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EL - Modul 1 (Subject) / ET-06 / a / wa (Lesson)

Grundlagen und Aufgaben

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  • Was sind die Vorteile und die Nachteile von 5 - 6 kleineren Mahlzeiten gegenüber 3 großen Mahlzeiten pro Tag? bessere Kontrolle des Hungers geringere Schwankungen des Blutzuckerspiegels konstantere Energieversorgung Stoffwechsel fällt nicht so schnell ab Vorbeugung vor großen Hungerphasen und dadurch bedingter überhöhter Nahrungszufuhr Nachteil: funktioniert sehr gut, aber nur bei Personen mit intaktem Sättigungsempfinden. Meist haben Übergewichtige aber kein natürliches Sättigungsgefühl mehr und essen eher zügellos. Für diesen Personenkreis ist es hilfreicher, 3 größere Mahlzeiten pro Tag zu empfehlen.
  • Welches sind die Hauptursachen von Adipositas? genetische Veranlagung falsche Ernährungsweise Bewegungsmangel Psychische Faktoren (z.B. Belohnungssystem über Essen) Soziale Faktoren (Kulturelles und soziales Umfeld, Lebensbedingungen)
  • Warum sind streng unterkalorische Reduktionsdiäten zur langfristigen Gewichtsreduktion ungeeignet? Das Kaloriendefizit sollte maximal 500 kcal / Tag betragen. Ein größeres Kaloriendefizit bewirkt zwar kurzfristig auch mehr Abnahme, allerdings wird über die Entleerung der Glykogenspeicher auch viel Körperwasser verloren, was aber am Körperfettanteil nichts ändert. Bei jeder hypokalorischen Ernährung versucht der Körper den Grundumsatz zu senken, indem er Muskelmasse abbaut und das freigegebene Muskelprotein zur Energiegewinnung nutzt. Je größer das Kaloriendefizit ist, desto größer wird auch der Muskelabbau sein Bei Ernährung mit weniger als 1300 - 1500 Kalorien ist es praktisch unmöglich, alle essentiellen Nährstoffe in ausreichender Menge zuzuführen. Mangelernährung ist die Folge strenk unterkalorische Reduktionsdiäten können nur immer auf begrenzte Zeit durchgehalten werden, danach wird wie zuvor gegessen. Der Jojo-Effekt ist dann vorprogrammiert.
  • Warum ist bei einer Ernährungsumstellung zur Gewichtsreduktion die Betrachtung des Energieverhältnisses der Makronährstoffe nicht ausreichend? Gemäß dem Gesetz der Isodynamie wäre eine Gewichtsreduktion auch möglich, wenn 90% der zugeführten Energie aus Fett stammt und nur 10% aus Kohlenhydraten und Proteinen, solange die Energiebilanz negativ ist. Allerdings würde die Person dann nicht satt werden und auch keinesfalls ausreichend mit allen  Vitalstoffen versorgt werden. Auch die Körperzusammensetzung würde bei einer solchen Diät kaum positiv beeinflusst werden.
  • wie hoch ist aus gesundheitlicher Sicht der maximal sinnvolle und realistische Körperfettverlust pro Woche? Begründen Sie ihre Angabe. Realistisch sind etwa 0,5 kg pro Woche. Um 500 g Körperfett pro Woche zu verlieren müssen während dieser Woche etwa 3500 kcal eingespart werden. (7000 kcal pro kg Körperfett) Es sollte bei einer Ernährungsumstellung zwar ein Kaloriendefizit gehalten werden, jedoch sollte die Energieaufnahme nie unter den individuellen Grundumsatz fallen, da sonst eine ausreichende Versorgung mit Vital- und Nährstoffen nicht mehr gegeben ist, und auch der Stoffwechsel sich verlangsamt (parallel dazu auch Muskelproteinabbau) somit die Gefahr des Jojo-Effektes steigt. Um eine ausreichende Versorgung sicherzustellen sollte das Energiedefizit 500 kcal / Tag nicht überschreiten. 500 kcal / Tag * 7 Tage = 3500 kcal / Woche entsprechen rund 0,5 kg
  • Erläutern Sie den Stellenwert des Sportes bei einer Gewichtsreduktion. Welche besondere Rolle kommt dabei dem Krafttraining zu? Sport erhöht den Kalorienverbrauch und hilft so eine negative Energiebilanz zu halten, hilft, dem Muskelabbau entgegen zu wirken Kraftsport erhöht die Muskelmasse und dadurch auch den Grundumsatz  Nach einem Kraftsporttraining kann häufig eine Erhöhung der Stoffwechselrate für ein bis zwei Tage beobachtet werden (Nachbrenneffekt)
  • Welches sind die Parameter, die zur Klassifizierung der Adipositas herangezogen werden? Body-Mass-Index Körperfettanteil Körperfettverteilung Die Diagnose der Adipositas nach diesen Parametern ist international vereinheitlicht.
  • Auf wie hoch wird derzeit der Einfluss der genetischen Veranlagung auf das Körpergewicht geschätzt? Nach momentanen Erkenntnissen wird Übergewicht zu 50 -60& durch die Erbanlagen bestimmt und stellt damit den Haupteinflussfaktor dar. Dennoch ist es möglich, durch regelmäßigen Sport und ausgewogene Ernährung gesundheitlich unbedenkliche Körperfettwerte zu erreichen.
  • Was kennzeichnet die typische Ernährung in den Industriestaaten, die für die Entstehung von Gewichtsproblemen verantwortlich zu machen ist? Fastfood im Sinne hochverarbeiteter Nahrungsmittel, die hyperkalorisch und deutlich zu reich an Zucker und Fett ist. Die Energieaufnahme liegt dabei schnell über dem Verbrauch, wobei viele wichtige Nährstoffe (z.B. Vitamine, SPS) fehlen, weil sie schon in der Herstellung der Nahrungsmittel zerstört und durch künstlich Erzeugte, meist Unwirksame ersetzt werden.
  • Welches können Begleit- und Folgeerkrankungen von Adipositas sein? Diabetes mellitus Typ 2 Fettstoffwechselstörungen Gicht (Hyperurikämie) Hypertonie (Entwicklung linksventrikulärer Hpyertrophie) KHK, Apoplex Herzinsuffizienz eingeschränkte Lungenfunktion Skeletterkrankungen (LWS-Syndrom, Arthrosen) Blutgerinnungsstörungen (Thrombosen, arterielle Blutgerinnsel) Schlaf-Apnoe-Syndrom Erkrankungen des Intestinaltraktes (Gallensteine, Leberverfettung) Tumore verschiedener Organe (Eierstöcke, weibliche Brust, Gebärmutter, Darm, Prostata, Niere) hormonelle Störungen Allgemeinbeschwerden (Schwitzen, schlechte Leistungsfähigkeit und Fitness) psychosoziale Konsequenzen (Depressionen, Scham, Angst) Einschränkung der Aktiväten des täglichen Lebens erhöhtes Operations- und Narkoserisiko
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  • Was sind die Effekte einer extremen Reduktionsdiät? Glykogenspeicher werden schnell abgebaut und glykogengebundenes Körperwasser freigesetzt (erster großer Gewichtsverlust) Abbau von Fettgewebe aber auch Abbau von Muskelgewebe (gesamtkataboler Prozess) Absenken der Stoffwechselrate durch einen sinkenden Leptinspiegel. Proportional zum Leptinspiegel wird der Grundumsatz gesenkt und gleichzeitig Appetit und Hungergefühl gesteigert, was letztlich zum Abbruch der Diät führt. durch die verminderte Stoffwechselrate und eine hyperkalorische Kost im Anschluss an die Reduktionsdiät werden die Fettspeicher schnell wieder aufgefüllt  bzw. weiter aufgebaut.