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EL - Modul 1 (Subject) / ET-02 / b (Lesson)

Grundlagen 2

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  • Aufgaben der Proteine im Körper Baustoff von Enzymen und Hormonen Strukturelemente von Zellbastandteilen Strukturelemente von Muskelfasern (Aktin und Myosin), Sehnen, Knorpel, Knochen, Haut, Haare und Nägel Bildung von Antikörpern des Immunsystems Bildung der Gerinnungsfaktoren des Blutes Transportfunktion im Blut
  • Aufbau und Struktur der Proteine Aminosäuren, die kettenartig über Peptidbindungen miteinander verknüpft sind, nennt man Peptide: Dipeptid  →  2 Aminosäuren Tripeptid  →  3 Aminosäuren Oligopeptid  →  < 10 Aminosäuren Polypeptid  →  < 100 Aminosäuren Protein  →  > 100 Aminosäuren
  • Wie viele und welche der rund 20 Aminosäuren sind für den Menschen essentiell? 9 Aminosäuren sind essentiell: Leuzin Isoleuzin Valin Threonin Methionin Tryptophan Phenylalanin Lysin Histidin
  • Zufuhrempfehlung für Proteine gemäß DGE Pro kg Körpergewicht empfiehlt die DGE 0,8 g Protein / Tag Der Anteil sollte etwa 10-15% der Gesamtenergieaufnahme ausmachen Der Bedarf an Proteinen ist jedoch von einigen weiteren Faktoren abhängig und sollte individuell bestimmt werden, so ist z.B. mit steigendem Lebensalter auch ein höherer Proteinbedarf (1,0-1,3g/Tag bzw. 25-60% der GEA) zu decken, um einem altersbedingten beschleunigten Muskelmasseverlust (Sarkopenie) vorzubeugen. Auch Sportler haben einen deutlich höheren Bedarf an Proteinen
  • Welche Faktoren beeinflussen den Proteinbedarf? Ernährung (Aminosäurenzusammensetzung, Gesamtenergieaufnahme) Konstitution (Alter, Geschlecht, Gene) Krankheiten (Infektion, Trauma, chronische Krankheiten, Medikamente) Umwelt (Klima, körperliche Arbeit)
  • Warum haben Sportler einen erhöhten Proteinbedarf? Mehrbedarf für den Muskelaufbau (Kraft-/ Schnellkraftraining) erhöhter Proteinbedarf für den Erhalt einer erhöhten Muskelmasse höherer Verbrauch von Proteinen (z.B. Enzymen) durch das Training erhöhte Proteinzufuhr als Schutz vor dem Abbau von Körperprotein in Ausdauer- und Spielsportarten Neueste Empfehlungen für Sportler: Ausdauersportler:                 1,0 - 1,6 g / kg KG / d Spiel- und Intervallsportler:   1,4 - 1,7 g / kg KG / d Kraftsportler:                          1,6 - 2,0 g / kg KG / d
  • Was muss hinsichtlich der Proteinzufuhr bei einer negativen Energiebilanz beachtet werden? Für Personen mit einer Kalorienzufuhr von täglich nur 1200 bis 1500 kcal ist neben einem häufigen Mangel an Vitalstoffen auch oft eine Unterversorgung mit Proteinen gegeben. Maßnahmen zur Gewichtsreduktion sind i.R. auch an ein Bewegungs-/Sportprogramm gebunden. Während dem Gesundheitssportler mit 2-3 Bewegungseinheiten / Woche mit moderater Belastung eine Zufuhr von etwa 1,0 g /kg KG ausreicht, sollte gerade bei Abnehmwilligen auf eine ausreichende Proteinzufuhr geachtet werden, da im Kaloriendefizit auch vermehrt Proteine zur Deckung des Energiebedarfs aus der Muskulatur mobilisiert werden. Ähnlich muss auch für strenge Vegetarier die Zufuhrempfehlung nach oben korrigiert werden (biologische Wertigkeit von pflanzlichen Proteinen ist nicht so hoch, wie von tierischen Proteinen)
  • Eine über dem Bedarf liegende Proteinzufuhr kann günstige physiologische Effekte hervorrufen. Welche sind das? Proteinzufuhr im Bereich zw. 1,5 - 2,5 g / kg KG, bzw. 15 - 30 % der Gesamtenergiezufuhr, dabei aber nicht mehr als 240 g Protein / Tag: verstärkte Sättigungswirkung und bessere Gewichtskontrolle Blutdrucksenkung verbesserte Blutfettwerte Abschwächung eines Muskelmasseverlustes im Alter
  • Welche unerwünschten physiologischen Effekte sind bei einer über dem Bedarf liegenden täglichen Proteinzufuhr zu erwarten? Beim Gesunden führt eine massiv erhöhte Proteinaufnahme über längere Zeiträume zu einer Erhöhung der Nierengewichte, zu einer erhöhten Filtrationsrate der Nieren und zu einer gesteigerten Nierendurchblutung. ==> normale Adaptionsreaktionen des Organismus Fazit: Gesunde Nieren werden nach heutigen Erkenntnissen durch eine erhöhte Proteinaufnahme nicht geschädigt. Unnötig hohe Proteinzufuhren führen dazu, dass mehr Proteine für den Energiestoffwechsel hinzugezogen werden und mehr Harnstoff gebildet wird. Daher ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Achtung: Bei Nierenerkrankungen muss die Aufnahme von Proteinen auf ein Minimum beschränkt werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern
  • Wieviel Proteine kann der Körper pro Mahlzeit verwerten? Im Darm können täglich etwa 600g Aminosäuren und kurzkettige Peptide absorbiert werden. (Bei drei Mahlzeiten / Tag = 200 g Aminosäuren pro Mahlzeit) Proteine können ohne große Verluste aus dem Darm ins Gewebe überführt werden, Verdaulichkeit liegt zwischen 85% (pflanzliche Proteine) und 95% (tierische Proteine) Fazit: Die pro Mahlzeit verdaubare und resorbierbare Proteinmenge ist kein limitierender Faktor für die Proteinverwertung. Wie viel Nahrungsprotein für den Aufbau von Strukturproteinen genutzt wird, ist abhängig von dem Ernährungszustand bzw. der Proteinversorgung einer Person
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  • Was versteht man unter Biologische Wertigkeit (BW) von Proteinen? Die biologische Wertigkeit ist der allgemein annerkannte Qualitätsmaßstab zur ernährungsphysiologischen Beurteilung von Nahrungsproteinen. Es ist die Effizienz, mit der ein nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Dabei wurde das Vollei willkürliche mit dem Referenzwert von 100(∗) versehen. (∗) aus 100g Volleiprotein mit der biologischen Wertigkeit von 100 bei einer ausgeglichenen Energiebilanz können etwa 35 g körpereigenes Protein synthetisiert werden.
  • Warum liegt die biologische Wertigkeit von rein pflanzlichen Proteinen niedriger als die von tierischen Proteinen? die biologische Wertigkeit ist in erster Linie vom Gehalt des Proteins an essentiellen Aminosäuren abhängig die BW liegt hoch, wenn das Aminosäurenspektrum ähnlich wie das von körpereigenen Proteinen ist. insbesondere Rind und Schwein haben eine höhere Wertigkeit als pflanzliche Proteine
  • Wodurch lässt sich die biologische Wertigkeit von Proteinen positiv beeinflussen? Mischungen unterschiedlicher Proteine können zu einer gegenseitigen Aufwertungen führen, wenn: sich die Proteine hinsichtlich ihres Gehalts an essentiellen AS ergänzen. (Dem einen Protein fehlt z.B. Lysin, ein anderes Protein hat Lysin im Überschuss) sich die Proteine nicht zu ähnlich sind, am besten funktioniert die Kombination von pflanzlichen und tierischen Proteinen (Klassiker: Kartoffel und Vollei => BW 136!), wobei es auch sehr günstige Kombinationsmöglichkeiten rein pflanzlicher Proteine gibt, z.B. Bohnen und Reis. das richtige Mischungsverhältnis eingehalten wird (z.B. Kartoffel 65%, Ei 35%) Die Ergänzungswirkung der Proteine hält etwa 4 - 6 Stunden an, so dass die Proteine nicht zwingend gleichzeitig verzehrt werden müssen.
  • Unterschiede zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen wasserlöslich:- Vitamingruppe B, Vitamin C- außer B12 sind wl-Vitamine kaum speicherbar und müssen ständig mit der Nahrung    zugeführt werden. (B12 kann für 3 - 5 Jahre in der Leber gespeichert werden.)- überschüssig zugeführte Vitamine werden wieder ausgeschieden, können daher nicht    überdosiert werden fettlöslich:- Vitamine A, E, D, K- können im Organismus im Fettgewebe und in der Leber gespeichert werden, weshalb   auch die Gefahr der Überdosierung besteht- Überdosierung sind mit natürlichen Nahrungsmitteln nicht zu erwarten, Vitaminvergiftungen   sind die Folge des Verzehrs hochdosierter Nahrungsergänzungen
  • Vitamin A - Retinol, Retinal, Retinsäure Bedeutung, Funktion, Vorkommen Bedeutung und Funktion:- Beteiligung am Sehvorgang,- Gewährleistung von Permeabilität und Stabilität von biol. Membranen- Beeinflussung von Zellwachstum und -differenzierung; - Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin; - Skelett- und allgemeines Wachstum, - Reproduktion (Spermienentwicklung, Entwicklung des Nachwuchses im Mutterleib),- Immunsystem,- Haut und Schleimhäute Vorkommen:- ausschließlich im tierischen und menschlichen Organismus - durch Spaltung von in Pflanzen gebildetem β-Carotin - wichtige Quellen: Leber, Butter, Eigelb, Karotten, Spinat, Milchprodukte und Seefisch
  • Vitamin A - Retinol, Retinal, Retinsäure täglicher Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE:0,8-1,1 mg/ Tag, Schwangere 1,1 mg/Tag, Stillende 1,5 mg/Tag Mangelsymptome:Wachstumsstillstand; Schleimhautschäden; Haarausfall; Hyperpigmentierung; eingeschränkte Sehfähigkeit mit Lichtscheu; Augenveränderung mit Hornhautschäden und verdickter sowie trockener Bindehaut; Nachtblindheit; herabgesetzte Geruchsempfindlichkeit; Geschmacksstörung; erhöhte Infektionsanfälligkeit der Atemwege; Skelett- und Schädeldeformation beim Fötus; trockene Haut Probleme bei Übersosierung:Übelkeit; Kopfschmerz; Doppeltsehen; unwillkürliches Augenzittern (Nystagmus); raue schuppige Haut; Haarausfall; Leber- und Milzvergrößerung; Knochengewebsverdickungen; Knochenschmerzen; Knochenabbau; aufgeplatzte Lippen; Störung der Entwicklung des Nachwuchses im Mutterleib. (Vitamin A ist im Körper gut speicherbar, außerdem liegen der Wert der Optimaldosierung und der der Überdosierung eng beeinander, was die Gefahr von Überdosierungen mit sich bringt. Die Vorstufe beta-Carotin kann nicht überdosiert werden, der Körper wandelt nur so viel um, wie er braucht)
  • Vitamin D - Cholecalciferol Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Regelung des Kalzium- und Phosphorhaushaltes (Absorption im Darm und deren Mobilisierung aus den Knochen); Regelung des Knochenaufbaues und Zahnmineralisierung; Bildung von Immunzellen (weiße Blutkörperchen) Vorkommen:vornehmlich in Fischleberöl, Seefisch, Butter und Milch
  • Vitamin D - Cholecalciferol täglicher Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung täglicher Bedarf: (bei fehlender endogener Synthese) für Säuglinge bis unter 12 Monaten 10 μg / Tag, für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Schwangere und Stillende 20 μg / Tag Mangelsymptome:Rachitis (Kinder: Auftreibung der Knochen-Knorpel-Grenze, Schädelverformung, Deformierung der Wirbelsäule und der Beine); Osteomalazie (Erwachsene: Skelettschmerzen, Skelettdeformierungen, Spontanfrakturen); Nervensystemschäden (gesteigerte Reizbarkeit); anfallartige nervliche Übererregbarkeit der Mukulatur (Tetanie); unwillkürliche Muskelkrämpfe (Spasmen) Probleme bei Überdosierung:Teilnahmslosigkeit (Apathie); Kopfschmerzen; Gelenkschmerzen; Bluthochdruck; erhöhter Kalziumgehalt im Serum; vermehrte Kalziumausscheidung mit dem Harn; Muskelschwäche; Verkalkung der Niere, der Lunge sowie der Gefäße Der Hauptbedarf an Vitamin D wird über Eigensynthese aus 7-Dehydrocholesterol (in der Leber aus Cholesterin gebildet) mittels UV-Strahlung gedeckt. Bei einer Einschränkung der Eigensynthese z.B. mangelnde UV-Strahlung, Klima, Alter, Lebensweise, geographische Herkunft, etc. muss über die Ernährung reagiert werden.
  • Vitamin E - Tocopherol Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Antioxidans; Hemmung der Oxidation von Fettsäuren; Zellmembranschutz; Radikalfänger; Beeinflussung der oxidativen Phosphorylierung; Immunstabilisierung; entzündungshemmend; gefäßschützend; blutgerinnungshemmend Vorkommen:vitamin E kommt vornehmlich in Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl und Nüssen vor
  • Vitamin E - Tocopherol Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE:11-15 mg/Tag; Schwangere 13 Mg/Tag, Stillende 17 mg/Tag Mangelsymptome:charakteristische klinische Symptome sind nicht bekannt, möglicherweise vermehrt Zerstörung/Abbau der Erythrozyten (Erythrozyten-Hämolyse) bis hin zur Anämie sowie möglicherweise Störungen der ZNS-Entwicklung Probleme bei Überdosierung:Blutgerinnungsstörung; Übelkeit; Darmirritationen; Kopfschmerz; Schwindelgefühl; Muskelschwäche; aufgesprungene rissige Lippen; Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Vitamin K - Naphthochinone, Phyllochinon Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Beteiligung an der Bildung verschiedener Blutgerinnungsfaktoren; Einflussnahme auf die Knochenmineralisierung (Achtung: Vitamin K ist Antidot für Marcumar!!) Vorkommen:Vitamin K kommt vor allem in grünen blattförmigen Pflanzen wie Gemüse und Salat, aber auch in Blumenhohl und Tomaten vor.
  • Vitamin K - Naphthochinone, Phyllochinone Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE:(geschätzt) 60 - 80 μg / Tag; Schwangere: 60 μg / Tag; Stillende 60 μg / Tag; Mangelsymptome:Zahnfleischblutungen; Ausscheidung von roten Blutzellen mit dem Urin, nur mikroskopisch nachweisbar (Mikrohämaturie); Blutungsneigung infolge Gerinnungsstörungen Probleme bei Überdosierung: Möglicherweise Ikterus des Neugeborenen, Erbrechen; Ausscheidung von Albumin mit dem Urin (Albuminurie); erhöhter Bilirubinspiegel im Blut (Hyperbilirubinämie); Blutarmut durch Blutzerstörung/-abbau (hämolytische Anämie; Verschlechterung der Leberfunktion; Organ- und Gewebeblutungen (Nase, Urogenitaltrakt; Magen-Darm, Muskulatur, Unterhaut) Achtung, Abweichend vom Skriptum eigene Anmerkung: Es gibt keine Vitamin-K-Hypervitaminose, außer beim Neugeborenen. Oben aufgeführte Probleme bei Überdosierung treten im Rahmen der Vitamin-K-Prophylaxe beim Neugeborenen auf, wenn die körpereigenen Abbaumechanismen für das Bilirubin noch nicht ausgereift sind. Beim gesunden Erwachsenen wirkt Vit-K nicht toxisch. Einzig eine medizinische Behandlung von Koronarerkrankungen mit Cumarinen (Gerinnungshemmer) wird problematisch, da Vitamin K das Antidot zu Cumarin darstellt.
  • Vitamin B1 - Thiamin Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Co-Faktor von Enzymen des Kohlenhydratstoffwechsels und des Stoffwechsels verzweigtkettiger Aminosäuren; spezifische (noch nicht bekannte) Funktionen im Nervensystem Vorkommen:Vitamin B1 kommt vor allem in Schweinefleisch, Schweineleber, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Erdnüssen, Linsen und Vollkornbrot vor.
  • Vitamin B1 - Thiamin Bedarf, Mangelsymptome und Probleme mit Überdosierung Bedarf nach DGE:1,0-1,3 mg/Tag; Schwangere 1,2 mg/Tag; Stillende 1,4 mg/Tag Mangelsymptome:Beriberi (Ödeme der Gliedmaßen, Aszites, Herzinsuffizienz, Lungenödem, Herzrhythmusstörungen); Nervenerkrankungen (Neuropathien) mit Fußbrennen; Muskelschwäche; Muskelschmerzen; Muskelkrämpfe; Muskellähmungen; psychische Störungen; zentrale Koordinationsstörungen; Korsakow-Syndrom (Erinnerungsverlust, Kleinhirnrückbildung) Probleme bei Überdosierung:In extrem seltenen Fällen Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schocksymptomen
  • Vitamin B2 - Riboflavin Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Wirkungsgruppenbestandteil von etwa 60 Enzymen, u.a. für die Energiebereitstellung in der Atmungskette in den Mitochondrien; wichtig für die Schleimhäute, den Fett- sowie für den Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel Vorkommen:Vitamin B2 kommt vornehmlich in Hefe, Milch, Milchprodukten, Leber, Fleisch und Fisch vor
  • Vitamin B2 - Riboflavin Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE: 1,2-1,5 mg / Tag; Schwangere: 1,5 mg / Tag; Stillende 1,6 mg / Tag Mangelsymptome:Aufgesprungene entzündete Lippen; Mundwinkelrhagaden; Zungen- und Mundschleimhautentzündungen; fettige Hautentzündung; Erkrankungen des peripheren NS; grauer Star (Katarakt); Glaskörpertübung; Blutarmut durch Verminderung der Vorstufen der Erythrozyten; Verdickung der Hornschicht der Haut Probleme bei Überdosierung:keine bekannt
  • Vitamin B6 - Pyridoxin, Pyridoxol, Pyridoxal, Pyridoxamin Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Co-Faktor von Enzymen des Protein- und Aminosäurenstoffwechsels; zusammen mit Vitamin B12 und Folsäure zuständig für den Abbau von Homocystein (Zwischenprodukt im Aminosäurestoffwechsel mit atherosklerosefördernder Wirkung) Vorkommen: Vitamin B6 kommt vor allem in Fleisch, Leber, Innereien, Bananen, Avocado, Lachs, Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchten, Milch/-produkten; Makrelen und Sardinen vor
  • Vitamin B6 - Pyirdoxin, Pyridoxol, Pyridoxal, Pyridoxamin Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE: 1,2-1,6 mg / Tag; Schwangere: 1,9 mg / Tag; Stillende: 1,9 mg / TagDie Einahme der "Pille" erhöht den Bedarf an Vitamin B6 sowie anderen Vitaminen des B-Komplexes Mangelsymptome:fettige / schuppige Hautentzündung; Entzündung der Mundschleimhaut; Zungenentzündung; Blutarmut in Form zu kleiner roter Blutzellen; Gewichtsverlust; epileptiforme Krämpfe; Schlaflosigkeit; nervöse Störungen; erhöhte Reizbarkeit; Sensibilitätsstörungen; Verwirrtheitszustände; Depressionen. Probleme bei Überdosierung:Bei sehr hoher Dosierung Erkrankung des peripheren Nervensystems (periphere Neuropathien) möglich
  • Vitamin B12 - Cobalamin Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Bildung der roten Blutkörperchen; Nervenfunktion; zusammen mit Vitamin B6 und Folsäure zuständig für den Abbau von Homocystein Vorkommen: Vitamin B12 kommt vor allem in Leber, Niere, Herz, Fleisch, Fisch, Ei und Milch vor.
  • Vitamin B12 - Cobalamin Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE:3 µg / Tag; Schwangere: 3,5 µg / Tag; Stillende 4,0 µg / Tag Mangelsymptome:Störung der Bildung roter Blutzellen; Rückenmarkschädigungen; Störung der Bildung von weißen Blutkörperchen und Blutplättchen; Zungenentzündung; entzündlich-degenerative Veränderungen im Magen-Darm-Trakt; Appetit- und Gewichtsverlust; Schwindel; Störung der DŃA-Synthese Probleme bei Überdosierung:nicht bekannt
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  • (Vitamin B3) - Niacin / Nicotinamid - Nicotinsäure Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Bestandteil von über 200 Enzymen; wichtig für Herz, Nervensystem, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel Vorkommen: Niacin kommt vor allem in Hefe, Leber, Herz, Nieren, Muskelfleisch, Nüssen, Pilzen und Vollkornprodukten vor
  • (Vitamin B3) - Niacin / Nicotinamid - Nicotinsäure Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE: 13-17 mg / Tag; Schwangere 15 mg / Tag; Stillende 17 mg / Tag Mangelsymptome:Pellagra (Appetitmangel, Gewichtsverlust, Verwirrung, Zungenbrennen, Schlaflosigkeit, Hautentzündung; Durchfall); Lichtempfindlichkeit mit Verfärbung der Haut durch Pigmenteinlagerung; Blutarmut; Gehirnhautentzündung Probleme bei Überdosierung: Akute Gefäßerweiterung ("Niacin-Flush"); langfristig bei extrem hohen Dosierungen Hautjucken, Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall, Kopfschmerz, trockenes Haar, erhöhter Harnsäurespiegel, Leberschäden und Herzrhythmusstörungen (Arrhythmie) möglich Anmerkung: In Dosierungen bis zu 3 g / Tag oft als Therapeutikumg zur Erhöhung des HDL-Cholesterins eingesetzt
  • (Vitamin B5) Pantothensäure Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Bestandteil des Co-Enzyms A (CoA); wichtig für Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel; Hormonbildung Vorkommen:Pantothensäure kommt vor allem in Leber, Herz, Brokkoli, Blumenkohl, Fisch, Milch, Fleisch und Vollkornprodukten vor.
  • (Vitamin B7) - Biotin Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Wichtig für Haut, Haare, Nägel, Nerven, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel; als Co-Enzym im Prozess der körpereigenen Glukosebildung, den Zitronensäurezyklus und die Fettsäuresynthese Vorkommen:Biotin kommt vor allem in Milch, Leber, Nieren, Eiern, Gemüse, Sojabohnen, Weizenkeimen und Vollkorn vor
  • (Vitamin B5) - Pantothensäure Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE:6 mg / Tag; Schwangere 6 mg / Tag; Stillende 6 mg / Tag Mangelsymptome:Sehr selten, möglich wären Wachstumsstörungen, Nervendegeneration, Leberverfettung, Rückbildung der Nebennierenrinde, Hautentzündung, Missempfindungen, Reflexstörungen, Müdigkeit, Depressionen Kopfschmerz Probleme bei Überdosierung:keine bekannt
  • (Vitamin B7) - Biotin Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE: 30-60 µg /Tag; Schwangere: 30-60 µg / Tag; Stillende 30-60 µg / Tag Mangelsymptome:rote schuppige Hautentzündung; Müdigkeit; Muskelschmerzen; lokalisierte Missempfindungen; Übelkeit; Erbrechen; Störung der Koordination von Bewegungsabläufen; Augenbindehautentzündung; Haarausfall; Muskelschmerzen; Depressionen; brüchige Nägel Probleme bei Überdosierung:keine bekannt
  • (Vitamin B9) - Folsäure, Folat Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion:Zellregeneration; Zellteilung; Bildung der verschiedenen Blutkörperchen; zusammen mit Vitamin B6 und Vitamin B12 für den Abbau von Homocystein zuständig. 80-90% der Deutschen haben einen Mangel an Folsäure, da es sehr empfindlich gegenüber Licht, Luft und Hitze ist und die Zubereitungsverluste 95% betragen können Vorkommen:Folsäure kommt vor allem in Tomaten, Gurken, Kohl, Kartoffeln, Orangen, Weizenkeimen, Spinat, Spargel und Salat vor
  • (Vitamin B9) - Folsäure, Folat Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE: 300 µg / Tag; Schwangere 550 µg / Tag; Stillende: 450 µg / TagEinnahme der Pille erhöht den Folsäurebedarf Mangelsymptome:Blutarmut; Mangel an weißen Blutkörperchen und Blutplättchen; Zungenentzündung; erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs; bei Schwangeren erhöhtes Risiko für Neuralrohrdefekte des Neugeborenen (Spina bifida) Probleme bei Überdosierung:keine bekannt
  • Vitamin C - Ascorbinsäure Bedeutung, Funktion und Vorkommen Bedeutung und Funktion: Bildung von Bindegewebe, Immunsystemstärkung; Antioxidans; Förderung der Eisenabsorption Vorkommen:Vitamin C kommt vor allem in frischen Obst, Zitrusfrüchten, Kiwis, Johannisbeeren, Acerolakirschen und Gemüse, z.B. Paprika, vor
  • Vitamin C - Ascorbinsäure Bedarf, Mangelsymptome und Probleme bei Überdosierung Bedarf nach DGE:100 mg / Tag; Schwangere: 110 mg / Tag; Stillende: 150 mg / TagFolgende Faktoren erhöhen den Bedarf: dauerhafte Einnahme von Acetylsalicylsäure, Einnahme von Kortisonpräparaten, Einnahme der Pille und Rauchen Mangelsymptome:Ermüdung; Abgeschlagenheit; Appetitlosigkeit; Muskelschmerzen; Neigung zu punktförmigen Hautblutungen; verlängerte Wundheilungszeit; gestörter Zahn- und Knochenstoffwechsel. Bei extremem Vitamin-C-Mangel kommt es zu Skorbut (Gefäßschäden, Haut- und Organblutungen, schwammigem Zahnfleisch, Lockerung und Ausfall von Zähnen) Probleme bei Überdosierung:Bei Dosierungen im Bereich mehrerer Gramm täglich sind Magen-Darm-Beschwerden und Durchfall möglich
  • Mögliche Gründe für einen Vitaminmangel falsche oder ungenügende Ernährung falsche Zubereitung ungenügende intestinale Resorption Zufuhr von Vitamin-Antagonsiten, z.B. hemmt das Avidin aus rohem Eiklar die Verwertung des Vitamins Biotin im Körper Selten lassen sich jedoch Symptome auf das Fehlen eines einzelnen Vitamins zurückführen. Ein Vitaminmangel kann ferner eine Begleiterscheinung bei folgenden Störungen bzw. Zuständen sein: Leberschäden Alkoholismus einem erhöhten Bedarf
  • Wodurch kann der individuelle Bedarf an Vitaminen erhöht sein? Krankheit, Stress, Schwangerschaft und Stillperiode (um ca. 50%) hoher sportlicher Betätigung starkem Rauchen
  • Welche Vitamine können am ehesten überdosiert werden? Eine Überdosierung kann mit natürlicher Kost kaum erreicht werden, außer bei sehr einseitig ausgerichteter Kost (z.B. mit Leber). Dagegen kann es bei der Einnahme von hoch dosierten Präparaten (v.a. fettlösliche Vitamine) u.U. zu einer zu hohen Zufuhr kommen. Insbesondere bei Vitamin A Vitamin D Vitamin B6 (Taubheitsgefühl) Vitamin C (Durchfall) kann es am ehesten zu Überdosierungserscheinungen kommen
  • Was können Gründe für eine Mangelernährung mit Vitaminen heutzutage sein? Sich gesund und ausgewogen zu ernähren ist im Vergleich zu früher einfacher geworden, aufgrund der ständigen Verfügbarkeit von frischen Lebensmitteln und moderner, vitaminschonender Konservierungsverfahren. Der Grund für eine Mangelversorgung ist primär in einer zu einseitigen Ernährung und einer ungeeigneten Lebensmittelauswahl zu suchen. Besonders betroffen sind hiervon häufig: ältere allein lebende Menschen mit geringem Einkommen Kinder und Jugendliche mit einseitiger Ernährung strenge Diäten sind klassische Auslöser für eine Unterversorgung Schwangere, Kranke und Hochleistungssportler, die einen erhöhten Bedarf haben Die kurzzeitige Einnahme von Vitaminpräparaten kann sinnvoll sein. Der Einsatz von Vitaminkombinationen im medizinisch-therapeutischen Bereich ist aufgrund der zum Teil hohen Dosierung streng geregelt.
  • Welche Funktion haben Antioxidantien im menschlichen Organismus? Antioxidantien sind chemische Verbindungen, die Substanzen unschädlich machen, die als freie Radikale oder Prooxidanzien bezeichnet werden. Freie Radikale stören Zellfunktionen und Enzyme und produzieren selbst toxische Verbindungen. Sie stehen im Verdacht, bei Krebserkrankungen, Alzheimer, Arthritis, Diabestes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und beim Alterungsprozess eine Rolle zu spielen. Antioxidantien stabilisieren freie Radikale durch Elektronenabgabe, so dass diese ihr aggressives Raktionspotential verlieren
  • Welche Schutzsysteme bezüglich der freien Radikale / Proxidantien gibt es im menschlichen Organismus? endogenes Redoxsystem:Gluthationssystem und die Enzyme Katalase, Superoxiddismutase und Peroxidase exogene Antioxidantien:Zufuhr von antioxidativ wirksamen Nahrungsbestandteilen wie Vitamin C, Vitamin A, Vitamin E, beta-Carotin, Kupfer, Mangan, Selen, Zink, Cystein, Methionin und viele der sekundären Pflanzenstoffe
  • Wie sind künstlich hergestellte und über Nahrungsergänzungsmittel zugeführte Antioxidantien zu bewerten? Das endogene Redoxsystem und die exogenen Antioxidantien arbeiten in einem komplexen, fein abgestimmten System zusammen. So stabilisieren sie nicht nur die freien Radikale, sondern schützen und regenerieren sich auch gegenseitig. Wenn z.B. durch Sport die Produktion von freien Radikalen erhöht wird, wird i.R. auch das endogene Redoxsystem weiter aktiviert, so das eine Supplementierung mit Antioxidantien nicht nötig wird bzw. sogar kontraindiziert ist. Eine Supplementierung könnte eine Aktivitätssteigerung des Redoxsystems verhindern. Außerdem besteht die Gefahr, dass isolierte und hoch dosierte Supplement-Antioxidantien zu einer Störung des fein abgestimmten Systems der endogenen und exogenen Schutzmechanismen führen. Es kann also empfohlen werden, auf Antioxidantien-Supplemente zu verzichten, dafür aber mit der natürlichen Nahrung so viele antioxidative Stoffe wie möglich zuzuführen (reichlich Obst und Gemüse zu verzehren)
  • Was sind die Faktoren, die zu Vitaminverlusten in Nahrungsmitteln führen können und wie kann ihnen (wenigstens teilweise) entgegengewirkt werden? Vitamine sind gegen Hitze, Sauerstoff und Licht empfindlich. Daher ist zu beachten: Obst und Gemüse möglichst frisch einzukaufen Lebensmittel dunkel aufzubewahren, eventuell abzudecken Gemüse erst zu Beginn der Nahrungszubereitung zu putzen Obst und Gemüse vor dem Zerkleinern nur kurz zu waschen vitalstoffschonend zu garen (dämpfen, dünsten, in Folie garen) langes Warmhalten der Speisen zu vermeiden Gewisse Verluste lassen sich jedoch nicht vermeiden. Diese bewegen sich im Bereich von 10% (Vitamin E) und 50% (Folsäure)