1 (Subject) / 1.2.4 Sozialpsychologische Grundlagen (Lesson)
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Attributionstheorie
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- Praxisrelevanz Bedürfnis nach Orientierung in sozialem Umfelt - Verknüpfung mit Warum-Fragen;bei unerwarteten, negativen Ereignissen werden Erklärungen gesucht, Ursachen-ForschungEreignisse - Beurteilung in verschiedenen Dimensionen - für Pat. wichtig, Krankheit zu verstehen & zu bewältigen - erstellen einer Laientheorie/ Ursachen(Laientheorien dienen weniger Erkenntnis als zu Selbstwertschutz)können deshalb mit Wissenschaft in Konflikt geratenBeispiel: Adipöse: geerbt vs. Selbstverantwortung
- Dimensionen der Ursachenzuschreibung inter - extern (Ursache der Person oder Umwelt zugeschrieben stabil - variabel kontrollierbar (= beeinflussbar) - unkontrollierbar global (= generell) - spezifisch (nur für best. Situationen) Zuschreibung hat unterschiedliche Konsequenzen auf Motivation & Verhalten
- in der Psychotherapie (Version 1) - Pat. von "pathologischen" Verantwortlichkeit Zuschreibungen zu befreien -> zu Handlungen persönl. kontrollierbar und auf veränderbare Ursachen zurückzuführen aber auch: Pat., die übersteigerte Zuschreibung auf pers. Kontrolle oder andere problematische Zuschreibung durch gezielte Infos zu neuen Zuschreibung - Psychotherapie & Pat. verstehen sich dann gut, wenn Verantwortungszuschreibungen übereinstimmen- Therapieansatz doppelten Nutzen: - Verantwortungs- (Ursachen) Zuschreibungen können systematisch besprochen werden - durch Variation der Infos können diese beeinflusst & verändert werden
- Theorie Verson 1 Kelley, 1967Entstehung von Ursachenzuschreibungen - Informationsverarbeitungsansatz: Kombination von Infos über beobachtete Verhaltensweisen & die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen auf Ursachen(bei welcher Info kommt es zu welcher Ursachen- & Verantwortungszuschreibung)
- typische Studie zu Version 1 Zuschreibung Kontrollierbarkeit zur eigenen Person fehlt bei vielen Störungen - Übergewichtige sehen sich häufig nicht in der Lage, ihr Gewicht zu reduzierenVeränderungsversuch durch Reattributions-Training + gezielte Vermittlung attributionaler Infos 4 Versuchsgruppen:- verhaltenstherap. Gew.reduktionsprogramm- " " + Reattribution- 2 Warte- Kontrollgruppen
- Dimensionen der Information Distinktheit: ist das Verhalten spezifisch für diese Situation? Konsistenz: tritt das Verhalten wiederholt als Reaktion auf diese Situation auf? Konsens: verhalten sich andere Menschen in der gleichen Situation genauso? (Ursachenzuschreibungen auf Einzelinformationen möglich (vereinfacht)
- Möglichkeiten Attribution und Information Konsensus Distinktheit Konsistenz Interne Attribution (Akteur) niedrig niedrig hoch Externe " (Situation) hoch hoch hoch Ausnahme hoch oder hoch niedrig niedrig oder niedrig
- Distinktheit - Information Info über auslösende Anreize - hilft Erfolge/ Misserfolge selbstwertdienlich zu verarbeiten hohe Distinktheit: Misserfolge sind auf spez. Anreize zurück zu führen niedrige: bei Erfolg wird dieser auf die Person selbst zurückgeführt
- Konsensus - Information Info über Verhalten von anderen hoher Konsensus: externale Attribution; z.B. Mitteilung an Pat. etw. sei "normal" & bei anderen auch vorhanden -> Entlastung des Pat. niedriger: internale Verursachung liegt vor-> selbst verantwortlich, kontrollierbar
- Konsistenz - Information Info über Verhalten zu verschiedenen Zeitpunkten- wichtig, um Variabilität & Veränderbarkeit des Verhaltens zu zeigen hohe Konsistenz: Zuschreibung auf persönl. und unveränderliche Ursachen-> Einschränkung Therapiemotivation niedrige: früher durchaus in der Lage sich z.B. regelmäßig sportlich zu betätigen
- Einsatzmöglichkeiten in der PT (Version 1) verweigern Verhaltensänderung, weil sie nicht unter ihrer Kontrolle steht
- in der Praxis (Version 1) für Gruppen: "Wandzeitung" - durch gezieltes Erfragen werden bisher blockierte subj. Erklärungen zugänglich gemacht
- Theorie Version 2 Weiner, 1986Verhaltenskonsequenzen von Attributionen - Ursprung: Forschung zur Leistungsmotivation (Wie Zuschreibungen eines pos./ neg. Ereignisses zur Person/ zur Umwelt sich auf die nachfolgende Leistung auswirkt) verschiedene Attributionsstile
- Attributionsstile depressiv: Zuschreibung neg. Ereignisse auf innere, stabile & globale Ursachen, unkontrollierbar(Handlungsunfähigkeit, niedriges Selbstwertgefühl) optimistisch (pos. Illusionen, allg. Wohlbefinden): neg. Ereignisse -> externale, veränderliche, spezifische (nur in einer Situation), kontrollierbare Ursachen
- depressiver Stil begründet spezifische Vulnerabilität für Hoffnungslosigkeit bildet sich beim Auftreten neg. Ereignisse heraus verursacht durch globale & stabile Attribution (wiederholte Misserfolge bei unterschiedl. Gelegenheiten)
- Typische Studie Version 2 Herkner, Pesta, 1980 - Veränderung Selbstverbalisation neg. Verbalisation (interne, stabile Attribution neg. Ereignisse)-> Intervention: Ursachen sind variabel und external Agleichung an pos. Verbalisiererpos. Ereignis als internale Ursacheniedrigere Misserfolgserwartungen & Angst vor Leistungssituationen
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- Ziele Version 2 mögl. Konsequenzen neuer Verhaltenserklärungen erarbeiten
