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Psychologie - Logopädie (Subject) / Lern- und Gedächtnispsychologie (Lesson)

Theorien, Arten, operantes Konditionieren

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  • Nennen Sie die vier Theorien zum Lernen. Klassische Konditionierung (Signalllernen) Modelllernen (Beobachtungslernen) Kognitives Lernen (Lernen durch Einsicht) Operante Konditionierung (instrumentelles Lernen)
  • Erläutern Sie die Grundprinzipien der klassischen Konditionierung. ist ein Lernprinzip, bei dem ein ursprünglich neutraler Reiz eine Bedeutung erhält durch wiederholte Verknüpfung mit einem Reiz, der beriets eine Bedeutung hat und zu einer Reaktion führt, löst der ursprünglich neutraler Reiz eine ähnliche Reaktion aus sie ist nicht an das bewusste Verstehen von Zusammenhängen gebunden, kann also auch unbewusst stattfinden
  • Erläutern Sie, was das Modelllernen nach Bandura im Wesentlichen aussagt. = Beobachtungslernen, Imitationslernen Menschen haben die Fähigkeit, durch Beobachtung neues Wissen zu erwerben und das eigene Verhalten zu verändern Es kann sowohl neues Verhalten erlernt werden, als auch wie man sich nicht verhalten sollte das Modell erfährt die Konsequenz des Verhaltens, nicht der Lernende selbst  wichtig ist dabei, dass der Lernende die Konsequenzen beobachten kann
  • Unter bestimmten Bedingungen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Beobachter am Modell lernt. Welche Bedingungen sind das? Persönlichkeitsmerkmale des Modells (Person, die man liebt, bewundert, sympathisch sind, hohes Ansehen haben etc) Persönlichkeitsmerkmale des Beobachters (fehlendes Selbstvertrauen, geringe Selbstachtung, Erfahrungen, Interessen, Triebe, Gefühle etc) Beziehung zwischen Modell und Beobachter (Verständnis, Wertschätzung, positive emotionale Beziehung, Häufigkeit einer Beobachtung) Situationsbedingungen (wenn sich der Beobachter Vorteile von der Beobachtung verspricht, erhöht sich die Aufmerksamkeit, Bedrohungsgefühlt und Angst schränken die Aufmerksamkeit und Konzentration stark ein, mittleres Erregungsniveau beeinflusst Wahrnehmungsleistungen positiv
  • Erläutern Sie die Prinzipien des Operanten Konditionierens. Lernen durch Versuch und Irrtum: ein Lernprozess, in dessen Verlaf ein zufällig richtiges Verehalten beibehalten wird, während erfolglose Verhaltensweisen allmählich abnehmen und schlie0enlich gar nicht mehr gezeigt werden Lernen durch Verstärkung: bezeichnet einen Prozess, in dessen Verlauf solche Verhaltensweisen vermehrt gezeigt werden, durch die der Organismus- angenehme Konsequenzen herbeiführen oder aufrechterhalten kann- unangenehme Zustände beseitigen, verringern oder vermeiden kann.
  • Erläutern Sie die Prinzipien des Operanten Konditionierens. Lernen durch Versuch und Irrtum: ein Lernprozess, in dessen Verlaf ein zufällig richtiges Verehalten beibehalten wird, während erfolglose Verhaltensweisen allmählich abnehmen und schlie0enlich gar nicht mehr gezeigt werden.Gelernt wird nur, wenn im Organismus eine Bereitschaft zum Lernen vorhanden ist:- wenn die Person einen angenehmen Zustand herstellen möchte- einen unangenehmen Zustand beseitigen, vermeiden oder beenden möchte.  Lernen durch Verstärkung: bezeichnet einen Prozess, in dessen Verlauf solche Verhaltensweisen vermehrt gezeigt werden, durch die der Organismus- angenehme Konsequenzen herbeiführen oder aufrechterhalten kann- unangenehme Zustände beseitigen, verringern oder vermeiden kann.
  • Welche Arten von Konsequenzen sind beim operanten Konditionieren möglich? Positive Verstärkung (Belohnung) Negative Verstärkung (etwas negatives wird aufgehoben) Bestrafung Typ 1 (Drohung, Tadel, Strafarbeit --> unangenehme Konsequenz) Bestrafung Typ 2 (Angenehmes wird beendet, Bsp. darf kein Spiel mehr aussuchen)
  • Wovon hängt die Wirksamkeit von Konsequenzen ab? hängt ab von der Bedeutung der Konsequenz für die Person dem zeitlichen Abstand, mit dem die Konsequenz erfolgt der Beziehung zu der Person, die die Konsequenzen einsetzt dem Vorhandensein weiterer Konsequenzen
  • Was versteht man unter dem Prinzip der Verstärkung? Verstärkung = jede Verhaltenskonsequenz, die die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens erhöht.  wenn ein bestimmtes, spontan gezeigtes Verhalten gezeigt wird, und darauf eine angenehme Wirkung folgt, so tritt dieses Verhalten häufiger auf. Folgt dem gezeigten Verhalten eine unangenehme Wirkung, so wird dieses Verhalten seltener
  • Welche Formen von Verstärkern kennen Sie im Zusammenhang mit dem operanten Konditionieren? Erläutern Sie anhand von Beispielen. Kontinuierliche Verstärkung (jedes Mal, wenn eine bestimmtes Verhalten gezeigt wird, kommt ein Verstärker zum Einsatz (Lob)) Intermittierende Verstärkung ( Das Verhalten wird nicht jedes Mal, sondern nur gelegentlich, wie jedes 3. Mal oder unregelmäßig, verstärkt) differentielle Verstärkung (Unerwünschte Verhaltensweisen lassen sich auch durch Nicht-Verstärken abbauen, unerwünschtes Verhalten wird vollständig ignoriert und alle Ansätze des erwünschten Verhaltens werden sofort verstärkt) Positive und negative Verstärkung
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  • Welche "Arten" von Gedächtnis gibt es nach dem so genannten Mehr-Speicher-Modell des Gedächtnisses? Was passiert in den einzelnen "Gedächtnissen"? Das sensorische Gedächtnis: kurzes Festhalten von Information, Vergessensquote sehr hoch, innerhalb von Sekunden wird entschieden, ob Informationen an das Kurzzeitgedächtnis weitergeleitet wird Das Kurzzeitgedächtnis (Arbeitsgedächtnis): Aufnahmekapazität ist eher gering (etwas 7 Objekte), Informationen bleiben für einige Sekunden bis maximal eine Minute zu Verfügung Das Langzeitgedächtnis (Wissensgedächtnis): um zu speichern, müssen Informationen bewusst und mehrfach wiederholt werden, bleiben beliebig lange erhalten, wenige Informationen im LZG, gilt als das "eigentliche" Gedächtnis, 
  • Wodurch lässt sich die Kapazität des Kurzzeitgedächtnisses steigern? mit Hilfe von "chunks" (kleinste Informationseinheiten)Richten sich nach Inhalte des Langzeitgedächtnisses
  • Welche Formen des Lachzeitgedächtnisses lassen sich unterscheiden? Das episodische Gedächtnis (Ereignisse, die mit Gefühlen verknüpft sind) Das semantische Gedächtnis (Wissenssystem, Speicher für gelerntes Wissen) Das prozedurale Gedächtnis (Speicherung von automatisierten Bewegungsabläufen, Inhalte eher unbewusst, Speicherung durch Training)
  • Welche Arten von Gedächtnishemmungen kennen Sie, durch die Lernen beeinträchtig werden kann? Proaktiv (vorauswirkend): Erinnerung an etwas gerade Gelerntes behindert neues Lernen Retroaktive (rückwirkend): Lernen von etwas Neuem behindert Behalten von gerade Gelerntem Erinnerungshemmung: Neues wird gelernt, etwas kurz vorher schon Gelerntes soll wiedergegeben werden, wird Wiedergabe blockiert Gleichzeitigkeitshemmung: man kann sich auf keine Aktivität voll konzentrieren und verhindert so eine vollständige Informationsaufnahme Ähnlichkeitshemmung: wenn sich zwei Lernstoffe inhaltlich sehr ähnlich sind Affektive: starke Gefühle, die sowohl das Lernen als auch die Wiedergabe behindern