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Psychologie - Logopädie (Subject) / Entwicklungspsychologie (Lesson)

Reifung, Lernen, Säuglingsentwicklung

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  • In welchen Persönlichkeitsbereichen vollzieht sich Entwicklung? Motorik Kognition (Wahrnehmung, Denken, Sprache, Gedächtnis) Emotion Motivation soziales Verhalten
  • Durch welche Faktoren wird die menschliche Entwicklung beeinflusst? Genetische Anlage und Umwelt
  • Welche Prozesse steuern die menschliche Entwicklung? ReifungLernenSelbststeuerungsprozesse durch das Individuum
  • Was bedeutet Reifung? Veränderung allein aufgrund organischen Wachstums, Rahmenbedingungen für Lernen.Gengesteuerte Entfaltung der biologischen, körperlichen Sturkturen und Funktionen
  • Erklären Sie die Begriffe "Entwicklungsaufgaben" und "kritische Lebensereignisse". Worin unterscheiden sie sich? Entwicklungsaufgaben: der individuelle Lebenslauf ist eine Folge von "Problemen", denen sich das Individuum in der Regel stellen muss, Aufgaben, die jedes Kind durchmachen mussIn der Logopädie: Sprachentwicklung Kritische Lebensereignisse: Einschnitte in den individuellen Lebenslauf, eriegnen sich unvorhersehbar, betreffen nur in Ausnahmefällen größere Teile einer Population, können ein Risiko für Störungen sein, aber auch eine Chance für eine positive Bewältigung, nicht die Ereignisse an sich und deren objektive Auswirkungen sind entscheidend, sonder die subjektive Bewertung des Einzelnen.In der Logopädie: Schlaganfall --> Aphasie, Aphonie nach Kehlkopfentzündung
  • Welche Reflexe sind spezifisch für das Säuglingsalter? Saug- und Suchreflex Greifreflex Schreitreflex Kriechreflex Moro-Umklammerungsreflex Tauchreflex
  • Über welche kognitiven Leistungen verfügen bereits Säuglinge? Orientierungsreaktion (Pupillenerweiterung, Pulsfrequenz etc) Habituation (Gewöhnung, Ausblenden unwichtiger Reize, Schutz vor Reizüberflutung) Diskriminationsfähigkeit( unterscheidung zweiphasiger Tätigkeiten, Schlafen- Wach sein, Mama da- nicht da, Saugen-Schlucken)
  • Säuglinge bevorzugen Reize, die eng mit sozialen Interaktion gekoppelt sind. Nennen Sie Beispiele für solche Reize, auf die sie bevorzugt reagieren. Gesichter menschliche Stimme Sprache
  • Welche Verhaltensweisen von Säuglingen kann man bereits als Kommunikationsverhalten oder zumindest kommunikationsähnliches Verhalten bezeichnen? Nennen Sie mindestens 3 solche Verhaltensweisen. Lautäußerungen (Trinklaut, Schlaflaut etc) Schreien Anschauen Nachahmen Anschmiegen Lächeln
  • Welche Lautäußerungen des Säuglings werden unterschieden? Kontaktlaut Schlaflaut Trinklaut Unmutslaut Wohligkeitslaut Laut, der Urinieren ankündigt (nur bei Naturvölkern)
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  • Was versteht man unter Bindung? Bindung als affektives Band zwischen Kind und BezugspersonSäugling bindet sich spezifisch and diejenige BP, die das Kind hauptsächlich betreut und versorgt, insbesondere an die Person, die es dabei in feinfühliger Weise behandelt.
  • Mit welchen Fähigkeiten sorgt der Säugling dafür, dass er angemessen versorgt und behandelt wird? (Bindungsverhalten des Säuglings) Kindchenschema: kindliche Proportionen, die als Schlüsselzeiz wirken und Fürsorgeverhalten und Kümmerungsverhalten auslösen, wodurch gewährleistet ist, dass sich die Eltern um ihre Kinder/Jungen kümmer, sie beschützen und groß ziehen Körperhaltung: auf dem Rücken liegen und strampeln --> wirkt hilflos, Körperbewegungen wirken auf Erwachsenen, Arme ausstrecken --> Drang aufzunehmen Mimik: positive und negative Signale können voneinander unterschieden werden Blickverhalten: Blicke aufnhemen und erwidern, wenn die Blicke zu viel werden schließen sie die Augen oder schauen weg Stimme: wesentliches Merkmal der Kommunikation, reagieren auf Tonfall, Stimmlage, Lautstärke, nimmt so Informationen auf und gibt sie auch wieder Distanzverhalten: bei Neugeborenen noch nicht vorhanden, erst nach 2-3 Monaten gibt Kind Distanzsignale
  • Nennen Sie die Entwicklungsstadien der Bindung nach M. Ainsworth. 0-3 Monate: Vorphase ( Kind unterscheidet Personen nicht, ist von allen sozial ansprechbar) 3-7 Monate: Phase der personenunterscheidenden Ansprechbarkeit (Signale bevorzugt von einer spezifischen Person, Erweiterung des akiven Repertoires an Bindungsverhalten) ab 7-8 Monate: eigentliche Bindung (Kind kann sich aktiv in die Nähe der Bezugsperson bringen, selbstständiges Fortbewegen, Vermissen der BP bei Abwesendheit, Verhalten um BP in Nähe zu bekommen) ab ca 3: zielkorrigierte Partnerschaft ( Kind versucht, je nach situativen Gegebenheiten das Verhalten des anderen zu beeinflussen)
  • Ab welchem Alter kann man davon sprechen, dass der Säugling eine Bindung im eigentlichen Sinne zu seiner Hauptbezugsperson entwickelt hat? Woran kann man das feststellen? ab 7-8 Monateman erkennt es an Lautäußerungen bei Abwesendheit der BP --> Vermissen, aktives in die Nähe bringen--> selbstständiges Fortbewegen, Lautäußerungen oder Verhalten um BP in die Nähe zu bringen
  • Woran konnte man in den Experimenten vom M. Ainsworth erkennen, dass ein Kind eine "sichere" Bindung an seine Mutter/Hauptbezugsperson hatte? suchen Kontakt zur Mutter vermissen die Mutter und drücken dies mit deutlichem Kummer aus bei Rückkehr der Mutter: freudige Begrüßung, Interesse an ihr entspannen sich im Körperkontakt charakteristisches Verhalten der Mutter: prompt, freundlich, zugewandt, zuverlässig
  • Welche Bindungstypen/Bindungsqualitäten unterscheidet M. Ainsworth aufgrund ihrer Untersuchungen? Beschreiben Sie, welche Verhaltensweisen von Kindern und Bezugspersonen jeweils typisch sind. Sicher gebundene Kinder: vermissen, suchen Kontakt, freudige Begrüßung bei Rückkehr unsicher-vermeidend gebundene Kinder: zeigen kaum Kummer wenn sie alleine gelassen werden, bei Rückkehr ignorieren sie die Mutter, schmiegen sich nicht an, wehren sich aber nicht, Mutter ignoriert oder wehrt Kummersignale ab unsicher-ambivalent gebundene Kinder: zeigen Kummer deutlich wenn sie allein gelassen werden, bei Rückkehr verhalten sie sich widersprüchlich, suchen Kontakt und wehren sich gleichzeitig gegen Kontaktversuche, Mutter ist zeitweise zugewandt, zeitweise abwesend, unberechenbar Kinder mit desorganisiertem Bindungsverhalten: zeigen ein bizarres, konfuses Verhalten mit Grimassieren, Erstarren oder ein widersprüchliches Verhaltensmuster, scheinen sich in einem Konflikt zu befinden, zu dem sie kein Verhaltensprogramm haben, Mutter ist entweder feindselig (unangenehm, aufdringlich) oder hilflos, ängstlich
  • Wann tritt das erste "soziale Lächeln" auf? Wodurch wird es in der Regel ausgelöst? Während des 3. Lebensmonats (breites Lächeln mit leuchtenden Augen, das an Menschen gerichtet ist) kann durch Masken oder Umrisse eines menschlichen Kopfes hervorgerufen werden, dann richtet sich Aufmerksamkeit auf Augenpartie
  • In welchen Verhaltensweisen äußert sich die so genannte Fremdenreaktion des Säuglings? scheu, befangen lächeln Blick abwenden social referencing (Rückversicherungsblicke zur BP) Einfrieren der Mimik vorsichtig schauen; in Alarmbereitschaft sein zur Bezugsperson fliehen sich anklammern weinen, schreien, anhaltend verstört sein
  • Wann tritt die sogenannte Fremdenreaktion ("Fremdeln") in der Regel auf? Wovon kann es abhängig sein, ob die Fremdenreaktion eher heftig oder moderat ausfällt? = "Achtmonatsangst" --> ab 8. Monat, fangen an zu schreiebn, weinen und sich abzuwenden wenn sie mit einer fremden Person konfrontiert werden Hängt ab von: Verhalten des Fremden Verhalten der BP Interaktion BP und Fremder Vertrautheitsgrad der Umgebung momentane Verfassung des Kindes frühere Erfahrungen mit Fremden
  • In welchem Alter tritt Trennungsangt in der Rege auf? Wie lässt dies erklären? Meist zwischen 7 und 11 Monaten auf wenn die Bindung aufgebaut ist. Wird auch mit der Fremdenreaktion in Verbindung gebracht.
  • In welchem Alter kommen Kinder in der Regel in die so genannte Trotzphase? Welches Verhalten kommt dabei häuftig vor und wie kann man es erklären? Mit 18 Monatenwill alles alleine machen, kann aber nicht, ist frustriert, reagiert mit Ärger und Aggression, "ich will nicht", WutgeschreiKind muss lernen, dass es nicht alles gleichzeitig wollen kann, Durchsetzung gegenüber sich selbst und damit die Selbstkontrolle als eine Form der Autonomieinnerer Motivkonflikt, für Handlung entscheiden müssen --> Handlungsblockade
  • In welchem Alter kommt es in der Regel zu einer rasanten Entwicklung im Bereich des Spracherwerbs? ab ca 18 Monate
  • Das Denken des Kindes weist vom 2.-7. LJ nach Piaget (vor operatorisches Stadium) bestimmte Besonderheiten auf. Welche sind das? - umfasst eine Mischung aus eindrucksvollen kognitiven Errungenschaften und ebenso eindrucksvollen Beschränkungen- wichtigste Errungenschaft: Entwicklung der symbolischen Respräsentation- auffälligste Schwächen: Egozentrismus und Zentrierung
  • Was versteht man unter "Egozentrismus"? Egozentrismus ist die Tendenz, die Welt ausschließlich aus der eigenen Perspektive wahrzunehmen.Schwierigkeiten, den räumlichen Blickpunkt anderer Menschen einzunehmen--> Piaget 3-Berge-Experiment mit Puppe gegenüber. Kind soll beschreiben, was Puppe sieht.
  • Was bedeutet das egozentristische Denken im Hinblick auf die Kommunikation von Kindern im 2.-7. Lebensjahr? reden oft aneinander vorbei/ nebeneinander her merken nicht/ignorieren, dass der Zuhörer dem Gesagten keine Aufmerksamkeit schenkt treffen Aussagen, die Wissen voraussetzen, über das nur sie selbst, nicht aber der Zuhörer verfügt
  • Was bedeutet "Zentrierung des Denkens" auf der Stufe des vor-operatorischen Stadiums nach Piaget? Zentrierung des Denkens ist die Tendenz, sich auf ein einzelnes, perzeptuell auffälliges Merkmal eines Objektes oder Ereignisses zu konzentrieren. Bsp: Waage mit zwei Gewichten ganz rechts und drei Gewichten auf der linken seite (mehr in der Mitte), Kinder geben an, dass die Waage nach links ausschlagen würde, da hier mehr Gewicht liegt. Jedoch wird der Aspekt des Abstandes nicht mitbedacht.
  • Erläutern Sie den Begriff der "Objektpermanenz". In welchem Alter verfügt ein Kind in der Regel über die volle Fähigkeit zur Objektpermanenz? Objetkpermanenz ist die Erkenntnis, dass Objekte weiter existieren, auch wenn sie nicht wahrnehmbar sind. ab ca 18 Monaten verfügt das Kind über die volle Fähigkeit zur Objektpermanenz
  • Welche Spielformen bei Kindern lassen sich unterscheiden? In welcher Reihenfolge entwickeln sich diese? 9-13 Monate: Funktionsspiel, Explorationsspielab erste Hälfte 2. Lebensjahr: Symbolspieletwa ab 2: Rollenspiel, Konstruktionsspielab 3, zunehmend 4-5: Rollenspiel in Gruppenab Schulalter: Regelspiel
  • Welche Funktionen oder Bedeutungen hat das Spiel in der logopädischen Arbeit? Was muss man beim Einsatz von Spielen beachten? Angst nehmen, Hemmschwelle überwinden, angenehme Umgebung schaffen, Kontakt/Beziehung herstellen, Motivation, Spannung, Interesse, Ehrgeiz, Energie abbauen, Erholungs- und Entspannungsfunktion, Belohnungsfunktion, StrukturierungBeachten:kein Zwang, Spielvorlieben, Kompetenzen des Kindes, altersgerechte Angebote, Aktivierungsszustand, Stadium der Konzentration, Zielführung, sozialer Kontext, geeignete Therapiematerialien, Spiel ist Mittel nicht das Ziel
  • Welche Kompetenzen des Kindes gehören zu den Anforderungen der "Schulfähigkeit"? Nennen Sie Beispiele für kognitive Veraussetzungen, die vor Schuleintritt geprüft werden. Das Kind muss über bestimmte - kognitive Leistungen- soziale Kompetenzen- Kompetenzen der Arbeitshaltung und Motivation verfügenWird geprüft in Bereichen:Motorik und BewegungSprach und SprechverhaltenZahl- und MengenbegriffWahrnehmungDenkfähigkeit und Kenntnisse etc
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  • Was versteht man unter dem Begriftt "Entwicklungsalter"? das Alter unter Bezugnahme auf die körperliche u. geistige Entwicklung im Vergleich zum Durchschnittsniveau Gleichaltriger
  • Erklären Sie die Begriffe "Retardation" und "Akzelerations" im Zusammenhang mit kindlicher Entwicklung. Retardation: bedeutet Zurückhaltung, Verlangsamung, damit wird die Verzögerung der Entwicklung im Vergleich zu Gleichaltrigen bezeichnet Akzeleration: bedeutet Beschleunigung, damit wird die beschleunigte Entwicklung im Vergleich zu Gruppe der gleichaltrigen bezeichnet