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Projektmanagement BMI FHD (Subject) / 06 - Risikomanagement (Lesson)

Wissensgebiet Risikomanagement

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  • Was sind die 2 Hauptaufgaben des Risikomanagements? (Folie 86) Erkennen und Bewerten von Risiken des Projektes Entwicklung und Durchführung entsprechender Maßnahmen(um die Risiken abzuwehren/abzumildern/etc.)
  • Nenne 5 typische Prozesse des Risikomanagements. (Folie 86) Risikomanagementplanung Risikoidentifikation Qualitative und quantitative Risikoanalyse Planung zur Risikobewältigung Risikoüberwachung
  • Aus welchen 3 Komponenten besteht jedes Risiko? (Folie 87) ein Ereignis (event) die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens (probability) die Auswirkung bzw. die Höhe des Schadens (impact)
  • Was sind die 4 Phasen des Risikomanagements? (Folie 88) Risikoanalyse (risk identification) Risikobewertung (risk evaluation) Risikoabsicherung/-minderung (risk mitigation) Risikoeintrittsmanagement und -kontrolle (risk monitoring)
  • Erläutere kurz die 1. Phase des Risikomanagements, die Risikoanalyse. (Folien 88, 89) Ziel: möglichst alle Risiken identifizieren und dokumentieren Techniken, um möglichst viele Risiken zu sammeln: Ideen generieren, z.B. durch Brainstorming-Workshop Experten-Interviews strukturierte "Question & Answer"-Listen "Lessons-Learned"-Berichte Zur Analyse dieser Risiken kann man sich z.B. folgender Informationen bedienen: historische Daten von ähnlichen Projekten Projektstrukturplan (PSP) Earned-Value-Daten (Wieviel wurde zum Zeitpunk x erreicht? Wieviel war geplant? ⇒ Sind somit Verzögerungen, höhere Kosten o.ä. zu erwarten?) Erfahrung Zeitplan Verträge Umfeldanalyse, Marktinformation Annahmen zum Plan Review-Reports
  • Erläutere kurz die 2. Phase des Risikomanagements, die Risikobewertung. (Folien 88, 90) Ziel: Die in der Risikoanalyse gefundenen Risiken werden nach ihrem Schadenspotential (Personen-, Sach-, Image-, Produktschaden, ...) bewertet. Für jedes Risiko werden Eintrittswahrscheinlichkeit (Probability) und Schadenswirkung (Impact) geschätzt. Diese beiden Werten jeweils multipliziert ergeben das Schadenspotential (Severity). Alles zusammen wird dokumentiert. Probability: 1..10 (1 = niedrig; 10 = hoch)Impact: 1..10 (1 = niedrig; 10 = hoch)Severity: Propability * Impact Hinweis: Eine Risikobewertung kann wie hier quantitativ (feste Euro- oder Prozentangaben) angegeben werden; es ist aber auch möglich, sie qualitativ (niedrig, mittel, hoch, ...) anzugeben.
  • Erläutere kurz die 3. Phase des Risikomanagements, die Risikoabsicherung/-minderung. (Folien 88, 91-92) Ziel: Verteilung von Risiken an Projektbeteiligte und Planung von Maßnahmen zur Risikoverhinderung bzw. Risikominderung. Zunächst werden alle Risiken an die Leute verteilt, die am besten damit umgehen können: an den Auftraggeber zurückgewiesene Projektrisiken("Wenn xyz passiert, übernehme ich dafür keine Verantwortung.") vom Auftragnehmer übernommene Projektrisiken an Dritte weitergegebene Risiken an Lieferanten durchgestellte Risiken von Versicherungen abgesicherte Risiken beim Auftragnehmer verbleibende Projektrisiken → Maßnahmen Nun überlegt man sich passende Maßnahmen nur für die verbleibenden Risiken. Diese stammen aus einer der folgenden 5 Gruppen ("Risikoableitungen"): Vermeiden (Avoid)Aktion unterlassen (meist wohl eher nicht sinnvoll)"Ich könnte in einen Stau geraten und deshalb zu spät zur ProM-Klausur kommen. Dann fahre ich lieber gar nicht." Ignorieren / Akzeptieren (Accept)trotz bekanntem Risiko weitermachen (meist wohl eher nicht sinnvoll)"Ich könnte in einen Stau geraten und deshalb zu spät zur ProM-Klausur kommen. Egal, wird schon klappen." Einarbeiten (Containment)zusätzliche Sicherheiten einbauen"Ich könnte in einen Stau geraten und deshalb zu spät zur ProM-Klausur kommen. Ich fahre eine Stunde früher los als sonst." Risikovorbehalt (Contingency)Plan B, der in Kraft tritt, (nur!) wenn das Risiko eingetreten ist"Ich fahre mit dem Auto nach Berlin. Wenn mein Auto kaputt geht - und nur dann! - fahre ich mit der Bahn." Transferieren (Transfer)Jemand anderes das Risiko übernehmen lassen."Ich könnte mich in einer fremden Großstadt verfahren. Ich fahre lieber mit dem Taxi, dann trägt der Fahrer die Verantwortung."
  • Erläutere kurz die 4. Phase des Risikomanagements, das Risikomonitoring. (Folien 88, 93) Ziel: laufende Überprüfung der Risiken, da jede Änderung am Projekt (Zeit, Inhalt, Geld, Beteiligte, Umfeld, ...) neue Risiken birgt oder die vorhandenen verändert. Vorgehensweise: Risikomanagement-Plan als eigene Aktivität im Projektplan zur Verfolgung der Risiken Risikobeobachtung: Ist das Risiko schon eingetreten? Projektstatus kontinuierlich kommunizieren Aufbau einer "Lessons-Learned"-Datenbank Wiederholte Durchführung der Phasen: Suchen neuer Risiken (die z.B. durch Änderungen entstehen) Auswerten früherer Risiken Überprüfung der Gegenmaßnahmen fortwährende Dokumentation fortwährende Kommunikation
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