63

EL - Modul 1 (Subject) / ET-02 / a (Lesson)

Grundlagen

This lesson was created by underdog.

Learn lesson

Advertisement
  • Gesundheitliche Vorteile bei einer bedarfsgerechten Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren Bei einer Zufuhr von durchschnittlich 1g/Tag und einem Verhältnis O-3 : O-6 von nicht mehr als 1 : 4, können positive gesundheitliche Effekte erzielt werden:- Verbesserung der Insulinsensivität der Muskelzellen- Grundumsatzerhöhung- leichterer Abbau von Körperfett- schnellere Regeneration - Entzündungshemmung- Blutdrucksenkung- verminderte Blutblättchenklumpung- Stabilisierung des Herzrhythmus- Senkung der Triglyceride im Blut- unterstützende Therapie bei Allergien und Hauterkrankungen- unterstützende Therapie bei Depressionen, Migräne, prämenstruellem Syndrom,    MS, Stressbewältigung, Hyperaktivität- vermindertes Risiko für Darm-, Haut- und Brustkrebs
  • Warum dürfen mehrfach ungesättigte Fettsäuren nicht stark erhitzt werden? Bei starker Erhitzung können aus den Fetten leicht toxische Verbindungen entstehen, die kanzerogen wirken. Außerdem entstehen auch gesundheitlich bedenkliche Transfettsäuren. Zum Braten und Backen sollten möglichst nur gesättigte Fette wie Butter oder Kokosfett bzw. einfach ungesättigte Fettsäuren verwendet werden und diese möglichst nur bis 180°C erhitzt werden.
  • Transfettsäuren - Entstehung und Vorkommen Transfettsäuren entstehen immer dann, wenn mehrfach ungesättigte Fettsäuren gehärtet werden (zur Verlängerung von Lagerzeiten, industrieller Prozess) Vorkommen: Magarine, Brotaufstriche (z.B. Nussnougatcreme), viele Gebäcksorten (v.a. Blätterteig), Chips, Pommes Frites, Eiscreme, Donuts und Fertiggerichten (z.B. Pizza)
  • Transfettsäuren - gesundheitliche Risiken Die durch die Härtung veränderten Fette werden vom Körper nicht als solche erkannt und wie normale essentielle Fettsäuren verwertet und z.B. in die Zellmembranen eingebaut. Dort können sie vielfältige Störungen der Zellfunktionen bis hin zur Entartung hervorrufen. Nachgewiesen ist, dass Transfette- das gefäßaggressive LDL-Cholesterin erhöhen, bei gleichzeitiger Verminderung des    schützenden HDL-Cholesterins- die Entwicklung einer Insulinresistenz begünstigen
  • Zufuhrempfehlungen für Fette (allgemein) Fette sind sehr energiereich und sollten daher nur in Maßen verzehrt werden. Besonders ungünstig wirkt sich dabei die Kombination von gesättigten Fetten und reichlich Kohlenhydraten aus. Bei kohlenhydratbetonter Kost muss die Fettzufuhr möglichst gering gehalten werden. Bei kohlenhydratreduzierter Kost (besonders indiziert beim metabolischen Syndrom und zur dauerhaften Gewichtsreduktion) spielt die Aufnahme von gesättigten Fetten eine eher untergeordnete Rolle, solange sie im normalen Maß verzehrt werden und ein Großteil der zugeführten Fettenergie über Fette reich an einfach ungesättigten Fettsäuren abgedeckt werden.
  • Zufuhrempfehlung für Fette für Gesunde nach DGE ca. 30% der Gesamtenergieaufnahme (GEA) durch Fette => 60-70 g Fett/Tag Anteil langkettiger gesättigter Fettsäuren max. ein Drittel der Fettaufnahme, bzw. 10% der GEA Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren etwa 7% der GEA (sollte der Energieanteil der gesättigten FS über 10% liegen, sollten auch die ungesättigten FS erhöht werden, um atherogenen Prozessen entgegenzuwirken) Täglicher Bedarf an Omega-6-Fettsäuren: 6-9g Täglicher Bedarf an Omega-3-Fettsäuren: 1-2gVerhältnis nicht mehr als 4:1 Anteil der einfach ungesättigten FS an der GEA sollte 10-13% betragen
  • Cholesterin - Herkunft und Aufgaben im Organismus Aufbau und Stabilisierung von Zellmembranen Grundstoff bei der Bildung von Gallensäuren Ausgangssubstanz bei der Bildung von Steroidhormonen (Testosteron, Östrogen, Cortisol, etc.) Wichtig für die Produktion von Vitamin D Körpereigenes Cholesterin wird in der Leber synthetisiert (1-1,5g/Tag). Da es auch an Transportmechanismen im Organismus beteiligt ist, erscheint es auch im Blut als Blutcholesterin. Mit der Nahrung nimmt der Mensch Cholesterin ausschließlich über tierische Produkte auf
  • Blutcholesterinspiegel - Einflüsse Der Ch-Gehalt im Blut ist vom aufgenommenen Nahrungs-CH. nur wenig abhängig, da sich je nach aufgenommener Menge reflektorisch die Syntheserate des körpereigenen Ch. anpasst Nahrungsfette mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren haben einen weitaus höheren Einfluss auf den Ch.Spiegel im Blut, besonders bei einer gleichzeitigen kohlenhydratbetonten Kost Kohlenhydratreduzierte Kost führt dagegen häufig zur Senkung eines erhöhten Ch.-Spiegels, selbst bei einer erhöhten Zufuhr von Ch. und gesättigten Fettsäuren
  • Auswirkungen eines erhöhten Blutcholesterinspiegels Im Blut befindliches Cholesterin kann oxidiert und an den Wänden der Blutgefäße abgelagert werden (beginnende Atherosklerose) Ablagerungen (Plaques) können abreißen, was zu sofortiger Gerinnung, u.U. mit einem vollständigen Verschluss des Gefäßes führt. Je nach Lokalisation des Verschlusses können Herzinfarkt, Schlaganfall, schwere Durchblutungsstörungen der Beine etc. die Folge sein
  • Lipopoteine - Unterscheidung Lipoproteine = Triglyceride, Cholesterin und Phosphatide mit Proteinhülle. Die wichtigsten sind: Chylomikronen: werden als erste Fraktion in den Darmzellen gebildet und über Lymphe und Blut direkt zu den Zielgeweben transportiert. Dort versorgen sie die Zellen mit Fettsäuren und Vitaminen VLDL-Cholesterin: (very low density lipoprotein) wird in der Leber aus den Bestandteilen der Chylomikronen und körpereigenen Fetten synthetisiert (hoher Anteil an Triglyceriden) und an das Blut abgegeben. VLDL ist Vorstufe zu LDL LDL-Cholesterin: (low densitiy lipoprotein) wird im Blutgefäß enyzmatisch aus dem VLDL freigesetzt und über spezielle Rezeptoren  in das Zellinnere tranportiert. LDL verteilt Cholesterin im Körper, wo es sich in seiner oxidierten Form an die Gefäßwände ablagern kann (Atherosklerose) und gilt als "böses" Cholesterin HDL-Cholesterin: (high density lipoprotein) wird auch als "gutes" Cholesterin bezeichnet, da es nicht benötigtes Ch. aus der Körperperipherie zurück zur Leber und dem dortigen Abbau transportiert, somit die Gefäße vor Ablagerungen schützt.
  • Advertisement
  • Ursachen für erhöhte Triglyzeridwerte im Blut Bei Blutuntersuchungen stellen sich die Neutralfette vor allem durch den Triglyceridgehalt der Chlyomikronen und des VLDL (als Hauptvehikel im Blut) dar, d.h. diese beiden Parameter bestimmen hauptsächlich den Gesamtfettgehalt im Blut. Ursachen für eine Erhöhung der Triglyceride können sein: Übergewicht übermäßiger Alkoholkonsum schlecht eingestellter Diabetes Mellitus vorausgegangene fettreiche Mahlzeit Eine dauerhafte Erhöhung der Blutfettwerte zieht eine Schädigung der Gefäßinnenhaut nach sich und bietet so ein großes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Möglichkeiten zur Senkung des LDL-Cholesterins und der Triglyzeride im Blut mit diätetischen Maßnahmen Bei der Bewertung des Risikos von koronaren Herzerkrankungen infolge erhöhter Blutfette ist weniger der Gesamtcholesterinspiegel entscheidend als vielmehr das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin. Dieser Wert sollte nicht über 5 liegen. Als Gegenmaßnahme eignet sich die Senkung des LDL-Cholesterins durch Reduktion des Konsums gesättigter Fettsäuren Bevorzugung einfach ungesättigter FS und Omega-3-FS weniger Zucker und Weißmehprodukten
  • Möglichkeiten zur Anhebung des HDL-Cholesterins Über die Ernährung lässt sich HDL-Cholesterin nicht gut anheben. Sinnvoller ist es hier, das LDL-Cholesterin mit diätetischen Maßnahmen zu senken. Allerdings kann durch andere Maßnahmen das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin günstig beeinflusst werden, z.B. durch: Körperliche Aktivität Aufgabe von Rauchen Gewichtsreduktion