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EL - Modul 1 (Subject) / ET-05 / a / wa (Lesson)

Grundlagen und Aufgaben

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  • Was beinhalten Referenzwerttabellen und von wem werden sie erstellt und veröffentlicht? Referenzwerttabellen beinhalten konkrete Angaben, welche Nährstoffe in welchen Mengen aufzunehmen sind, um den Bedarf an Nährstoffen zu decken. Ersteller und Herausgeber von Referenzwerttabellen sind nationale und internationale Ernährungsgesellschaften.
  • Nenne Beispiele für nationale und internationale Ernährungsgesellschaften International: WHO (World Health Organization - Weltgesundheitsorganisation = Sonderorganisation der vereinten Nationen mit Sitz in Genf und 194 Mitgliedsstaaten) FAO (Food and Agriculture Organization - Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation = Sonderorganisation der vereinten Nationen mit Sitz in Rom und 194 Mitgliedsstaaten) national (deutschsprachiger Raum): DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., Sitz in Bonn- Plittersdorf) ÖGE (Österreichische Gesellschaft für Ernährung) SGE (Schweizerische Gesellschaft für Ernährung)[Seit 2000 kooperieren diese drei Ernährungsgesellschaften, um gemeinsame Referenzwerte herauszugeben. Die veröffentlichten Tabellen werden auch als die "DACH-Referenzwerte" bezeichnet]
  • Was ist der sogenannte DRI (WHO und FAO) und in welchem Verhältnis dazu stehen die DACH-Referenzwerte? 1997 von WHO und FAO entwickelt, ersetzt den früher verwendeten RDA, entspricht i.W. den "DACH-Referenzwerten für die tägliche Zufuhr von Nährstoffen" setzt sich aus 4 Kerngrößen zusammen EAR = Estimated Average Requirement (tägl. Zufuhrmenge, die ausreicht um den Bedarf von 50% einer definierten Personengruppe zu decken) RDA = Recommended Dietary Allowance (tägl. Zufuhrmenge, die ausreicht um den Bedarf von 98% einer definierten Personengruppe zu decken) AI = Adequate Intake (experimentell ermittelt, wenn verlässliche Referenzwerte zum RDA fehlen) TUL = Tolerable Upper Level (höchste Zufuhrmenge, die keinen nachteiligen gesundheitlichen Einfluss hat) Die DACH-Referenzwerte (= Bedarfswerte)  ≈ RDADie DACH-Schätzwerte ≈ AI Die DACH-Richtwerte = geben Orientierungshilfe für die Zufuhr von Nährstoffen, wenn Bedarf nicht bekannt ist und keine Schätzwerte abgegeben werden können Bei den DACH-Referenzwerten werden keine zu EAR und TUL vergleichbaren Werte angegeben.
  • Was sind die üblichen Eckpunkte der klassischen Ernährungsempfehlungen etablierter Ernährungsgesellschaften? Kohlenhydratreiche Kost (50-55%) aus komplexen, ballaststoffgebundenen KH, maximal 15% aus schnellverfügbaren, konzentrierten KH, mindestens 30-40g Ballaststoffe Kontrolle des Gesamtfettanteils, Begrenzung auf 30%, dabei jeweils ein Drittel aus gesättigten, einfach ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Cholesterin max. 300 g Hochwertiges Proteinangebot, ca. 10-15% unter Beachtung der biologischen Wertigkeit Hohe Nährstoffdichte der zugeführten Nahrungsmittel Niedrige Energiedichte der zugeführten Nahrungsmittel Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, mindestens 2-3 l an geeigneter Flüssigkeit
  • Wovon essen wir laut der DGE (Soll-Ist-Vergleich) zu viel und wovon zu wenig? zu viel: Energie (aus Fett, Zucker und Alkohol) Protein (tierischer Herkunft) gesättigte Fette Natrium Phosphat Cholesterin, Purin tierische Lebensmittel allgemein zu wenig: komplexe Kohlenhydrate (Ballaststoffe, Stärke) ungesättigte Fette, Kalzium, Magnesium Eisen, Fluor, Zink, Selen Jod Vitamine B1, B2, B6, C, E Folsäure, Carotinoide pflanzliche Lebensmittel
  • Was ist eine Fachgesellschaft, was sind ihre Aufgaben? Nenne Beispiele für Fachgesellschaften. Eine Fachgesellschaft ist ein Zusammenschluss von wissenschaftlich aktiven oder interessierten Personen, die wissenschaftliche Tagungen und Kongresse organisieren sowie wissenschaftliche Publikationen erstellen und/oder herausgeben. Fachgesellschaften im Bereich Ernährung sind: DGE = (höchste in der Hierarchie), Vermittlung ernährungswissenschaftlicher Erkenntnisse und Gesundheitsförderung/Qualitätssicherung durch Aufklärung, Herausgabe von Beratungsstandards und Referenztabellen sowie die Fachzeitschrift Ernährungs-Umschau DACH = Zusammenschluss für Herausgabe gemeinsamer Referenzwerte VDOe = Berufsverband der Ökotrophologen, Vertretung von Berufsinteressen, Erschließung und Sicherung von Arbeitsgebieten VDD = Berufsverband der Diätassistenten, Vertretung von Berufsinteressen, Unterrichtung über aktuelle Probleme und neue Erkenntnisse der Ernährung und Diätetik VFED = Verband für Ernährung und Diätetik, Vermittlung aktueller Erkentnisse aus der Ernährung und Diätetik, Vernetzung der Fachkräfte DGEM = Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin, ernährungsmedizinische Versorgung, Fort- und Weiterbildung DDG = Deutsche Diabetes Gesellschaft, Vernetzung der Fachkräfte für Prävention, Forschung und Therapie, Erstellung von Richt- und Leitlinien Deutsche Adipositas Gesellschaft, Vernetzung von Wissenschaft, Förderung und Anwendung in Prävention, Diagnostik und Therapie
  • In welchem Turnus veröffentlicht die DGE ihren Ernährungsbericht für Deutschland? Alle vier Jahre veröffentlich die DGE einen nationalen Ernährungsbericht, in dem die Ernärungssituation der deutschen Bevölkerung beschrieben und bewertet wird. Der letzte Ernährungsbericht der DGE wurde 2012 veröffentlicht
  • Was sind die wichtigsten Themen, die im Ernährungsbericht der DGE behandelt werden? Ernährungssituation in Deutschland toxikologische Aspekte der Ernährung mikrobiologische Aspekte der Ernährung Vitamin- und Mineralstoffgehalte pflanzlicher Lebensmittel, Einfluss der Ernährung auf die Tumorentstehung, Einfluss sekundärer Pflanzenstoffe auf die Gesundheit, Darstellung und wirkunf von Ernährungsinformationen im TV Anreicherung von Lebensmittel neue Produktkonzeptionen
  • Welche Ernährungsprobleme werden im Ernährungsbericht für die deutsche Bevölkerung beschrieben? zu zucker- und fettreich, zu hohe Energiezufuhr Obst- und Gemüseverzehr im Steigen begriffen aber noch zu gering Soziale Unterschiede machen sich bemerkbar, sozial schwächere Menschen ernähren sich häufig unzureichender Ballaststoff- und Omega-3-Fettsäuren-Zufuhr ist zu niedrig Das Verhältnis der Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren ist unausgewogen bei 1:7 Allgemein ist eine ausreichende Vitaminversorgung gegeben, Aunahmen bilden Vitamin D, Folsäure, Pantothensäure Die Mineralstoffzufuhr ist unausgewogen, Natriumzufuhr ist zu hoch, Calcium, Jod und Eisen sind (v.a. bei Kindern) zu niedrig
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