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OKB (Subject) / Ökonomisierung und Kommerzialisierung (Lesson)
Wandel der Medien und Kommunikationsindustrie, Ursachen dafür und die Folgen und Formen in verschiedenen Bereichen der Medien und Kommunikationsindustrie (zB. Im redaktionellen Alltag, für Journalisten etc)
This lesson was created by josefinegmn.
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- Kommerz, kommerziell handeln, Kommerzialisieren und Kommerzialismus -Definitionen Kommerz: Synonym für Wirtschaft, Handel und Verkehr kommerziell handeln: sich kaufmännisch, geschäftlich ausrichten. Kommerzialisieren: Geschäfts und Lebenswelt dem Gewinnstreben unterordnen Kommerzialismus : auf Gewinnmaximierung ausgerichtetes wirtschaftliches handeln
- Wandel der Medien und Kommunikationsindustrie Ersatz von Zielen wie Aufklärung, Kritik und Kontrolle durch marktorientierte Ziele Zunehmende Berücksichtigung von Rezipienten-Präferenzen Abbau von Quersubventionierungen reichweitenschwacher Medienangebote Stärkere Betrachtung des Shareholder Value exakter werdende RW-Messungen Man kann die Kommerzialisierung auch als Entmeritorisierung von Medienleistungen betrachten
- Wandel der Medienindustrie Wechsel der Systemzugehörigkeit des Rundfunk von Kultur zur Wirtschaft Rückzug des Staates aus Infrastrukturbereichen --> Wachsende Relevanz der Wirtschaft in der gesamten Medienbranche Trends von Ökonomisierung: 1. Deregulierung und Privatisierung 2. Globalisierung 3.Internationalisierung 4. Kommerzialisierung
- Ursachen, Formen und Folgen von Kommerzialisierung Spannungen zwischen publizistischem und wirtschaftlichem Wettbewerb nehmen zu Verstärkte Ausrichtung auf Werbung, Sponsoring und Product Placement Wachsende Dominanz von betriebswirtschaftlichen Strategien und Handlungsmustern im Redaktionsmanagement --> Neues publizistisches Grundverständnis entsteht
- Der Journalist steht in der "Mitte" Der Journalist ist folgenden Fragen ausgesetzt: Liefere ich genügend Informationen? Welchen Nutzen stifte ich mit meiner Leistung? Stimmt die Relation zwischen dem Mitteleinsatz des Mediums und dem Nutzen für die Leser? Bedienen wir mit unserem Angebot die breitest mögliche Leser/Nutzerschaft des jeweiligen Mediums?
- Ursachen, Formen und Folgen von Kommerzialisierung auf redaktioneller Ebene strategisches Handeln des Unternehmens schlägt auf die Redaktion durch Gewinnmaximierendes Kostenmanagement beeinflusst das redaktionelle Handeln Förderung des Redaktionsmanagement und Redaktionsmarketing Marketing- und Werbeabteilung beeinflussen den redaktionellen Alltag PR und Gefälligkeitsjournalismus werden geforder/umgesetzt
- Folgen für die Gesellschaft Der Kostenwettbewerb verdrängt publizistische Qualität statt innovativem Qualitätswetbewerb - nachahmender Wettbewerb Kulturelle, demokratiepolitische Bedeutung von Medien gerät bei Redaktionsarbeit in den Hintergrund. Abbau von journalistischen Kernaufgaben Wandel der Kernaufgaben von. Recherche/Selektion zu Unterhaltung/Handel und Verkauf von Content.
- WANDLUNG der Medienindustrie Konzentration auf Entertainment Publizistische Produkte werden für bestimmte Interessen (Werbung) produziert- sie sollen verkaufen Übergang von Produktorientierung zu Marketingperspektive Multimedial ausgebildete Journalisten kennen keinen Redaktionsschluss
- Fazit Ökonomisierung Ökonomisierung und Kommerzialisierung haben in den letzten Jahrzehnten in allen Lebensbereichen zugenommen. im Medienbereich ändern sie die Organisationsweise und die Medieninhalte Chancengleichheit wird beeinträchtigt wenn Parteien/gesellschaftliche Gruppen gezwungen sind, Medienleistungen zu kaufen bzw. für Vermittlungsleistungen zu bezahlen.
- Publizistische Vielfalt- Meinungsvielfalt? Bedeutet publiszistische Vielfalt auch automatisch Vielfalt an Meinungen und Informationen? oder ist es einfach ein umfangreicheres Medienangebot? Eine These besagt, dass sich die Vielfalt von Meinungen und Informationen nicht zwingend aus der Anzahl der Medien ergibt Publizistische Vielfalt ist kein Selbstzweck sondern dient dem Prozess der demokratischen Meinungs und Willensbildung.
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- Massenmedien und Pluralität Massenmedien sollen plurale Interessen (also: Zugangschancen bestimmter Gruppen oder von einzelnen) artikulieren. Was ändert das Internet daran? (Das Internet ist so breit gefächert und für fast jeden Zugänglich, dass jeder dort sein Interesse "verfolgen" kann -->somit wären Massenmedien überflüssig) These: Je stärker die Öffentlichkeit differenziert, desto stärker muss das Mediensystem differenzieren, um "alle" zu erreichen. Aber: gleichzeitig sollen Medien zur gesellschaftlichen Integration beitragen (Integrationsfunktion der medien)
- Medienvielfalt und Meinungsvielfalt Publizistische Vielfalt ist ein Angebot, das in unterschiedlichen Marktsegmenten der Massenmedien größtmögliche Vielzahl und Unterschiedlichkeit von Informationen und Meinungen repräsentiert.
- Vielfalt in unterschiedlichen Marktsegmenten der Massenmedien Auf welcher Ebene muss die Vielfalt stattfinden? Welche Ebene der Regionalität notwendig? Nationale Ausichtung, Bundesland, Bezirk? Wie groß/klein soll Region sein? Welche/Wieviele Mediagattungen benötigt man um von ausreichender Vielfalt zu sprechen Müssen/sollen jeweilige Anbieter im RF-Bereich öff.re oder privatwirtschaftlich organisiert sein? Welche Erscheinungsfrequenz (TZ,Wochenmagazin) müssen Printmedien haben um Vielfalt abzudecken? ist publiz. Meinungsvielfalt an die Erwerbsart gebunden? (Gratis, Kauf?) Publikationen die von öffentlicher Hand verlegt werden (Stadtmagazine) erforderliche Vielfalt und General Interest? Welche Inhalte notwendig für General Interest? Regionalität ist meist ein relevanter Faktor Alle Bereiche abzudecken wäre weder staatlich noch privatwirtschaftlich finanzierbar.
- Was ist die "größtmögliche Vielfalt" und brauchen wir diese überhaupt? Größtmögliche Vielfalt ist kaum möglich. Sinnvoll? -->Nur so viele Medien dass sie auch genutzt werden können (over-newsed under-informed) -->Vielfalt die nicht genutzt wird ist nutzlos! (ab welcher Auflage ist ein Printmedium nutzlos?) Wozu eine Vielfalt anbieten, die (fast) keiner will? --> Aufgabe von Journalismus ist es, Komplexität zu verringern .. wie passt das mit größtmöglicheer Vielfalt zusammen?
- Äußere Vielfalt ungleich Innere Vielfalt Äußere Vielfalt: Alle Medien eines Segments sollen zusammen die Pluralität sichern. (Vergleichbarkeit) Aber: Wieviele Rezipienten nutzen mehrere Zeitungstitel (eines Segments) Innere Vielfalt/Binnenvielfalt: in ein und demselben Medium sollen möglichst vielfältige Informationen und Meinungen berücksichtigt werden.zB:: (öffentlich-rechtlicher) TV aufgrund von knappen Frequenzen
- Äußere Vielfalt ungleich Innere Vielfalt Äußere Vielfalt: Alle Medien eines Segments sollen zusammen die Pluralität sichern. (Vergleichbarkeit) Aber: Wieviele Rezipienten nutzen mehrere Zeitungstitel (eines Segments) --> Print Innere Vielfalt/Binnenvielfalt: in ein und demselben Medium sollen möglichst vielfältige Informationen und Meinungen berücksichtigt werden.--> (öffentlich-rechtlicher) TV aufgrund von knappen Frequenzen , dem hohen ökonomischen Aufwand und der höhren Publikumswirkung
- Förderung von innerer Vielfalt Auflagen für Monopolverlage Redaktionsstatute (juristische Fixierung der Rechte von Verlag und Redaktion) Abdruckpflicht bei Leserbriefen (zu wenig Platz, wer selektiert, Instrument für PR?) Bereitstellung von redaktionellem Umfang für gesellschaftl. relevante Gruppen (Wer ist das? Wer definiert? Einführung eines Ombudsmann (wer sucht den aus?) Ansprechpartner für Leser leitet Beschwerden an zuständige Redakteure weiter Recht auf eigene Artikel Aufsichtsorgane zB Landesanstalt für Presse Leserbeiräte Zeitungsräte aus gesellschaftl. relevanten Gruppen (Eliten?)
- Einflüsse von Informationslieferanten: Öffentlichkeitsarbeit "unerprüfte" und unveränderte Übernahme von Inhalten --> Gleichförmigkeit von Inhalten (Barbara Baerns: Determinationsthese : 60-70 % der Berichterstattung in Medien stammen von Öffentlichkeitsarbeit) Welche gesellschaftlichen Gruppen haben Zugang zu PR/PR Agenturen? Jedoch: PR liefert Informationen, die sonst schwer verfügbar sind PR ist öfter Ausgangspunkt für eine Recherche
- Einflüssen von Informationslieferanten : Nachrichtenagentur Informationen werden kaum weiterbearbeitet/ergänzt Vereinheitlichungsfaktor (Genossenschafter sind fast alle Zeitungen) Jedoch: verlässliche Basis für Artikel/Recherchen (abhängig von Organisationsform)