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Arbeits- und Organisationspsychologie (Subject) / 4b (Lesson)
Partizipation
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- DEFINITION: „Partizipation sei die Gesamtheit der Formen, d. h. direkte (unmittelbar persönliche) oder indirekte (mittelbar über Vertreter oder Institutionen), und Intensitäten, d.h. von geringfügigen bis umfassenden, mit denen Individuen, Gruppen, Kollektive durch selbstbestimmte Wahl möglicher Handlungen ihre Interessen sichern"
- Regeln zur Förderung der Entscheidungsqualität • Informationsregel: Führungskraft hat nicht genügend Informationen → Vermeidung autoritäer Stil (A1) •Zielüereinstimmungsregel: Mitarbeiter haben nicht genüend Informationen, um gute Entscheidung zu treffen → Vermeidung partizipativer Stil (G2) •Regel fü unstrukturierte Probleme nicht genüend Informationen und Expertise vorhanden und Problem ist unstrukturiert → autoritäer Stil vermeiden (A1, A2, B1)
- Regeln zur Förderung der Entscheidungsakzeptanz → wenn Entscheidungsakzeptanz seitens der Mitarbeiter fü eine effiziente Entscheidungsausfürung wichtig •Akzeptanzregel: → autoritäen Stil vermeiden (A1, A2) •Konfliktregel: …und Mitarbeiter sind unterschiedlicher Meinung üer Entscheidungsziele → autoritäen Stil vermeiden (A1, A2, B1)
- Partizipativer Führungsstil in Abhängigkeit von: Bedeutung der Entscheidung Wichtigkeit des Commitments Expertise der Führungskraft Wahrscheinlichkeit des Commitments Unterstützung durch Gruppe Expertise der Gruppe Teamkompetenz
- Vorteile von Gruppenentscheidungen Verarbeitung komplexer Informationen möglich Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen möglich, demokratische Entscheidung wahrscheinlicher Beurteilung einer Lösung durch mehrere Personen bedeutet Perspektivenvielfalt Risikobereitschaft kann vorteilhaft sein Akzeptanz der Entscheidung größer Kreativität durch Meinungsvielfalt
- Nachteile von Gruppenentscheidungen Zeitaufwand kann höher sein Dominanz einer oder weniger Personen möglich Druck zur Konformität, Gruppendenken-Phänomen Risikobereitschaft kann extrem sein Verantwortungsstreuung
- Ebenen der Partizipation Arbeitsplatz Gruppe Abteilungen Betrieb / Unternehmen Konzern Kunde
- Reichweite von Partizipation • Beteiligung an strategischen, d.h. unternehmens-politischen und -strukturierenden Planungen undEntscheidungen • Beteiligung an taktischen Planungen und Entscheidungen • Mitbestimmung in der Arbeitsgruppe und am Arbeitsplatz (operationale Entscheidungsbereiche)
- Indirekte und direkte Partizipation Indirekt • Betriebsrat • Gewerkschaften • Berufsverbände Direkt •Partizipative Kleingruppe •Teilautonome Arbeitsgruppe
- Erklärungsansätze zur Wirkung von Partizipation Kognitiver Erklärungsansatz Bei partizipativen Strukturen werden mehr Informationen ausgetauscht Entwicklung eines gründlicheren Problemverständnisses Möglichkeit eigenes Wissen/Erfahrungen einzubringen Erweiterung der Qualifikation Partizipation wirkt sich stärker auf Produktivität aus als auf Zufriedenheit
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- Erklärungsansätze zur Wirkung von Partizipation Motivationaler Erklärungsansatz durch Partizipation werden Bedürfnisse höherer Ordnung befriedigt Annahme, dass kein direkter Zusammenhang zwischen Partizipation und Produktivität besteht, sondern Reduktion von Widerstand und Anwachsen von Motivation Partizipation hat v.a. bei Jenen positive Auswirkungen, wo Bedürfnisse nicht durch andere Aspekte der Arbeit befriedigt werden Partizipation wirkt sich stärker auf Zufriedenheit als auch Produktivität aus
- Erklärungsansätze zur Wirkung von Partizipation Integrativer Erklärungsansatz Annahme einer Reihe von zusätzlichen (Moderator-)Variablen Persönlichkeitsfaktoren: Bedürfnis nach Unabhängigkeit, geringer Autoritarismus Wichtigkeit von Partizipation (Werte) Reichweite der Entscheidungen (Komplexität)