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Biologie - Neurobiologie, Stoffwechsel und Verhalten (Subject) / VL1 Verhalten (Lesson)
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- DEFINITION VON VERHALTEN? Die Gesamtheit aller Leistungen, die von Tieren oder Menschen bei der Auseinandersetzung mit ihrer jeweiligen Umwelt erbracht werden Beinhaltet oft Umsetzung von Sensorik→Motorik
- ETHOLOGIE: vergleichende Verhaltensforschung, man untersucht meist das natürliche Verhalten von Tieren (Ethogramm), oft auch unter Freilandbedingungen, starkes Interesse an Evolution/Zusammenspiel Gene +Umwelt (angeboren+erlernt)
- EXPERIMENTELLE PSYCHOLOGIE untersucht meist Modellorganismen (Ratte, Taube, Maus) unter Laborbedingungen Starkes Interesse an Lernvorgängen.
- 4 ANSÄTZE UND UNTERDISZIPLINEN ULTIMATIVE FAKTOREN = Funktionen Evolution Adaptive funktion( soziobiologie Verhaltensbiologie) PROXIMATE FAKTOREN = Ursachen Interne und externe Mechanismen Individualentwicklung
- ARISTOTELES METHODEN ( Verhaltensanalysen) • INDUKTIV: allgemeine Schlussfolgerungen durch gezielte Beobachtungen -> 1.Kurstag• VERGLEICHEND: Beobachtungen von Phänomenen bei verschiedenen Arten ->4. Kurstag • ANEKDOTISCH: Allgemeine Schlüsse durch einzelne Beobachtungen, keine Verifizierung• VITALISTISCH: alles Verhalten wird von vis vitalis (Lebenskraft) gelenkt, nicht wissenschaftlich untersuchbar• TELEOLOGISCH: alles Verhalten ist zweckgerichtet• ANTROPOMORPHISCH: Verhaltensanalyse aus menschlicher Sichtweise, nicht objektiv (‚der gemeine Kuckuck‘, ‚der listige Fuchs‘ ‚der mutige Löwe‘)
- DARWIN zu Verhalten 1.VERHALTEN UNTERLIEGT, WIE ANDERE MERKMALE, DER SELEKTION2.Stammesgeschichtliche Herkunft von angeborenen Gesten.3.Lachen und Weinen angeboren? (existiert in vielen Kulturen)
- BEHAIVORISTEN/- mus Burrhus Skinner (1904-1990)alles Verhalten lässt sich auf Reize und Reaktionen zurückführen, alles ist erlernt, auch Empfindungen, Aufmerksamkeit Edward Thorndike (1874-1949) ,An experimental study of the associate processes in animals. SKINNERBOX / Puzzle box=> OPERANTE KONDITIONIERUNG (Versuch/Irrtum Lernen) John Broadus Watson (1878-1958) Introspektion :nein (der seelische zustand Individiums wird vernachlässigt) Beobachung :ja (nur das Verhalten / Reaktion wird beobachtet) Black box =>klassische Konditionierung
- Jacob von Uexkülls FUNKTIONSKREIS In der Außenwelt-->Wiekmalsträger*OBJEKT* merkmalsträger -->Innenwelt-->Rezeptor--> Merkwelt--> Merkorgan--> Wirkorgan--> Wirkwelt--> Effektor-->Wiekmalsträger*OBJEKT
- RITUALISIERUNG: Stammesgeschichtlicher Funktionswechsel von ursprünglich neutralen Verhaltensweisen in Signalhandlungen• Aufstellen von Kiemen->Aggression• Auffällig, unmissverständlich• Jedes Merkmal, das evolutiven Auslesemechanismen unterliegt (Verhalten, Physiologisch, Entwicklungsgeschichtlich , Morphologisch) kann so verstärkt werden z.B. Farbveränderungenbeispiele:• Putzbewegungen -->Balz• Schwimmen (Flossen), Atmen (Kiemen) -->Aggression
- BEGRÜNDER DER KLASSISCHEN ETHOLOGIE NikoTinbergen --> die 4 Fragen Konrad Lorenz--> Schlüsselreiz.... Karl von Frisch-->
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- Konrad Lorenz Untersuchte Tiere, die an ihn gewöhnt (habituiert) waren, in natürlicher Umgebung • 1. SCHLÜSSELREIZ• 2. ANGEBORENER AUSLÖSEMECHANISMUS• 3. ERBKOORDINATION• 4. HANDLUNGSBEREITSCHAFT• 5. VERHALTENSMORPHOLOGIE • 6. PRÄGUNG
- • 1. SCHLÜSSELREIZ z.b.Pickreaktion junger Silbermöwen• Reizmuster, das bei Wahrnehmung eine bestimmte angeborene Handlung auslöst• einfach • auffällig • eindeutig• Evolutionäre Relevanz: ermöglicht schnelle, stereotype, geeignete Reaktion in Überlebens-oder Fortpflanzungs-relevanten Situationen Erfahrung (Lernen) kann Schlüsselreize modifizieren->Reaktion auf Schlüsselreiz ist angeboren, aber genaue Reizmodalitäten durch Erfahrung modifizierbar
- • 2. ANGEBORENER AUSLÖSEMECHANISMUS • Neurosensorische Filtermechanismen, die das Ansprechen auf Auslösereize bestimmen• z.B. Samtfalter (Eumenis semele) Auslösemechanismus für Farbrelevanz von Blütenanflug anders als Farbrelevanz für Nachfliegen (blau/gelb)
- 3. ERBKOORDINATION • relativ formstarre, leicht wiedererkennbare, artspezifische Verhaltensweisen• Physiologisch: Motorische Sequenz, die keiner sensorischen Rückkopplung bedarf.
- 4. HANDLUNGSBEREITSCHAFT • Bereitschaft eines Tieres, ein bestimmtes Verhalten auszuführen=>Als Antwort auf eine bestimmte auslösende Reizsituation oder spontan z.B. Schlafbereitschaft, Fluchtbereitschaft, Fressbereitschaft, Balzbereitschaft, Kampfbereitschaft, Brutpflegebereitschaft • Beruht auf sich verändernden physiologischen inneren Bedingungen im ZNS und Hormonsystem, -> gleiche Reizmuster werden verschieden bzw. überhaupt nicht beantwortet
- 5. VERHALTENSMORPHOLOGIE • Verhalten ist charakteristisch für die Art (wie Morphologie)ABER: gleiches Verhalten ≠ gleiche Artgleiche Morphologie ≠ gleiche Art
- Karl von Frisch • Bienen: Tanzsprache, Farb-und Geruchssinn• Fische: Gehör und Schreckstoffe