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EL - Modul 1 (Subject) / ET-04 / a / wa (Lesson)
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- Methoden zur Ermittlung der Nahrungsaufnahme indirekte Methoden (Daten aus Statistiken der LM-Produktion und Demoskopie zur Erfassung des Versorgunszustandes einer Bevölkerungsgruppe) ernährungsökonomische Rahmendaten Nahrungsbilanzen direkte Methoden (Unterscheidung in prospektiv und retrospektiv) prospektive Methoden sind: Verzehrprotokolle Ernährungsprotokoll (Wiegeprotokoll) Checklist-Methode (Schätzprotokoll) Duplikatmethode (Doppelportionstechnik) retrospektive Methoden sind: 24-Stunden-Recall (24h-Erinnerungsprotokoll) Food-Frequenzy-List (Verzehrshäufigkeit)
- Wie wird ein Ernährungsprotokoll korrekt durchgeführt? über einen Zeitraum von mindestens 3, besser 7 Tagen schriftliche Dokumentation des Verzehrs während oder direkt nach den Mahlzeiten es sollen sämtliche Mahlzeiten (auch Zwischenmahlzeiten) und Snacks sowie alle Getränke (auch Wasser, Tee, Kaffee) quantitativ erfasst werden (Portionsgrößen ermitteln oder wiegen der Lebensmittel) Präparate und Supplemente (Vitamintabletten, Mineralstoffe...) werden auch notiert
- Warum gilt das Ernährungsprotokoll als "Goldstandard" in der Ernährungserhebung? gegenüber retrospektiven Methoden hat das Ernährungsprotokoll den Vorteil, dass weniger verzehrte Nahrungsmittel (v.a. Snacks) vergessen werden es gibt einen besseren Überblick über die übliche Ernährung einer Person als Schätzprotokolle, da die Portionsgrößenangaben oft sehr ungenau sind es ist weniger aufwändig als die Wiegeprotokolle, da nicht generell alle Mahlzeiten gewogen werden müssen, sofern die Portionsgrößen eingehalten werden. Nachteilig ist aber zu bewerten, dass es eine große Kooperativität des Probanden und eine sehr genaue Unterweisung erfordert, dass das Abwiegen sehr mühselig sein kann und ein Außer-Haus-Verzehr sehr schwierig in der Dokumentation werden kann. So kann es mitunter zur Ermüdung des Probanden kommen
- Was sind Wiegeprotokolle und zu welcher Methode gehören sie? direkte Prospektive Methode alle verzehrten Lebensmittel werden gewogen und dokumentiert
- Was sind Schätzprotokolle und zu welcher Methode gehören sie? direkte prospektive Methode die verzehrten Nahrungsmittel werden in ihrer Portionsgröße geschätzt und dokumentiert
- Wodurch kann zu verfälschten Ergebnissen einer Ernährungserhebung kommen? Verändertes Essverhalten des Probanden während der Erfassung Falschangaben durch Verschätzen bei den Portionsgrößen (underreporting) Manche Mahlzeiten bzw. Lebensmittel werden nicht notiert (ebenfalls underreporting) Achtung: Die Differenz der angegebenen zur tatsächlich aufgenommenen Gesamtkalorienmenge kann durch underreporting zwischen 20 und 50% betragen! Der Fehlerfaktor ist häufig umso größer, je höher der BMI einer Person ist!
- Was ist die Checklist-Methode und zu welchen Methoden gehört sie? direkte prospektive Methode entsprechend des Verzehrs wid ein Strich in Zeile des betreffenden Lebensmittels gesetzt sehr ungenau, weil ein Strich nur aussagt, dass von einem Lebensmittel gegessen wurde, aber nicht wie viel
- Was ist die Duplikat-Methode und zu welchen Methoden gehört sie? direkte prospektive Methode Alle Mahlzeiten werden bereits beim Einkauf bzw. bei der Zubereitung verdoppelt, jedoch nur eine Portion wird verzehrt. Die andere Portion wird im Labor hinsichtlich Nährstoffe und Energieinhalt untersucht werden. sehr teuer und aufwändig sehr genau
- Was ist das 24-Erinnerungsprotokoll und zu welchen Methoden gehört es? direkte retrospektive Methode Protokollierung des Verzehrs des vorausgegangenen Tages sehr ungenau und fehlerbehaftet z.B. durch Verschätzen bei der Portionsgröße oder Erinnerungslücken
- Was ist eine Food-Frequenzy-List und zu welchen Methoden gehört sie? direkte retrospektive Methode In einer Liste mit üblichen Lebensmittel kreuzt der Proband die Häufigkeit an, in der er das Lebensmittel verzehrt aus Kundensicht leichtes Dokumentieren keine Erfassung von konkreten Mengen keine Erfassung von verzehrten Lebensmitteln, die nicht auf der Liste stehen
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- Vorgehensweise bei Nährwertberechnungen (Ernährungsanalyse) mittels Nährwerttabellen. Umrechnung des Nährstoffgehalts (bezogen auf 100g) auf die tatsächlich verzehrte Menge eines Lebensmittels Multiplikation der verzehrten Protein-, KH- und Fettmengen mit ihren Energieinhalten (9,3 kcal = 1 g Fett; 4,1 kcal = 1g KH und Protein) Addition aller Energiewerte = Gesamtkalorienaufnahme Division der Gesamtkalorienaufnahme durch die Anzahl der erfassten Tage = Gesamtkalorienaufnahme / Tag Berechnung des jeweiligen prozentualen Anteils der Makronährstoffe
- Was versteht man unter dem Begriff "Underreporting" in der Ernährungserhebung? Underreporting bezeichnet einen Effekt, dass Probanden während einer Ernährungserhebung falsche Angaben zu der tatsächlich aufgenommenen Nahrung machen, z.B. Portionsgrößen zu klein schätzen Mahlzeiten nur unvollständig dokumentieren bewusstes oder unbewusstes Nichtdokumentieren von Lebensmitteln Underreporting sorgt für eine Differenz zwischen der angegebenen Gesamtkalorienaufnahme und der tatsächlichen Gesamtkalorienaufnahme. Dieser Fehlbetrag kann zwischen 20 und 50% liegen.
- Was versteht man unter prospektiven und retrospektiven Ernährungserhebungen? prospektive Ernährungserhebungen sind "vorausschauende" Ernährungserhebungen, d.h. Mahlzeiten und aufgenommene Nährstoffe werden direkt protokolliert. Zu den prospektiven Ernährungserhebungen zählen Verzehrsprotokollmethoden, Ernährungsprotokolle, Wiege- oder Schätzprotokolle, Checklist-Methode oder die Duplikatmethode retrospektive Ernährungserhebungen sind rückblickende Ernährungserhebungen, d.h. es wird zu einem späteren Zeitpunkt erfasst, was zuvor verzehrt wurde, z.B. am nächsten Tag. Zu den retrospektiven Ernährungserhebungen zählen das 24-Stunden-recall oder die Food-Frequenzy-List
- Welche Informationen bezüglich des Ernährungsverhaltens werden aus der Analyse eines Ernährungsprotokolls ersichtlich? qualitative und quantitative Nährstoffversorgung Identifikation von Ernährungsfehlern zu den Analysedaten gehören: Gesamtenergiezufuhr absolute und prozentuale Zufuhr der Makronährstoffe absolute Zufuhr an Mikronährstoffen und speziellen Lebensmittelinhaltstoffen
- Wofür dient in der Ernährungsberatung ein Soll-Ist-Vergleich? Aus einem Soll-Ist-Vergleich können anhand von (nationalen) Ernährungs- und Zufuhrempfehlungen individuelle Empfehlungen abgeleitet werden