "Er macht das absichtlich."), unzutreffende Erwartungen (z.B. "Sie muss immer für mich da sein.") oder überzogene Normen (z.B. "Man macht das so.") bearbeitet werden. Die Familienmitglieder lernen, dass ihre Sichtweisen subjektiv und veränderbar sind.
  • Krisenintervention Viele Pat. nutzen die Paar- oder Familientherapie als "letzte Möglichkeit", wenn es fast zu spät ist.Die Situation hat daher oft den Charakter einer aktuellen Krise. In der Initialphase der Therapie sollten in diesem Fall typische Kriseninterventionen eingesetzt werden. Das Ziel liegt darin, die momentane Situation zu relativieren und zu entdramatisieren.
  • Psychoedukation Psychoedukation ist eine systematische didaktisch-psychotherapeutische Intervention. Das Ziel liegt in der Vermittlung umfassender Informationen (z.B. über adäquate Kommunikations- und Problemlösestrategien oder über die Art der geplanten therapeutischen Interventionen) mit konkreter Anwendung auf den eigenen Fall.