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1 (Subject) / 1.3 Persönlichkeitspsychologische Grundlagen (Lesson)
Theoretische Inhalte & Kenntnisse
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- Definiton Persönlichkeit nach Eysenck, 1967 - Gesamtsumme der aktuellen/ potenziellen Verhaltensmuster des Organismus, wie sie durch Anlage/ Umelt determiniert sindMuster entwickeln sich durch Interaktion von 4 Hauptbereichen 1) kognitiv (Intelligenz)2) konativ (Charakter & Motiv)3) affektiv (Temperament)4) somatisch (Konstitution)
- Definition Persönlichkeit nach Guilford, 1974 einzigartige Struktur von Persönlichkeitszügen (Traits) Trait= jeder abstrahierbare & relativ konstante Zug, eine Person von anderen unterscheidbar
- Definiton Persönlichkeit nach Herrmann, 1991 ein bei jedem Menschen einzigartiges, relativ überdauerndes & stabiles Verhaltenskorrelat
- Definition Persönlichkeit im Leichsenring Persönlichkeitseigenschaften (als hypothetische Konstrukte)determinieren (beobachtbare) Verhaltensweisen,machen Personen von anderen unterscheidbar, umfassen verschiedene unterscheidbare Bereiche & weisen eine gewisse Stabilität auf.
- Konsistenzdebatte (transtemporale) zeitliche Stabilität vs. transsituative Konsistenz Stabilität: bestimmt/ gemessen mit Fragebogen zur Selbst-& Fremdbeurteilung; Tests im Leistungsbereichaber: Korrelation bei direkten Verhaltensmessungen (physiologisch, Emotionsausdruck, Sozialverhalten) gering ausgeprägt -> für ausreichende Stabilität müssen viele identische Situationen gemittelt werden Konsistenz: Eigenschaftsmessungen zwischen unterschiedl. Situationen-> Verhalten in vielen Situationen nicht in vergleichbarer Weise-> Differenzen im Verhalten durch Parameter der Situation beeinflusstKritik: Eigenschaften & Persönlichkeit eine FunktionEinwände: Betrachtung von stabilen Situationen
- Datenerhebung in der Persönlichkeitsforschung - Welche Variablen gehören zum Gebiet der Pers.forschung? - Personenvariablen (s.h. Eyseck) - Umweltvariablen (z.B. häuslich, familiäre, Milieu, Peergroups, Schule, Beruf)
- Datenerhebung in der Persönlichkeitsforschung - Welche Infoquellen/ Datenarten stehen zur Verfügung? a) L-Daten = life-record b) Q-Daten = questionaire c) T-Daten = test
- Datenerhebung in der Persönlichkeitsforschung - Welche Verfahren existieren zur Infosammlung (Erhebungsmethoden) a) Verhaltensbeobachtung, obj. Lebenslaufdaten b) Interview, Fragebogen zur Erfassung subj. Einstellungen, Interessen, Sicht zur eigenen Person und Umwelt c) physiologische Messungen; "objektive" Tests, Fähigkeitstest
- Datenerhebung in der Persönlichkeitsforschung - Wie gut sind die Verfahren & Ergebnisse der Datenerhebung Reliabilität: Zuverlässigkeit; Ausmaß, in d ein Messverfahren das, was er misst, genau misstbestimmt durch- wiederholte Testdurchführung- parallele Testformen- äquivalente Testhälften Objektivität: Ausmaß, in dem das Ergebnis d- Infosammlung unabhängig von einer Person ist- Unterscheidung Durchführungs-, Auswertungs- & Interpretationsobjektivität- kann durch Standardisierung gesteigert werden Validität: Grad der Genauigkeit, mit der ein Test dasjenige Merkmal, das er messen soll, tatsächlich misstKriteriums- , Inhalts- und Konstruktvalidität z.B. Führerscheinprüfung repräsentiert die direkt zu messende Fähigkeit
- Verfälschungstendenzen in der Datenerhebung Fehlerfaktoren bei Selbstberichtsdaten: faking: absichtliche Verstellung Antwortstil, response set: Ja-Sage-Tendenzen (Akquieszenz); soziale Erwünschtheit
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- Persönlichkeitstheorien - Fünf-Faktoren-Modell ("Big-Five") - CAPS-Modell (Mischel, Shoda, 1995)
- Fünf-Faktoren-Modell lexikalischer Ansatz, konsensusfähiges ModellPersönlichkeitseigenschaften & deren Facetten 1) Neurotizismus2) Extraversion3) Offenheit für Erfahrung4) Verträglichkeit5) Gewissenhaftigkeit Fragebogen: NEO-Personality-Inventory (Costa, McCrae)
- CAPS-Modell Mischel, Shoda, 1995= Cognitive and Affective Personality System - Betonung kogn. Strukturen (steuern Person, Situation, Verhalten) 5 Dispositionen:1) Encodierung (= Kategorisierung von Infos über Selbst, Person, Ereignisse, Situation)2) Erwartungen & Überzeugungen3) Affekte4) Ziele & subjektive Werte5) Kompetenzen & selbst steuernde Systeme & Pläne Bsp.: bei Pers. lösen Streitereien die Erwartung über Zurückweisung aus .>Suche nach Anhaltspunkten, subj. Interpretation -> Auswirkung auf Verhalten = Aggressivität -> Zurückweisung
- spezielle Persönlichkeitskonstrukte - Stressbewältigung (Coping) - Kontrollüberzeugung - Selbstwirksamkeitserwartung
- Stressbewältigungs -Prozess - Anforderungen die die eigenen Ressourcen beanspruchen/ übersteigen- dient zur: - Reduktion schädigender Umweltbedingungen - Anpassung des Organimsus - Aufrechterhaltung pos. Selbstbildes - Emot. Gleichgewicht sichern - fortsetzen befriedigender Beziehungen verschied. Ansätze zur theor. Bestimmung & Messung:- aktuelle vs. dispositionelle Ansätze- mikro- vs. makroanalytisches Analyseniveau (bekannteste dispositionsorientierte Ansatz: Repression (Personen verleugnen/ herunterspielen von Bedrohung) - Sensitization (bes. hohe Aufmerksamkeit auf Bedrohung)
- Kontrollüberzeugung = Erwartung einer Person, auf Folgen ihres Handelns selbst Einfluss zu nehmen - externale Kontrollüberzeugung: Erwartung, dass Folgen außerhalb der Einflussmöglichkeiten liegen
- Selbstwirksamkeitserwartung Bandura, 1977- self-efficacy expectation- Kompetenzerwartung`= Selbsteinschätzung, ob Verhaltensweisen zum Erreichen eines Zieles auch tatsächlich ausführen kann Bsp: Englischdiktat/ Lernen von Vokabeln (Differenzierung von "Kontrollüberzeugung")Mann kann wohl wissen, welches Verhalten in einer Situation sicher zum Ziel führt (Kontrollüberzeugung), sich aber trotzdem nicht zutrauen, dieses Verhalten auch zu zeigen (niedrige Selbstwirksamkeitserwartung) niedrige Selbstwirksamkeitserwartungen können zu Verhaltesstörungen führen z.B. ängstliches Vermeidungsverhalten
- Definition Persönlichkeitsstörungen DSM-IV: "überdauerndes Muster von innerem Erleben & Verhalten, das merklich von Erwartungen der soziokulturellen Umgebung abweicht, tiefgreifend und unflexibel ist,Beginn in Adoleszenz oder frühen Erwachsenenalter, in Zeitverlauf stabil und führt zu Leid & Beeinträchtigung"
- Inwieweit lassen sich Persönlichkeitsstörungen mit Hilfe der "Big-Five" konzipieren & diagnostizieren? lassen sich durch Skalen und Facetten des NEO-PI-R beschreiben 4 Stufiger Prozess für die Diagnose:1) Beschreibung Persönlichkeit auf den 5 Skalen & 30 Facetten des NEO-PI-R 2) Identifikation der Probleme, Beeinträchtigungen, die jedem Trait untergeordnet sind 3) Entscheidung, ob Beeinträchtigungen klinisch bedeutsam sind 4) Entscheidung, ob Konstellation der Traits hinreichend für Diagnose Persönlichkeitsstörung (+ Registrierung von Ressourcen)