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OHP (Subject) / Iwanowa (Lesson)

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  • Welche neuen Herausforderungen stellt die Arbeitswelt den Menschen im 21. Jahrhundert? • Globalisierung und Verbreitung neuer Informationstechnologien• Veränderung der Beschäftigungsverhältnisse (u.a. Befristungen, Teilzeitarbeit,Arbeitskraft- Unternehmertum)• Arbeitslosigkeit• Älter-werdende Belegschaften• Wachsende Kundenorientierung und Qualitätsmanagement-Anforderungen.Der traditionelle Arbeitsschutz ist mit diesen Entwicklungen überfordert, daher wurden neueLeitlinien für eine moderne betriebliche Gesundheitsförderung innerhalb der EU entwickelt.
  • Was ist die Aufgabe der Occupational Health Psychology? Begriffliche Vereinbarung zwischen der American Psychological Association APA und demNational Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH) in den USA.OHP beinhaltet die Anwendung der Psychologie, um die Qualität des Arbeitslebens zuverbessern und um Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden der Beschäftigten zu schützen undzu entwickeln.
  • Beschreiben Sie kurz die Grundannahmen des Belastungs-Beanspruchungs- Konzepts (Rohmert et.al)? Belastung: Die Gesamtheit, der bei einer Arbeit bestehenden Bedingungen, die Auswirkungenauf den Menschen haben können.Beanspruchung: Die Gesamtheit der für den bzw. im arbeitenden Menschen enthaltendenAuswirkungen der Arbeit.Beanspruchung ist das Ausmaß der Inanspruchnahme der individuellenLeistungsvoraussetzungen durch die Tätigkeit. Der Beanspruchungsbegriff ist neutral.Belastung kann zu gerin, optimal oder zu hoch beanspruchen. Fehlbeanspruchung (UnteroderÜberforderung) und optimale Beanspruchung.
  • Welche sind die Grundannahmen des Anforderungs- Belastungs-Konzepts (Oesterreich et al.)? ANFORDERUNGEN: Kooperation (Betriebsintern – einzeln oder in der Gruppe;Betriebsextern) und Entscheidungen (Spielraum, Zeitbezogene Entscheidungen,Strukturbezogene Entscheidungen)BELASTUNGEN: Zusatzaufwand ( erschwerungen – informatorisch, manuell/motorisch);Unterbrechungen), Monotone Bedingungen (Routinetätigkeiten, Lange Phasen ohneEingriffserfordernis), Zeitdruck (Kontinuierlich, Endtermine)6. Welche sind die Grundannahmen des Demand-
  • Welche sind die Grundannahmen des Demand-Control-Support-Konzepts (Karasek )? Entscheidungsspielraum:1. Qualifikationsanforderungen2. EntscheidungsverantortungPsychische Belastung:1. Arbeitsplatzungsicherheit2. Körperliche Anstrengung3. Unfallgefahr und GefahrstoffeSoziale Unterstützung1. Höherer Entscheidungsspielraum begünstigt ein aktiveres Freizeitverhalten2. Höhere psychische Belastungen sind ein höheres Risiko für die Gesundheit3. Besonders belastend und mit Gesundheitsrisiko verbunden sind Tätigkeiten, wo hoheBelastungen mit geringen Entscheidungsspielräumen gekoppelt sind4. Aktiveres Freizeitverhalten ist besodners ausgeprägt bei Tätigkeiten mit hohenBelastungen und hohen Entscheidungsspielräumen5. Soziale Unterstützung in der Arbeit vermindert die negativen Wirkungen derBelastungen
  • Was bedeutet „vollständige Tätigkeit“? Zyklische Vollständigkeit: Die Tätigkeit enthält außer ausführenden, auchvorbereitende, organisierende und kontrollierende Teiltätigkeiten.3• Hierarchische Vollständigkeit: Die Tätigkeit erfordert psychische Regulation aufverschiedenen Stufen (automatisierte psychische Prozesse, Wahrnehmungs- undVorstellungsprozesse, algorithmische, nichtalgorithmische und schöpferischeDenkprozesse)Kennzeichen vollständiger Tätigkeiten:• Ausreichende Aktivität• Kooperation und Kommunikation• Ausreichende Rückmeldungen• Möglichekeit zu selbstständigen Zielsetzungen (Vornahme und Entscheidung),die sich in neuere und weitere Ziele einbauen lässt• Selbstständige Handlungsvorbereitung (Planen)• Entscheiden über Wege und Mittel der Handlungsausführung• Übertragungsmöglichekeiten des Gelernten auf andere Lebensbereiche
  • Welche sind die „zwei Gesichter der Arbeit“ (Lewin)? Als Last und Mühsal („Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen“) undAls Stolz und Befriedigung („...und siehe es war gut“)
  • Was versteht man unter Arbeitstätigkeit? Zielgerichtete menschliche Tätigkeit Zum Zwecke der Transformation und Aneignung der Umwelt Aufgrund Selbst- oder fremddefinierter Aufgaben Mit gesellschaftlicher, materieller oder ideeller Bewertung Zur Realisierung oder Weiterentwicklung individueller oder kollektiver Bedürfnisse, Ansprücheund Kompetenzen
  • Was versteht man unter Erwerbstätigkeit? Vollzieht sich in einem gesellschaftlich und damit historisch bestimmten Rahmen vonAustauschbeziehungenIn der Regel bei charakteristischer Arbeitsteilung und chrarakteristischen Machtstrukturen
  • Welche psychosozialen Funktionen hat die Erwerbstätigkeit? Aktivität und Kompetenz; Kooperation und Kontakt; Zielstrukturierung; Soziale Anerkennung; Persönliche Identität...
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  • Was besagt das Konzept der „zentralen Lebensinteressen“? Arbeitsorientiert, nicht-arbeitsorientiert und flexibel. Von Robert Dubin
  • Was versteht man unter der „stillen Revolution“ in Bezug auf die Arbeitswelt? Die Werteänderung. Die Zentralität der Arbeit sinkt im Vergleich zu anderen Lebensbereichen,sie verliert ihre Selbstverständlichkeit! Zugleich steigen jedoch die Ansprüche an die Arbeit!
  • Wie wird Gesundheit von der WHO definiert? Unter Gesundheit versteht man nicht einfach das Fehlen von Symptomen, Krankheit oderBehinderung, sondern das vollständige somatische, psychische und soziale Wohlbefinden desMenschen. WHO, 1947!!! (Negativ ausgedrückt...! Begriffe aus Definition von Krankheit...)
  • Was ist das Neue an der Strategie „Gesundheit 2000“? Abwesenheit von Symptomen, Krankheit oder BehinderungPositiv bewertete psychische ErfahrungGleichgewicht (Balance) innerhalb des Selbst und mit der UmweltKapazität (Potential) um persönliche Ziele zu verfolgen sowie Umwelt oder sozialeAnforderungen zu bewältigenProzess von zielgerichteter Handlung bzw. erfolgreicher Bewältigung
  • Auf welche Ebenen werden negative Beanspruchungsfolgen untersucht? KURZFRISTIGE NEGATIVE BEANSPRUNGUNGSFOLGEN: Somatische Ebene: 1. Physiologische Parameter (Erhöhte Herzfrequenz; Blutdurcksteigerung)2. Biochemische Parameter (Ausschüttung von Stresshormonen;Fettsäuren; CholesterinspiegelPsychische Ebene: AnspannungFrustrationÄrgerErmüdungs-, Monotonie und SättigungserlebenVerhaltensebene (individuell): LeistungsschwankungenNachlassen der KonzentrationFehlerSchlechte sensumotorische KorrdinationMITTEL_ BIS LANGFRISTIGE NEGATIVE BEANSPRUCHUNGSFOLGEN:Somatische Ebene: Allgemeine psychosomatische BeschwerdenPsychosomatische ErkrankrungenPsychische Ebene: ZufriedenheitResignationDepressionVerhaltensebene (ind.): FehlzeitenVermehrter Konsum von Nikotin, Alkohol, ArzneimittelVerhaltensebene sozial: KonflikteStreitAggression gegen andereRückzug (Isolierung) innerhalb und außerhalb der Arbeit
  • Was bedeutet das Konzept „Der lange Arm der Arbeit“ in der Arbeitspsychologie? Eingeschränkte Arbeitstätigkeiten führen zu:• Störungen im Wohlbefinden und andauernden psychischen und körperlichenBeschwerden• Abbau der intellektuellen Leistungsfähigkeit• Passives Freizeitverhalten• Erziehung der Kinder zur Gehorsamkeit und konformen Verhalten• Veränderung der Werte und Normen
  • Welchen Bedingungen müssen humane Arbeitstätigkeiten genügen? • Keine Schädigung der psychophysischen Gesundheit• Kein Beeinträchtigen des psychosozialen Wohlbefindens (allenfalls vorübergehend)• Übereinstimmung mit Bedürfnissen und Qualifikationen• Individuelle und/oder kollektive Einflussnahme auf Arbeitsbedingungen und –systemen• Persönlichkeitsentwicklung (Entfaltung von Potentialen und Förderung derKompetenzen)
  • Definieren Sie den Begriff „Ermüdung“. Ermüdung ist eine- durch fortgesetzte Tätigkeit- im Verlaufe von Stunden bis zu einem Tag entstehende- durch Tätigkeitswechsel, Umwelteinflüsse oder Anregungsmittel vorübergehen und- durch Schlaf vollständig aufhebbare Schutzhemmung der Leistungsbereitschaft
  • Welche Symptome begleiten die psychische Ermüdung? Folgeerscheinung von überwiegend psychisch beanspruchender Tätigkeiten(Inforamationsaufnahme und –verarbeitung)- Eine durch hohe willentliche Anspannung weitergeführte körperliche Arbeit (gegenzunehmende körperliche Ermüdung)- Reversible zeitweilige Funktions-, Befindens- und Leistungsbeeinträchtigungen- Rückbildung erfolgt nicht sprunghaft, sondern ist zeitaufwendig
  • Was ist der Unterschied zwischen Ermüdung und Müdigkeitsgefühl? Müdigkeitsgefühl:Erleben, dass die Tätigkeit:- nicht erfolgreich- nur mit Anstrengung oder- überhaupt nicht ausgeführt werden kann.Man ist schlaff, lustlos, unwach und schlafbedürftig!
  • Welche Paradoxien des Müdigkeitsgefühls kennen Sie? Müdigkeitsgefühl ist kein zuverlässiger Indikator für psychische Ermüdung:„Frisch nach der Arbeit“Das Müdigkeitsgefühl ist mitbestimmt von der Bedeutung der Tätigkeit für den Arbeitenden,vom Interesse an und dem Bedürfnis nach ihr!„Müde ohne Arbeit“ Ursachen dafür können unzureichender Schlaf, Symptom beginnenderKrankheiten, anfaltende Konflikte, Befürchtungen, Ängste, Unsicherheit sein„Weniger müde während der Arbeit als danach Hohe Motivation, Leistungsstreben,Verantwortungsbewusstsein oder Ehrgeiz.
  • Wie verändert sich die Motivierung und Zielsetzung bei Ermüdung? ⇒Verlagerung der Ziele von einer optimalen, aktiven Bewältigung des Auftrages auf ein„Laufenlassen“, einen „Dienst nach Vorschrift“⇒ Anspruchsniveauveränderungen⇒ Erfolgs - vs. Misserfolgs Motivierung⇒ Kausalattribuierungen⇒ Affektive Entgleisungen, Kommunikations- und Kooperationsbeeinträchtigungen
  • Wie verändert sich die Orientierung bei Ermüdung? ⇒ Leistungen der Analysatoren werden verschlechtert⇒ Schwellenvergröberungen⇒ Beeinträchtigung der Orientierungsleistungen, die Reaktivierungen vonGedächtnisinhalten betreffen⇒ Beeinträchtigung der Informationsspeicherung
  • Wie verändern sich das Entwerfen von Plänen und die Entscheidungsprozesse bei Ermüdung? ⇒ Größere Zusammenhänge können schlechter überschaut werden⇒ Aufgabenfremde Inhalte werden weniger streng ausgesondert⇒ Abgleiten von der Denkrichtung, Vergessen von Zwischenresultaten, Bedingungen, aberauch Ziele⇒ Erschwertes Entwickeln gedanklicher Schrittfolgen, kreisförmiges Denken
  • Wie verändert sich das Denken bei Ermüdung? Beeinträchtigungen überall! Siehe Folien! Leistung der Analysatoren (Muskeln, opt.Täuschungen...), Informationsspeicherung, Reaktionsverzögerung, beim Entwerfen, beimEntscheidungsverhalten, Ausführens... und eben Denkprozesse:• Verzögerung der Bewusstwerdung von Fehlleistungen• Verschiebung der Entscheidungskriterien• Prüfende Denkstrategien weichen etappenweise Hasardstrategien• Verkapseln, Stereotypie des Denkens• Sinken der Entscheidungsbereitschaft• Starres Haften an Einzelheiten
  • Wie kann man Ermüdung messen? Es gibt keinen einzelnen eindeutigen Indikator für psychische ErmüdungEs gibt nur mehr oder weniger zuverlässige Muster anforderungs- und zeitabhängigerStabilitätsveränderungen mehrdimensinaler Messgrößen. Ratingskalen, SemantischesDifferential nach Osgood, Intervallskalierte Verfahren: AZA Skala Bartenwerfer, EZ SkalaNitsch, BMS Plath und Richter, EBF Kallus
  • Welche Bedingungen müssen Probeleistungen genügen, um als Indikator für Ermüdung eingesetzt werden zu können? Probeleistungen vor und nach der Tätigkeit, häufig auch als TätigkeitsunterbrechungenBegründung: Geleistete Arbeit=Probe der Leistungsfähigkeit; Probe für eine Leistung= Probe fürdie andere Leistung; Abnahme der Leistung= Erscheinungsform der Ermüdung.Mindestanforderungen:• Müssen Leistungscharakter haben• Müssen schnell erlernbar sein• Müssen mindestens Teilidentität mit den leistungsbestimmenden Anforderungen deruntersuchten Tätigkeit haben• Müssen komplexe kognitive Anforderungen enthaltenMethodische Mängel: Merfachbedingtheit kaum kontrollierbar; Stichprobencharakter kannreaktive Anspannungssteigerung hervorrufen; Motivationszuwachs durch die Änderung
  • Welche Wege zur Vermeidung bzw. Verringerung von psychischer Ermüdung gibt es? • Sicherung von ausreichend und ungestörtem Schlaf• Gestaltung von Arbeitszeit und Erholungsregimen• Gestaltung von TätigkeitsstrukturenErmüdungsverringerung durch Training: Ermüdung tritt umso rascher ein, je niedriger dasÜbungsniveau für eine Tätigkeit und damit je höher der individuelle Aufwand ist.
  • Wie kann man die Tätigkeitsstruktur rationalisieren um Ermüdung vorzubeugen? Ermüdungsvorbeugung ist durch das Optimieren unspezifischer und spezifischerAktivierungsvorgänge möglich:• Verrichtungsreduktion: weniger tun und das gleiche Ergebnis erzielen• Verrichtungsverlagerung: etwas anderes effektiver tun und das gleiche Ergebnis erzielen• Verrichtungsmodifikation: das gleiche effektiver tun.Diese Rationalisierungen sind nur möglich, wenn Freiheitsgrade existieren Effektive Tätigkeitsstrukturen:• Erlernen von Handlungsprogrammen und Nutzen fertiger Programme aus demGedächtnis• Erlernen von Kenntnissen, die den kognitiven Transformationsaufwand verringern• Entlastung durch Verlagerung auf taktilkinästetischer Regulation (sensumotorischeFertigkeiten)• Entlastung durch Bilden größerer HandlungseinheitenEntlastung durch Entwicklung antizipativer, planender Vorhergehensweisen:• Erübrigen von Verrichtungen (z.B. optimale Reihenfolge)• Verhüten bzw. Verringern beanspruchender Verrichtungen• Gleichmäßige Verteilung von Anforderungen über die Sicht• Vermeiden von Zeitdruckerleben• Planende Strategie• Entwicklung aufwandsarmer Vorgehensweisen• Übertragung anderweitig bewährter Vorgehensweisen (Transfer) oder Ableitung ausverallgemeinerten Plänen zur Erzeugung von Metaplänen• Anpassung von Bewegungsprogrammen
  • Welche Lernvorgänge nutzt man zur Ermüdungsverringerung • Abbau der anfänglich stark erhöhten Aktivierung (Startaktivierung)• Sensibilisierung• Psychische Automatisierung• Verbalisierung• Intellektualisierung
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  • Wie kann man Ermüdungsvorbeugung durch Kurzpausensysteme erreichen? ⇒ Nicht jede Arbeitsunterbrechung ist eine arbeitsbedingte Erholungspause⇒ Erholungspause muss einigen Bedingungen genügen:
  • Welche Bedingungen sollen eingehalten werden bei der Einführung von Kurzpausensystemen? o Pause eingelegt zum Zwecke der Erholung und muss diesem Zwecke bewusstdieneno Pause muss entspannt verbracht werdeno Haltung muss verändert werdeno Mindestdauer muss gewährleistet seino Mehrere Kurze Pausen haben einen größeren Erholungswert als wenige längerePausen der gleichen Gesamtdauero Systematische Durchführungo Vorbeugende Wirkungo Kompensation der Arbeitsanforderungeno Einsicht der Mitarbeiter gefordert
  • Was sind die Ursachen der Wirkung von Kurzpausensystemen? • Erhöhen den Anteil der reinen Arbeitszeit• Selbst gelegte Pausen sind unzweckmäßig verteilt, sind nicht vorbeugend, sind seltenerund dauern länder als günstig• Optimal organisierte Pausen binden sich am dynamischen Stereotyp
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen Ermüdung, Übermüdung und Erschöpfung? Ermüdung:- das gefühlte Bedürfnis nach Schlaf als Zustand zunehmenden Schlafmangels,körperlicher Anstrengung oder als Folge einer Krankheit, Defatigatio, Müdigkeit- diverse Symptome aus dem Symptomkomplex IDC-10 R53 Unwohlsein undErmüdung- den Alterungsprozess in einem Werkstoff Übermüdung:Übermüdete Menschen leisten weniger, sind erschöpft, unkonzentriert und gereizt, neigenzu Tagesschläfrigkeit, haben ein erhöhtes Unfallrisiko und entwickeln häufigBegleiterkrankungen wie Depressionen.Erschöpfung:- Schwäche- Folgeerscheinungen schwerer Erkrankungen, Erschöpfungs-Syndrom, siehe Fatigue-Syndrom- ein Zustand der totalen Erschöpfung, das Burnout-Syndrom- das Erlöschen des Ausschließlichkeitsrechtes an dem geschützten Gegenstand bzw.der Marke, nachdem diese(r) mit Zustimmung des Patent- bzw. Markeninhabers inVerkehr gebracht worden ist, siehe Erschöpfung (Recht)
  • Wodurch kennzeichnet sich die Monotonie? Reduzierte psychophysische Aktivität. Die Aktivität sinkt infolge spezifischer Beanspruchungab.Besonders fördernd sind Tätigkeiten, die die "Doppelbedingung der Monotonie" erfüllen: Sieerfordern volle Aufmerksamkeit (d.h. sie erlauben keine erleichternden Nebentätigkeiten - wedermotorisch noch erlebnismäßig) und es ist keine gedankliche Auseinandersetzung mit derTätigkeit möglich (Inhalts- und Bedeutungsarmut). Es handelt sich also um eine quantitativeund/oder qualitative Unterforderung.
  • Welche Symptomatik begleitet die Monotonie? Es kommt zu Müdigkeit, Interessenslosigkeit und Gefühlen der Langeweile. Typischerweisetritt bei einem Tätigkeitswechsel eine sprunghafte Rückbildung der Symptomatik undLeistungsverbesserung ein. Dies ist ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung derMonotonie von psychischer Ermüdung (bei der sich die Müdigkeits- undErschöpfungssymptomatik nur zeitaufwändig durch Erholung zurück bildet)
  • Welche situative Bedingungen begünstigen das Entstehen von Monotonie? • Reizarmut der Gesamtsituation• Eintönig-rhythmische Dauerreize mittlerer Intensität• Fehlende Möglichkeit zu körperlicher Bewegung gekoppelt mit Wärme
  • Welche Vorbeugungsmaßnahmen kann man gegen Monotonie einsetzen? • Veränderung der Funktionsverteilung zwischen Mensch und Maschine• Veränderung der Aufgabenteilung zwischen verschiedenen Menschen(Aufgabenbereicherung; Aufgabenerweiterung; Arbeitswechsel)• Organisatorische Hilfsmaßnahmen (zeitliche oder mengenmäßige Gliederung;Arbeitsverdichtung)• Spezielle Ausbildungsmaßnahmen (Einordnung der Tätigkeit in einenSinneszusammenhang; Partizipationsmöglichkeiten; Maximales Entlasten derAufmerksamkeit)• Arbeitsumgestaltung
  • Wie kann man ohne großen Aufwand Monotonie von Ermüdung unterscheiden? Monotonie wird als eintönig, langweilig und abstumpfend erlebt; Die Zeit wird lang und es stelltsich eine gleichgültig apathische Haltung ein. Die Aufmerksamkeit lässt nach und dasMüdigkeitsgefühl wird mit „Dösen“ ausgedrückt.
  • Was ist psychische Sättigung? Psychische Sättigung ist ein Zustand nervös unruhevoller, stark affektbetonter Ablehnung einersich ständig wiederholenden Arbeitsaufgabe oder Arbeitssituation, der mit dem Erleben eines„Auf-der-Stelle-Tretens“ oder eines „Nicht-weiter-Kommens“ verbunden ist. Symptomepsychischer Sättigung sind Leistungsabfall, Müdigkeitsempfinden, Ärger und die Tendenz, sichvon der Aufgabe zurückzuziehen. Der Zustand psychischer Sättigung unterscheidet sich vomMonotoniezustand durch ein gesteigertes psychisches Aktivierungsniveau, das allerdings negativerlebt wird.
  • Was bedeutet Burnout? Mit Burnout/ Ausbrennen, wird ein Zustand physischer und psychischer, kognitiver undemotionaler Erschöpfung in Tätigkeiten der Humandienstleistungen bezeichnet. Tätigkeiten, dieein langzeitiges Engagieren für andere Menschen in emotional belastenden Situationenerfordern. Definition als Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und reduzierterLeistungsfähigkeit.
  • Welche Dimensionen von Burnout werden unterschieden? • Erschöpfung (überbeansprucht, emotional und physisch)• Zynismus (Depersonalisation): kalte, distanzierte Haltung gegenüber der Arbeit und denMenschen dort.• Ineffizienz: reduzierte Leistungsfähigkeit
  • Welche Symptomatik ist bei Burnout charakteristisch? Vorwiegend emotionale Erschöpfung:- Fühlen sich in ihrer Zusammenarbeit mit anderen gefühlsmäßig überfordert- Haben den Eindruck ausgelaugt zu werden- Von ihnen wird mehr herzliche Zuwendung verlangt als sie in der Lage sind zu geben- Klienten geben nicht im gleichen Maße emotionale Zuwendung zurück- Erleben sich nicht als geborgen im sozialen Kontakt, als schwach, hilflos, hoffnungsarm,beängstigt- Sind bekümmert, unglücklich, ihrer Tätigkeit überdrüssigReduzierte persönliche Leistungsfähigkeit:- Gefühl der abnehmenden Kompetenz für ihre eigene Arbeit- Gefühl des immer weniger erfolgreichen Gelingens der Arbeitsaufgaben- Dadurch entsteht zunehmend ein negatives Selbstbild- Sie verlieren an Tatkraft und Idealismus, weil sie zu müde und ausgebrannt sind,abgearbeitet und niedergeschlagenUnwilliges Verhalten gegenüber den Empfängern der Dienstleistungen- Etikettierung der Betreuten- Schuldzuweisung für die Schwierigkeiten und Leiden der Klienten zu diesen Klientenselbst- Zynisches Verhalten gegenüber Betreuenden- Im Extremfall – Aggressionen gegenüber Betreute
  • Welche sind die Entstehungsbedingungen von Burnout? • Arbeitsüberlastung• Mangel an Kontrolle• Mangel an Belohnung• Mangel an Gemeinschaft (wenn positive Kontakte verloren gehen)• Mangel an Fairness• Wertekonflikt (Missverhältnis zwischen den Anforderungen der Arbeit und unserenpersönlichen Prinzipien• Verschleiß der Seele
  • Was kann man zur Verhütung und Vorbeugung von Burnout tun? Organisationsmerkmale:- Optimal unternehmens-organisatorische Abstimmung der Leistungsbereiche- Ausreichende, tendenziell sogar leicht gepufferte Besetzung mit Personal- Familienfreundliche Arbeitszeit- und Schichtregelungen- Qualifizierungs- und Laufbahnentwicklung ermöglichenArbeitsorganisation:- Sichern von Anforderungsvielfalt- Verhüten von einseitigen Fehlbeansprungungen- Einräumen von zeitlichen und inhaltlichen Tätigkeitsspielräumen- Gruppenarbeit- Qualitäts- und GesundheitszirkelSystem der Betreuung von Betreuer (Supervisions- oder Dispensairesystem)- regelmäßige Gruppendiskussionen zu Problemen der Arbeit- Wahlobligatorische Angebote von trainierenden Gruppenaktivitäten (autogenes Training,Yoga..)- Ärztliche Betreuung und Physiotherapie
  • Modell der beruflichen Gratifikationskrisen (Siegrist) Verausgabung: Anforderungen ; VerpflichtungenErwartung „übersteigerte Verausgabungsbereitschaft“Belohnung (Lohn, Gehalt, Wertschätzung, Aufstiegsmöglichkeiten, ArbeitsplatzsicherheitUngleichgewicht aufrechterhalten bei:- Fehlender Arbeitsplatzalternative- Strategischem Verhalten- Psychische Disposition: übersteigerte Verausgabungsbereitschaft