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Projektmanagement BMI FHD (Subject) / 08 - Kostenmanagement (Lesson)

Wissensgebiet Kostenmanagement (alternative Titel: Budgetierung, Controlling)

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  • Was sind die 2 Hauptaufgaben des Kostenmanagements? (Folie 100) Schätzung und Festlegung des notwendigen Budgets laufende Überwachung der Kostensituation des Projektes
  • Nenne 4 typische Prozesse des Kostenmanagements. (Folie 100) Einsatzmittel-Planung Personal und sonstige Ressourcen (Rechner, Räume, ...) Kostenschätzung Wie teuer wird es? Kostenplanung Wann wird das Geld gebraucht? Stichwort "Cash Flow" Kostenkontrolle Überwachung der im laufenden Projekt tatsächlich anfallenden Kosten Earned-Value-Analyse (s. Seminarfolien 25-28)
  • Was sind Vor- und Nachkalkulation? (Folie 101) Vorkalkulation: Bewertung/Einschätzung der Projektkosten in der Angebotsphase Nachkalkulation: Bewertung/Einschätzung der Projektkosten während und nach der Projektdurchführung
  • Was sind Kosten? (Folie 101) Wertverbrauch an Ressourcen (Sach- und Personalressourcen)
  • Was ist eine Kostenstelle? (Folie 101 f.) betrieblicher Bereich, dem Kosten zugeordnet werden(z.B. Abteilung, Projektteam usw.) Unterteilung in Hilfs- und Hauptkostenstellen "Wo sind die Kosten angefallen?"
  • Was ist ein Kostenträger? (Folie 101 f.) betriebliche Leistungen, denen Kosten zugeordnet werden(z.B. Produkte, Aufträge, Projekte) "Wofür sind die Kosten angefallen?"
  • Was sind Einzelkosten? Was ist das Gegenteil davon? Nenne jeweils ein Beispiel. (Folie 101) Einzelkosten: Kosten, die dem Kostenträger/Endprodukt/Projekt direkt zugeordnet werden können.Beispiele: Materialkosten, Fertigungslohn (z.B. Löhne für Fließbandarbeiter) Das Gegenteil davon sind Gemeinkosten. Dies sind Kosten, die dem Produkt/Projekt nicht direkt zugeordnet werden können.Beispiele: Gebäudekosten, allgemein benötigte Maschinen, Heizung, Beleuchtung, Versicherungen, ...
  • Was sind variable Kosten? Was ist das Gegenteil davon? Nenne jeweils ein Beispiel. (Folie 101) variable Kosten: Kosten, die in Abhängigkeit von der Beschäftigungsmenge / Kapazitätsauslastung (z.B. hergestellte Produkte pro Zeiteinheit, Zahl der geleisteten Arbeitsstunden, ...) schwanken.Beispiele: bei größerer Menge an hergestellten Produkten sinken die (Stück-)Kosten, weil man beim Einkauf der Rohstoffe Mengenrabatt bekommt Für ein Produkt/Projekt müssen Überstunden, Nachtschichten usw. geleistet werden. Diese kosten aufgrund von Überstunden-/Nachtzuschlägen mehr als "normale" Arbeitszeit. Somit steigen die Kosten. Das Gegenteil davon sind fixe Kosten. Diese bleiben also immer konstant, egal, wie viel oder wenig hergestellt wird oder wie viele oder wenige Arbeitsstunden benötigt werden etc.Beispiel: Mietkosten fürs Büro
  • Welche 4 Arten (Kostenverläufe) von variablen Kosten gibt es? Nenne jeweils ein Beispiel. (Folie 103) proportional (linear)Die Kosten steigen und fallen im selben Verhältnis wie die Beschäftigungs-/Arbeitsmenge. Die Stückkosten bleiben - unabhängig von der Gesamtmenge - konstant.Beispiel: Man verkauft belegte Brötchen. Je mehr man herstellen will, desto mehr Zutaten muss man auch einkaufen - Brötchen, Butter, Aufschnitt, ... Die Kosten steigen also gleichmäßig mit der Stückzahl hergestellter Brötchen an. degressiv (unterproportional):Die Kosten nehmen bei steigender Beschäftigung langsamer zu. Die Stückkosten verringern sich somit bei zunehmender Beschäftigungs-/ArbeitsmengeBeispiel: Man verkauft immer noch belegte Brötchen. Nun hat man aber man beim Bäcker, Metzger usw. Mengenrabatte für die einzelnen Zutaten rausgehandelt. Je mehr Brötchen man also herstellt, desto günstiger werden sie pro Stück. progressiv (überproportional)Die Kosten nehmen bei steigender Beschäftigung stärker zu. Die Stückkosten steigen dabei an.Beispiel: Ein Auto verbraucht bei Tempo 100 6 Liter Benzin pro 100 km. Bei Tempo 150 verbraucht es aber nicht 9 Liter (wie es bei proportionalem Kostenverlauf der Fall wäre), sondern 10. Bei Tempo 200 dann schon 14 Liter usw. intervallfix (auch: sprungfix)Kosten, die innerhalb bestimmter Intervalle konstant sind, aber zwischen diesen Intervallen auf ein anderes Niveau steigen oder fallen ("springen").Beispiel: Ein Arbeiter bekommt 1000 € (fix) pro Monat. Er stellt pro Tag 30 Teile her. Wenn die Produktionsmenge auf 31 Teile erhöht werden soll, wird ein weiterer Arbeiter benötigt. Die Kosten steigen sprunghaft von 1000 auf 2000 Euro an. Bis zu einer Produktionsmenge von 60 Teilen bleiben die Kosten dann wieder fix, bei 61 erfolgt wieder ein Sprung durch Einstellen eines neuen Mitarbeiters usw.
  • Nenne 5 zentrale Begriffe, mit denen sich das Kostenmanagement beschäftigt. (Folie 101) Kosten Kostenstelle Kostenträger Einzelkosten ↔ Gemeinkosten variable Kosten ↔ fixe Kosten
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  • Aus welchen 3 Hauptbestandteilen besteht die Kostenrechnung? Nenne jeweils ein Beispiel. (Folie 102) Kostenarten: "Welche Kosten sind angefallen?"Beispiele: Löhne und Gehälter, Material, kalkulatorische Kosten, Abschreibungen Kostenstellen: "Wo sind die Kosten angefallen?"Beispiele: Produktion, Vertrieb (Marketing), Rechnungswesen Kostenträger: "Wofür sind die Kosten angefallen?"Beispiele: Produkte, Aufträge, Projekte Die entstandenen Kosten aus Punkt 1 werden dann jeweils ihren Verursachern aus Punkt 2 und 3 zugeordnet. Beispiel: Ein Imbissbuden-Besitzer kauft neues Frittenfett, weil das alte langsam ranzig ist.Kostenart: Welche Kosten sind angefallen? → Materialkosten (Pflanzenfett)Kostenstelle: Wo sind die Kosten angefallen? → Produktion (Frittieren)Kostenträger: Wofür sind die Kosten angefallen? → Fritten (Produkt)
  • Wie wird eine Earned-Value-Analyse erstellt? (Seminarfolien 26-28) Gesamtauftragswert und -dauer feststellenz.B. Software im Wert von 10.000 € innerhalb von 4 Wochen Planned Value (PV) zum aktuellen Zeitpunkt berechnenz.B. am Ende der 3. Woche sollten Ergebnisse im Wert von 7.500 € vorliegen Earned Value (EV) zum aktuellen Zeitpunkt schätzenz.B. am Ende der 3. Woche liegen nur Ergebnisse im Wert von ca. 5.000 € vor Actual Cost (AC) zum aktuellen Zeitpunkt berechnenz.B. die in den 3 Wochen erbrachten Arbeitsstunden haben 9.000 € gekostet Schedule Variance (SV) berechnen: SV = EV - PV5.000 € - 7.500 € = -2.500 € Schedule Performance Index (SPI) berechnen: SPI = EV / PV5.000 € / 7.500 € = 0.66 = 66% Cost Variance (CV) berechnen: CV = EV - AC5.000 € - 9.000 € = -4.000 € Cost Performance Index (CPI) berechnen: CPI = EV / AC5.000 € / 9.000 € = 0.55 = 55% Wenn SV negativ ist bzw. SPI < 1, dann ist das Projekt zeitlich verzögert.Wenn CV negativ ist bzw. CPI < 1, dann ist das Projekt über dem Budget.Gesunde Projekte haben also einen positiven SV und CV sowie einen SPI und CPI > 1. Wie teuer wird das Projekt also insgesamt? Budget at Complete (BAC) ist der Auftragswertim Beispiel 10.000 € Estimate at Complete (EAC) berechnen: EAC = BAC / CPI10.000 € / 0.55 = 18181 €   →   Das Projekt wird deutlich teurer als geplant,